Sterbegeldversicherung

Angehörige vor hohen Beerdigungs­kosten schützen.

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Zuletzt aktualisiert: Februar 2020

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung schützt Angehörigen vor den hohen Kosten, die im Falle des Todes eines geliebten Menschen auf sie zukommen. Denn Bestattungen werden in Deutschland immer teurer. Die Versicherung ermöglicht dem Verstorbenen somit auch eine würdevolle Bestattung nach seinen Vorstellungen, die er bereits zu Lebzeiten festlegen kann, ohne auf das Geld schauen zu müssen.

Gesetzliche Leistungen gibt es schon lange nicht mehr

Das Sterbegeld wurde bis 2003 beim Tod eines gesetzlich Krankenversicherten gezahlt, um einen Teil der Bestattungskosten zu tragen. Zuletzt betrug es 525 Euro. Zum Vergleich: 1998 belief es sich noch auf bis zu 3.100 Euro. Inzwischen gibt es diese Form der finanziellen Unterstützung jedoch nicht mehr. Die Kosten der Bestattung müssen so aus der Erbmasse des Verstorbenen oder von den Angehörigen bestritten werden.

So funktioniert eine Sterbegeldversicherung

Verbraucher mit einer Sterbegeldversicherung zahlen in der Regel einen Monatsbeitrag. Im Todesfall zahlt diese im Gegenzug eine vorher vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten, etwa von 5.000 Euro oder 10.000 Euro. Dies können die Kinder, der Ehe- oder Lebenspartner, aber auch eine andere Person sein. Mit diesem Geld werden anschließend die Kosten für die Bestattung beglichen.

Die Höhe der Versicherungsbeiträge ist abhängig vom

  • Alter des Versicherten beim Versicherungsbeginn (sogenanntes Eintrittsalter),
  • Vorerkrankungen und
  • Höhe der Versicherungssumme.

Oftmals wird zudem eine begrenzte Beitragszahlung vereinbart. Insbesondere jüngere Versicherte zahlen so bei einigen Tarifen nur bis zum Alter von 65 Jahren. Vereinbaren Versicherungsnehmer eine längere Beitragszahlungsdauer, verringern sich entsprechend die monatlichen Prämien. Alternativ können Interessierte mittels eines Einmalbeitrags ihre Sterbevorsorge finanzieren.

Was kostet eine Bestattung?

Die Kosten für eine Bestattung in Deutschland richten sich nach

  • Art (Sarg, Urne, Seebestattung, etc)
  • Ort
  • Gestaltung

Im Schnitt fallen durch die Bestattung und allen damit verbundenen Dienstleistungen, wie der Überführung oder der Grabbepflanzung, Kosten in Höhe von 7.000 bis 8.000 Euro an. Die Kosten beinhalten bei einer Erdbestattung auch die Ausgaben für den Sarg beziehungswiese die Urne, die Grab- oder Urnenplatz, den Grabstein, den Trauerredner oder die spätere Grabpflege durch den Friedhofsgärtner.

Die genauen Kosten werden von vielen Menschen häufig unterschätzt. Schließlich mussten sie sich nie um die Bestattung einer geliebten Person kümmern beziehungsweise sich mit dem Gedanken auseinandersetzen.

Beispielrechnung Bestattungskosten

 
Sarg, Kiefer massiv 800 €
Grabstein mit Einfassung 2.700 €
Ankleiden und Einbetten 140 €
Allgemeine Verwaltung 210 €
Aufbahrung 250 €
Totenschein und Sterbeurkunde 70 €
Traueranzeige 330 €
Trauergesteck 250 €
Trauerredner und Musiker 450 €
Friedhofsgebühren und Grabnutzung 2.800 €
Gesamtkosten 8.000 €

Vorteile der Sterbegeldversicherung

Das in der Sterbegeldversicherung angesparte Kapital gehört zum sogenannten Schonvermögen. Müssen Versicherte Sozialleistung beantragen, etwa wenn ihre Rente im Alter nicht ausreicht, muss die Sterbegeldversicherung nicht gekündigt werden, um das Kapital für den Lebensunterhalt zu verwenden. Dies ist einer der großen Vorteile der Sterbegeldversicherung. Denn legen Verbraucher alternativ einfach nur etwas Geld für die Bestattungsvorsorge zur Seite und zahlt es beispielsweise auf ein Sparbuch ein, muss dieses erst aufgebraucht werden, bevor der Staat die Sozialleistung zahlt.

Auch Menschen mit einem mittleren bis guten Einkommen sollten diesen Faktor nicht vernachlässigen. Sind sie im Alter auf Pflege angewiesen, können die Kosten hierfür schnell die eigenen Rentenbezüge übersteigen. Mit einer privaten Sterbegeldversicherung sichern sie sich auch in diesem Fall eine würdevolle Bestattung.

Sterbegeld- oder Risikolebensversicherung?

Mit der Sterbegeldversicherung bauen Verbraucher eine vergleichsweise kleine Summe auf, die für die Beerdigung gedacht ist. Die Risikolebensversicherung sichert dagegen den Einkommensverlust ab, wenn etwa der Hauptverdiener einer Familie stirbt. Ebenso ist eine Gesundheitsprüfung Standard, die die Versicherung bei fortgeschrittenem Alter teuer macht.

Wann ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Die Sterbegeldversicherung ist dann sinnvoll, wenn die Bestattungskosten nicht ohne Weiteres über die Erbmasse gedeckt sind. Andernfalls werden Angehörigen im Todesfall zusätzlich finanziell belastet, obwohl sie mit der Trauerarbeit und der Organisation der Beerdigung schon genug zu tun haben.

Tipp:

Angehörige von Beamten (auch im Ruhestand) erhalten im Rahmen des Beamtenversorgungsgesetzes ein Sterbegeld. Dieses umfasst das Zweifache der letzten Dienstbezüge beziehungsweise des Ruhegehaltes und reicht in der Regel aus, um den Großteil der Bestattungskosten abzudecken. Eine Sterbeversicherung ist daher meist weniger sinnvoll.

Wer bereits älter ist und sich intensiver mit dem Thema Tod auseinandersetzt, sollte vor Abschluss einer Sterbegeldversicherung überprüfen, ob sich eine monatliche Zahlweise oder die Sterbegeldvorsorge per Einmalbeitrag empfiehlt. Experten raten Menschen im Alter von 50-65 Jahren eher zu einer einmaligen Zahlung geraten, da die monatlichen Beiträge sonst zu hoch ausfallen könnten.

Sterbegeldversicherung kündigen?

Eine Sterbegeldversicherung können Versicherte wie jede andere Kapitallebensversicherung kündigen. Die Frist ist abhängig von der Zahlweise (monatlich, vierteljährlich, jährlich) und beträgt jeweils einen Monat nach der letzten Beitragszahlung.

Bei Kündigung erhält der Kunde vom Versicherungsunternehmen den aktuellen Rückkaufwert seiner Police erstattet. Da in der Regel Verwaltungskosten und Gebühren zu Beginn der Versicherungslaufzeit von den eingezahlten Beiträgen abgezogen werden, ist der Wert bei einer frühen Kündigung sehr gering.

Statt zu kündigen, können Versicherte den Vertrag alternativ beitragsfrei stellen, wenn ein festgelegter Mindestwert erreicht ist. Die Versicherung läuft dann weiter, ohne dass Beiträge eingezahlt werden. Im Todesfall wird jedoch ein geringerer Betrag an Hinterbliebene ausgezahlt.

Sterbegeldversicherung und Steuern

Je nach Art der Sterbegeldversicherung lassen sich die Versicherungsbeiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist unter dem Punkt „Anlage Vorsorgeaufwand: Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen“ möglich.

Ob Steuern bei Auszahlung anfallen, hängt von der Art der Leistungen ab. Das Sterbegeld für Beamte muss beim Empfänger, etwa dem Ehepartner oder den Kindern, als sonstiger Bezug versteuert werden. Die Leistung ist lohnsteuerpflichtig, aber sozialabgabenfrei. Es gilt die Steuerklasse des jeweiligen Erben.

Leistungen aus der privaten Sterbegeldversicherung sind hingegen einkommenssteuerfrei. Dies gilt jedoch nur für die Todesfallleistung. Wird die Sterbegeldversicherung hingegen gekündigt, unterliegt der Rückkaufwert der Einkommenssteuer.