Vorsicht bei Kündigung der Wohngebäudeversicherung

Über eine Kündigung der Wohngebäudeversicherung sollten Hausbesitzer besser zweimal nachdenken. Denn wer aus Ärger über eine Prämienerhöhung sofort kündigt, riskiert eine gefährliche Versicherungslücke. Experten raten Versicherten, sich vor der Kündigung erst in Ruhe nach einer günstigen Alternative umzuschauen.

Über eine Kündigung ihrer Wohngebäudeversicherung denken viele Hausbesitzer vor allem dann nach, wenn der Versicherer den Beitrag erhöht. Angesichts der verstärkt auftretenden schweren Stürme und Gewitter, die große Schäden verursachen und den Versicherungen viel Geld kosten, sind Beitragserhöhungen keine Seltenheit. Kunden, die Preiserhöhungen nicht zustimmen, droht die Kündigung. Doch genau davor warnen Verbraucherschützer.

Wohngebäudeversicherung: Kündigung ist möglich

Schon in der Vergangenheit haben Unwetter so viele Schäden angerichtet, dass die Versicherer teils deutliche Preiserhöhungen angekündigt haben. In Einzelfällen ist es sogar vorgekommen, dass sich die Prämien für die Wohngebäudeversicherung verdoppeln. Versicherer wie die Allianz oder die Ergo haben vielen ihrer Versicherten Änderungskündigungen zukommen lassen. Die Kunden werden dann vor die Wahl gestellt: Entweder stimmen sie den höheren Beiträgen und einem höheren Selbstbehalt im Schadensfall zu oder ihnen droht die Kündigung. Die Versicherer haben das Recht, die Verträge mit einer dreimonatigen Frist zum Ende des Versicherungsjahres oder unmittelbar nach einem Schadensfall zu kündigen.

Erst teures Angebot annehmen, dann wechseln

Verbraucherschützer raten betroffenen Hausbesitzern davon ab, eine sofortige Kündigung der Wohngebäudeversicherung in Kauf zu nehmen. Vielmehr sollten die Kunden zunächst das teurere Angebot ihres Versicherers annehmen und sich danach um einen günstigeren Wohngebäudeschutz kümmern. Denn wer erst kündigt und dann eine neue Versicherung sucht, hat es definitiv schwerer, einen preiswerten und zugleich leistungsstarken Schutz für das eigene Haus zu bekommen. Im schlimmsten Fall findet er gar keine Wohngebäudeversicherung mehr.

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Wohngebäudeversicherung: Kündigung erst mit neuem Vertrag

Der Wechsel in einen neuen Vertrag ist deutlich einfacher, wenn der alte Schutz noch nicht gekündigt worden ist. Erst dann, wenn einer neuen Wohngebäudeversicherung wirklich nichts mehr im Wege steht, sollte die Kündigung beim alten Anbieter eingereicht werden. Hausbesitzer, die ihr Wohneigentum über die Bank finanzieren, müssen bei dieser übrigens zuvor eine Zustimmung für den Wechsel einholen.

Tipp: Prüfen Sie aktuelle Tests zur Wohngebäudeversicherung.