Autoglasscherben auf dem Boden
Annabell Meyer
Annabell Meyer

Redakteurin

Versicherung für E-Scooter: Diese Regelungen müssen Fahrer beachten

Über die Einführung von E-Scootern wurde in Deutschland lange diskutiert. Doch seit dem 15. Juni dürfen die motorbetriebenen Roller nun auch offiziell bundesweit unterwegs sein. Allerdings benötigen Fahrer dafür eine spezielle Zulassung und den passenden Versicherungsschutz. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten, um im Ernstfall finanziell abgesichert zu sein.

  • Nachdem E-Scooter bereits in europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und Österreich erlaubt sind, dürfen sie nun auch in Deutschland gefahren werden.
     
  • Für den motorbetriebenen Roller brauchen Fahrer zwar keinen Führerschein, aber eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung.
     
  • Die Elektroroller müssen zudem vom Kraftfahrzeugbundesamt zugelassen sein.

Seit Samstag sind E-Scooter auch in Deutschland erlaubt. Die motorbetriebenen Roller dürfen dabei nicht auf Gehwegen und nur in Ausnahmen auf Straßen unterwegs sein, sondern müssen auf dem Radweg fahren.



Anders als Fahrräder oder Tretroller gelten die Elektro-Scooter als eigenständige Kraftfahrzeuge, weshalb Besitzer auch ein extra Kennzeichen für sie benötigen. Doch worauf ist bei den E-Rollern zu achten, damit Fahrer und Fahrzeug möglichst optimal geschützt sind?

Welche Bedingungen gelten bei der Versicherung für E-Scooter?

Da E-Scooter durch ihren reinen Motorbetrieb als Elektro-Kleinstfahrzeuge gelten, benötigen sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Fahrer müssen dazu einen eigenständigen Vertrag für den Roller abschließen und dürfen diesen nicht in einen bereits bestehenden Versicherungsschutz integrieren. Verursachen Versicherte mit ihrem E-Scooter einen Unfall, zahlt die Versicherung für den Schaden, der Dritten dadurch entsteht. Um die eigenen Kosten, beispielsweise für den beschädigten Roller, abzudecken, benötigen Fahrer eine Kaskoversicherung. Diese schützt ebenfalls bei Diebstahl.

Für die Genehminung des E-Rollers gelten bestimmte Kriterien, welche die Hersteller erfüllen müssen. So muss der Roller mindestens sechs Kilometer pro Stunde fahren, darf jedoch nicht schneller als 20 Kilometer pro Stunde sein. Erfüllt er diese Anforderungen nicht, erhält er keine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und muss umgerüstet werden. Beim Kauf sollten Fahrer daher unbedingt beachten, ob gewählte Scooter eine ABE hat.

 

Nicht ohne Versicherungsschutz

Wenn E-Rollerfahrer bei einem Unfall ohne gültige Versicherungsplakette unterwegs sind, tragen sie die Kosten selbst und müssen hohe Strafen in Kauf nehmen. Auch das Fahren ohne mitgeführten Versicherungsschein wird mit Bußgeldern geahndet.

Wie teuer ist die Versicherung für E-Scooter und welche Anbieter gibt es?

Während in der Politik lange darüber diskutiert wurde, in welcher Form E-Scooter bundesweit erlaubt werden sollen, haben sich zahlreiche Versicherer auf die Zulassung vorbereitet. So bieten Unternehmen wie

  • DEVK,
  • Württembergische,
  • Gothaer,
  • Provinzial Rheinland und
  • Allianz

den Versicherungsschutz für die Elektroroller an oder entwickeln bereits ein entsprechendes Angebot.

Die Kosten für den Versicherungsschutz orientieren sich grob an den Summen für eine Mopedversicherung. Wie teuer die Absicherung genau wird, richtet sich jedoch oftmals nach dem Alter des Fahrers.

Dabei gilt: Je jünger der Versicherte, desto höher das Unfallrisiko und umso teurer ist der Schutz. Unter 18-Jährige zahlen beispielsweise bei der DEVK rund 76 Euro bis zum Ende des Versicherungsjahres für Elektrokleinstfahrzeuge am 28. Februar 2020. Ab einem Alter von 23 Jahren wird dagegen nur rund die Hälfte fällig wird. Im Gegensatz zu anderen Versicherern verlangt die Württembergische einen altersunabhängigen Beitrag von rund 30 Euro bis zum Ende des Versicherungsjahres.

Tipp: Da E-Scooter ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden dürfen, benötigen Minderjährige das Einverständnis ihrer Eltern, um eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen.