Zahnzusatzversicherung im Vergleich

Damit hohe Zahnarzt­kosten der Vergangen­heit angehören.

  • Kosten für Zahnersatz und Co. der Versicherung überlassen
  • Leistungen schwanken je nach Anbieter
  • Vergleiche die besten Anbieter

Für

bis 29-Jährige

Für

30- bis 39-Jährige

Für

40- bis 49-Jährige

Für

ab 50-Jährige

Zuletzt aktualisiert: März 2020

Wie sinnvoll ist eine Zahnzusatzversicherung?

Mit Zahnschmerzen verbinden die meisten Menschen nicht nur eine unangenehme Zeit auf dem Behandlungsstuhl, sondern auch eine hohe Zahnarztrechnung. Die Krankenkassen zahlen nur einen Festzuschuss, der die tatsächlichen Zahnersatzkosten bei Weitem nicht deckt, insbesondere wenn die Behandlung über die vorgesehene Regelversorgung hinausgeht. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt dagegen den Großteil der Behandlungskosten.

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Immer gut zu wissen

Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz?

Die Höhe der Zuzahlung der gesetzlichen Krankenkasse orientiert sich am zahnärztlichen Befund. Mit diesem geht eine Regelversorgung einher, deren Kosten die Kasse zu mindestens 50 Prozent übernimmt. Ab Oktober 2020 wächst der Zuschuss auf 60 Prozent an.

Zwei Rechenbeispiele zeigen, was die Krankenkasse beim Zahnarzt erstattet:

  • Befund 1: Erhaltungswürdiger Zahn mit weitgehender Zerstörung, außerhalb des Verblendbereichs. Die Standardversorgung sieht hier eine metallische Krone vor, wofür 323,90 Euro anfallen. Die Kasse zahlt davon 161,95 Euro.
  • Befund 2: Zahnbegrenzte Zahnlücke mit einem fehlenden Zahn, ohne Verblendung. Um den Zahn zu ersetzen, kommt eine metallische Brücke zum Einsatz. Sie kostet 748,76 Euro, die Krankenkasse erstattet 374,38 Euro.

Wünschen sich Patienten eine andere Behandlung als die Standardversorgung, etwa eine Krone aus Keramik, bleibt der Festzuschuss gleich. Gleiches gilt, wenn sie sich für ein ästhetisch schöneres Implantat anstatt einer Brückenkonstruktion entscheiden. Alle Extras müssen Kassenpatienten selbst tragen.

Der Zuschuss erhöht sich, wenn Versicherte mit dem sogenannten Bonusheft nachweisen, dass sie regelmäßig beim Zahnarzt zur Kontrolluntersuchung waren. Bei fünf Jahren ohne verpassten Besuch werden 60 Prozent erstattet (ab Oktober 2020 70 Prozent), bei zehn Jahren sind es 65 Prozent (ab Oktober 2020 75 Prozent).

Doch selbst mit gepflegtem Bonusheft müssen Patienten bei teurem Zahnersatz wie einem Implantat nicht selten 1.000 Euro und mehr aus der eigenen Tasche zuzahlen.

Heil- und Kostenplan

Welche Kosten auf Patienten bei Zahnersatz zukommen, entnehmen sie aus dem Heil- und Kostenplan, den der Zahnarzt erstellt. Dort ist nicht nur der Befund vermerkt, sondern auch, was die Krankenkasse übernimmt.

Was leistet eine Zahnzusatzversicherung?

Wenn sich Patienten schon einmal für die unangenehme Zahnarztbehandlung entschieden haben, sollten sie auch die beste Versorgung erhalten. Mit einer Zahnzusatzversicherung sind sie nicht auf die vorgesehene Versorgung der Kassen beschränkt. Sie können so ohne Angst vor den Kosten bessere Behandlungsmethoden und ästhetisch schöneren Zahnersatz wählen.

Je nach Zahnzusatzversicherung können sich Versicherte auf folgende Kostenerstattungen verlassen:

Besonders teuer wird es für gesetzlich Versicherte bei Zahnersatz, also Kronen, Implantate und Brücken. Die Zahnzusatzversicherung sollte daher vor allem diesen Bereich abdecken. Manche Anbieter übernehmen zusammen mit der Krankenkasse bis zu 100 Prozent der Kosten. Wem eine geringere Erstattung ausreicht, der sollte Experten zufolge mindestens 75 Prozent vereinbaren.

Füllungen, sogenannte Inlays, gehören wie Parodontose-Behandlungen, Wurzelbehandlungen oder Fissurenversiegelungen in den Bereich der Zahnbehandlungen, die zum Zahnerhalt dienen. Die Kassen zahlen hier nur rund 50 Euro für eine Amalgamfüllung. Da die schöneren Keramik-Inlays jedoch mit mehreren hundert Euro zu Buche schlagen, sollten Interessierte darauf achten, dass die Zahnzusatzversicherung auch hohe Leistungen bei Inlays vorsieht.

Achtung bei Verdopplung der Kassenleistung

Eine gute Zahnzusatzversicherung zahlt die Extrakosten einer Behandlung, die über die von der Kasse vorgesehenen Versorgung hinausgeht. Es gibt allerdings auch Anbieter, die lediglich die Zahnersatzleistung der Krankenkasse verdoppeln. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Verbraucher daher genau darauf achten, was die Zusatzversicherung im Detail erstattet.

Zahnzusatzversicherung: Beste Behandlung für Kinder und Jugendliche sichern

Besonders im Bereich der Kieferorthopädie profitieren Jugendliche von einer Zahnzusatzversicherung. Anhand kieferorthopädischer Indikationsgruppen (KIG) wird ermittelt, wie groß der Behandlungsbedarf des Kieferorthopäden am Gebiss des Betroffenen ist.

Während Jugendliche in der gesetzlichen Krankenversicherung nur in den Einstufungen KIG 3 bis 5 einen Leistungsanspruch haben, übernimmt eine Zahnzusatzversicherung die Kosten für alle Stufen. Voraussetzung ist, dass bisher noch kein Behandlungsbedarf festgestellt wurde. Es ist daher ratsam, die Zahnversicherung für die eigenen Kinder frühzeitig abzuschließen.

Aktuelles zur Krankenzusatz­versicherung

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Generell bemisst sich der Versicherungsbeitrag anhand folgender Faktoren:

  • Alter
  • Leistungsumfang
  • Vorerkrankungen

Ein Blick auf den Vergleichsrechner zeigt, dass die Beiträge der Zahnzusatzversicherungen stark schwanken. Dies liegt daran, dass die Versicherer die Prämien unterschiedlich berechnen.

Aufgrund der beiden Berechnungsarten lassen sich die Zahnzusatzversicherungen nicht immer leicht miteinander vergleichen. Um einen ersten Eindruck über die Beitragsentwicklung zu erhalten, können Interessierte die aktuellen Kosten der Zahnzusatzversicherung mit denen in 20 Jahren vergleichen

234 Zahnzusatz­versicherungen im Vergleich: Welcher Tarif überzeugt bei Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat für das Magazin Finanztest (Ausgabe 05/2019) 234 Angebote zur Zahnzusatz­versicherung einem Vergleich unterzogen. Fast ein Drittel der Tarife erreicht dabei eine sehr gute Bewertung. Allerdings stellt auch jede fünfte Versicherung in den Augen der Tester lediglich einen befriedigenden, ausreichenden oder sogar mangelhaften Schutz dar. Mit Blick auf die Vorjahres­ergebnisse zeigt sich jedoch ein konstant hohes Niveau. 2018 wurden 70 der 220 Zahnversicherungen sehr gut bewertet.

Die Experten haben sich bei der aktuellen Untersuchung ausschließlich auf die Leistungen der Zahnzusatzversicherungen konzentriert. Dabei untersuchten sie die Kostenerstattung für Inlays und Implantate, bei der Regel- und der Privatversorgung sowie die Höhe der jährlichen Leistungs­obergrenzen. Den Monatsbeitrag für die entsprechende Zahnzusatz­versicherung hat der Test zwar für einen 43-jährigen Modellkunden ermittelt. Dieser blieb aber beim Gesamtergebnis außen vor.

Die Testergebnisse des Zahnzusatzversicherung Vergleichs

76 Angebote zur Zahnzusatz­versicherung überzeugen im Vergleich und erhalten das Finanztest-Qualitätsurteil „sehr gut“. Die Tabelle zeigt die am höchsten eingeschätzten Versicherer mit ihrem jeweils am besten bewerteten, günstigsten Tarif.

Anbieter Tarif (Note) Monatliche Kosten im Schnitt
Die Bayerische „Zahn Prestige“ (0,5) 58 Euro
DFV „Zahnschutz Exklusiv 100“ (0,5) 56 Euro
HanseMerkur „EZL“ (0,5) 60 Euro
Ottonova „Zahn 100“ (0,5) 58 Euro
DKV „KombiMed KDTP100“ (0,6) 54 Euro
LVM „Zahn Premium“ (0,6) 57 Euro
ARAG „Dent100“ (0,8) 74 Euro
Hallesche „DentZE.100“ (0,8) 38 Euro
Bayerische Beamten­krankenkasse/ UKV „ZahnPrivat Premium“ (1,0) 56 Euro
ERGO „ZAB + ZAE + ZBB“ (1,0) 40 Euro
Münchener Verein „571 + 572 + 574“ (1,0) 47 Euro
R+V „Zahn Premium (Z1U)“ (1,0) 56 Euro

Quelle: Finanztest 05/2019

Im Vergleich zum Vorjahr hat es kaum Veränderungen an der Spitze gegeben. Neu hinzugestoßen in die Liste mit den Zahnzusatzversicherungen, die mindestens das Finanztest-Qualitätsurteil 1,0 erhalten haben, sind Ottonova und LVM. Die restlichen Angebote bestätigen ihr Top-Ergebnis 2019.

Bei den ersten acht Tarifen liegt die Kostenerstattung für die von der Stiftung Warentest herangezogenen Modellfälle inklusive des Festzuschusses der Krankenkasse bei 100 Prozent. Einige Zahnzusatz­versicherungen bieten zudem Extraleistungen wie die Übernahme der Ausgaben für eine professionelle Zahnreinigung.

Tipp:

Je nach Anbieter geben Interessierte mehr oder weniger Geld für den Kostenschutz bei Zahnersatz aus. Um den persönlich besten Mix aus Preis und Leistung zu finden, empfiehlt sich daher ein unverbindliches Angebot zur Zahnzusatzversicherung.

Ist eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeiten und Gesundheitsfragen möglich?

Eine Zahnzusatzversicherung dient der Vorsorge. Daher leisten die Versicherer abgesehen von wenigen Ausnahmen nicht für Behandlungen, die bei Vertragsabschluss bereits laufen oder die vom Zahnarzt angeraten wurden.

Aus dem gleichen Grund sehen die meisten Zusatzversicherungen eine Wartezeit von drei bis acht Monaten vor. Zahnarztbehandlungen, die in diese Zeit fallen, muss der Versicherungsnehmer komplett selbst zahlen. Manche Anbieter verzichten allerdings auf eine Wartezeit. Im Gegenzug ist der Versicherungsbeitrag höher oder es gibt niedrige Leistungsgrenzen in den ersten Versicherungsjahren.

Ein anderer Knackpunkt können die Gesundheitsfragen sein. Mit ihr versucht der Versicherer das Risiko abzustecken, wie wahrscheinlich es ist, dass der Versicherte seine Leistungen in Anspruch nimmt. Die Versicherung darf sich dabei beim behandelnden Zahnarzt über den Zustand der Zähne informieren.

Für Personen mit schlechten oder fehlenden Zähnen können die Fragen eine unüberwindbare Hürde darstellen. Sie können sich jedoch für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, die auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet. Auch hier ist der Beitrag im Vergleich zu anderen Tarifen höher und es können Leistungsgrenzen gelten.

Erstattungsgrenzen beachten

Obergrenzen sind bei allen Zahnzusatzversicherungen möglich. Häufig fällt dabei der Begriff „Zahnstaffel“. Er bedeutet, dass die Leistungen in den ersten drei bis fünf Jahren gedeckelt sind, etwa auf 1.000 Euro pro Jahr.
Vergleich: Tarife gegenüberstellen und bestes Angebot finden

Vergleich: Tarife gegenüberstellen und bestes Angebot finden

Der Gang zum Zahnarzt ist für die meisten Personen schon Überwindung genug. Damit sie sich nicht auch noch Sorgen um die Behandlungskosten machen müssen, stellt die Zahnzusatzversicherung einen effektiven Kostenschutz dar.

Interessierte haben dabei die Auswahl zwischen einer Vielzahl von Tarifen. Es lohnt sich daher, mehrere Angebote zu vergleichen, um so die Zahnzusatzversicherung mit dem persönlich besten Mix aus Preis und Leistung zu finden.