Zahnzusatzversicherung Test: Jeder dritte Tarif sehr gut

Im aktuellen Zahnzusatzversicherung Test von Stiftung Warentest zeigt sich: Die Qualität der Tarife für Zahnbehandlung und Zahnersatz hat noch einmal zugelegt. So können im Test von 189 getesteten Tarifen insgesamt 55 durch sehr gute Leistungen überzeugen. Allerdings gibt es auch Angebote, die enttäuschen.

Nach mehr als zwei Jahren veröffentlicht die Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 8/2014) mit dem neuen Zahnzusatzversicherung Test wieder einen umfassenden Vergleich aktueller Zahnpolicen. Fast ein Drittel der Angebote erreicht dabei die Gesamtbewertung „sehr gut“. Die mit Abstand beste Note erhält der Tarif „Zahnschutz Exklusiv“ von DFV mit 0,5 – im Vergleich zum zweitbesten Tarif mit 1,0, „ZahnSchutzbrief Premium“, ebenfalls von der DFV. Bei der Bewertung haben die Tester zwischen Tarifen nach Art der Schadensversicherung und nach Art der Lebensversicherung unterschieden.

Die Testsieger beim Zahnzusatzversicherung Test

Im Zahnzusatzversicherung Test 2014 können sehr viele Tarife mit einer sehr guten Bewertung überzeugen. Bei den Policen nach Art der Schadenversicherung erreichen vier Anbieter mit jeweils zwei Tarifen die höchsten Noten hinsichtlich ihrer Leistungen:

  • DFV – „Zahnschutz Exklusiv“ und „ZahnSchutzbrief Premium“
  • Ergo Direkt/Neckermann – „ZAB+ZAE+ZBB“ und „ZAB+ZAE+ZBB+ZBE“
  • Münchener Verein – „571+572+573+574“ und „571+572+574“

Die Inter bietet mit ihrem sehr guten Tarif „Z90“ den besten Preis – der 43-jährige Modellkunde kann sich bereits für 13 Euro monatlich vor hohen Zahnarztkosten schützen. Im Test gibt es auch Tarife, die schon für 7 Euro monatlich erhältlich sind. Diese erreichen aber bei der Leistungsbewertung maximal ein befriedigendes Ergebnis – die meisten sehr billigen Tarife enttäuschen hinsichtlich des Leistungsumfangs.

Zahnzusatzversicherung Test 2014: Weitere Testsieger

Einer der Testsieger bei den Schadenspolicen kann sich auch bei den Tarifen nach Art der Lebensversicherung mit drei sehr guten Tarifkombinationen unter die besten Angebote mischen. Der Münchener Verein erzielt mit seinen Angeboten Noten im Bereich von 1,3 und 1,4. Am besten schneiden jedoch die Allianz („Zahnbest“ und „Zahnbest+Zahnfit“), Central („VitalZ1“), Debeka („EZ70plus“) und Deutscher Ring („ZahnTOP“) ab. Sie erzielen genau wie HanseMerkur, LVM und R+V mit ihren Zahnzusatz-Tarifen die sehr gute Gesamtbewertung von 1,1.

 

Unterschiede zwischen Schadens- und Lebensversicherung

Es gibt zwei Formen der Zahnzusatzversicherung: nach Art der Schadens- und der Lebensversicherung. Die Schadensversicherung bietet am Anfang geringere Beiträge, die mit dem Alter steigen. Bei der Lebensversicherung sind die Beiträge anfänglich höher, bleiben aber konstant.

Bei der Auswahl genau auf die Leistungen achten

Der Zahnzusatzversicherung Test der Stiftung Warentest bietet einen guten Überblick über die Qualität der Tarife auf dem deutschen Versicherungsmarkt. Allerdings sollten Verbraucher solchen Tests nicht blindlings vertrauen. Gerade bei der Zahnzusatzversicherung lohnt sich ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen und den Leistungsumfang. So eignen sich beispielsweise viele der als sehr gut bewerteten Tarife nicht für Kinder, da sie keine ausreichenden kieferorthopädischen Leistungen abdecken. Wer sich vor hohen Zahnarztkosten schützen will, sollte daher die Tarife auch hinsichtlich der eigenen Anforderungen an den Versicherungsschutz vergleichen.

Gesundheitsfragen beim Versicherungsantrag beachten

Dieser Hinweis darf bei keinem Zahnzusatzversicherung Test fehlen: Gesundheitsfragen sollten vom Versicherungsnehmer während der Antragsstellung auf jeden Fall wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Zwar kann es bei einem schlechten Zustand der Zähne zu Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen kommen. Stellt allerdings der Versicherer später fest, dass bei den Gesundheitsfragen gelogen bzw. Fakten verschwiegen wurden, kann es teuer werden – dann kann die Zahnzusatzversicherung die Leistungen verweigern. Der Versicherte bleibt in so einem Fall auf den Zahnarztkosten sitzen, unabhängig davon, wie viele Jahre bereits Versicherungsbeiträge gezahlt wurden.