Risikolebensversicherung: Raucher zahlen schnell das Dreifache

Wer mit einer Risikolebensversicherung als Raucher seine Angehörigen finanziell absichern möchte, muss deutlich höhere Beiträge zahlen als ein gleichaltriger Nichtraucher. Denn Rauchen erhöht nicht nur das Risiko für Lungenkrebs, sondern verursacht und verstärkt zudem zahllose weitere Erkrankungen. Wie hoch die Beitragsunterschiede sind, zeigt aktuell die Stiftung Warentest.

Die Risikolebensversicherung ist für Raucher immer teurer als für Versicherte, die nicht zur Zigarette greifen. Schließlich ist ihr Risiko für lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs oder Schlaganfälle deutlich erhöht. Die Versicherer erheben daher hohe Risikozuschläge für Raucher. So kostet der Hinterbliebenenschutz sowohl für Ketten- als auch für Gelegenheitsraucher das Doppelte bis Dreifache im Vergleich zu Nichtrauchern. Dies zeigt der aktuelle Risikolebensversicherung Vergleich 2015 der Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 6/2015).    



Risikolebensversicherung für Raucher: So viel teurer ist der Schutz

Dem Test der Verbraucherorganisation zufolge stammt die günstigste Risikolebensversicherung für Nichtraucher von der Europa. Hier wird für einen 35-jährigen Verwaltungsangestellten, bei einer Vertragslaufzeit von 25 Jahren und einer Versicherungssumme von 250.000 Euro, ein Jahresbeitrag von 176 Euro fällig. Die Europa bietet dabei mit ihrer Risikolebensversicherung auch für Raucher den preiswertesten Tarif. Jedoch zahlen rauchende Versicherte mit 487 Euro pro Jahr gleich mehr als das Zweieinhalbfache. Auch bei den anderen Gesellschaften müssen Raucher für die Risikolebensversicherung mindestens das Doppelte bezahlen. Im Extremfall wird für Raucher sogar mehr als das Dreifache fällig.

Die preiswertesteten Risikolebensversicherungen für Raucher:

  • Europa – E-T2
  • Interrisk – SR1 XL
  • Interrisk – AR1 XL
  • CosmosDirekt  – CR/Basis-Schutz
  • Cardif – Protect24U2.1

Service: Sie suchen nach einem günstigen Hinterbliebenenschutz? Mit dem Risikolebensversicherung Vergleichsrechner finden Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Raucher und Nichtraucher.

Risikolebensversicherung: Raucher werden fürs Aufhören belohnt

Wer als Raucher eine Risikolebensversicherung abschließt, kann in der Regel später mit der Versicherung eine Anpassung des Vertrags vereinbaren, wenn mit dem Rauchen aufgehört wurde. Ab welcher Zeitspanne die jeweilige Gesellschaft den Versicherten als Nichtraucher einstuft, ist jedoch unterschiedlich. Viele Versicherer setzen hier zwölf Monate an, bei anderen darf zwei Jahre lang nicht geraucht worden sein, um als Nichtraucher zu gelten. Einige Unternehmen bewerten den dauerhaften Schaden durch den Tabakkonsum allerdings viel höher. Bei diesen gilt ein Raucher in der Risikolebensversicherung erst nach zehn Jahren als rauchfrei.

Risikolebensversicherung: Rauchen oder dampfen?

Die Risikolebensversicherung macht bei Rauchern in der Regel keinen Unterschied zwischen dem Konsum von Zigaretten, Pfeifen oder E-Zigaretten. Zwar gibt es Studien, die nahelegen, dass das Dampfen der E-Zigarette mit einem geringeren Gesundheitsrisiko behaftet ist als das Rauchen von Zigaretten. Die Versicherer behandeln aber dennoch das Dampfen wie den normalen Zigarettenkonsum. Das sollte Verbraucher auch bei den Gesundheitsfragen beachten. Sonst droht im Versicherungsfall eine Leistungsverweigerung des Versicherers, wenn die Nutzung von E-Zigaretten verschwiegen wurde.