Fahrradversicherung

Braucht das Rad eine eigene Versicherung?

  • Fahrradversicherung lohnt sich bei teuren Rädern
  • Auch viele Hausrat­versicherungen bieten guten Diebstahlschutz
  • Optimalen Schutz fürs Fahrrad jetzt finden

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2020

Fahrrad mit Hausrat- oder Fahrradversicherung absichern?

Hunderttausende Fahrräder werden jedes Jahr von ihren Besitzern als gestohlen gemeldet. Doch nur jeder zehnte Fall wird aufgeklärt. Viele Radfahrer fassen daher eine Fahrradversicherung ins Auge, die bei Diebstahl zahlt und so den Verlust des Rads lindert. Die Absicherung ist jedoch häufig teuer. Als Alternative gilt eine gute Hausratversicherung, die bei Diebstahl leistet.

 

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Immer gut zu wissen

Welche Leistungen bietet eine Fahrrad­versicherung?

Mit einer Fahrradversicherung sichern Radler ihren Drahtesel umfassend ab. Die Versicherung sieht je nach Anbieter folgende Leistungen vor:

Beim E-Bike wichtig: Der Versicherungsschutz greift auch bei Feuchtigkeits- und Elektronik­schäden. Allerdings kann der Versicherer vorschreiben, welcher Händler sich um den Schaden kümmert.

Die jeweilige Erstattungshöhe der Versicherung richtet sich nach dem Wert des Fahrrads. Je mehr der Drahtesel gekostet hat, desto höher ist auch der Preis für die Absicherung. Für den Schutz eines Rennrads im Wert von 1.500 Euro zahlen Besitzer beispielsweise bis zu 528 Euro pro Jahr, zeigt ein Vergleich der Stiftung Warentest aus dem Sommer 2017.

Es geht allerdings auch deutlich günstiger. Wer sein Rad versichern möchte, findet bereits Tarife ab rund 90 Euro im Jahr, wie der kostenlose Tarifvergleich zeigt.

Achtung:

Die Versicherung gilt nur für das versicherte Rad. Sollen mehrere Fahrräder gegen Diebstahl und Co. geschützt werden, ist ein eigener Vertrag notwendig.

Was leistet eine gute Hausratversicherung im Vergleich zum Extraschutz?

Viele Hausratversicherungen haben in den letzten Jahren ihre Leistungen verbessert und zahlen nun auch für Fahrraddiebstahl. Zwei wichtige Dinge sind dabei zu beachten:

Übrigens:

2019 wurden rund 278.000 Räder als gestohlen gemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 292.000 Fälle. Die Dunkelziffen dürfte jedoch deutlich höher sein, da viele Besitzer den Diebstahl nicht anzeigen. Eine der Diebstahl-Hochburgen ist Berlin. Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik wurde dort zuletzt knapp 29.000 Fahrraddiebstähle gemeldet.

Unterschiede von Hausrat- und Fahrradversicherung im Überblick

Fahrrad­versicherung Hausrat­versicherung
Höhe der Erstattung Wert des Fahrrads 1 bis 5 Prozent der Versicherungs­summe
Leistungen bei Diebstahl, Vandalismus, Schäden durch Unfall und Sturz, Teile­diebstahl Diebstahl, Schäden durch Leitungs­wasser, Feuer und Sturm
Was ist versichert? Nur das Fahrrad Alle Räder des Versicherten sowie sein gesamter Haushalt
Meherere Räder versichert? Nein Ja
Kosten abhängig vom Wert des Rads Wohnort und Versicherungssumme

Aktuelles zur Hausratversicherung

Was kostet eine Fahrradversicherung im Vergleich zur Hausratversicherung?

Die Untersuchung der Stiftung Warentest zur Fahrradversicherung zeigt, dass die Kosten für den Diebstahlschutz stark schwanken. Ein Rad im Wert von 500 Euro können Fahrradbesitzer bereits ab 46 Euro im Jahr vor Langfingern schützen. Der teuerste Tarif kostet dagegen 132 Euro. Für Interessierte lohnt es sich daher, sich nicht die erstbeste Fahrradversicherung zu entscheiden, sondern mehrere Angebote gegenüberzustellen.

Wichtig:

Einige Anbieter versichern ältere Räder nicht. Das maximale Fahrradalter schwankt bei den von der Stiftung Warentest untersuchten Versicherungen zwischen einem Monat und unbegrenzt.

Die Kosten der Hausratversicherung hängen von den vereinbarten Leistungen und dem Wohnort ab. In Regionen, in denen besonders häufig Fahrräder gestohlen werden, ist der Versicherungsschutz teurer als in Gegenden mit geringer Diebstahlquote.

Tipp:

Oftmals ist die Absicherung über die Hausratversicherung preiswerter als über eine separate Fahrradversicherung. Laut Stiftung Warentest kostet der Extraschutz für ein 1.000-Euro-Rad oft nur rund drei Euro Aufpreis pro Monat. Wer ohnehin eine Hausratversicherung abschließen will, sollte daher die Tarife mit Schutz bei Fahrraddiebstahl miteinander vergleichen.

Für wen ist eine Fahrradversicherung sinnvoll?

Wollen Radfahrer ihren Drahtesel nicht nur bei Diebstahl, sondern auch bei Unfällen gut abgesichert wissen, ist eine separate Fahrradversicherung sinnvoll. Gleiches gilt, wenn das neue Fahrrad besonders teuer ist. Hier können die Leistungen der Hausratversicherung an ihre Grenzen stoßen.

Radler, denen vor allem der Schutz bei Fahrraddiebstahl wichtig ist, brauchen hingegen keine eigene Versicherung. Eine leistungsstarke Hausratversicherung reicht aus, damit sie im Ernstfall die Kosten für das gestohlene Fahrrad erstattet bekommen. Gleichzeitig sind nicht nur der Drahtesel, sondern auch alle Einrichtungsgegenstände des Haushalts abgesichert wie Elektronikgeräte und Wertsachen. Werden diese zum Beispiel aus der Wohnung oder dem Haus gestohlen oder durch ein Feuer zerstört, leistet die Versicherung wichtige finanzielle Unterstützung.

Welcher Versicherer Interessierte bei Fahrraddiebstahl optimal zum kleinen Preis schützt, finden sie mit dem kostenlosen Vergleichsrechner schnell heraus.

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