Anja Schlicht
Anja Schlicht

Redaktionsleitung

Rente: Nach deutlicher Steigerung 2016 bis 2019 nur geringe Erhöhungen

Die Rentenerhöhung liegt 2016 mit fast sechs Prozent mehr Altersgeld im Vergleich zum Vorjahr auf Rekordniveau. Ruheständler sollten sich allerdings nicht an die deutliche Rentensteigerung gewöhnen. Denn laut dem Rentenversicherungsbericht 2015 werden die Anpassungen bis 2019 nur im zwei- bis dreiprozentigen Bereich liegen.

Update 26. Oktober 2016: Für 2017 konkretisieren sich nun die Werte. Der Nordwest-Zeitung zufolge, die aus dem Haushaltsplan der Deutschen Rentenversicherung Bund zitiert, ergibt sich für Rentner im kommenden Jahr eine Rentenerhöhung von 2,3 Prozent (alte Bundesländer) beziehungsweise rund 2,6 Prozent (neue Bundesländer).

Update 10. November 2016: Prognosen der Deutschen Rentenversicherung Bund zufolge fällt die Rentenerhöhung 2017 geringer aus als vorherige Schätzungen vermuten ließen.

Zum 1. Juli 2016 gab es die „größte Rentenanpassung seit der Jahrhundertwende“, so der Deutsche Rentenversicherung Bund mit. Die Rentenerhöhung 2016 betrug mehr als vier Prozent im Westen und fast sechs Prozent im Osten. Da diese enorme Steigerungen jedoch hauptsächlich auf einen statischen Sondereffekt zurückzuführen ist, müssen sich Rentner für die folgenden Jahre eher auf moderate Rentenerhöhungen einstellen. Dies zeigt auch der Rentenversicherungsbericht 2015. Demnach gibt es zwischen 2017 und 2019 voraussichtlich nur Zuwächse zwischen zwei und drei Prozent:

West

  • 2017: 2,2 Prozent
  • 2018: 2,5 Prozent
  • 2019: 2,8 Prozent

Ost

  • 2017: 2,3 Prozent
  • 2018: 2,6 Prozent
  • 2019: 2,9 Prozent

Prognose zum Rentenbeitrag: 2029 über 21 Prozent

Im Rentenversicherungsbericht 2015 wird auch eine Schätzung über die Entwicklung des Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung abgegeben. Demnach ändert sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bis 2020 nichts, der Beitragssatz bleibt stabil bei 18,7 Prozent. Danach ist jedoch mit schrittweisen Anpassungen zu rechnen.

Bis 2023 liegt der Rentenbeitrag bei über 20 Prozent, 2029 ist von 21,5 Prozent auszugehen. Da der Beitrag zu gleichen Teilen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer entfällt, entspricht dies einem Anteil für gesetzlich Pflichtversicherte von 10,75 Prozent (bisher 9,35 Prozent).