Private Krankenversicherung: Studenten sollten Tarif sorgfältig wählen

Der Tarif der privaten Krankenversicherung für Studenten „PSKV“ wird deutlich günstiger. Die Versicherer werben mit der Kostensenkung um die neuen Erstsemester. Allerdings birgt dieser spezielle Tarif einige Stolperfallen. Doch wann sollten Studenten einen Wechsel in die private Krankenversicherung erwägen und welche Tarife kommen für sie infrage?

Studienanfänger können sich innerhalb der ersten drei Monate nach Immatrikulation für die private Krankenversicherung für Studenten entscheiden. Mit dem Beginn des Sommersemesters stehen so wieder zahlreiche Erstsemester vor der Frage, ob sich dies für sie lohnt. Mehrere Versicherer bieten einen verbandseinheitlichen Tarif für Studenten (PSKV) an. Die Beiträge zu dieser studentischen privaten Krankenversicherung wurden nun für alle Altersstufen zum 1. April 2014 gesenkt. Doch auch wenn die Allianz Krankenversicherung, Bayerische Beamtenkrankenkasse, Central, Debeka, Gothaer und die Landeskrankenhilfe nicht nur mit der Beitragssenkung, sondern auch mit besseren Leistungen werben, kommt dieser spezielle Studententarif bei weitem nicht an die Leistungen normaler PKV-Tarife heran.

Private Krankenversicherung: Studenten zahlen für PSKV ab sofort weniger

Bei der privaten Krankenversicherung für Studenten muss man zwischen den Studententarifen einzelner Anbieter und dem verbandseinheitlichen Tarif PSKV unterscheiden. Bei letzterem wurden aktuell die Beiträge für alle Altersgruppen gesenkt. In der Altersgruppe 25 bis 29 Jahre zahlen Studenten für diese private Krankenversicherung nun statt 104,40 Euro nur noch 99,50 Euro monatlich. Doch dieser derzeit stark umworbene Tarif hat einige Einschränkungen.

Studentische private Krankenversicherung: Leistungsumfang ist eingeschränkt

Viele Behandlungen und Gesundheitsleistungen werden bei der privaten studentischen Krankenversicherung PSKV nur bis zum 1,3- bzw. 1,7-fachen des Satzes der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) erstattet. Zum Vergleich: Normale PKV-Tarife erstatten in der Regel bis zum 2,3-fachen Satz der GOÄ, bei einem hohen Aufwand durchaus auch bis zum 3,5-fachen Satz. Der PSKV-Tarif liegt daher in den Leistungen deutlich unter dem Standard für die private Krankenversicherung. Auch Leistungen wie die freie Krankenhauswahl oder die Behandlung durch den Chefarzt bei einem Krankenhausaufenthalt werden bei der PSKV nicht erstattet.

PKV: Studenten haben viele Tarife zur Auswahl

Andere Studententarife der privaten Krankenversicherung können weitaus mehr Leistungen bieten. Diese Zusatzleistungen machen sich allerdings auch preislich bemerkbar. Möchte man also bereits als Student die vollen Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen, so muss man auch damit rechnen, höhere Beiträge zu zahlen. Die genauen Leistungen und Höhe der Prämien unterscheiden sich dabei von Anbieter zu Anbieter und Tarif zu Tarif. Erstsemester, die überlegen, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen, sollten die verschiedenen Angebote daher genau vergleichen. Da während des Studiums eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr möglich ist, sollten sich Interessierte vor Vertragsabschluss von einem Versicherungsexperten beraten lassen.

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Private Krankenversicherung: Studenten profitieren auch nach dem Studium

Die Versicherer bieten den privat versicherten Studenten in den meisten Tarifen auch Vorteile über das Studienende hinaus an. So können sich Absolventen, wenn sie die Bedingungen erfüllen, übergangslos auch nach dem Studium in der privaten Krankenversicherung versichern. Wer als Berufsanfänger vorerst nicht die Möglichkeit hat, sich privat zu versichern, kann über eine sogenannte Anwartschaft auch ohne erneute Gesundheitsprüfung später wieder eine PKV beim bisherigen Anbieter erhalten.