Private Unfallversicherung

Weltweiter Schutz bei Unfällen in der Freizeit.

  • Extremfall Invalidität absichern
  • Schutz auch bei Sport-, Haushalts- und Freizeit­unfällen
  • Große Leistungs- & Preis­unterschiede zwischen den Anbietern

Für

bis 29-Jährige

Für

30- bis 39-Jährige

Für

40- bis 49-Jährige

Für

50- bis 59-Jährige

Für

ab 60-Jährige

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2019

Private Unfall­versicherung: Der wichtige Unfallschutz im Alltag

Nach einem schweren Unfall dauert es meist einige Zeit, um gesund­heitlich wieder fit zu werden. Doch nicht immer findet das Leben nach einem Unfall in die gewohnten Bahnen zurück. Betroffene kämpfen dann nicht selten mit Geldsorgen. Eine private Unfall­versicherung schützt in solchen Fällen vor finanzieller Schieflage und bietet Leidtragenden ein wichtiges Sicherheitsnetz.

 

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Immer gut zu wissen

Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Unfall­versicherung?

Viele Menschen denken, dass sie sich jederzeit auf die gesetzliche Unfall­versicherung verlassen können. Richtig ist allerdings: Sie bietet zwar eine wichtige Unterstützung bei Unfallfolgen. Doch der Versicherungs­schutz greift nur, wenn der Unfall

  • in der Kita oder Schule,
  • in der Ausbildungsstätte,
  • auf der Arbeit oder
  • auf dem Weg dorthin beziehungsweise von dort nach Hause (sogenannter Wegeunfall) passiert.

Alle Unfälle, die in der Freizeit oder im Haushalt geschehen, sind nicht abgesichert. Selbst wenn Beschäftigte nur einen kleinen Umweg zur Arbeitsstelle einlegen, gilt der Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung bereits nicht mehr.

Greift die gesetzliche Unfall­versicherung, kommt sie vor allem für die Kosten medizinischer Behandlungs­maßnahmen sowie für die Rehabilitation auf. Arbeit­nehmer erhalten zudem bei längerer, unfallbedingter Krankheit anstelle des Krankengelds eine Lohnersatz­leistung, sobald der Arbeitgeber nach sechs Wochen keine Lohnfortzahlung mehr bietet.

Die gesetzliche Unfall­versicherung unterstützt jedoch nicht, wenn nach einem Arbeitsunfall Umbau­maßnahmen am Haus notwendig sind oder ein behinderten­gerechtes Auto gebraucht wird. Die private Unfall­versicherung zahlt dagegen bei gesundheitlicher Beeinträch­tigung eine im Voraus vereinbarte Geldsumme aus, mit der sich solche wichtigen Ausgaben stemmen lassen.

Tipp:

Die Kosten für eine private Unfall­versicherung unterscheiden sich stark. Im aktuellen Test der Stiftung Warentest schwanken die Preise für sehr gute Tarife zwischen 178 Euro und 416 Euro im Jahr. Entsprechend wichtig ist es, vorab mehrere Angebote gründlich miteinander zu vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

 

Hier Tarife vergleichen

 

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Unfall­versicherung zusammen.

Private Unfall­versicherung Gesetzliche Unfall­versicherung
Zahlt bei? Jedem Unfall, wenn Versicherte gesund­heitlich dauerhaft eingeschränkt sind Wegeunfällen sowie Unfällen auf der Betreuungs-/Arbeits­stätte
Zahlt was? Einmal­auszahlung, gegebenenfalls monatliche Unfallrente Leistungen zur Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben, Pflege­­bedürftigkeit
An wen? Versicherungs­nehmer Arbeit­nehmer, Schüler, Studenten, freiwillig versicherte Selbst­ständige

Was leistet die private Unfallversicherung?

Versicherte vereinbaren mit ihrer privaten Unfallversicherung eine Versicherungs- beziehungsweise Grundsumme. Diese wird nach einem Unfall in Abhängigkeit vom Grad der Invalidität ausgezahlt. Damit die Leistung der privaten Unfallversicherung ein echtes Sicherheitsnetz darstellt, empfehlen Experten, mindestens das Vier- bis Sechsfache des Bruttojahres­einkommens als Versicherungs­summe zu wählen. Die Invaliditätsleistung sollte dabei 100.000 Euro nicht unterschreiten.

Darüber hinaus sollten Versicherte eine sogenannte Progression vereinbaren. Je stärker sie nach einem Unfall gesundheitlich eingeschränkt sind, desto mehr Geld erhalten sie dann von ihrer Versicherung. Mit einer Progression von beispielsweise 350 Prozent steigt die Invaliditätsleistung auf maximal 350 Prozent der Grundsumme. Statt 100.000 Euro sind es also 350.000 Euro.

Wichtig:

Eine private Unfallversicherung zahlt nur, wenn der Unfall zu dauerhaften gesundheitlichen Problemen führt. Können Betroffene zum Beispiel ihr Knie nach einem Sturz im Park nicht mehr ganz beugen, ist Verlass auf die Versicherung. Genesen sie dagegen wieder komplett, greift der Versicherungsschutz nicht.

Damit Interessierte mit ihrer Unfallversicherung langfristig zufrieden sind, sollten sie beim Abschluss auf einige Punkte achten, beispielsweise:

  • Versicherungsschutz ab einem Prozent Invalidität
  • Hohe Progression schon bei geringer dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung
  • Erweiterter Unfallbegriff (Unfälle durch Eigenbewegung, erhöhte Kraftanstrengung und Bewusstseinsstörung sowie Infektionen sind abgedeckt)
  • Leistungskürzung bei Unfällen, die durch Krankheit mitverursacht wurden, erst ab einer Mitwirkung von mindestens 50 Prozent
  • Frist für Unfallgeschehen, ärztliche Feststellung der Invalidität und Meldung bei der Versicherung von mindestens 15 Monaten

Aktuelles zur Unfallversicherung

Wer bestimmt, wie schwer die Verletzung durch den Unfall ist?

Wie stark eine Verletzung bedingt durch einen Unfall ist, spiegelt der Invaliditätsgrad wider. Er wird anhand der sogenannten Gliedertaxe berechnet. Damit wird festgelegt, dass etwa der Verlust eines Daumens einer Invalidität von 20 Prozent entspricht.

Die Versicherer unterscheiden sich jedoch in ihrer Gliedertaxe. Daher ist es ratsam, mehrere Tarife mit dem Vergleichsrechner gegenüberzustellen. Dies gibt Aufschluss über die einzelnen Angebote und ihre Bedingungen. So sehen manche Versicherungs­unternehmen für den Verlust des Daumens in ihrer Gliedertaxe 35 Prozent oder mehr vor.

Was kostet eine private Unfallversicherung?

Die Beiträge zur Unfallversicherung hängen vom Umfang der vereinbarten Leistungen sowie von persönlichen Faktoren ab. Dazu zählen Alter, Hobbys, Beruf und Gesundheitszustand.

Interessierte können zudem einige Zusatzleistungen vereinbaren, die sich auf die Beiträge der Unfallversicherung auswirken, wie

  • Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • Sofortige Zahlung bei schweren Verletzungen
  • Lebenslange Rentenzahlungen
  • Todesfallleistung

Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung vereinbaren?

Die private Unfallversicherung zahlt einmalig eine größere Summe aus, über die Betroffene frei verfügen können. Irgendwann ist die Invaliditätsleistung jedoch aufgebraucht, sodass Interessierte häufig über eine zusätzliche monatliche Zahlung in Form einer Unfallrente nachdenken. Mit ihr können sie dauerhafte Einkommenseinbußen, bedingt durch die Unfallfolgen, kompensieren. Eine Unfallrente macht die Versicherung jedoch deutlich teurer.

Ratsamer ist daher eine Berufsunfähigkeits­versicherung. Gute Tarife zahlen bereits bei einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent, die etwa durch einen Unfall verursacht wurde. Der Versicherungsschutz greift allerdings auch, wenn Versicherte durch eine Krankheit berufsunfähig werden. Eine private Unfallversicherung deckt dagegen Erkrankungen nicht ab.

Wer die Wahl zwischen einer Unfall- und einer Berufsunfähigkeits­versicherung hat, sollte sich aufgrund des größeren Leistungsumfangs für zweitgenannte entscheiden. Ist der Abschluss jedoch nicht möglich, etwa wegen Vorerkrankungen, können sich Interessierte mit einer privaten Unfallversicherung zumindest etwas finanziellen Schutz sichern.

Alte Verträge prüfen

Viele alte Unfallpolicen bieten nur einen lückenhaften Versicherungsschutz oder zu geringe Leistungen. Daher lohnt es sich, die bisherige Unfallversicherung mit aktuellen Angeboten zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln.

Unfallversicherungen für Kinder oder Senioren

Es gibt Unfallversicherungen, die speziell auf die Bedürfnisse einzelner Gruppen zugeschnitten sind. Eine Kinderunfallversicherung enthält beispielsweise erhöhte Leistungen bei Impfschäden oder übernimmt die Kosten von kosmetischen Operationen nach einem Unfall.

Ein privater Unfallschutz für Senioren beinhaltet dagegen häufig die Kostenübernahme für eine Haushaltshilfe und Pflegeleistungen nach einem Unfall (sogenannte Assistance-Leistungen).

Tipp:

Gerade Senioren sollten vor Abschluss ihrer Unfallversicherung mehrere Angebote gegenüberstellen. Wie die Stiftung Warentest in einem aktuellen Vergleich zur Unfallversicherung gezeigt hat, unterscheiden sich die Kosten für sie deutlich. Der Jahresbeitrag schwankt demnach zwischen 35 Euro und 173 Euro.

  • FAQ - Häufig gestellte Fragen

Jetzt beste Unfallversicherung finden

Nur etwa jeder dritte Unfall ist über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Mehrheitlich verunfallen Verbraucher jedoch in der Freizeit, wo der staatliche Unfallschutz nicht greift. Wer sich daher mit einer privaten Unfallversicherung umfassend schützen möchte, sollte Wert auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Mit dem Vergleich mehrerer Angebote gehen Interessierte sicher, den persönlich besten Mix zu finden.