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Fahrradversicherung

Ist eine eigene Versicherung für das Fahrrad sinnvoll?
Fahrradversicherung
  • Fahrradversicherung lohnt sich bei teuren Rädern
  • Guten Diebstahlschutz bieten auch viele Hausratversicherer
  • Optimalen Schutz fürs Fahrrad jetzt finden

Fahrrad mit Hausrat- oder Fahrradversicherung absichern?

Hunderttausende Fahrräder werden jedes Jahr von ihren Besitzern als gestohlen gemeldet. Dabei wird nur jeder zehnte Fall aufgeklärt. Viele Radfahrer fassen daher eine Fahrradversicherung ins Auge, die bei Diebstahl zahlt und so den Verlust des Rads lindert. Die Absicherung ist jedoch häufig teuer. Günstiger ist eine gute Hausratversicherung, die bei Fahrraddiebstahl leistet.

Zuletzt aktualisiert: September 2018

Welche Leistungen bietet eine Fahrradversicherung?

Mit einer Fahrradversicherung sichern Radler ihren Drahtesel umfassend ab. Die Versicherung sieht je nach Anbieter

einen Diebstahlschutz,
Leistungen bei Vandalismus,
bei Unfall- und Sturzschäden und
beim Diebstahl von Fahrradteilen vor.

Für E-Bikes wichtig: Der Versicherungsschutz greift auch bei Feuchtigkeits- und Elektronikschäden. Allerdings kann der Versicherer den Händler vorschreiben, der sich um den Schaden kümmern soll.

Die jeweilige Erstattungshöhe der Versicherung richtet sich nach dem Wert des Fahrrads. Je mehr der Drahtesel gekostet hat, desto höher ist auch der Preis für die Absicherung. Für den Schutz eines Rennrads im Wert von 1.500 Euro zahlen Besitzer beispielsweise bis zu 528 Euro pro Jahr, zeigt ein Vergleich der Stiftung Warentest aus dem Sommer 2017.

Achtung: Die Fahrradversicherung gilt nur für das versicherte Rad. Sollen mehrere Fahrräder vor Diebstahl und Co. versichert werden, ist jeweils ein eigener Vertrag notwendig.

Über 300.000 Fahrräder wurden 2017 gestohlen gemeldet.

Was leistet eine gute Hausratversicherung im Vergleich?

Viele Hausratversicherungen haben in den letzten Jahren in Leistungen verbessert und zahlen nun auch für Fahrraddiebstahl. Teilweise greift der Versicherungsschutz jedoch nur zu bestimmten Tageszeiten. Sieht der Vertrag eine sogenannte Nachtklausel vor, sind Diebstähle in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr beispielsweise nicht versichert. Diese Klausel wird allerdings nur noch selten verwendet. Dennoch ist es ratsam, einen Blick auf die genauen Versicherungsbedingungen zu werfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Die Höhe der Erstattung orientiert sich an der Versicherungssumme, die für den gesamten Hausrat vereinbart wurde. Je nach Versicherer erhalten Kunden zwischen einem und fünf Prozent dieser Summe. Haben Versicherte ihre Einrichtung beispielsweise für 50.000 Euro versichert, erstattet eine gute Versicherung mindestens 500 Euro für das geklaute Fahrrad. Dabei gilt der Schutz in der Regel für alle Räder des Versicherungsnehmers.

Übrigens: Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik ist Berlin die Stadt mit den meisten gemeldeten Fahrraddiebstählen. Dort wurden 2017 über 30.000 Delikte gemeldet. Dahinter folgen Hamburg (14.500 Diebstähle), Leipzig (10.000 Fälle) und Köln (8.200 gestohlene Räder).

Was kostet eine Fahrradversicherung im Vergleich zur Hausratversicherung?

Die Untersuchung der Stiftung Warentest zur Fahrradversicherung zeigt, dass die Kosten für den Diebstahlschutz stark schwanken. Ein Rad im Wert von 500 Euro können Fahrradbesitzer bereits ab 46 Euro im Jahr vor Langfingern schützen. Der teuerste Tarif kostet dagegen 132 Euro.

Wichtig: Einige Anbieter versichern ältere Räder nicht. Das maximale Fahrradalter schwankt bei den von der Stiftung Warentest untersuchten Versicherungen zwischen einem Monat und unbegrenzt.

Die Kosten der Hausratversicherung hängen von den vereinbarten Leistungen und dem Wohnort ab. In Regionen, in denen besonders häufig Fahrräder gestohlen werden, ist der Versicherungsschutz teurer als in Gegenden mit geringer Diebstahlquote.

Tipp: Oftmals ist die Absicherung über die Hausratversicherung preiswerter als über eine separate Fahrradversicherung. Laut Stiftung Warentest kostet der Extraschutz für ein 1.000-Euro-Rad oft nur rund drei Euro Aufpreis pro Monat.

Unterschiede von Hausrat- und Fahrradversicherung im Überblick

  Fahrrad­versicherung Hausrat­versicherung
Höhe der Erstattung Wert des Fahrrads 1 bis 5 Prozent der Versicherungs­summe
Leistungen bei Diebstahl, Vandalismus, Schäden durch Unfall und Sturz, Teilediebstahl Diebstahl, Schäden durch Leitungs­wasser, Feuer und Sturm
Was ist versichert? Nur das Fahrrad Alle Räder des Versicherten sowie sein gesamter Hausrat
Mehrere Räder versichert? Nein Ja
Kosten abhängig vom Wert des Rads Wohnort und Versicherungs­summe

Für wen ist eine Fahrradversicherung sinnvoll?

Wollen Radfahrer ihren Drahtesel nicht nur bei Diebstahl, sondern auch bei Unfällen gut abgesichert wissen, ist eine separate Fahrradversicherung sinnvoll. Gleiches gilt, wenn das neue Fahrrad besonders teuer ist. Hier können die Leistungen der Hausratversicherung an ihre Grenzen stoßen.

Radler, denen vor allem der Schutz bei Fahrraddiebstahl wichtig ist, brauchen hingegen keine eigene Versicherung. Eine leistungsstarke Hausratversicherung reicht aus, damit sie im Ernstfall die Kosten für das gestohlene Fahrrad erstattet bekommen. Gleichzeitig sind nicht nur der Drahtesel, sondern auch alle Einrichtungsgegenstände des Haushalts abgesichert wie Elektronikgeräte und Wertsachen. Werden diese zum Beispiel aus der Wohnung oder dem Haus gestohlen oder durch ein Feuer zerstört, leistet die Versicherung wichtige finanzielle Unterstützung.

Welcher Versicherer Interessierte bei Fahrraddiebstahl optimal zum kleinen Preis schützt, finden sie mit dem kostenlosen Vergleichsrechner schnell heraus.