Hundesteuer Nordrhein-Westfalen

Hundesteuer Nordrhein-Westfalen
  • Besondere Regelungen für Halter großer Hunde
  • Für 14 Hunderassen gilt die Hundehaftpflichtversicherung
  • In vielen Bereichen gilt Leinenzwang
  • Hundesteuer ab 96 Euro

Hundesteuer und Hundehaftpflicht in Nordrhein-Westfalen

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen müssen Besitzer großer Hunde besonders auf das Landeshundegesetz achten. Denn dort gibt es für diese Hunde eine extra Vorschrift, die u.a. den Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung vorschreibt. Auch bestimmt dieses Gesetz im Vergleich zu anderen Bundesländern detailliert, wo die Vierbeiner nicht frei laufen dürfen.

Leinenzwang in Nordrhein-Westfalen (Köln, Düsseldorf und Dortmund)

Hundehaftpflicht Nordrhein Westfalen
In Nordrhein Westfalen ist die
Hundehaftpflicht keine Pflicht

Das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen schreibt viele Bereiche vor, in denen Hunde zur Vermeidung von Gefahren angeleint werden müssen. Dazu zählen Fußgängerzonen, öffentliche Versammlungen, Volksfeste, Aufzüge, öffentliche Gebäude, Kindergärten, Schulen, Haupteinkaufsbereiche und sonstige Straßen und Plätze mit erhöhtem Publikumsverkehr. Auch Garten-, Grün- und Parkanlagen sind vom Leinenzwang betroffen. Große Hunde ab einer Widerristhöhe von 40 Zentimeter müssen in bebauten Ortsteilen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen angeleint sein.

Die Gemeinden in Nordrhein-Westfalen können zwar immer noch weitere Bestimmungen für ihren Geltungsbereich erheben, doch angesichts der genauen Vorschriften des Landeshundegesetzes ist dies nicht immer nötig. So führt Köln als größte Stadt des Bundeslandes nur auf, dass der Leinenzwang zusätzlich in städtischen Grünanlagen gilt. In der Landeshauptstadt Düsseldorf wird die Leinenpflicht auf Freizeitanlagen und Wälder erweitert. Dortmunds Hunde sind auf öffentlichen Wegen, Plätzen und Straßen sowie in öffentlichen Anlagen an der Leine zu führen.

Maulkorbpflicht in Nordrhein-Westfalen

Die Maulkorbpflicht gilt in Nordrhein-Westfalen für gefährliche Hunde. Jedoch haben Hundehalter die Möglichkeit, durch einen Verhaltenstest die Ungefährlichkeit ihres Vierbeiners nachzuweisen. Ist dies der Fall, sind die geprüften Hunde von der Maulkorbpflicht entbunden. Außerdem müssen sich diese Tiere nicht an die generelle Leinenpflicht halten. Sie sind nur in den Bereichen an der Leine zu führen, die auch für nicht als gefährlich eingestufte Hunde gelten. Die Gemeinden haben jedoch die Möglichkeit, erweiternde Bestimmungen in Bezug auf den Maulkorbzwang zu erlassen.

Kampfhunde in Nordrhein-Westfalen

Gefährliche Hunde sind nach dem Landeshundegesetz in Nordrhein-Westfalen Hunde, die mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität gezüchtet oder ausgebildet worden sind, Menschen angesprungen oder gebissen haben sowie Hunde, die Wild, Vieh, Katzen, Hunde und andere Tiere gehetzt oder gebissen haben.

Die Gefährlichkeit des Hundes wird bei bestimmten Rassen immer angenommen:

  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Terrier
  • Bullterrier

Gefährliche Hunde dürfen nur mit Erlaubnis der entsprechenden Behörde gehalten werden. Dazu muss der Hundehalter einen Sachkundenachweis besitzen und für seinen Vierbeiner eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Zudem ist der Hund fälschungssicher zu kennzeichnen. Die Hunde müssen außerhalb der eigenen Wohnung an die Leine. In einem Mehrfamilienhaus gilt der Leinenzwang bereits im Treppenhaus, im Flur, im Aufzug und auf Zuwegen. Jedoch dürfen gefährliche Hunde mit einem Maulkorb auf den Hundeauslaufflächen der Gemeinden ohne Leine laufen.

Zehn weitere Rassen werden zwar nicht als gefährlich eingestuft, jedoch müssen die Hundebesitzer zum Halten ebenfalls den Nachweis über Kennzeichnung, Sachkunde und Hundehaftpflichtversicherung erbringen. Ebenso gilt der Maulkorb- und Leinenzwang der gefährlichen Hunde.

Betroffene Rassen sind:

  • Alano
  • American Bulldog
  • Bullmastiff
  • Mastiff
  • Mastino Espanol
  • Mastino Napoletano
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino
  • Rottweiler
  • Tosa Inu

Hundesteuer in Köln, Düsseldorf und Dortmund

Einen gemeinsamen Hundesteuersatz für das Bundesland kann es nicht geben, da die Erhebung der Hundesteuer in den Verwaltungsbereich der Gemeinden fällt. Daher variiert die Höhe der Steuern für den Vierbeiner je nach Gemeinde. Zudem kann es unterschiedliche Regelungen dazu geben, welche Hunde gefährliche Hunde sind und somit einen höheren Steuersatz haben. In Köln wird komplett auf diese Einteilung verzichtet. Die Hundesteuer der drei größten Städte Nordrhein-Westfalens sieht wie folgt aus:

Hundesteuer in Köln: 

156 Euro je Hund

Hundesteuer in Düsseldorf:

96 Euro für den Ersthund, 150 Euro für den Zweithund, 180 Euro für jeden weiteren Hund, 600 Euro erster Kampfhund, 900 Euro für jeden weiteren Kampfhund

Hundesteuer in Dortmund:

156 Euro für den Ersthund, 204 Euro für den Zweithund, 228 Euro für jeden weiteren Hund, 468 Euro für jeden gefährlichen Hund, mit Verhaltensprüfung jedoch nur 312 Euro

Hundehaftpflichtversicherung

Neben der gesetzlichen Vorschrift, dass Halter gefährlicher Hunde eine Hundehaftpflichtversicherung vorzeigen müssen, ist ebenfalls im Landeshundegesetz geregelt, dass Besitzer von großen Hunden eine Haftpflichtversicherung für ihre Vierbeiner abschließen müssen. Dies betrifft die Hunde, die schwerer als 20 Kilogramm sind oder deren Widerristhöhe 40 Zentimeter überschreitet. Doch auch für Besitzer kleiner Hunde lohnt sich der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung. Nur diese schützt vor Schadensersatzansprüchen, wenn der Vierbeiner einen Schaden verursacht hat. Vergleichen Sie hier Tarife der Hundehaftpflicht unabhängig davon, was für einen Hund Sie besitzen.

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