Baufinanzierung

Der einfache Weg ins Eigenheim.

  • Verschiedene Formen der Baufinanzierung
  • Staatliche Förderung der KfW beim Eigenheimerwerb nutzen
  • Von kleinen Unterschieden beim Zins profitieren

Für den

Kauf einer Immobilie

Für den

Bau einer Immobilie

Für eine

Anschluss­finanzierung

Für

Umbau oder Moderni­sierung

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2020

Optimale Baufinanzierung jetzt finden

Fast drei Viertel aller Mieter träumen von einem Eigenheim. Für die meisten von ihnen führt der Weg dorthin über eine gut aufgestellte Baufinanzierung. Den Wunsch nach den eigenen vier Wänden können Interessierte dabei über verschiedene Formen der Immobilien­finanzierung realisieren. Für den optimalen Finanzplan steht am Anfang zunächst ein Kassensturz, um den finanziellen Spielraum auszuloten.

Immer gut zu wissen

Finanziellen Spielraum ausloten

Ob Haus oder Eigentums­wohnung, ob bauen oder kaufen: Wünschen sich Mieter ein eigenes Reich, ist zur Finanzierung meist ein Kredit notwendig. Doch bevor sie mit der Planung ihrer Baufinanzierung beginnen können, müssen sie sich einen Überblick über ihre Finanzen verschaffen. Nach Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben wissen künftige Eigenheim­besitzer genau, wie viel Geld sie jeden Monat übrig haben, um den Kredit zu bedienen. Der Kassensturz könnte wie folgt aussehen:

Posten Betrag
Netto­einkommen 1 2.500 Euro
Netto­einkommen 2 1.500 Euro
Sonstige Einnahmen wie Kindergeld 0 Euro
Summe 4.000 Euro
Abzüglich
Lebens­haltungs­kosten (Nahrung, Kleidung, Miete) 1.500 Euro
Versiche­rungen 700 Euro
Telefon, Handy und Internet 80 Euro
Sonstiges 250 Euro
Reserve für Notfälle (Auto­reparatur, neue Wasch­maschine, Bauver­zögerungen, …) 150 Euro
Summe 1.320 Euro

Die Liste zeigt, dass für diesen Modellfall maximal 1.320 Euro für die monatlichen Kreditraten zur Verfügung stehen. Bei einem Hausbau geht davon in der ersten Zeit noch die Miete ab, ehe Bauherren umziehen. Daher ist es ratsam, sich für diese einen entsprechenden Puffer bei der Baufinanzierung einzuplanen.

Tipp:

Generell empfehlen Experten, nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens für die Finanzierung zu verwenden.

Dabei sollten auch die Nebenkosten beim Hausbau oder -kauf beachtet werden. Dazu zählen Gebühren für:

  • Notar,
  • Grundbucheintragung,
  • Baugenehmigung,
  • Grunderwerbsteuer und
  • Versicherungen wie eine Bauherrenhaftpflicht.

Baufinanzierungsrechner im Internet geben eine erste Orientierung, welchen Betrag sie für Nebenkosten und gegebenenfalls Immobilienmakler zusätzlich zur Bau- oder Kaufpreis einplanen müssen. Mit dem Rechner lässt sich beispielsweise auch ermitteln, wie sich die Monatsrate verändert, wenn Verbraucher eine längere Zinsbindung wählen.

Formen der Baufinanzierung im Vergleich

Es gibt verschiedene Darlehensarten bei der Baufinanzierung. Die passende Immobilien­finanzierung hängt wesentlich von den finanziellen Möglichkeiten und dem Wunsch nach fest kalkulierbaren Raten ab. Die wichtigsten Formen sind:

Tipp:

Welche Form der Baufinanzierung am besten zum Eigenheimvorhaben passt, finden Interessierte mit einer unverbindlichen Beratung durch einen Finanzierungsexperten heraus.

Förderungen und Zuschüsse nutzen

Abhängig vom Bau- oder Kaufvorhaben gibt es verschiedene Förderungen und Zuschüsse. Diese bieten sowohl der Staat und das eigene Bundesland als auch die Kommune an. Planen Verbraucher ein energie­effizientes Haus, bietet beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, zinsgünstige Darlehen. Gleiches gilt für den sogenannten BAFA-Zuschuss. Daneben stellt das neu eingeführte Baukindergeld ein zusätzliches Plus dar.

Die jeweiligen Banken der Bundesländer bezuschussen ebenfalls den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände. Bei ihnen finden Interessierte auch die entsprechenden Informationen zu den Voraussetzungen für die Förderung ihrer Baufinanzierung. Auf regionaler Ebene ist dagegen die kommunale Behörde der erste Ansprechpartner, sofern Zuschüsse zur Verfügung stehen.

Smart Home beim Hausbau

Viele Menschen planen in ihrem Eigenheim sehr lange zu leben. Daher ist es sinnvoll, bei der Bauplanung darauf zu achten, dass es möglichst wenig Barrieren gibt, die im Alter ein Problem darstellen könnten. Hier kann der Einsatz von Smart Home-Geräten eine kluge Ergänzung sein.

Generell gibt es in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz für die Nutzung solcher Anwendungen beim altersgerechten Wohnen. Dies zeigt eine finanzen.de-Studie mit über 1.100 Teilnehmern. Mit Blick auf die wachsende Anzahl der Personen, die zu Hause gepflegt werden, ist die Zustimmung nur verständlich. Denkbar ist es, „dass sich die gesetzlichen Krankenkassen künftig an solchen Systemen beteiligen“, stellt Milorad Pajovic von der DAK-Gesundheit in Aussicht.

Zu den Geräten, die eine Erleichterung darstellen können, zählen:

  • Intelligente Sturzsensoren
  • Smart Locks
  • Smart Mirrors
  • Präsenzmelder
  • Sprachassistenten

Trotz der hohen Akzeptanz würde die Hälfte der Bürger ihren Eltern die altersgerechten Assistenzsysteme nicht empfehlen:

  • 53 Prozent wollen ihren Eltern keine smarten Geräte zum altersgerechten Wohnen empfehlen
  • 26 Prozent denken über eine Empfehlung nach
  • 10 Prozent haben ihren Eltern zum Kauf geraten
  • 10 Prozent haben sich bereits Smart Home-Geräte zugelegt

Bei den älteren Studienteilnehmern fehlt vor allem die Überzeugung, dass die smarten Helfer ihr Leben wirklich erleichtern. Bei den Jüngeren zwischen 40 Jahren und 69 Jahren ist die Abneigung hauptsächlich darin begründet, dass sie sich noch nicht ausreichend mit den Möglichkeiten beschäftigt haben. Der Altersgruppe bis 39 Jahre fallen am meisten die Kosten negativ auf.

Dabei ist ein Teil der Bürger durchaus bereit, vergleichsweise viel Geld in die Innovationen zu stecken. Der Studie zufolge würde jeder Vierte mehr als 1.000 Euro investieren. Allerdings geben genauso viele Befragte an, dass sie maximal 100 Euro ausgeben würden.

Insgesamt sind Smart Home-Geräte überwiegend für Eigenheimbesitzer eine Option. 90 Prozent geben an, auf die Technologien zu setzen. Bei Mietern sind es 70 Prozent. Unterschiede gibt es zudem zwischen den Geschlechtern. Männer sind den smarten Geräten gegenüber nicht nur affiner eingestellt als Frauen, sie geben auch mehr dafür aus.

Von Beginn an mitdenken

Wer am Anfang der Planung seines Eigenheims steht, hat viele Vorteile, die beim späteren Nachrüsten zum smarten Heim kompliziert und teuer werden – nicht nur hinsichtlich der Technologien für das altersgerechte Wohnen. Zukünftige Eigentümer können das Smart Home System für jedes Zimmer optimal aufeinander abstimmen und so nicht nur für ein komfortableres Wohnen sorgen, sondern auch die Energieeffizienz des Hauses steigern.

Unter den befragten Hausbesitzern liegen smarte Haushaltsgeräte weit vor den Geräten für Entertainment und Security.

Experten empfehlen, bei der Hausplanung das Thema Smart Home so früh wie möglich zu integrieren. Welche Funktionen erwarten Bauherren beispielsweise von ihrem zukünftigen smarten Zuhause? „Als Basis können sie die Lichtsteuerung nutzen, die um weitere Bereiche wie Beschattung, Heizung und Klima sowie Multimedia-Technik erweitert werden kann“, so Stefan Denker vom IT-Dienstleister Q-Data Service.

Wichtig ist zudem, dass das System mehr als nur einen Anbieter unterstützt. Derzeit sprechen viele Smart Home-Geräte eine unterschiedliche Programmsprache. Außerdem sollte „die smarte Technologie nicht mehr Energie verbrauchen, als durch ihren Einsatz eingespart wird“, gibt der Architekt Wolfgang Frey im Rahmen der finanzen.de-Studie zu bedenken.

Trotz der Vorteile wie Komfort und Energieersparnis durch die passgenaue Regelung von Licht und Heizung hadern viele Befragte mit dem Datenschutz. Weitere Gründe, warum Personen, die sich für Smart Home interessieren, es aber ablehnen:

  • Ich bin vom Nutzen noch nicht überzeugt.
  • Ich fürchte Hackerangriffe.
  • Mir sind die Kosten zu hoch.
  • Planung und Umsetzung sind mir zu kompliziert.
  • Ich bin mir nicht sicher, welches System das beste ist.

Bezüglich der Kosten ist es sinnvoll, sich im Vorfeld bei der KfW-Bank zu informieren, rät Christian Grunewald vom Finanzexperten Dr. Klein. Diese fördert viele Maßnahmen beim Hausbau, die der Energieeffizienz dienen, mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen. Da das Volumen der Fördertöpfe jedoch meist gedeckelt ist, empfiehlt es sich, möglichst früh im Jahr die entsprechenden Anträge einzureichen.

Aktuelles zur Baufinanzierung

Baufinanzierung mit Riester-Förderung

Die meisten Eigentümer verbinden mit den eigenen vier Wänden nicht nur die Freiheit, von Nachbarn ungestört zu wohnen. Für viele stellen sie auch eine Altersvorsorge dar. Aus diesem Grund unterstützt der Staat Bauherren und Käufer bei der Finanzierung über die sogenannte Eigenheim­rente, besser bekannt als Wohn-Riester. In diesem Fall schließen Interessierte eine Riester-Rente ab. Die jährlichen Zulagen werden dazu genutzt, den Kredit schneller abzuzahlen.

Wichtig: Diese Form der Baufinanzierung richtet sich nur an Personen, die in der gekauften oder gebauten Immobilie wohnen werden. Interessierte sollten sich daher gut beraten lassen, ob sie zu ihnen passt. Näheres zu den Voraus­setzungen finden sie auf unserer Übersichtsseite zum Wohn-Riester.

Was müssen Kreditnehmer bei der Baufinanzierung beachten?

Wer ein Haus oder eine Wohnung baut oder kauft, setzt bei der Baufinanzierung häufig nicht nur auf eine Karte. Oftmals gibt es mehrere Bestandteile.

Pfeiler der Baufinanzierung:

Muskel­hypothek

Eigen­kapital

Förder­mittel

Darlehen

Mit der Baufinanzierung geht in der Regel hohe finanzielle Belastungen einher, die die Haushalts­planung über Jahre einschränken. Mit einigen Tipps sorgen sie dafür, dass diese sicher aufgestellt ist und ihnen trotzdem Freiheiten ermöglicht.

Große Zinsunterschiede zwischen den Anbietern

Derzeit bewegen sich die Bauzinsen auf einem historisch niedrigen Niveau. Der Traum vom Eigenheim lässt sich daher so leicht wie nie erfüllen. Dennoch sollten Interessierte nicht die erstbeste Baufinanzierung wählen, sondern mithilfe unverbindlicher Angebote verschiedene Vermittler und Banken vergleichen. Einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge lassen sich auf diese Weise fast 30.000 Euro einsparen, je nach Sollzinsbindung, Tilgungsrate und Kredithöhe. Selbst kleine Zinsunterschiede haben ihre Folgen, wie diese Fälle zeigen:

Effektiv­zins Zins­zahlungen
1,3 Prozent 22.264 Euro
1,6 Prozent 27.268 Euro
1,9 Prozent 32.220 Euro

Kredit: 150.000 Euro für ein Bauvorhaben in Höhe von 250.000 Euro, Zinsbindung 15 Jahre, 3 Prozent Tilgung

Jedes Bau- oder Kaufvorhaben ist anders. Daher gibt es bei der Baufinanzierung kein Produkt von der Stange. Um einen soliden und verlässlichen Finanzierungsplan auf die Beine zu stellen, muss das Angebot auf die Bedürfnisse und Wünsche künftiger Eigenheim­besitzer zugeschnitten werden, egal ob es von einer Bank oder einem Vermittler kommt.

Wer eine Immobilien­finanzierung ins Auge fasst, sollte sich zudem nicht nur bei seiner Hausbank erkundigen. Sinnvoll ist es auch, sich über ein persönliches Angebot zur Baufinanzierung zu weiteren Kreditgebern unverbindlich beraten zu lassen. Mit diesem Vergleich findet sich der günstigste Weg ins Eigenheim schnell und unkompliziert.