Berufsunfähigkeitsversicherung

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  • Existenziellen Schutz bei Berufsunfähigkeit sichern
  • Bedingungen und Kosten genau vergleichen
  • Große Unterschiede beim Preis-Leistungs-Verhältnis

 

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Zuletzt aktualisiert: November 2019

Berufsunfähigkeits­versicherung: Die wichtigsten Infos und Tipps im Überblick

Ob Bürojob oder ein Beruf im Handwerk – wer hart arbeitet, hat sich den Ruhestand verdient. Doch nicht jeder verkraftet die gesundheitliche Belastung auf Dauer. Oftmals folgt dann der frühzeitige Ausstieg aus dem Job und das regelmäßige Einkommen fällt von heute auf morgen weg. Um diesen Verlust aufzufangen, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) unerlässlich.

 

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Immer gut zu wissen

Warum ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll?

Nicht jeder Mensch arbeitet bis zum regulären Renteneintritt. Insbesondere in körperlich fordernden Berufen ist oftmals irgendwann der Punkt erreicht, an dem es einfach nicht mehr weitergeht. Doch auch beim klassischen Schreibtischjob besteht die Gefahr, eines Tages gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten zu können. Hier sind es häufig psychische Probleme, die Beschäftigte die Reißleine ziehen lassen.

Steigen Betroffene erst kurz vor Renteneintritt aus ihrem Job aus, lässt sich der Einkommensverlust gegebenenfalls mit Rücklagen ausgleichen. Bleiben jedoch noch etliche Jahre, bis die gesetzliche Rente ausgezahlt wird, gilt es diese Zeit finanziell zu überbrücken. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist daher immer dann sinnvoll, wenn es nicht genug privates Vermögen gibt, um davon auf unbestimmte Zeit leben zu können.

Selbst wenn Anspruch auf die gesetzliche Erwerbs­minderungs­rente besteht, müssen Berufsunfähige durch den Wegfall ihres monatlichen Einkommens mit erheblichen Einbußen rechnen. Denn die Rente entspricht nur einem Bruchteil des letzten Bruttolohns.

Prozent
des Bruttolohns gibt es bei voller Erwerbsminderung
Prozent
des Bruttolohns gibt es bei halber Erwerbsminderung

Höhe der durchschnittlichen monatlichen Erwerbsminderungsrente

  • 2014 - 628 Euro
  • 2015 - 672 Euro
  • 2016 - 697 Euro
  • 2017 - 716 Euro
  • 2018 - 735 Euro

Aufgrund der sehr niedrigen gesetzlichen Leistungen sind Abstriche beim gewohnten Lebensstandard und bei der Lebensqualität die Folge von Berufsunfähigkeit. Um diese persönlich oft schwerwiegenden Konsequenzen zu verhindern, ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung sinnvoll.

Dabei haben Interessierte die Wahl zwischen vielen verschiedenen Tarifen, die sich in Preis und Leistung unterscheiden. Um ein Angebot zu finden, mit dem sie langfristig zufrieden sind, sollte der Versicherungsschutz auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sein.

Berufsunfähigkeits­versicherung: Unter welchen Voraussetzungen zahlt die Versicherung?

Eine gute Berufsunfähigkeits­versicherung (auch BU-Versicherung oder Arbeitsunfähigkeitsversicherung genannt) zahlt die monatliche Rente aus, wenn Kunden ihren zuletzt ausgeübten Beruf

  • zu 50 Prozent und
  • für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten

nicht mehr ausüben können. Die Berufsunfähigkeit muss von einem Arzt festgestellt werden.
Beim Beantragen der Berufsunfähigkeits­versicherung müssen zudem die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Stellt sich heraus, dass bei Vertragsabschluss bestehende oder vorherige Krankheiten verschwiegen wurden, kann die Auszahlung der Rente bei Berufsunfähigkeit vom Versicherer verweigert werden.

Maßgeschneiderter Schutz der BU

Bei psychischen Krankheiten

Bei Krebs

Bei Unfällen

Bei physischen Krankheiten

Wann lohnt sich eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

Statistisch gesehen gibt jeder vierte Arbeitnehmer gesundheitsbedingt seinen Beruf auf. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen.

Gesetzliche Leistungen: Ab wann und wie lange wird Krankengeld gezahlt?

Viele unterliegen dem Irrglauben, dass sie in ein Sicherheitsnetz aus gesetzlichen Leistungen fallen, wenn sie berufsunfähig werden. Richtig ist: Wer gesundheitsbedingt im Job für längere Zeit aussetzen muss, bezieht zwar Krankengeld. Dieses wird jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum gezahlt. Zudem steht es nur Personen zu, die mit ihrer Krankenversicherung ein Krankengeld vereinbart haben. Während dies bei Angestellten immer der Fall ist, müssen Selbstständige genau darauf achten.

Wer überhaupt nicht mehr arbeiten kann, hat Anspruch auf die gesetzliche Erwerbs­minderungs­rente. Sie zahlt jedoch nur einen Bruchteil des bisherigen Einkommens aus. Ohne zusätzliche finanzielle Sicherheiten wie eine private Berufsunfähigkeits­versicherung ist es unmöglich, den Alltag wie gewohnt weiterzuführen.

Übersicht der gesetzlichen Leistungen bei Arbeits- und Berufsunfähigkeit

Aktuelle Nachrichten zur Berufsunfähigkeits­versicherung

Welche Leistungen bietet eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bei Berufsunfähigkeit eine vom Versicherten festgelegte monatliche Rente aus. Dabei ist es unerheblich, ob dieser seinem zuletzt ausgeübten Beruf wegen einer Erkrankung oder eines Unfalles nicht mehr nachgehen kann. Hier unterscheidet sich der Versicherungsschutz von einer privaten Unfallversicherung. Bei ihr sind Krankheiten in der Regel ausgeschlossen.

Die Höhe der monatlichen Rente sollte ausreichen, um laufende Kosten wie Miete, Kreditzahlungen, Einkäufe und Versicherungen etwa zur privaten Altersvorsorge zu decken. Als grobe Orientierung für die Höhe der Berufsunfähigkeits­rente gelten 80 Prozent des Nettohaushalts­einkommens als angemessen.

Neben der Kernleistung, der monatlichen Rente bei Berufsunfähigkeit, sollten Interessierte auf weitere wichtige Leistungen achten.

Gibt es eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente?

Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente wurde 2001 abgeschafft und durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Nur Personen, die vor 1962 geboren wurden und berufsunfähig werden, haben noch Anspruch darauf.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

Grundsätzlich sollten folgende Personen eine private Berufsunfähigkeitsversicherung anstreben:

Je nach Berufsgruppe gibt es besondere Anforderungen an die private Berufsunfähigkeits­versicherung.

Finanzieller Schutz durch Berufsunfähigkeits­versicherung: Wie hoch ist der Beitrag?

Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von vielen Faktoren ab, beispielsweise:

  • Alter
  • Beruf
  • Höhe der monatlichen Rente
  • Gesundheitszustand
  • Versicherungsdauer
  • Hobbys

Je jünger und gesünder eine Person beim Versicherungsabschluss ist, desto geringer ist der monatliche Beitrag. Einen großen Einfluss auf die Prämien hat die Risikogruppe des Berufs. Daher haben es besonders Handwerker schwer, eine bezahlbare Versicherung zu finden. Einer Auswertung der Ratingagentur Franke und Bornberg zufolge zahlen zum Beispiel Maurer über fünf Mal mehr im Monat als Mathematiker oder Diplom-Ingenieure.

Achtung:

Die Berufsunfähigkeitsversicherer gruppieren den Beruf sehr individuell. Während manche die berufliche Tätigkeit als weniger risikoreich einschätzen, sehen andere darin eine höhere Gefahr. Aufgrund der unterschiedlichen Einstufung variiert der Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung zwischen den Anbietern stark.

  • Beispiel für die Gruppierung

 

Um ihre Kosten zu senken, können Interessierte die Höhe der BU-Rente gering halten oder die Leistungsdauer verkürzen. Allerdings sollten sie sich diesen Schritt gut überlegen, da dadurch eine Einkommenslücke entsteht. Um keine falschen Entscheidungen zu fällen, ist es sinnvoll, sich bei Fragen zur Beitragssenkung durch einen Versicherungsexperten unterstützen zu lassen.

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Tipp:

Beim Vergleich verschiedener Angebote ist es wichtig, auf den Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag zu achten. Der Bruttobeitrag gibt an, wie hoch der Netto- beziehungsweise Zahlbetrag steigen kann, wenn der Versicherer geringere Überschüsse als erwartet erwirtschaftet oder mehr Kunden Leistungen beziehen.

Nur bei sehr wenigen Anbietern gibt es keinen Unterschied zwischen den Beträgen. Wer das Risiko deutlicher Beitragserhöhungen nicht eingehen will, sollte im Zweifel ein Versicherungsunternehmen mit höherem Netto- und geringerem Bruttobeitrag wählen.

Gesundheitsprüfung bei der BU-Versicherung ist unerlässlich

Beim Abschluss einer BU müssen Antragsteller Auskunft zu ihrer gesundheitlichen Verfassung geben. Abhängig davon wird das Risiko kalkuliert, wie wahrscheinlich es ist, dass sie berufsunfähig werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen beziehungsweise ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Fragen zu den Krankheiten und Behandlungen sowie zum abgefragten Zeitraum.

Anonyme Anfrage nutzen

Liegen Vorerkrankungen vor, ist es sinnvoll, zunächst eine anonyme Risikovoranfrage über einen Versicherungsexperten durchzuführen. Dabei werden keine persönlichen Daten weitergegeben. Eine eventuelle Ablehnung kann daher nicht im Hinweis- und Informationssystem der Versicherer gespeichert werden und wirkt sich nicht negativ auf weitere Anfragen aus.

Interessierte sollten darauf achten, einen Anbieter zu wählen, der höchstens für die letzten zehn Jahre Aufenthalte im Krankenhaus und für die vergangenen fünf Jahre ambulante Behandlungen abfragt.

Die Gesundheitsfragen sollten zudem in Ruhe und im Gespräch mit dem Hausarzt beantwortet werden. Er weiß am besten über die Diagnosen Bescheid. So gefährden Antragsteller später nicht die Auszahlung der BU-Rente, weil sie Angaben vergessen odear Behandlungen falsch bezeichnet haben.

Bei bestimmten Risiken oder Vorerkrankungen kann die Berufsunfähigkeitsversicherung einen Leistungsausschluss vereinbaren. Leidet der Versicherte beispielsweise unter einem Tinnitus und wird er später deswegen berufsunfähig, muss die Versicherung keine BU-Rente zahlen. Alternativ kann er Risikozuschläge erheben oder den Antragsteller komplett ablehnen.

So handeln die Versicherer nach der Gesundheits­prüfung

  • Angenommen - 75 Prozent
  • Angenommen mit Ausschlüssen - 11 Prozent
  • Keine Rückmeldung vom Kunden - 5 Prozent
  • Angenomen mit Zuschlägen - 2 Prozent
  • Angenomen mit Zuschlägen & Ausschlüssen - 1 Prozent

Welche Alternativen gibt es zur Berufsunfähigkeits­versicherung?

Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann oder will, kann sich auf andere Weise vor dem Verlust der Arbeitskraft schützen. Zu den Alternativen zählen:

Lässt sich der Schutz mit anderen Versicherungen kombinieren?

Die Berufsunfähigkeits- beziehungsweise Arbeitsunfähigkeits­versicherung wird oft als Baustein zu anderen Versicherungen wie einer Risikolebensversicherung, Lebensversicherung oder privaten Rentenversicherung angeboten. Experten sprechen dann von einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ).

Sinnvoll ist die Kombination jedoch in den seltensten Fällen. In der Regel ist es die bessere Entscheidung, eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) zu vereinbaren. Denn wollen Versicherte einen Bestandteil des Kombivertrags kündigen, verlieren sie auch den Schutz bei Berufsunfähigkeit. Gibt es getrennte Verträge, besteht diese Gefahr nicht. Zudem sind Berufsunfähigkeits­zusatzversicherungen teurer als eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung.

  • Häufig gestellte Fragen

Für die persönlich beste Berufsunfähigkeits­versicherung entscheiden

Im Laufe des Lebens gewöhnt sich jeder Mensch an einen gewissen Lebensstil. Diesen aufzugeben, weil plötzlich Geld durch den Verlust der Arbeitskraft fehlt, bedeutet für viele Betroffene eine enorme Umstellung. Müssen dann noch Kredite gedeckt oder anderen Verpflichtungen beglichen werden, erschweren neben den gesundheitlichen Problemen auch finanzielle Schwierigkeiten den Alltag immens.

Mit der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung muss es jedoch nicht so weit kommen. Die monatliche Rente sichert die gewonnene Lebensqualität und gibt auch Angehörigen wie dem Partner oder den Kindern ein Gefühl von Sicherheit.

Da die Kosten der Absicherung zwischen den Versicherern stark schwanken, ist es sinnvoll, sich nicht für die erstbeste BU-Versicherung zu entscheiden. Ratsam ist es, eine fundierte Entscheidung auf der Grundlage mehrerer Angebote zu treffen und sich dabei hinsichtlich der optimalen Versicherungs­bedingungen von einem Experten unterstützen zu lassen.