Rürup Rente: Bundestag beschließt höhere Förderung 2015

Die Rürup Rente Förderung wird 2015 steigen. Der Bundestag hat am gestrigen Donnerstag die Koppelung der förderfähigen Höchstgrenze an den Höchstbeitrag zu knappschaftlichen Rentenversicherung beschlossen. Damit können ab 2015 über 2.000 Euro mehr an Beiträgen zur Rürup Rente von der Steuer abgesetzt werden.

Die Förderung der Rürup Rente steigt 2015. Der Bundestag hat gestern einen entsprechenden Beschluss gefasst. Diesem muss nun noch der Bundesrat am 19. Dezember zustimmen. Ursprünglich hatte die Regierung einen Anstieg der anrechenbaren Beiträge von 20.000 Euro auf 24.000 Euro vorgesehen. Der Finanzausschuss des Bundestags hatte jedoch vorgeschlagen, stattdessen den Höchstbetrag an die knappschaftliche Rentenversicherung zu koppeln. Dies entspricht für 2015 einem neuen Maximalbetrag von 22.172 Euro für alleinstehende Versicherte. Auch wenn die Erhöhung nicht so hoch ausfällt wie geplant, so ergeben sich doch erweiterte Steuervorteile für Rürup-Sparer, die diese Form der Altersvorsorge voll ausnutzen.

Update 19. Dezember 2014: Der Bundesrat hat nun den Verbesserungen bei der Rürup Rente zugestimmt. Die Förderung der Rürup Rente steigt damit zum 1. Januar 2015.

Steuervorteile bei Rürup Rente: Förderung ab 2015 erhöht

Die Rürup-Rente ist neben der Riester-Rente eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Während bei der Riester-Rente jedoch Zulagen gezahlt werden, gestaltet sich die Förderung der Rürup-Rente allein über die damit verbundenen Steuervorteile. Denn die Beiträge zur Rürup-Rente können bis zu einem bestimmten Höchstbetrag steuerlich als Altersvorsorgeaufwendung abgesetzt werden. Dieser liegt

2014 bei 20.000 Euro für Alleinstehende, 40.000 Euro für Ehepaare
2015 bei 22.172 Euro bzw. 44.344 Euro.

Im Jahr 2014 werden 78 Prozent der entsprechenden Beiträge steuerlich angesetzt, im Jahr 2015 sind es 80 Prozent.

Der Höchstbetrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung erschließt sich dabei aus dem jeweiligen Beitragssatz (24,8 Prozent) und der entsprechenden Beitragsbemessungsgrenze, die 2015 bei 89.400 Euro liegt. 89.400 Euro geteilt durch 100, multipliziert mit 24,8 ergibt einen Betrag von 22.171,20 Euro. Dieser wird aufgerundet und gibt so die neue Höchstgrenze für die anrechenbaren Rürup-Beitrage an.

Aktuelle Testsieger der Rürup-Rente

Im letzten Rürup Rente Test der Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 12/2014) konnten zehn von insgesamt 47 Angeboten die Gesamtnote „gut“ erreichen. Weitere 20 erzielten die Bewertung „befriedigend“. Für neun Tarife gab es nur ein „ausreichend“, ein Tarif wurde sogar nur mit „mangelhaft“ bewertet. Sieben weitere Rürup Renten konnten aufgrund fehlender Daten nicht benotet werden.

Auch beim Altersvorsorge-Rating des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) war das Ergebnis durchwachsen. Während ein Anbieter, die Debeka, im Gesamtergebnis die Bewertung „sehr gut“ erreichte, erhielt die Generali nur ein „ausreichend“ – der Versicherer war  bei der Stiftung Warentest als einziger Anbieter im Test durchgefallen.

Erhöhung der Rürup-Rente Förderung vor 2015 mehrfach gescheitert

Es ist nicht der erste Versuch der Regierung, die Höchstgrenze anzupassen. Bereits im Jahr 2013 sollte die Rürup Rente Förderung im Rahmen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes (AltvVerbG) erhöht werden. Doch dem Bundesrat ging die geplante Erhöhung um 20 Prozent zu weit. Die Parlamentarier lehnten die Erhöhung der Förderhöchstgrenze ab, denn diese würde zu einer „Ungleichbehandlung der verschiedenen Altersvorsorgesysteme“ führen. Der entsprechende Passus wurde aus dem Gesetz gestrichen. Auch im November dieses Jahres lehnte der Bundesrat eine Erhöhung von 20.000 Euro auf 24.000 Euro ab.