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Anja Schlicht
Anja Schlicht

Redaktionsleitung

Welche gesetzliche Krankenkasse ist 2020 die günstigste?

Die meisten Krankenkassen nutzen den Jahreswechsel in der Regel, um ihren Beitragssatz anzupassen. Doch obwohl sich der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2020 um 0,2 Prozent erhöht, hält der Großteil ihren Krankenkassenbeitrag stabil. Die günstigsten Krankenkassen verlangen 2020 weniger als 15 Prozent, die teuersten dagegen über 16 Prozent.

Zuletzt aktualisiert am 6. Januar 2020

  • Die meisten Versicherten können sich 2020 dennoch auf einen stabilen Krankenkassenbeitrag einstellen.
  • Die günstigsten Krankenkassen liegen 2020 mit ihrem Beitragssatz unter 15 Prozent.

2019 haben mehr als 30 Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag gesenkt. Diese Tendenz setzt sich 2020 jedoch nicht fort, im Gegenteil: Von den rund 100 Kassen haben nur die AOK Sachsen-Anhalt und die Debeka BKK eine Beitragssenkung bestätigt. Die AOK verzichtet sogar ganz auf den Zusatzbeitrag.

Tipp:

Seit 2019 beteiligt sich der Arbeitgeber zu 50 Prozent an den kompletten Krankenversicherungskosten. Arbeitnehmer zahlen bei der günstigsten Kasse somit nur 7,3 Prozent ihres Einkommens. Die Kasse ist jedoch nicht bundesweit geöffnet. Mit dem Vergleichsrechner finden Wechselwillige heraus, welche Kassen bei ihnen zu den preiswertesten zählen.

Die günstigsten Krankenkassen 2020 sind die gleichen, die schon 2019 einen besonders niedrigen Beitrag aufgewiesen haben. Für die meisten Kassenpatienten bleibt der Beitragssatz daher stabil. Bei rund 20 Krankenkassen steigen die Beiträge jedoch, im Einzelfall sogar deutlich um mehr als ein Prozent. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 2.500 Euro bedeutet dies für Arbeitnehmer eine jährliche Mehrbelastung von 150 Euro. Freiwillig Versicherte zahlen sogar 300 Euro mehr für ihre Krankenkasse.

Die günstigsten Krankenkassen 2020

Die günstigsten Krankenkassen 2020 bleiben mit ihrem Beitragssatz unter der 15 Prozent-Marke. Diese sind:

  • AOK Sachsen-Anhalt: 14,60 %
  • BKK Euregio: 14,95 %
  • hkk: 14,99 %

Bei der BKK Pfaff werden 15 Prozent fällig, bei der BKK Firmus 15,04 Prozent und bei der BKK Akzo Nobel sowie BKK VerbundPlus 15,1 Prozent. Zum Vergleich: Einige Kassen veranschlagen 2020 einen Beitrag von über 16 Prozent.

Höhere Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung bei diesen Kassen

Bei rund 20 Kassen ist der Beitrag mit dem Jahreswechsel gestiegen, 2,4 Millionen Krankenversicherte zahlen daher mehr für ihren Gesundheitsschutz. Besonders stark sind dabei Versicherte der BKK Stadt Augsburg betroffen. Die Betriebskrankenkasse verteuert sich von 16,1 auf 17,3 Prozent. Auch bei weiteren sechs betriebsbezogenen Kassen hat sich der Beitrag verteuert.

Weitere Krankenkassen, die 2020 einen höheren Beitrag verlangen und für alle Interessierten geöffnet sind:

  • atlas BKK ahlmann: 16,3 % (+0,5 %)
  • actimonda Krankenkasse: 16,0 % (+0,4 %)
  • Bertelsmann BKK: 15,85 % (+0,15 %)
  • BKK Dürkopp Adler: 15,8 % (+0,2 %)
  • BKK HMR: 15,95 % (+0,35 %)
  • BKK ZF & Partner: 16,1 % (+0,4 %)
  • energie BKK: 16,06 % (+0,36 %)
  • SKD BKK: 16,3 % (+0,3 %)
  • WMF BKK: 15,7 % (+0,2 %)
  • TUI BKK: 15,85 % (+0,15 %)
  • BKK Gildemeister Seidensticker: 15,8 % (+0,1 %)
  • Die Bergische: 15,88 % (+0,13 %)
  • BKK Herkules: 16,8 % (+0,5 %)
  • Die Continentale: 15,9 % (+0,2 %)
  • Novitas BKK: 16,14 % (+0,2 %)
  • pronova BKK: 16,1 % (+0,3 %)
  • Salus BKK: 16,05 % (+0,66 %)