Rentner auf einer Bank
Anja Schlicht
Anja Schlicht

Leitung Newsredaktion

Welche Rürup-Renten empfehlen sich für 2020?

2020 können Rürup-Sparer 90 Prozent ihrer Beiträge von der Steuer absetzen, ab 2025 sogar die gesamten Einzahlungen. Trotz dieser Steueranreize entscheiden sich immer weniger Verbraucher für die sogenannte Basisrente. An der Qualität der Tarife kann es jedoch nicht liegen, wie ein aktueller Vergleich zur Rürup-Rente zeigt.

  • In einer aktuellen Untersuchung zur Rürup-Rente wird eine Vielzahl der Tarife mit sehr guten bis exzellenten Noten ausgezeichnet.
  • Je nach Form der Rürup-Rente gibt es unterschiedlich viele Testsieger.
  • Da die Tarifnamen teils gleich klingen, sollten Interessierte bei der Auswahl ihres Versicherers genau auf die Vertragsbedingungen achten.

Etliche Rürup-Renten schneiden beim aktuellen Test des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) mit einer exzellenten Bewertung ab. Der Großteil entfällt dabei auf fondsbasierte Basisrenten mit und ohne Beitragsgarantie.



Insgesamt wurden 90 Angebote von 38 Versicherern untersucht. Dabei blickten die Tester sowohl auf die Unternehmensqualität als auch auf die Renditechancen der einzelnen Angebote. Beide Bereiche wurden mit jeweils 35 Prozent für das Gesamtergebnis gewichtet. Daneben wurden die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten für Versicherungsnehmer (20 Prozent) und die Transparenz der Versicherungsbedingungen sowie der Service geprüft (zusammen 10 Prozent). Im Detail analysierte das IVFP somit 79 Einzelkriterien.

Verschiedene Testsieger ermittelt

Wer mit einer Rürup-Rente für das Alter vorsorgen will, hat verschiedene Optionen zur Auswahl. Neben den klassischen Basisrenten mit Garantieverzinsung und fondsgebundenen Angeboten, bei denen die Beiträge wesentlich in Fondsanteile fließen, gibt es weitere Alternativen, bei denen beispielsweise nur die Überschüsse in Aktien investiert werden (Index). Auch sogenannte Comforttarife stehen bereit, mit denen Versicherte zwar Flexibilität bei der Fondsauswahl abgeben, sich aber dafür kaum um ihren Vertrag und seine Performance kümmern müssen.

Da die unterschiedlichen Formen der Rürup-Rente kaum miteinander vergleichbar sind, hat das IVFP Testsieger in verschiedenen Kategorien ermittelt.

Mehrere Rürup-Renten überzeugen mit Bestnote

Die besten klassischen Rürup-Renten finden Interessierte dem Test zufolge bei Europa („E-BR“) und Hannoversche („Basisrente“). Beide erzielen eine exzellente Gesamtnote. Weitere sieben Anbieter werden mit sehr gut bewertet, darunter Debeka („Basisrente“), Continentale („BasisRente Classic“) und Stuttgarter („BasisRente classic“). Nur Europa erreicht hier in der Kategorie Rendite die Top-Bewertung exzellent. Die anderen Versicherer sind gut bis sehr gut.

Fünf Tarife sichern sich im Bereich Rürup-Rente mit Indexbeteiligung eine exzellente Note:

  • Allianz „BasisRente IndexSelect Plus“ und „BasisRente IndexSelect“
  • AXA „Relax BasisRente Classic“
  • R+V „BasisRente IndexInvest“
  • Stuttgarter „BasisRente index-safe“

Gleich zehn fondsgebundene Rürup-Renten, bei denen Versicherte mindestens die eingezahlten Beiträge zurückbekommen, erzielen die Bestnote:

  • Allianz „BasisRente InvestFlex“
  • Alte Leipziger „Basisrente AL_RenteFlex“ und „ALfonds Basis“
  • AXA „Relax Rente Comfort“ und „Relax Rente Chance“
  • Condor „Congenial basis garant“
  • Continentale „BasisRente Invest Garant“
  • Stuttgarter „BasisRente performance-safe“
  • Swiss Life „Maxima Basisrente“
  • Württembergische „Genius BasisRente“

Allianz, Alte Leipziger, Condor und Württembergische erreichen auch in der Kategorie fondsgebundene Rürup-Rente ohne Beitragsgarantie ein exzellentes Ergebnis, hinzu kommt „E-FBR“ von Europa. Die Tarifnamen decken sich dabei mit den Angeboten mit Garantie. Entsprechend wichtig ist es, bei der Wahl der Basisrente genau auf die Vertragsbedingungen zu achten.

Bei den Comforttarifen setzt sich Allianz mit „BasisRente KomfortDynamik“ durch.

Tipp:

Weitere Testsieger finden Interessierte auf der Seite „Rürup-Rente im Test“.