Vater mit Kindern im Zimmer
Anja Schlicht
Anja Schlicht

Leitung Newsredaktion

Wo Versicherte ihre Risikolebensversicherung flexibel gestalten können

Eine Risikolebensversicherung „ist ein Muss in allen Haushalten, die größere Verbindlichkeiten eingehen oder in denen der Tod eines Partners das finanzielle Auskommen des jeweils anderen erheblich erschweren würden“, so Focus-Money. Welche Tarife ein Plus an Leistungen bieten, hat das Magazin nun in einem Vergleich untersucht.

  • Focus-Money hat fünf Premium-Risikolebensversicherungen hinsichtlich ihrer Leistungen getestet.
     
  • Mehr als 30 Vertragskriterien sowie die monatlichen Kosten für drei Musterkunden wurden dabei abgefragt.
     
  • Da der Test nur eine Auswahl an Tarifen berücksichtigt, ist ein unverbindlicher Vergleich weiterer Risikolebensversicherungen besonders wichtig.

Mit einer Risikolebensversicherung schützen Versicherte im Falle ihres Todes Hinterbliebene finanziell. Dazu wählen sie bei Vertragsabschluss eine Versicherungssumme, die dem Drei- bis Fünffachen des Jahresbruttoeinkommens entsprechen sollte. Da die Leistungen der Risikolebensversicherungen somit sehr ähnlich sind, entscheiden sich Interessierte oftmals für den günstigsten Anbieter.



Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat in einem aktuellen Vergleich dennoch einen Blick auf sogenannte Premium-Tarife geworfen. Denn hinsichtlich der Versicherungsbedingungen gibt es zwischen den Anbieter einige wichtige Unterschiede, für die sich ein höherer Beitrag lohnt.

So wurde getestet

Der Test berücksichtigt zwar nur fünf Tarife (Focus-Money Ausgabe 42/2018). Dennoch zeigt er, auf welche zusätzlichen Leistungen Personen Wert legen können, denen ein flexibler Vertrag wichtig ist. So untersuchte das Magazin zusammen mit dem Deutschen Finanz-Service Institut beispielsweise, ob Versicherte die Höhe der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen können, etwa nach der Geburt eines Kindes oder einer Gehaltserhöhung. Geprüft wurde zudem unter anderem,

  • ob Kunden das Geld der Versicherung auch schon vor ihrem Ableben erhalten, wenn bei ihnen einen unheilbare, tödliche Krankheit diagnostiziert wurde,
  • ob die Vertragsdauer verlängert werden kann, ohne dass Versicherte erneut Gesundheitsfragen beantworten müssen, und
  • welchen Zeitraum die Gesundheitsprüfung etwa bei Fragen zu Drogen- und Alkoholkonsum abdeckt.

Hannoversche ist laut Vergleich „hervorragend“

Für jedes der über 30 abgefragten Kriterien konnten die Versicherer Punkte sammeln. Am besten schneidet die Risikolebensversicherung „T1-Plus“ von Hannoversche ab. Sie erzielt eine hervorragende Bewertung. Die restlichen Anbieter werden mit sehr gut bewertet, wobei Platz 2 an „Comfort-Schutz – Tarif CRC“ von CosmosDirekt und Platz 3 an „Premium – E-RLP“ von Europa gehen.

Tipp: Weitere Informationen zu dieser Untersuchung sowie weiteren aktuellen Testsiegern finden Sie auf unserer Seite zur „Risikolebensversicherung im Test“.

Große Schwankungen bei den Kosten zwischen Raucher und Nichtraucher

Beim Blick auf die monatlichen Kosten wird einmal mehr deutlich, wie viel teurer eine Risikolebensversicherung für Raucher ist. Zwei der drei Musterkunden, die für den Preisvergleich herangezogen wurden, rauchen. Für sie variiert der Monatsbeitrag zwischen 73 Euro und 91 Euro beziehungsweise 37 Euro und 68 Euro. Der Nichtraucher zahlt lediglich maximal sieben Euro pro Monat für einen Premium-Tarif.

Zwar ist hier die Versicherungssumme mit 50.000 Euro deutlich niedriger angesetzt als mit 125.000 Euro beziehungsweise 200.000 Euro bei den anderen Modellkunden. Dennoch wird deutlich, dass Raucher bei der Risikolebensabsicherung stets tiefer in die Tasche greifen müssen. Entsprechend sinnvoll ist eine Absicherung, die die Beiträge korrigiert, wenn sich der Raucherstatus ändert.