Schufa-Eintrag kann kostenfrei eingesehen werden

Verbraucher können kostenlos erfahren, was die Schufa über sie gespeichert hat. Ab April 2010 können sie einmal jährlich den Schufa Eintrag kostenlos einsehen. Die Überprüfung der Daten kann lohnen, denn nicht selten sind die gespeicherten Daten der Schufa falsch oder unvollständig.

Verbraucher können künftig kostenlos ihre Schufa-Einträge einsehen. Ab April 2010 kann jeder Bürger einmal jährlich kostenlos eine schriftliche Datenübersicht anfordern. Diese enthält nicht nur die bei der Schufa gespeicherten Daten, sondern gibt zusätzlich Auskunft, woher die gespeicherten Daten stammen und an wen sie bisher weitergegeben wurden. So können Verbraucher schnell erfahren wer beispielsweise bisher eine Auskunft über sie eingeholt hat. Außerdem gibt es die Möglichkeit, über das Internetportal “meineschufa.de” jederzeit die bei der Schufa gespeicherten Daten einzusehen. Dafür wird allerdings eine Gebühr fällig.

Wie erhalte ich eine kostenlose Auskunft?

Um eine kostenfreie Schufa-Auskunft zu erhalten, bietet die Schufa drei unterschiedliche Wege an. Erstens über die Website “meineSchufa.de”. Dort können Interessenten ihre Daten anfordern, die ihnen dann per Post zugesendet werden. Zweitens kann über eine Servicenummer der Auszug telefonisch angefordert werden. Drittens können Anträge vor Ort persönlich gestellt werden. Dazu werden Servicestellen in mehreren großen Städten eingerichtet. Zunächst gibt es den vor-Ort-Service in Berlin, Bochum, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden.

Welche Daten sind über mich gespeichert?

Die Auskunftei Schufa speichert Angaben zu Kredit- und Leasingverträgen, Eröffnungen von Girokonten oder Annahme einer Kreditkarte, Kundenkonten beim Handel und Einrichtungen von Telekommunikationskonten, also beispielsweise den Abschluss eines Handyvertrags. Darüber hinaus wird gespeichert, wenn Forderungen trotz Mahnung nicht bezahlt werden bzw. über die es eine gerichtliche Entscheidung gab. Auch der Missbrauch eines Giro- oder Kreditkontos nach einem Nutzungsverbot wird von der Schufa vermerkt. Eidesstattliche Versicherung und Privatinsolvenzverfahren gehören ebenfalls zu den Angaben, die von der Schufa gespeichert werden.

Update Juni 2012

Nachdem bekannt geworden war, dass die Schufa die Nutzung von Facebook-Daten angestrebt hatte, musste die Auskunftei das Vorhaben nach erheblicher Kritik von Datenschützer abbrechen. Dabei hatte die Stiftung Warentest bereits zuvor festgestellt, dass rund 69 Prozent der Einträge unvollständig, veraltet oder falsch waren. Wenn Sie falsche Daten in Ihrer Auskunft entdecken, reicht es in der Regel aus, die Schufa über den Fehler zu informieren, damit er berichtigt wird. Hat jedoch jemand einen falschen Eintrag getätigt, kann es notwendig sein, einen Widerspruch zu formulieren, damit die Daten korrigiert werden. Insbesondere bevor man etwa einen Kredit beantragt oder eine neue Mietwohnung sucht, sollte man daher seinen Schufa Eintrag einsehen, um sicher zu stellen, dass alle Daten der Wahrheit entsprechen.

Hier geht es zum Formular für die kostenlose Datenauskunft der Schufa.