Rechtsschutzversicherung Erbrecht

Rechtlich abgesichert bei heftigen Streitereien um die Erbschaft.

  • Erbstreit mit hohen Kosten verbunden
  • Rechtsschutzversicherung zahlt nur unter bestimmten Voraussetzungen
  • Schnellere und günstigere Streitlösung über Mediation

Für den

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Rechtsschutz­versicherung für Erbrecht: Genau hinsehen

Familiäre Erbstreitigkeiten können sich über einen langen Zeitraum hinziehen und dadurch teuer werden. Mit einer Kostenübernahme ihrer Rechtsschutzversicherung können nur Personen rechnen, die einen Privatrechtsschutz mit dem Baustein Erbrecht abgeschlossen haben. Hier gilt es genau auf den Leistungsumfang zu schauen. Denn nicht jeder Versicherungsanbieter zahlt alle Anwaltskosten.

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Immer gut zu wissen

Was ist unter Rechtsschutz für Erbrecht zu verstehen?

Familiäre Konflikte sowie Erbschaftsstreitigkeiten gehören in Deutschland zum Privatrecht. Daher nehmen viele ganz selbstverständlich an, dass eine Privatrechtsschutzversicherung diese Rechtsfälle abdeckt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Rechtsschutzversicherung für Erbrecht ist ein Baustein, die der Versicherungsnehmer explizit mit seinem privaten Rechtsschutzanbieter vereinbaren muss. Meist ist dieser mit dem Familienrechtsschutz zusammengefasst, der auch bei Trennungs- und Unterhaltsstreitigkeiten einspringt.

Erbschaften sind nicht immer ein Segen und ein Traum von mehr Geld. Wenn es darum geht, wer etwas bekommen soll oder wem etwas zusteht, treten nicht selten Konflikte ans Licht. Streitpotenzial bieten beispielsweise Situationen, in denen Eben und Angehörige

  • den Pflichtteil einfordern,
  • das Testament anfechten oder
  • die Erbschaft ausschlagen.

Weil Streitigkeiten dieser Art erfahrungsgemäß sehr teuer werden können, schrecken viele Versicherer vor diesem Risiko zurück. Die meisten Rechtsschutzversicherungen erstatten beim Erbrecht nur die Kosten für eine Erstberatung beim Anwalt. Geht der Fall vor das Gericht, lehnt die Versicherung eine Kostenübernahme jedoch ab. Manche Anbieter schließen das Thema Erbschaft wiederum gänzlich aus ihrem Versicherungsschutz aus.

Beim Tarifvergleich gilt es daher genau hinzusehen, welche Leistungen die Police umfasst.

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Welche Leistungen zahlt eine Erbrechtsschutz­versicherung?

Kostspielige Auseinandersetzungen ums Erbe, die vor Gericht geklärt werden, sind für die Versicherer aus wirtschaftlicher Sicht ein Nachteil. Würden sie versprechen, die Kosten komplett zu übernehmen, hätten sie wahrscheinlich höhere Ausgaben als Einnahmen. Oder sie müssten den Versicherungsschutz zu so hohen Preisen anbieten, dass dieser für Verbraucher zu teuer und damit unattraktiv wird.

Daher bieten die meisten Versicherungsunternehmen nur eingeschränkte Leistungen für den Rechtsschutz bei Erbschaft an. Nur wenige Anbieter bieten in ihrer Privatrechtsschutzversicherung ein Plus an Leistungen, das über einen Grundschutz hinausgeht.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

Sind auch Erbfälle im Ausland mit der Rechtsschutz­versicherung abgedeckt?

Da das Erbrecht nur ein Teil der Privatrechtsschutz­versicherung ist, lässt sich dies nicht genau beantworten. Es hängt immer von den Bedingungen ab, die der Versicherer stellt. Betroffene sollten bei ihrer Versicherung nachfragen, ob diese im Rahmen der Privatrechtsschutz­versicherung Kosten übernimmt.

Rechtsschutz­versicherung fürs Erbrecht: Voraussetzungen für die Kostenübernahme

Interessierte sollten beim Vergleich der Angebote genau auf die Vertragsdetails achten, damit sie genau wissen, wann die Versicherung die Kosten erstattet und welche Fälle sie ausschließt.

Zeitpunkt des Erbfalls

Zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses darf der Versicherungsfall noch nicht eingetreten sein. Es darf noch keine Erbschaft bestehen und auch der Erblasser sollte noch leben. Die Rechtsschutzversicherung für Erbrecht lohnt sich vor allem dann, wenn der Betroffene erahnen kann, dass sich in der Zukunft ein Erbschaftsstreit ankündigt, der einen rechtlichen Beistand nötig macht.

Wartezeiten

Wichtig ist auch der Blick auf die vertraglich festgelegte Wartezeit. Diese sind bei Rechtsschutzversicherungen üblich. Je nach Rechtsbereich liegen die Wartezeit liegt zwischen drei Monaten und drei Jahren. So ist beispielsweise der leistungsstarke Erbrechtsschutz der Arag mit Gerichtskostenübernahme an eine Wartezeit von einem Jahr gebunden. Nur die Erstberatung durch einen Anwalt kann der Versicherte beanspruchen, sobald der Erbfall eingetreten ist.

Wer eine Rechtsschutzversicherung für Erbschaft sucht, die mehr bietet als die Kostenübernahme einer juristischen Beratung, sollte sich aufgrund dieser Voraussetzungen rechtzeitig für einen Vertragsabschluss entscheiden. Ein Versicherungsabschluss nach der Testamentsöffnung lohnt sich nicht, weil dann keine Kostenerstattung erfolgt.

Tipp:

Rechtliche Beratungen zur Gestaltung des Testamentes gehören genau genommen nicht zum Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherung für Erbrecht. Oftmals deckt jedoch die allgemeine Privatrechtsschutzversicherung diese Beratungsleistungen mit ab. Über diesen Weg können Versicherte bei ihrem Anbieter nach einer Kostenerstattung fragen.

Wie hoch sollte die Deckungssumme bei der Erbrechtsschutz­versicherung sein?

Bei der Privatrechtsschutzversicherung sehen manche Anbieter eine unbegrenzte Deckungssumme vor. Die Stiftung Warentest empfiehlt, dass die Kostenübernahme bei mindestens 500.000 Euro liegen sollte. Generell raten Experten dazu, die Versicherungssumme nicht zu niedrig zu wählen, damit im Rechtsfall alle Kosten abgedeckt sind.

Für den Baustein Erbrecht gibt es jedoch Erstattungsgrenzen. Aktuell liegt die maximale Deckungssumme für eine erbrechtliche Rechtsschutzversicherung bei 10.000 Euro. Daher stellt sich erst gar nicht die Frage, wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, da die Versicherer hier klare Grenzen setzen.

Hinzu kommt, dass für einzelne Leistungen wie Mediation, Beratung oder Anwaltskosten andere Einschränkungen gelten. Je nach Anbieter und Tarif unterscheiden sich hier die Angaben.

Über den Vergleichsrechner verschaffen sich Interessierte unverbindlich und schnell einen ersten Überblick über mehrere Angebote.

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Was kostet eine Rechtsschutz­versicherung für Erbrecht?

Eine Rechtsschutzversicherung für Erbrecht als eigenständige Versicherung gibt es nicht. Dieser Schutz ist nur im Rahmen eines Privatrechtsschutzes möglich. Die Absicherung von erbrechtlichen Fragen ist oft in Premium-Tarifen oder in Extra-Leistungspaketen erhältlich. Die Kosten beziehen sich daher auf das gesamte Leistungspaket.

Folgende Faktoren nehmen Einfluss auf die Berechnung des Versicherungsbeitrages

Ein höherer Leistungsumfang kostet selbstverständlich mehr. Eine höhere Selbstbeteiligung wirkt sich hingegen beitragsmindernd aus.

Die folgenden Kostenbeispiele zeigen, auf welchem Preislevel sich eine private Rechtsschutzversicherung mit Erbrechtsschutz-Baustein bewegt.

Ein 40-jähriger Single, der angestellt ist und sich für eine Selbstbeteiligung von 150 Euro entscheidet, zahlt bei den folgenden Versicherern diese Monatsbeiträge:

Versicherung / Tarif Besondere Leistungen für Familien- und Erbrecht Monatlicher Beitrag (gerundet)
Allianz / Rechtsschutz Privat Premium Beratung

Anwalts­vertretung bis zu 1.000 Euro

55 Euro
Ergo / Best Single Erstberatung

Rechtsanwalts­kosten bis zu 1.000 Euro insgesamt

21 Euro
ADAC / Premium Beratung

Kosten für einen Rechtsanwalt oder einen Mediator

23 Euro
Arag / Aktiv-Rechtsschutz Erb-Rechtsschutz bis zu 10.000 Euro
(Achtung: 1 Jahr Wartezeit)
25 Euro
WGV / Optimal Außer­gerichtlicher Rechtsschutz bis zu 1.000 Euro 24 Euro

(Stand März 2021)

Die Preise ändern sich jedoch, wenn andere Vertragseigenschaften gewählt werden. Daher ist ein individueller Tarifvergleich empfehlenswert.

Zum Tarifvergleich

Welche Rechtsschutz­versicherungen für Erbrecht sind empfehlenswert?

Die Stiftung Warentest hat 2020 mehrere Privatrechtsschutzpakete von verschiedenen Versicherern genauer unter die Lupe genommen und die Ergebnisse im Magazin Finanztest in der Ausgabe 05/2020 veröffentlicht.

Die Experten klopften die verschiedenen Versicherungsangebote nach zahlreichen Bewertungskriterien ab. Selbstverständlich spielte der Leistungsumfang eine Rolle, aber auch die Verständlichkeit der Vertragsbedingungen.

Zu den Tarifen, die mit dem Prädikat „Gut“ zu den besten Leistungspaketen gehören, zählen:

  • Allianz mit dem Tarif Privat, Beruf, Verkehr (PBV) Best
  • Condor mit dem Paket PBV Comfort
  • R+V mit PBV Comfort
  • ADAC mit dem Tarif Premium

Alle vier Top-Tarife bieten einen erweiterten Leistungsumfang im Bereich Erbrecht. So übernehmen sie Anwaltskosten, die über die Beratungsleistung hinausgehen, bis zu einer Höhe von 1.000 Euro.

Auch in anderen Bereichen des Privatrechtsschutzes überzeugen diese Versicherer mit leistungsstarken Angeboten. Ein Tarifvergleich lohnt sich daher auch, um zu sehen, welche weiteren Vorteile die Rechtsschutzversicherung für Erbrecht aufweist:

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