Zahnzusatzversicherung

Damit hohe Zahnarzt­kosten der Vergangen­heit angehören.

  • Kosten für Zahnersatz und Co. der Versicherung überlassen
  • Leistungen schwanken je nach Anbieter
  • Guten und günstigen Schutz jetzt sichern

Für

bis 29-Jährige

Für

30- bis 39-Jährige

Für

40- bis 49-Jährige

Für

ab 50-Jährige

Zuletzt aktualisiert: Februar 2020

Wie sinnvoll ist eine Zahnzusatzversicherung?

Mit Zahnschmerzen verbinden die meisten Menschen nicht nur eine unangenehme Zeit auf dem Behandlungsstuhl, sondern auch eine hohe Zahnarztrechnung. Die Krankenkassen zahlen nur einen Festzuschuss, der die tatsächlichen Zahnersatzkosten bei Weitem nicht deckt, insbesondere wenn die Behandlung über die vorgesehene Regelversorgung hinausgeht. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt dagegen den Großteil der Behandlungskosten.

Jetzt günstigen Schutz finden

 

Weitere Themen

Immer gut zu wissen

Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz?

Die Höhe der Zuzahlung der gesetzlichen Krankenkasse orientiert sich am zahnärztlichen Befund. Mit diesem geht eine Regelversorgung einher, deren Kosten die Kasse zu mindestens 50 Prozent übernimmt. Ab Oktober 2020 wächst der Zuschuss auf 60 Prozent an.

Zwei Rechenbeispiele zeigen, was die Krankenkasse beim Zahnarzt erstattet:

  • Befund 1: Erhaltungswürdiger Zahn mit weitgehender Zerstörung, außerhalb des Verblendbereichs. Die Standardversorgung sieht hier eine metallische Krone vor, wofür 323,90 Euro anfallen. Die Kasse zahlt davon 161,95 Euro.
  • Befund 2: Zahnbegrenzte Zahnlücke mit einem fehlenden Zahn, ohne Verblendung. Um den Zahn zu ersetzen, kommt eine metallische Brücke zum Einsatz. Sie kostet 748,76 Euro, die Krankenkasse erstattet 374,38 Euro.

Wünschen sich Patienten eine andere Behandlung als die Standardversorgung, etwa eine Krone aus Keramik, bleibt der Festzuschuss gleich. Gleiches gilt, wenn sie sich für ein ästhetisch schöneres Implantat anstatt einer Brückenkonstruktion entscheiden. Alle Extras müssen Kassenpatienten selbst tragen.

Der Zuschuss erhöht sich, wenn Versicherte mit dem sogenannten Bonusheft nachweisen, dass sie regelmäßig beim Zahnarzt zur Kontrolluntersuchung waren. Bei fünf Jahren ohne verpassten Besuch werden 60 Prozent erstattet (ab Oktober 2020 70 Prozent), bei zehn Jahren sind es 65 Prozent (ab Oktober 2020 75 Prozent).

Doch selbst mit gepflegtem Bonusheft müssen Patienten bei teurem Zahnersatz wie einem Implantat nicht selten 1.000 Euro und mehr aus der eigenen Tasche zuzahlen.

Heil- und Kostenplan

Welche Kosten auf Patienten bei Zahnersatz zukommen, entnehmen sie aus dem Heil- und Kostenplan, den der Zahnarzt erstellt. Dort ist nicht nur der Befund vermerkt, sondern auch, was die Krankenkasse übernimmt.

Was leistet eine Zahnzusatzversicherung?

Wenn sich Patienten schon einmal für die unangenehme Zahnarztbehandlung entschieden haben, sollten sie auch die beste Versorgung erhalten. Mit einer Zahnzusatzversicherung sind sie nicht auf die vorgesehene Versorgung der Kassen beschränkt. Sie können so ohne Angst vor den Kosten bessere Behandlungsmethoden und ästhetisch schöneren Zahnersatz wählen.

Je nach Zahnzusatzversicherung können sich Versicherte auf folgende Kostenerstattungen verlassen:

Besonders teuer wird es für gesetzlich Versicherte bei Zahnersatz, also Kronen, Implantate und Brücken. Die Zahnzusatzversicherung sollte daher vor allem diesen Bereich abdecken. Manche Anbieter übernehmen zusammen mit der Krankenkasse bis zu 100 Prozent der Kosten. Wem eine geringere Erstattung ausreicht, der sollte Experten zufolge mindestens 75 Prozent vereinbaren.

Füllungen, sogenannte Inlays, gehören wie Parodontose-Behandlungen, Wurzelbehandlungen oder Fissurenversiegelungen in den Bereich der Zahnbehandlungen, die zum Zahnerhalt dienen. Die Kassen zahlen hier nur rund 50 Euro für eine Amalgamfüllung. Da die schöneren Keramik-Inlays jedoch mit mehreren hundert Euro zu Buche schlagen, sollten Interessierte darauf achten, dass die Zahnzusatzversicherung auch hohe Leistungen bei Inlays vorsieht.

Achtung bei Verdopplung der Kassenleistung

Eine gute Zahnzusatzversicherung zahlt die Extrakosten einer Behandlung, die über die von der Kasse vorgesehenen Versorgung hinausgeht. Es gibt allerdings auch Anbieter, die lediglich die Zahnersatzleistung der Krankenkasse verdoppeln. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Verbraucher daher genau darauf achten, was die Zusatzversicherung im Detail erstattet.

Zahnzusatzversicherung: Beste Behandlung für Kinder und Jugendliche sichern

Besonders im Bereich der Kieferorthopädie profitieren Jugendliche von einer Zahnzusatzversicherung. Anhand kieferorthopädischer Indikationsgruppen (KIG) wird ermittelt, wie groß der Behandlungsbedarf des Kieferorthopäden am Gebiss des Betroffenen ist.

Während Jugendliche in der gesetzlichen Krankenversicherung nur in den Einstufungen KIG 3 bis 5 einen Leistungsanspruch haben, übernimmt eine Zahnzusatzversicherung die Kosten für alle Stufen. Voraussetzung ist, dass bisher noch kein Behandlungsbedarf festgestellt wurde. Es ist daher ratsam, die Zahnversicherung für die eigenen Kinder frühzeitig abzuschließen.

Aktuelles zur Krankenzusatz­versicherung

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Generell bemisst sich der Versicherungsbeitrag anhand folgender Faktoren:

  • Alter
  • Leistungsumfang
  • Vorerkrankungen

Ein Blick auf den Vergleichsrechner zeigt, dass die Beiträge der Zahnzusatzversicherungen stark schwanken. Dies liegt daran, dass die Versicherer die Prämien unterschiedlich berechnen.

Aufgrund der beiden Berechnungsarten lassen sich die Zahnzusatzversicherungen nicht immer leicht miteinander vergleichen. Um einen ersten Eindruck über die Beitragsentwicklung zu erhalten, können Interessierte die aktuellen Kosten der Zahnzusatzversicherung mit denen in 20 Jahren vergleichen

Aktuelle Zahnzusatzversicherung Testsieger der Stiftung Warentest

Für die Finanztest-Ausgabe 05/2019 hat die Stiftung Warentest über 230 Zahnzusatzversicherungen verglichen. Anhand von vier Beispielen (Krone, Krone mit Extras, Inlay, Implantat mit Krone) prüfte die Verbraucherorganisation die Leistungen der Versicherer in den Bereichen

  • Regelversorgung
  • Privatversorgung
  • Inlays
  • Implantate
  • Obergrenzen

Es wurde zudem geschaut, welche Zusatzleistungen die Zahntarife bieten, etwa im Hinblick auf die Kostenübernahme von Kunststofffüllungen, Wurzelbehandlungen und Narkose. Sie flossen jedoch nicht in die Gesamtbewertung ein.

Um die Kosten vergleichbar zu machen, berechnete die Stiftung Warentest zunächst den Monatsbeitrag für einen 43-jährigen Modellkunden. Im zweiten Schritt wurde der Durchschnittsbeitrag bei einer 30-jährigen Laufzeit kalkuliert.

76 Zahnzusatzversicherungen schneiden im Vergleich mit einer sehr guten Bewertung ab. Die Bestnote 0,5 geht dabei an vier Anbieter:

  • Bayerische – „Zahn Prestige“
  • DFV – „Zahnschutz Exklusiv“
  • HanseMerkur – „EZL“
  • Ottonova – „Zahn 100“

Sie bieten eine 100-prozentige Kostenübernahme der Zahnarztrechnung. Weitere neun Zahnzusatzversicherungen ermöglichen dies. Sie kosten im Schnitt zwischen 38 Euro und 74 Euro im Monat.

Wem eine geringere Kostenerstattung ausreicht, kann sich auch für unter 20 Euro eine gute Zahnzusatzversicherung sichern, etwa bei

  • Continentale – „CEZK-U“
  • Debeka – „EZ50“
  • Allianz – „ZahnPlus“
  • Central – „Plan Z3“
  • ARAG – „Z50-90“

Für ein Inlay, das nach Abzug der Kassenleistung 610 Euro kostet, zahlen diese Versicherungen zwischen 330 Euro und 445 Euro. Beim Implantat in Höhe von 3.478 Euro bezuschussen sie noch zwischen 1.901 Euro und 2.491 Euro. Ein Selbstbetrag bleibt also. Solange sich Verbraucher dessen bewusst sind, können sie sich allerding auch mit einer günstigen Zahnzusatzversicherung gut absichern.

Ist eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeiten und Gesundheitsfragen möglich?

Eine Zahnzusatzversicherung dient der Vorsorge. Daher leisten die Versicherer abgesehen von wenigen Ausnahmen nicht für Behandlungen, die bei Vertragsabschluss bereits laufen oder die vom Zahnarzt angeraten wurden.

Aus dem gleichen Grund sehen die meisten Zusatzversicherungen eine Wartezeit von drei bis acht Monaten vor. Zahnarztbehandlungen, die in diese Zeit fallen, muss der Versicherungsnehmer komplett selbst zahlen. Manche Anbieter verzichten allerdings auf eine Wartezeit. Im Gegenzug ist der Versicherungsbeitrag höher oder es gibt niedrige Leistungsgrenzen in den ersten Versicherungsjahren.

Ein anderer Knackpunkt können die Gesundheitsfragen sein. Mit ihr versucht der Versicherer das Risiko abzustecken, wie wahrscheinlich es ist, dass der Versicherte seine Leistungen in Anspruch nimmt. Die Versicherung darf sich dabei beim behandelnden Zahnarzt über den Zustand der Zähne informieren.

Für Personen mit schlechten oder fehlenden Zähnen können die Fragen eine unüberwindbare Hürde darstellen. Sie können sich jedoch für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, die auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet. Auch hier ist der Beitrag im Vergleich zu anderen Tarifen höher und es können Leistungsgrenzen gelten.

Erstattungsgrenzen beachten

Obergrenzen sind bei allen Zahnzusatzversicherungen möglich. Häufig fällt dabei der Begriff „Zahnstaffel“. Er bedeutet, dass die Leistungen in den ersten drei bis fünf Jahren gedeckelt sind, etwa auf 1.000 Euro pro Jahr.
Vergleich: Tarife gegenüberstellen und bestes Angebot finden

Vergleich: Tarife gegenüberstellen und bestes Angebot finden

Der Gang zum Zahnarzt ist für die meisten Personen schon Überwindung genug. Damit sie sich nicht auch noch Sorgen um die Behandlungskosten machen müssen, stellt die Zahnzusatzversicherung einen effektiven Kostenschutz dar.

Interessierte haben dabei die Auswahl zwischen einer Vielzahl von Tarifen. Es lohnt sich daher, mehrere Angebote zu vergleichen, um so die Zahnzusatzversicherung mit dem persönlich besten Mix aus Preis und Leistung zu finden.