Risikolebensversicherung im Test

Die aktuellen Testsieger auf einen Blick.

  • Tests zeigen großes Sparpotenzial auf
  • Mehrere 100 Euro Beitragsunterschied
  • Achtung: Garantiezins fällt 2022 – Jetzt noch Top-Konditionen sichern

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2021

Risikolebens­versicherung im Test: Welche aktuellen Testsieger gibt es?

Eine Risikolebensversicherung ist spätestens dann sinnvoll, wenn Kinder oder ein Eigenheim geplant sind. Denn kommt ein geliebter Mensch ums Leben, stehen Hinterbliebene vor einem finanziellen Chaos. Eine gute Risikolebensversicherung bietet Angehörigen existenziellen Schutz, der ihnen die schwere Zeit erleichtert. Welche Anbieter empfehlenswert sind, zeigt unter anderem der Test von Stiftung Warentest.

Wichtige Änderungen zum Jahreswechsel

Zum 1. Januar 2022 sinkt der Höchstrechnungszins von 0,9 Prozent auf 0,25 Prozent. Die Risikolebensversicherung droht dadurch teurer zu werden, da die eingezahlten Beiträge weniger gut verzinst werden. Neukunden müssen so mehr für die gleichen Leistungen zahlen.

Tipp:

Interessierte, die ohnehin über einen Versicherungsabschluss nachdenken, sollten besser noch 2021 handeln, um sich die besseren Konditionen für die gesamte Vertragslaufzeit zu sichern.

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Risikolebens­versicherung im Test 2020 bei Stiftung Warentest

Egal ob Ehemann oder Lebenspartnerin, Vater oder Mutter – Verstirbt der Hauptverdiener, muss die Familie von heute auf morgen nicht nur den emotionalen Verlust verarbeiten. Auch eine neue finanzielle Situation gilt es zu verkraften. Auf einmal fällt das regelmäßige Einkommen des Verstorbenen weg, mit dem die Ausbildung der Kinder, ein neues Haus oder der jüngste Kredit für ein Auto finanziert wurde.

Im Januar 2020 hat die Stiftung Warentest überprüft, welche Risikolebensversicherung den günstigsten Schutz für Hinterbliebene bietet. Der Vergleich der Verbraucherorganisation zeigt: Wer clever ist und mehrere Anbieter gegenüberstellt, zahlt mit einem preiswertesten Versicherer fast drei Mal weniger als mit einer teuren Risikolebensversicherung.

Für den Test hat die Stiftung Warentest 37 Versicherungsgesellschaften mit folgendem Musterfall untersucht:

  • Alter: 35-jährige Interessierte
  • Beruf: kaufmännische Angestellte
  • Versicherungssumme: 250.000 Euro

Unterschieden wurde dabei zwischen Risikolebensversicherungen für Raucher und Nichtraucher.

Höhe der Absicherung

Als Faustregel gilt, dass die Risikolebensversicherung mindestens das Drei- bis Fünffache des jährlichen Bruttoeinkommens leisten sollte. So gewähren Versicherte ihren Hinterbliebenen eine ausreichende finanzielle Sicherheit.

Die Testergebnisse

Der Vergleich der Stiftung Warentest zur Risikolebensversicherung zeigt nicht nur, dass die Preisunterschiede zwischen den Anbietern teils riesig sind. Zudem versichern sich Nichtraucher deutlich günstiger als Raucher. Für sie werden bei den beiden günstigsten Anbietern 635 Euro im Jahr fällig (Hannoversche mit dem Tarif „T1R“ und Europa mit „Standard E-RL“). Ohne Zigarettengenuss bei der günstigsten Risikolebens­versicherung lediglich 245 Euro.

Die Verbraucherorganisation blickte allerdings nicht nur auf den zu zahlenden Beitrag, sondern auch auf den Tarif- oder Bruttobeitrag. Auf diesen kann die Versicherungsprämie steigen, wenn der Anbieter weniger Überschüsse erwirtschaftet, mit denen er die Kosten für die Risikolebensversicherung normalerweise niedrig hält.

Für die 35-jährige Nichtraucherin bieten beispielsweise diese Versicherer dem Test zufolge die günstigen Tarife:

ZahlbeitragTarifbeitrag
Europa „E-RL“ (245 Euro)Dela „Aktiv Leben“ (302 Euro)
CosmosDirekt „Basis-Schutz“ (268 Euro)Canada Life „Komfort“ (390 Euro
Hannoversche „T1 N10“ (275 Euro)Hannoversche „T1 N10“ (275 Euro)

Basler „RKS“ (414 Euro)

Europa und Hannoversche zählten dabei auch schon beim letzten Test 2017 zu den günstigsten Anbietern.

Eine Risikolebensversicherung bei einem der teureren Versicherungsunternehmen kostet bis zu 888 Euro netto beziehungsweise 1.385 Euro brutto im Jahr – bei gleicher Auszahlungssumme. Raucher müssen sogar bis zu 3.812 Euro einplanen. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie groß das Einsparpotenzial für jeden Einzelnen durch das Vergleichen verschiedener Tarife ist.

Risikolebens­versicherung im Test der WirtschaftsWoche 2021

Zu den wenigen Testinstituten, die 2021 einen Risikolebensversicherung Vergleich durchgeführt haben, zählt WirtschaftsWoche zusammen mit dem Analysehaus Morgen & Morgen. Im August 2021 prüften die Experten verschiedene Tarife. Der Fokus lag ganz auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hierfür wurden zwei Musterkunden definiert:

  • 40-jährige Juristin in einer Partnerschaft, Raucherin
  • 45-jährigen Juristen, verheiratet mit zwei Kindern, Nichtraucher

Beide wollen eine Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbaren.

Während für die vierköpfige Familie nur sechs Risikolebensversicherungen vollends überzeugen, sind es bei der Musterkundin gleich elf. Auffällig sind die großen Beitragsunterschiede, die sich unter anderem durch das Rauchverhalten ergeben. Die günstigste Risikolebensversicherung für den 45-Jährigen kommt von Ergo Vorsorge. Sie kostet 142 Euro im Jahr. Die günstigste Absicherung für die 40-Jährige von InterRisk kostet 383 Euro im Jahr.

Die sechs Testsieger im Überblick:

  • Ergo Vorsorge – „Risikolebensversicherung“
  • CosmosDirekt – „Basis“
  • VPV – „A6 GL“
  • Hannoversche – „T1-Basis N10“ (Nichtraucher) bzw. „T1-Basis R“ (Raucher)
  • Basler – „RisikoVersicherung RKS 19“
  • Europa – „E-RL“ (nur 40-Jähriger)

Nur für die Juristin zusätzlich:

  • InterRisk – „AR1 / AR1N“
  • asuro – „Basis“
  • Dela – „aktiv Leben“
  • DBV / AXA – „ALVT2S“
  • degenia – „classic“

Tipp:

Um eine passende Risikolebensversicherung zu finden, die nicht nur für den Musterkunden sehr gut ist, empfieht sich ein unverbindlicher Tarifvergleich. Mit ihm verschaffen sich Interessierte einen schnellen Überblick über eine Vielzahl von Angeboten.

Wie entscheidend ist der Beruf bei der Risikolebensversicherung?

Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money ließ im Herbst 2021 vom Deutschen Finanz-Service Institut 33 Risikolebensversicherungen für fünf Berufsgruppen untersuchen:

  • Angestellte
  • Selbstständige
  • Beamte
  • Heilberufe
  • Berufsanfänger

Dabei flossen die Versicherungsbedingungen zu 50 Prozent, die Beiträge zu 30 Prozent und die Finanzstärke des jeweiligen Versicherers zu 20 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Im Test zeigt sich, dass vor allem der Versicherer Ergo Vorsorge mit seiner Risikolebensversicherung meisten Top-Ergebnisse einsammelt. Darüber hinaus erzielen unter anderem Allianz („LCO“), Dialog („RISK-vario Premium“) sowie Die Dortmunder („Rückhalt Tarif DRV“) ein sehr gutes Ergebnis für die Mehrheit der untersuchten Berufsgruppen.

Achtung:

Die Testsieger wurden je Berufsgruppe nur anhand von zwei Musterkunden ermittelt. Für die Kategorie Angestellte prüften die Tester beispielsweise Angebote für einen Versicherungskaufmann und einen Steuerfachangestellten. Die Musterkunden hatten dabei unterschiedliche Wünsche bei der Höhe der Versicherungssumme und der Laufzeit. Entsprechend der Vorgaben überzeugt mal der eine, mal der andere Versicherer mehr.

Risikolebens­versicherung: Weitere Testsieger

Obwohl die Risikolebensversicherung vor allem für Familien eine sehr wichtige Absicherung darstellt, werden die verschiedenen Tarife der Anbieter nicht besonders oft untersucht. Das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung hat zuletzt im März 2019 knapp 70 Risikolebensversicherungen in einem Vergleich gegenübergestellt.

Die Tester prüften 68 Tarife von 35 Anbietern sowohl im Basis- als auch im Premiumbereich für zwei Berufsgruppen (Angestellte und Handwerker). Premium-Angebote verfügen unter anderem über eine Verlängerungsoption ohne erneute Gesundheitsprüfung und vorgezogene Leistungen, sollte der Versicherte schwer erkranken. Zudem wurden die Risikolebensversicherungen für Raucher und Nichtraucher miteinander verglichen. Als Musterkunde stand ein 25-Jähriger bereit, der sich eine Risikolebensversicherung mit 150.000 Euro und eine Laufzeit von 25 Jahren wünscht.

Der Test baut wesentlich auf den Ergebnissen der Preis-Leistungs-Bewertung auf. 50 Prozent der Gesamtnote entfallen darauf. Zu je 20 Prozent fließen die Kriterien Unternehmen und Flexibilität ein. Zuletzt bewerteten die Experten Service und Transparenz.

Im Gesamtergebnis wird deutlich, dass sich drei Versicherer mit ihrer Risikolebensversicherung wiederholt an die Spitze der jeweiligen Rankings setzen:

VersicherungTestsieger in der Kategorie
Allianz, Tarif „Risiko­Lebens­versicherung PlusPremium: Angestellte (Nichtraucher) und Handwerker (Raucher/Nichtraucher)
Bayern-Versicherung „RisikoLeben“Premium: Angestellte (Raucher/Nichtraucher)
DVLAG „Risiko­Lebens­versicherung“Basis: Angestellte/Handwerker (Raucher/Nichtraucher)

Wie viel die Angebote konkret kosten, schlüsselt der Risikolebensversicherung Test nicht auf. Da der Beitrag vom Alter abhängt, ist es für Interessierte daher sinnvoll, einen individuellen Tarifvergleich durchzuführen.

Passenden Schutz jetzt finden

Eine Risikolebensversicherung empfiehlt sich besonders für

✓ Familien mit einem Hauptverdiener,
✓ unverheiratete Paare,
✓ Alleinerziehende und
✓ für Immobilienkäufer.

Jeder von ihnen hat jedoch andere Wünsche an die Versicherung. Zudem bestimmen viele individuelle Faktoren wie Alter, Hobbys, Beruf und Gesundheitszustand, wie viel der Schutz der Hinterbliebenen kostet. Doch gerade bei der Bewertung dieser Kriterien, vor allem bei der gesundheitlichen Verfassung, gibt es große Unterschiede zwischen den Anbietern. Eine passenden Tarif finden Interessierte daher mit einem unverbindlichen, persönlichen Angebot eines Experten.