Miet- und Vermieter­rechtsschutz

Für Mieter ist der Mietrechtsschutz, für Vermieter dagegen der Vermieterrechtsschutz enorm wichtig. Denn wer zur Miete wohnt oder vermietet, kann schnell in Streitigkeiten geraten, die vor Gericht landen, etwa bei Kündigung wegen Eigenbedarf, Mietrückständen oder hohen Betriebskostenabrechnungen.

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Ist der Mietrechtsschutz sinnvoll?

Kommt es zu Konflikten mit dem Nachbarn oder zu Streitfällen mit dem Vermieter, wissen viele Mieter meist nicht, wie sie sich zur Wehr setzen. Zwar gibt es Anlaufstellen wie Mietervereine, die Mieter bei ihren Problemen beraten können. In vielen Fällen hilft jedoch nur ein Anwalt, um den Streit zu klären.

Doch ein Jurist ist nicht gerade günstig. Zudem können sich durch den Rechtsstreit umfangreiche Prozesskosten ergeben. Darüber hinaus müssen Mieter nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Kosten des Gegners tragen, wenn sie vor Gericht verlieren. Vor dieser hohen finanziellen Belastung schützt der Mietrechtsschutz.

Auch Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Haus beziehungsweise der Wohnung sowie zugehörigen Garagen und sonstigen Abstellplätzen sind versichert. Daher wird die Police mitunter auch als Wohn- oder Wohnungsrechtsschutz bezeichnet.

Der Mietrechtsschutz umfasst je nach Tarif unter anderem:

Trotz der umfangreichen Leistungen ist die wichtige Absicherung nicht teuer. In Kombination mit dem Privatrechtsschutz gibt es den Versicherungsschutz bereits ab rund 14 Euro im Monat.

Rechtsschutz für Vermieter

Während sich Mieter mit dem Mietrechtsschutz absichern können, richtet der sich der Vermieter­rechtsschutz an Personen, die Wohneinheiten vermieten. Gerade Vermieter, die es mit unzuverlässigen Mietern zu tun haben, wissen, welche Probleme dadurch entstehen, beispielsweise bei ausstehenden Zahlungen. Auch wenn Vermieter den Mietvertrag wegen Eigenbedarf kündigen wollen und sich Mieter wehren, werden anfallenden Kosten für die rechtliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsschutz abgefedert.

Durch die Versicherung sind in der Regel fünf Bereiche abgedeckt:

  • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz,
  • Strafrechtsschutz,
  • Steuer-Rechtsschutz,
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz und
  • Schadensersatz-Rechtsschutz.

Je nach Rechtsschutzversicherung können sich Vermieter dabei auf unterschiedliche Leistungen verlassen. Dazu zählen:

Wie sinnvoll ist der Mietrechtsschutz?

Streitigkeiten rund um die eigene Wohnung oder das eigene Haus bedeuten nicht nur mit viel Ärger, sondern sind auch mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Wer sich als Mieter oder Vermieter eine gute Rechtsschutz­versicherung leisten kann, erspart sich bei einem Konflikt enorme Kosten.

Der Mietrechtsschutz beziehungsweise Vermieter­rechtsschutz ist allein schon deshalb sinnvoll, weil Versicherte im Fall eines Rechtsstreits – und bei vielen Anbietern auch schon davor – professionelle Unterstützung vom Versicherer erhalten.

Leistungen: Was bietet eine Mietrechtsschutz­versicherung?

Die Kostenerstattung bei Mietrechtsstreitfällen ist die wichtigste Leistung dieser Absicherung. Das trifft sowohl auf die Mietrechtsschutzversicherung als auch auf den Vermieterrechtsschutz zu. Abhängig vom Vertrag bezahlt sie die Kosten für Anwalts- und Prozesskosten.

Auch die Kosten für eine Mediation (außergerichtliche Streitschlichtung) übernehmen die meisten Versicherer. Das hat einen einfachen Grund: Diese Form der Konfliktlösung ist kostengünstiger als ein Gerichtsprozess.

Komplett wird das Leistungsangebot einer Mietrechtsschutzversicherung mit der kostenlosen Rechtsberatung bei Fragen rund um Mietrecht beziehungsweise Vermieterrecht.

LeistungBeschreibung
Streitlösung durch MediationKosten­übernahme für außer­gerichtliche Vermittlung im Streit durch einen Mediator
Außer­gerichtliche Tätigkeiten des AnwaltsKosten­übernahme, wenn der Anwalt den Versicherten gegenüber dem Nachbarn, dem Mieter bzw. Vermieter vertritt
Übernahme der AnwaltskostenZahlung der Kosten für den eigenen Anwalt bei Streit vor Gericht
Übernahme der Kosten des gegnerischen AnwaltsZahlung der Kosten für den Gegneranwalt bei Niederlage vor Gericht
GerichtskostenÜbernahme der Prozesskosten im Rechtsfall
Kosten für Zeugen und Sach­verständigeErstattung der Ausgaben für Gutachter, Zeugen und ähnliches
RechtsberatungTelefonische und persönliche Beratung durch einen Fachanwalt

Was kostet eine Mietrechtsschutz­versicherung?

Der Mietrechtsschutz lässt sich nicht als eigenständige Versicherung abschließen. Er ist nur in Kombination mit der Privatrechtsschutzversicherung zu haben. Daher hängen auch die Kosten für den Mietrechtsschutz von dem Versicherungspaket ab.

Versicherungsbedingungen wie

  • Deckungssumme,
  • Selbstbeteiligung und
  • Tarif (etwa Single oder Familie)

wirken sich auf die Höhe der Beitragskosten aus.

Die Kosten für einen Vermieterrechtsschutz richten sich hingegen nach den Mieteinnahmen sowie nach Größe und Anzahl der vermieteten Einheiten.

Kostenbeispiel:

Ein 43-jähriger Angestellter zahlt für die Privat- und Mietrechtsschutz-Kombination im Single-Tarif zwischen 13 bis 50 Euro im Monat. Die Preisspanne ist so groß, weil die Angebotsliste eine breite Auswahl an Versicherungsoptionen enthält: von Basis bis Premium sowie mit und ohne Selbstbeteiligung.

Gehören weitere Rechtsschutzbausteine zum Versicherungspaket dazu, steigen die Kosten entsprechend an.

Über unseren Online-Rechner haben Interessierte die Möglichkeit, sich einen schnellen Überblick über Versicherer, Preise und Leistungen zu verschaffen.

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Rechtsschutz ohne Wartezeit

Üblicherweise können Kunden, die eine Rechtsschutzversicherung mit Mietrechtsschutz oder Vermieter­rechtsschutz abschließen, erst nach einer Wartezeit von mindestens drei Monaten die vertraglich vereinbarten Leistungen ihrer Versicherung in Anspruch nehmen. In dieser Zeit werden zwar die Versicherungsbeiträge fällig, aber die Versicherung steht noch nicht in der Pflicht, für den Versicherungsnehmer zu leisten.

Bei manchen Versicherern gilt sogar eine längere Wartezeit, andere bieten gegen Aufpreis aber auch einen Rechtsschutz ohne Wartezeit an.

Kein Schutz bei bestehenden Streitigkeiten

Egal ob Tarife mit oder ohne Wartezeit – die Rechtsschutz­versicherung kommt nicht für Streitfälle auf, die bereits vor Vertragsabschluss bestanden. Entwickeln sich diese zu einem Rechtsstreit, müssen Betroffene die Kosten dafür selbst tragen. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig nach dem passenden Versicherungs­schutz umzuschauen.

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Mietrechtsschutz­versicherungen im Test

Die unterschiedlichen Rechtsschutz­versicherungen am Markt unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem bezüglich der Leistungen, die Kunden vor und während eines Rechtsstreits mit dem Mieter oder Vermieter erhalten. Zudem bieten die Versicherungs­gesellschaften verschiedene Vertragskonditionen und oftmals auch unterschiedliche Services an.

Um einen geeigneten Mietrechtsschutz zu finden, helfen Tests. Zu den bekanntesten Institutionen zählt die Stiftung Warentest, die der Rechtsschutzversicherung regelmäßig auf dem Zahn fühlt. Über aktuelle Testsieger können sich Interessierte auf der Seite „Rechtsschutzversicherung Test“ informieren.

Mieter & Mietrechtsschutz: Drei typische Leistungsfälle

Vermieter & Rechtsschutz: Hilft die Versicherung bei Mietschulden?

Einige Tarife der Vermieterrechtsschutzversicherung enthalten als Zusatzleistung das Forderungsmanagement bei Mietschulden. Häufig ist dies ein Extra in den Premium-Tarifen. Der Vorteil: Stellt ein Mieter die Zahlung der Miete ohne Gründe ein, kümmert sich der Versicherer mithilfe eines Inkassounternehmens um die Mahnungen. Er übernimmt also das Forderungsmanagement und setzt gegebenenfalls auch die rechtliche Vollstreckung durch.

Ein weiterer Zusatzbaustein einer Vermieterrechtsschutzversicherung, der für Vermieter interessant sein kann, ist der Mietausfallschutz. Der Versicherer zahlt dann die ausstehenden Mieten für einen bestimmten Zeitraum, um etwa eine Räumungsklage zu vollstrecken.

Vermieterrechtsschutz gegen Mietnomaden

Eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter kann ein wirksamer Schutz gegen das Risiko von Mietnomanden sein. Die Versicherung trägt im Streitfall die Kosten für Anwalt, Gerichtsprozess und Vollstreckung. Einige Anbieter zahlen auch die Räumung und den Abtransport der verbliebenen Einrichtungsgegenstände des Mieters.

Zwei Leistungsbeispiele zum Vermieterrechtsschutz: Wann zahlt die Versicherung noch?

Nicht nur beim Streit mit säumigen Mietern ist die Vermieterrechtsschutzversicherung ein Schutz. Auch bei Auseinandersetzungen mit Behörden oder Handwerksbetrieben greift die Absicherung.

Passenden Rechtsschutz finden

Miet- und Vermieterrechtsschutz stellen nur zwei wichtige Bausteine der Rechtsschutz­versicherung dar. Darüber hinaus ist es auch im privaten und im beruflichen Bereich sinnvoll, sich vor den finanziellen Konsequenzen eines Rechtsstreits abzusichern.

Mit der richtigen Rechtsschutz­versicherung sind Versicherte nicht nur sehr gut geschützt, sondern können eventuellen gerichtlichen Auseinandersetzungen auch entspannter entgegenblicken. Schließlich brauchen sie sich keine Gedanken über hohe Kosten für den Anwalt und Co. zu machen.

Da sich die Rechtsschutz­versicherungen hinsichtlich ihrer Leistungen und ihrer Beiträge unterscheiden, ist es ratsam, vor Versicherungsabschluss verschiedene Tarife miteinander zu vergleichen.

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