Private Krankenversicherung: Einkommensgrenze 2015 erhöht

Die Einkommensgrenze der privaten Krankenversicherung wird 2015 erneut angepasst. Während privatversicherte Angestellte 2014 noch ein Jahresbruttogehalt von gut 53.500 Euro vorweisen mussten, sind es 2015 schon fast 55.000 Euro. Es wird demnach immer schwieriger, die besseren Leistungen der privaten Krankenversicherungen in Anspruch nehmen zu können.

Die Einkommensgrenze der privaten Krankenversicherung wurde seit dem Jahr 2000 stetig erhöht. Besonders Angestellte, die von den besseren Leistungen der privaten Krankenversicherung profitieren wollen, sind von der erhöhten Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) betroffen. Beamte, Selbstständige, Freiberufler und Studenten können sich unabhängig der Einkommensgrenze, die offiziell Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze heißt, privat krankenversichern. Angestellte, müssen hingegen genau prüfen, ab wann sie sich privat versichern können.

PKV Grenze: Ab wann kann man sich privat versichern?

Arbeitnehmer können sich nur von der Versicherungspflicht befreien und sich privat versichern, wenn sie ein Jahreseinkommen haben, das über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Für die private Krankenversicherung wird die Einkommensgrenze zum Januar 2015 angehoben, sodass nur Arbeitnehmer, die bereits ein Jahr lang 4.575 Euro brutto im Monat verdient haben, in die PKV wechseln dürfen.

Anstieg der PKV Grenze

Die Versicherungspflichtgrenze ist in den letzten 15 Jahren deutlich gestiegen. War im Jahr 2000 noch ein Bruttojahresgehalt von knapp 40.000 Euro notwendig, um aus der gesetzlichen Krankenkasse auszutreten und in die private Krankenversicherung zu wechseln, so können durch die neue Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung 2015 nur noch Menschen mit einem Bruttoeinkommen von 54.900 Euro privatversichert sein.

PKV Grenze überschritten? Ein Wechsel kann sich lohnen

Ist die Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung überschritten, so lohnt sich ein Blick in das breite Angebotsspektrum der privaten Krankenversicherer. Die Leistungen der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich teilweise enorm, wie unterschiedliche private Krankenversicherung Tests gezeigt haben. Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist von Versicherer zu Versicherer verschieden. Da die Tarife nicht für jede Berufsgruppe einheitlich gut sind, ist es besonders für Neukunden wichtig, sich gut zu informieren. Die aktuellen Testsieger 2014 des PKV Test der Stiftung Warentest sind für Angestellte die HUK-Coburg und die Provinzial Hannover. Beamte profitieren vom besten Preis-Leistungsverhältnis bei der HUK-Coburg sowie der Concordia und Selbstständige sollten laut der Verbraucherorganisation die Provinzial Hannover wählen.

 

Einkommens- und Beitragsbemessungsgrenze werden 2015 erhöht

Das Bundeskabinett hat nicht nur die Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung erhöht, sondern im gleichen Zuge auch die Beitragsbemessungsgrenzen für die allgemeine Rentenversicherung und die gesetzlichen Krankenkassen.

Leistungsverbesserung durch private Krankenversicherung

Die Gründe in eine private Krankenversicherung zu wechseln, sind vielfältig. Ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten, das heißt, kann man sich privat krankenversichern, dann überzeugen vor allem die verbesserten Leistungen der PKV. Vor allem beim Zahnersatz müssen normale Kassenpatienten oft tief in die Tasche greifen. Viele Tarife der PKV tragen entstehende Kosten oft bis zu 100 Prozent. Wer jedoch gesetzlich versichert bleiben will oder muss, kann zumindest mit einer Zahnzusatzversicherung Patient erster Klasse werden.