0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

 

Pflegeversicherung im Test

Die wichtigsten Testsieger im Überblick
Pflegeversicherung im Test
  • Zahlreiche Tests zur privaten Pflegeversicherung
  • Anbieter unterscheiden sich preislich teils deutlich
  • Mit individuellem Angebot besten Preis-Leistungs-Mix finden

Pflegeversicherung im Test: Welche aktuellen Testsieger gibt es?

Pflegebedürftige müssen nicht nur bewältigen, dass Körper und Geist nicht mehr wie früher funktionieren. Durch hohe Pflegekosten werden sie zudem finanziell stark belastet. Dem beugen Betroffene mit einer privaten Pflegeversicherung vor. Welche Testsieger es gibt, zeigen die aktuellen Vergleiche unterschiedlicher Prüfinstanzen.

Zuletzt aktualisiert: August 2019

Pflegeversicherung im Vergleich bei Focus-Money: Die Testsieger 2019

Ob von Angehörigen, Pflegekräften zu Hause oder in einem Pflegeheim versorgt – Pflege kostet. Die gesetzlichen Leistungen decken dabei nur einen Teil der Ausgaben ab, die auf Pflegebedürftige zukommen. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig um die eigene Pflegevorsorge zu kümmern.

Mit einer guten privaten Pflegeversicherung sind Versicherte nicht gezwungen, ihr Erspartes für die Pflege zu opfern. Zudem entlasten sie damit ihre Familienmitglieder. Denn sind die Pflegekosten über die Versicherung gedeckt, gibt es keine Lücke, die Angehörige mit ihrem Vermögen schließen müssen.

Die beliebteste private Pflegeversicherung ist die Pflegetagegeldversicherung. Hier erhalten Versicherte für jeden Tag der Pflege einen vereinbarten Betrag (Pflegetagegeld), den sie frei verwenden können.  

Welche Pflegetagegeldversicherung besonders empfehlenswert ist, hat das Wirtschaftsmagazin Focus-Money im Sommer 2019 ermittelt (Ausgabe 34/2019). Für den Test wurden sowohl flexible als auch statische Tarife überprüft. Bei statischen Pflegeversicherungen erhalten Kunden im höchsten Pflegegrad 5 das volle vereinbarte Pflegetagegeld. Bei geringerem Pflegebedarf wird die Auszahlung prozentual angepasst.

Bei flexiblen Angeboten bestimmen Interessierte dagegen die Leistungen in den jeweiligen fünf Pflegegraden selbst. Dies hat den Vorteil, in jedem Pflegegrad bestens abgesichert zu sein. Allerdings können solche Tarife auch teurer als statische sein.

Pflegeversicherung Test: Die richtige Police finden.

Die Testergebnisse

Für den Pflegeversicherung Test hat das Magazin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut die Leistungen für vier Altersklassen (Vertragsabschluss mit 25, 35, 45 oder 55 Jahren) von 24 Anbietern prüfen lassen. Für die flexiblen Pflegeversicherungen gaben die Tester zudem vier Fallbeispiele vor, wie viel Geld der Versicherer je Pflegegrad leisten soll. Das Pflegetagegeld bei schwerer Pflegebedürftigkeit variiert dabei zwischen 1.200 Euro und 2.100 Euro im Monat.

Darüber hinaus wurden im Test Vertragsbedingungen geprüft. Analysiert wurde beispielsweise, ob die Pflegetagegeldversicherungen

  • Leistungen bei Alkoholdemenz,
  • Assistanceleistungen,
  • Beitragsfreiheit bei Pflegebedürftigkeit,
  • rückwirkende Leistungen oder
  • Einmalzahlungen bieten, wenn der Pflegefall eintritt.

Drei statische Tarife sichern sich ein hervorragendes Ergebnis. Bei den Pflegeversicherungen, die auf Flexibilität setzen, erreichen vier Versicherer eine sehr gute Bewertung.
Die Testsieger sind

Hervorragende Pflegeversicherungen:

Statisch Flexibel
Allianz mit dem Tarif „PflegetagegeldBest (PZTB03)“ ARAG „IndividualPflege PIN“
DKV „Pflege Tagegeld PTG“ AXA „Pflegevorsorge Vario“
HanseMerkur „Pflegemonatsgeld PG mit den Tarifstufen PGA, PGS“  DFV „DeutschlandPflege“
  Inter „QualiCare Tarifstufen QC1-5 und QCS 2-4“

Je nach Alter variieren die Kosten der besten Pflegeversicherungen. Ein 35-Jähriger zahlt beispielsweise zwischen 24 Euro und 31 Euro im Monat, ein 55-Jähriger dagegen zwischen 62 Euro und 77 Euro, wenn er sich für einen Tarif entscheidet, bei dem der Versicherer die Leistungshöhe vorgibt. Bei flexiblen Angeboten ist die Beitragsspanne noch größer.

Tipp: Um eine Pflegeversicherung zu finden, die gut und zugleich günstig ist, empfiehlt sich ein individueller Preis-Leistungs-Vergleich.

Aktuelle Testsieger zur Pflegeversicherung von Stiftung Warentest

Für die November-Ausgabe der Finanztest hat die Stiftung Warentest Ende 2017 insgesamt 31 Tarife zur Pflegetagegeldversicherung überprüft. Dabei setzte die Verbraucherorganisation den zwei Modellkunden im Alter von 45 Jahren und 55 Jahren ein Limit, was die private Pflegeversicherung monatlich kosten darf. Für 45-Jährige soll der Beitrag maximal bei rund 56 Euro pro Monat liegen, für 55-Jährige bei 87 Euro.

Anschließend bewerteten die Experten, welche Leistungen die jeweiligen Pflegeversicherungen in den fünf Pflegegraden sowohl für die ambulante als auch die stationäre Pflege für diesen Monatsbeitrag bieten. Ein weiterer Teil der Gesamtnote entfiel auf bestimmte Versicherungsbedingungen, die in den Augen der Stiftung Warentest besonders wichtig sind, beispielsweise:

  • Dynamik: Wird das Pflegetagegeld regelmäßig angepasst, damit es mit der Preisentwicklung mithält?
     
  • Ausland: Zahlt der Versicherer auch bei einem Umzug ins europäische Ausland?
     
  • Wartezeit: Gilt der Leistungsanspruch erst nach Ablauf einer bestimmten Karenzzeit?

Die untersuchten privaten Pflegeversicherungen bieten unterschiedliche Leistungsmodelle. Bei manchen Anbietern steigt das Pflegetagegeld mit dem Aufwand an Pflege, bei anderen sind die Leistungen in den Pflegegraden 2 bis 5 gleich hoch.

Die Ergebnisse des Vergleichs von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest empfiehlt einen Tarif zu wählen, der in jedem Pflegegrad leistet und auch bei geringem Pflegebedarf eine ausreichende finanzielle Absicherung verspricht. Nach Abzug der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung rechnet die Verbraucherorganisation beispielsweise in Pflegegrad 3 bei ambulanter Pflege mit einer Lücke von 1.100 Euro, die Pflegebedürftige jeden Monat mit ihrem Einkommen schließen müssen.

Insgesamt zeigt der Vergleich, dass es große Leistungsunterschiede zwischen den Anbietern gibt. So schneidet zwar etwa die Hälfte der Tarife mit einer guten Bewertung ab. Gleichzeitig ist der Rest der Angebote nur befriedigend oder ausreichend. Leidglich die Tarife für den 45-jährigen Musterkunden der HanseMerkur und Württembergische erhalten im Test der Stiftung Warentest eine sehr gute Bewertung.

Gute Pflegevorsorge ermöglicht sehr gute Pflegebetreuung.

Die Top 5 für 45-Jährige auf einen Blick:

HanseMerkur „PGA, PGS“
Württembergische „PTPU“
DFV „DeutschlandPflege Flex“
DKV „PTG“
DKV „KPET“

Für 55-Jährige:

DFV „DeutschlandPflege Flex“
DKV „PTG“
HanseMerkur „PGA, PGS“
DKV „KPET“
Concordia „PG 1, PG 2, PG 3, PG 4“

Tipp: Um eine gute Pflegeversicherung zu finden, die zu den persönlichen Ansprüchen an die Pflegevorsorge passt, sollten sich Interessierte nicht nur auf die Testsieger verlassen, sondern auch individuelle Angebote berücksichtigen.

Preis-Leistungs-Verhältnis privater Pflegeversicherungen im Vergleich

Welche Anbieter den besten Mix aus Leistung und Preis bieten, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) im November 2018 untersucht. Dabei standen Pflegetagegeldversicherungen im Fokus, also jene Absicherung, die Versicherten im Pflegefall ein Pflegetagegeld auszahlen. Dazu verglichen die Tester 31 Versicherer miteinander. Beide Kriterien flossen zu jeweils 50 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Generell erzielen die Pflegeversicherungen im Test ein gutes Resultat. Sechs Anbieter erhalten eine sehr gute Bewertung, zwölf sind gut. Fünf Versicherer bieten in den Augen des Instituts jedoch nur ein ausreichendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es rät daher dazu, vor Abschluss der Pflegeversicherung auf die Auszahlungshöhe zu achten. Diese schwankt dem Vergleich zufolge allein im Pflegegrad 1 zwischen 75 Euro und 1.500 Euro im Monat.

Anbieter Punktzahl (von 100)
HanseMerkur 87,7
Concordia 83,3
Barmenia 83,2
Nürnberger 82,6
Inter 82,5
Deutsche Familienversicherung (DFV) 81,4

Welche Tarife sich genau empfehlen, bleibt der Test allerdings schuldig. Er gibt lediglich einen Überblick über die besten Versicherer.

Staatlich geförderte Pflegeversicherung im Vergleich bei €uro

Seit einigen Jahren unterstützt die Regierung Bürger finanziell, die sich vor den hohen Pflegekosten mit einer Pflegetagegeldversicherung schützen. Beim sogenannten Pflege-Bahr erhalten Versicherte jeden Monat einen Zuschuss in Höhe von fünf Euro zum Versicherungsbeitrag. Der Vorteil der staatlich geförderten Pflegeversicherung ist, dass jeder Interessierte einen Vertrag bekommt. Bei ungeförderten Tarifen dürfen die Versicherer dagegen Personen etwa aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen.

Nachteilig wirken sich dagegen die oftmals zu geringen Leistungen für die Pflege der geförderten Pflegeversicherung aus. Zu diesem Fazit kommt auch der Test der Finanzzeitschrift €uro aus dem Sommer 2017. Von den 17 untersuchten Tarifen erreicht nur das Angebot „Central.pflege“ von Central ein sehr gutes Ergebnis.

Das Magazin warnt generell davor, dass die Leistungen der geförderten Pflegeversicherung im Pflegefall nur eine geringe Hilfe sind. Im höchsten Pflegegrad 5 erhalten Versicherte, die sich mit 55 Jahren für eine Pflegevorsorge entschieden haben, lediglich 600 Euro im Monat. Damit lassen sich die verbleibenden Kosten für die Pflege nach Abzug der gesetzlichen Leistungen schwerlich decken.

Persönlich beste Pflegeversicherung jetzt finden

Auf der Suche nach der persönlich besten privaten Pflegeversicherung helfen die aktuellen Testsieger, empfehlenswerte von weniger guten Tarifen zu trennen. Allerdings haben die Tests einen großen Nachteil: Sie wurden anhand von Modellkunden ermittelt. Die eigenen Wünsche an die Versicherung können jedoch vom Musterkunden abweichen.

Daher ist es wichtig, neben den Testsiegern personalisierte Angebote zu berücksichtigen. Damit finden Interessierte schnell und unverbindlich die Pflegevorsorge, die zu den eigenen Anforderungen an die Versicherung und zum Geldbeutel passt.

Kostenlose Service Hotline

0800 300 3009

 

Das sagen
unsere Kunden
über finanzen.de

 
Testsieger

Sieger von €uro, ÖKO-TEST & Co.

 
99 Prozent

Auf Basis von 300.000 befragten Kunden