Saisonkennzeichen: Vorteile bei Steuer und Versicherung

Die Zahl der Saisonkennzeichen beispielsweise für Cabrios oder Motorräder nimmt seit Jahren stetig zu. Die Vorteile der zeitlich beschränkten Kfz-Kennzeichen liegen auf der Hand: Sie ersparen den Saisonfahrern Zeit und Mühe. Zudem ruhen sowohl Kfz-Steuer als auch die Haftpflicht- und Kaskoversicherungen für das Fahrzeug außerhalb der Saison.

Veröffentlicht am 8. April 2015
Fast zwei Millionen Saisonkennzeichen für Autos und Motorräder waren im Jahr 2014 in Gebrauch. Im Jahr 2005 waren es nur rund 1,3 Millionen. Während die Zahl der Saisonkennzeichen für Motoräder seitdem um rund 40 Prozent von 895.137 auf 1.241.596 Zulassungen angestiegen ist, erhöhte sich die Zahl der zeitlich begrenzt zugelassenen Autos sogar um 75 Prozent von 422.632 auf 745.147. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft auf Grundlage der Daten des Kraftfahrt-Bundesamts.

Seit der Einführung im Jahr 1997 nutzen also immer mehr Menschen die Vorteile der Saisonkennzeichen. Auto- und Motorradfahrer profitieren dabei vor allem von einem geringeren bürokratischen Aufwand sowie deutlichen Einsparungen bei Gebühren, Steuern und der Kfz-Versicherung.

Wie erkennt man Saisonkennzeichen?

Saisonkennzeichen zeigen neben der amtlichen Erkennungsnummer auch den Gültigkeitszeitraum für die Zulassung. Dabei wird der erste und letzte Monat des gewählten Zulassungszeitraums durch einen waagerechten Strich getrennt. Für das Saisonkennzeichen ist eine Zulassung zwischen mindestens zwei bis maximal elf Monate innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten möglich. Zwar ist es auch zulässig das entsprechende Fahrzeug in jedem Jahr neu an- und abzumelden. Durch das Saisonkennzeichen besteht jedoch der Vorteil, dass aufgrund der automatischen Zulassung und Abmeldung die regelmäßigen Kosten sowie der notwendige Zeitaufwand eingespart werden.

Saisonkennzeichen Kosten: Ersparnis bei Kfz-Versicherung erhöhen

Für ein Saisonkennzeichen fallen in der Regel nur geringe Kosten an. So verlangt die Zulassungsstelle zwar eine einmalige Gebühr, die je nach Aufwand rund 30 Euro beträgt. Dafür lassen sich durch ein Saisonkennzeichen aber Kosten bei der Steuer und der Kfz-Versicherung sparen. Denn während der nicht zugelassenen Zeit besteht der Versicherungsschutz weiterhin. Die Beiträge ruhen aber genauso wie die Kfz-Steuer. Bei der Kfz-Versicherung lässt sich der Einspareffekt sogar noch erhöhen. Denn wer sein Fahrzeug über das Saisonkennzeichen mehr als sechs Monate im Jahr zugelassen hat, profitiert durch eine Anrechnung auf die Schadenfreiheitsklasse. Das heißt: Wird kein Schaden bei der Versicherung geltend gemacht, erreicht man im nächsten Jahr eine bessere Schadenfreiheitsklasse.

Saisonkennzeichen außerhalb der Saison: Was gibt es zu beachten?

Wer ein Cabrio, Wohnwagen oder Motorrad mit einem Saisonkennzeichen hat, muss dieses außerhalb der frei gewählten Saison nicht nur stehen lassen. Vielmehr muss das Fahrzeug in einer Garage oder auf einem Stellplatz untergebracht werden. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro bzw. sogar 50 Euro, wenn das Fahrzeug ohne gültiges Kennzeichen in Betrieb genommen wird. Zusätzlich zu den Kosten für die einmalige Zulassung, sollten Fahrzeugbesitzer als auch die Gebühren für einen Abstellplatz im Winter berücksichtigen. Doch selbst wenn man diese einberechnet, überwiegen meist bei den Saisonkennzeichen die Vorteile.