Risikolebensversicherung im Test

Die aktuellen Testsieger auf einen Blick.

  • Tests zeigen große Preisunterschiede zwischen Versicherern
  • Schutz der Familie schon ab wenigen Euro im Monat möglich
  • Individuell beste Risikolebensversicherung jetzt finden

Bis zu

75.000 Euro

absichern

Bis zu

150.000 Euro

absichern

Bis zu

250.000 Euro

absichern

Über

250.000 Euro

absichern

Zuletzt aktualisiert: Januar 2020

Risikolebens­versicherung im Test: Welche aktuellen Testsieger gibt es?

Eine Risikolebensversicherung ist spätestens dann sinnvoll, wenn Kinder oder ein Eigenheim geplant sind. Denn kommt ein geliebter Mensch ums Leben, stehen Hinterbliebene vor einem finanziellen Chaos. Eine gute Risikolebensversicherung bietet Angehörigen existenziellen Schutz, der ihnen die schwere Zeit erleichtert. Welche Anbieter empfehlenswert sind, zeigt unter anderem der Test von Stiftung Warentest.

Risikolebens­versicherung im Test 2020 bei Stiftung Warentest

Egal ob Ehemann oder Lebenspartnerin, Vater oder Mutter – Verstirbt der Hauptverdiener, muss die Familie von heute auf morgen nicht nur den emotionalen Verlust verarbeiten. Auch eine neue finanzielle Situation gilt es zu verkraften. Auf einmal fällt das regelmäßige Einkommen des Verstorbenen weg, mit dem die Ausbildung der Kinder, ein neues Haus oder der jüngste Kredit für ein Auto finanziert wurde.

Im Januar 2020 hat die Stiftung Warentest überprüft, welche Risikolebensversicherung den günstigsten Schutz für Hinterbliebene bietet. Der Vergleich zeigt: Wer clever ist und mehrere Anbieter gegenüberstellt, zahlt mit einem preiswertesten Versicherer fast drei Mal weniger als mit einer teuren Risikolebensversicherung.

Für den Test hat die Verbraucherorganisation 37 Versicherungsgesellschaften folgenden Musterfall untersucht:

  • Alter: 35-jährige Interessierte
  • Beruf: kaufmännische Angestellte
  • Versicherungssumme: 250.000 Euro

Unterschieden wurde dabei zwischen Risikolebensversicherungen für Raucher und Nichtraucher.

Höhe der Absicherung

Als Faustregel gilt, dass die Risikolebensversicherung mindestens das Drei- bis Fünffache des jährlichen Bruttoeinkommens leisten sollte. So gewähren Versicherte ihren Hinterbliebenen eine ausreichende finanzielle Sicherheit.

Die Testergebnisse

Der Vergleich der Stiftung Warentest zur Risikolebensversicherung zeigt nicht nur, dass die Preisunterschiede zwischen den Anbietern teils riesig sind. Zudem versichern sich Nichtraucher deutlich günstiger als Raucher. Für sie werden bei den beiden günstigsten Anbietern 635 Euro im Jahr fällig (Hannoversche mit dem Tarif „T1R“ und Europa mit „Standard E-RL“). Ohne Zigarettengenuss bei der günstigsten Risikolebens­versicherung lediglich 245 Euro.

Die Verbraucherorganisation blickte allerdings nicht nur auf den zu zahlenden Beitrag, sondern auch auf den Tarif- oder Bruttobeitrag. Auf diesen kann die Versicherungsprämie steigen, wenn der Anbieter weniger Überschüsse erwirtschaftet, mit denen er die Kosten für die Risikolebensversicherung normalerweise niedrig hält.

Für die 35-jährige Nichtraucherin bieten beispielsweise diese Versicherer Test zufolge die günstigen Tarife:

Zahlbeitrag Tarifbeitrag
Europa „E-RL“ (245 Euro) Dela „Aktiv Leben“ (302 Euro)
CosmosDirekt „Basis-Schutz“ (268 Euro) Canada Life „Komfort“ (390 Euro
Hannoversche „T1 N10“ (275 Euro) Hannoversche „T1 N10“ (275 Euro) Basler „RKS“ (414 Euro)

Europa und Hannoversche zählten dabei auch schon beim letzten Test 2017 zu den günstigsten Anbietern.

Zum Vergleich:

Eine Risikolebensversicherung bei einem der teureren Versicherungsunternehmen kostet bis zu 888 Euro netto beziehungsweise 1.385 Euro brutto im Jahr – bei gleicher Auszahlungssumme. Raucher müssen sogar bis zu 3.812 Euro einplanen. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie groß das Einsparpotenzial für jeden Einzelnen durch das Vergleichen verschiedener Tarife ist.

Risikolebens­versicherung im Vergleich: Weitere Testsieger

Obwohl die Risikolebensversicherung vor allem für Familien eine sehr wichtige Absicherung darstellt, werden die verschiedenen Tarife der Anbieter nicht besonders oft untersucht. So gab es 2019 nur wenige Untersuchungen, die Interessierten einen Hinweis auf empfehlenswerte Testsieger lieferten. So hat beispielsweise das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung im März 2019 knapp 70 Risikolebensversicherungen in einem Vergleich gegenübergestellt.

Die Tester prüften 68 Tarife von 35 Anbietern sowohl im Basis- als auch im Premiumbereich für zwei Berufsgruppen (Angestellte und Handwerker). Premium-Angebote verfügen unter anderem über eine Verlängerungsoption ohne erneute Gesundheitsprüfung und vorgezogene Leistungen, sollte der Versicherte schwer erkranken. Zudem wurden die Risikolebensversicherungen für Raucher und Nichtraucher miteinander verglichen. Als Musterkunde stand ein 25-Jähriger bereit, der sich eine Risikolebensversicherung mit 150.000 Euro und eine Laufzeit von 25 Jahren wünscht.

Der Test baut wesentlich auf den Ergebnissen der Preis-Leistungs-Bewertung auf. 50 Prozent der Gesamtnote entfallen darauf. Zu je 20 Prozent fließen die Kriterien Unternehmen und Flexibilität ein. Zuletzt bewerteten die Experten Service und Transparenz.

Im Gesamtergebnis wird deutlich, dass sich drei Versicherer mit ihrer Risikolebensversicherung wiederholt an die Spitze der jeweiligen Rankings setzen:

Versicherung Testsieger in der Kategorie
Allianz, Tarif „Risiko­Lebens­versicherung Plus Premium: Angestellte (Nichtraucher) und Handwerker (Raucher/Nichtraucher)
Bayern-Versicherung „RisikoLeben“ Premium: Angestellte (Raucher/Nichtraucher)
DVLAG „Risiko­Lebens­versicherung“ Basis: Angestellte/Handwerker (Raucher/Nichtraucher)

Wie viel die Angebote konkret kosten, schlüsselt der Risikolebensversicherung Test nicht auf. Da der Beitrag vom Alter abhängt, ist es für Interessierte daher sinnvoll, einen individuellen Tarifvergleich durchzuführen, um die für sie beste und günstigste Versicherung zu finden.

Risikolebens­versicherung im Test bei Focus-Money

Zu den Testinstituten, die 2018 einen Risikolebensversicherung Vergleich durchgeführt haben, zählt das Wirtschaftsmagazin Focus-Money. Zusammen mit dem Deutschen Finanz-Service Institut prüften die Experten im Oktober 2018 verschiedene Premium-Tarife. Diese verzichten beispielsweise auf eine erneute Gesundheitsprüfung, wenn Kunden die Versicherungssumme oder -dauer anpassen wollen.

Neben Leistungsmerkmalen wurden die Risikolebensversicherungen im Test hinsichtlich ihrer

  • Vertragsoptionen,
  • Antrags- sowie Gesundheitsprüfung und
  • Kosten geprüft.

Für letzte zog der Vergleich drei Musterkunden heran.

Als beste Risikolebensversicherung schneidet der Tarif „T1-Plus“ von Hannoversche ab. Er erreicht ein sehr gutes Gesamtergebnis. Die restlichen Angebote werden mit sehr gut bewertet, beispielsweise „R5/R6“ von WGV und „Comfort-Schutz – Tarif CRC“ von CosmosDirekt.

Preislich unterscheiden sich die Angebote teils spürbar. Ein 36-jähriger, rauchender Informatiker zahlt je nach Anbieter zwischen 73 Euro und 91 Euro im Monat. Er wünscht sich allerdings eine hohe Absicherung in Höhe von 200.000 Euro. Bei geringerer Summe (50.000 Euro) und als Nichtraucher muss ein 31-jähriger Frisör lediglich zwischen fünf und sieben Euro im Monat einplanen.

Achtung:

Im Test wurden nur fünf Risikolebensversicherungen berücksichtigt. Entsprechend gering ist die Aussagekraft. Um eine passende Risikolebensversicherung zu finden, ist es daher ratsam, sich auch an den Untersuchungen aus dem Vorjahr zu orientieren. Mit einem unverbindlichen Tarifvergleich zur Risikolebensversicherung verschaffen sich Interessierte zudem einen schnellen Überblick über eine Vielzahl von Angeboten.

Risikolebens­versicherung im Vergleich: Wie entscheidend ist der Beruf?

Focus-Money ließ in einem weiteren Test im Sommer 2018 vom Deutschen Finanz-Service Institut die besten Risikolebensversicherungen für fünf Berufsgruppen ermitteln:

  • Angestellte
  • Selbstständige
  • Beamte
  • Heilberufe
  • Berufsanfänger

Dabei flossen die Versicherungsbedingungen zu 40 Prozent, die Beiträge zu 35 Prozent und die Finanzstärke des jeweiligen Versicherers zu 25 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Im Test zeigt sich, dass vor allem die Direktversicherer Europa mit der Risikolebensversicherung „E-RLP“, Hannoversche mit „T1-Plus“ und CosmosDirekt mit „Comfort-Schutz CRC“ die meisten Top-Ergebnisse einsammeln.Für alle anderen Gruppen stellen sie eine hervorragende Wahl dar. Darüber hinaus erzielen unter anderem Allianz („LCO“), InterRisk („SR1XXL“) sowie Württembergische („Risikolebensversicherung Premium SP“) ein sehr gutes Ergebnis für die Mehrheit der untersuchten Berufsgruppen.

Achtung:

Die Testsieger wurden je Berufsgruppe nur anhand von zwei Musterkunden ermittelt. Für die Kategorie Angestellte prüften die Tester beispielsweise Angebote für einen Versicherungskaufmann und einen Steuerfachangestellten. Die Musterkunden hatten dabei unterschiedliche Wünsche bei der Höhe der Versicherungssumme und der Laufzeit. Entsprechend der Vorgaben überzeugt mal der eine, mal der andere Versicherer mehr.

Persönlich besten Schutz jetzt finden

Eine Risikolebensversicherung empfiehlt sich besonders für

✓ Familien mit einem Hauptverdiener,
✓ unverheiratete Paare,
✓ Alleinerziehende und
✓ für Immobilienkäufer.

Jeder von ihnen hat jedoch andere Wünsche an die Versicherung. Zudem bestimmen viele individuelle Faktoren wie Alter, Hobbys, Beruf und Gesundheitszustand, wie viel der Schutz der Hinterbliebenen kostet. Doch gerade bei der Bewertung dieser Kriterien, vor allem bei der gesundheitlichen Verfassung, gibt es große Unterschiede zwischen den Anbietern. Den individuell besten Tarif finden Interessierte daher mit einem unverbindlichen, persönlichen Angebot eines Experten.