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Rechtsschutzversicherung

Anwaltskosten jetzt mit passendem Rechtsschutz abdecken
Rechtsschutzversicherung
  • Umfassender Schutz bei Rechtsstreitigkeiten
  • Zahlt auch bei Verlust vor Gericht
  • Übernimmt neben Anwalts- auch Gerichtskosten
  • Große Preisunterschiede zwischen den Anbietern

Rechtsschutzversicherung: Wichtiger Schutz in allen Lebenslagen

Es gibt Momente im Leben, in denen ein Rechtsanwalt viel Zeit und Ärger sparen könnte. Seien es Streitigkeiten mit dem Vermieter über die Miete, Probleme mit dem Chef wegen einer Abmahnung oder Diskussionen mit dem Finanzamt – mit einem Anwalt an der Seite ist das Leben oftmals leichter. Doch natürlich hat ein guter Rechtsbeistand seinen Preis. Eine Rechtsschutzversicherung kann finanzielle und juristische Unterstützung im Streitfall bieten.

Varianten der Rechtsschutzversicherung

Wer schon einmal einen Anwalt gebraucht hat, weiß um die hohen Ausgaben für den Juristen. Allein ein einziges Beratungsgespräch kostet bis zu 226 Euro. Je nach Streitwert, Umfang der Rechtsanwaltsleistungen sowie etwaigen Gerichtskosten summieren sich die Kosten eines Rechtsstreits schnell auf mehrere Hundert oder gar Tausend Euro.

Rechtsschutzversicherung Leistungen
Diese Kosten werden von einer
Rechtsschutzversicherung übernommen.

Für sein Recht zu kämpfen, ist daher in der Regel teuer. Eine gute Rechtsschutzversicherung bewahrt Versicherte allerdings vor den hohen Gerichts- und Anwaltskosten. Zumeist zahlt sie sich schon beim ersten Gespräch mit dem Anwalt aus. Denn abhängig von den vereinbarten Leistungen kann der Jahresbeitrag deutlich unter den Kosten für einen einzigen anwaltlichen Beratungstermin liegen.

Den Rechtsschutz vereinbaren Versicherte individuell nach dem Baukastenprinzip für verschiedene Lebensbereiche:

  • Privatrechtsschutz: Schützt private Bereiche des Lebens, etwa beim Streit mit staatlichen Einrichtungen oder Behörden
  • Berufs- beziehungsweise Arbeitsrechtsschutz: Beispielsweise wichtig bei unberechtigter Kündigung oder ausstehenden Gehaltszahlungen
  • Verkehrsrechtsschutz: Hilfreich für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, unter anderem wichtig bei Verkehrsunfällen und Streit mit der Kfz-Werkstatt
  • Rechtsschutz für Mieter: Schützt bei Streitigkeiten um die gemietete Wohneinheit, etwa bei Kündigung wegen Eigenbedarf
  • Rechtsschutz für Vermieter: Sichert Vermieter bei Mietkonflikten ab, beispielsweise bei Mietrückständen und Mieterhöhungen
  • Straf-Rechtsschutz: Stockt die Leistungen des normalen Straf-Rechtsschutz auf, leistet in der Regel auch beim Vorwurf einer fahrlässig begangenen oder vorsätzlichen Straftat

Interessierte können den Arbeitsrechtsschutz nur in Kombination mit dem Privatrechtsschutz vereinbaren. Für andere Bereiche gilt dies nicht. Einen gesonderten Rechtsschutz stellt die Firmenrechtsschutzversicherung für Unternehmer und Existenzgründer dar.

Je nach versichertem Bereich können Verbraucher in unterschiedlichen Situationen auf ihre Rechtsschutzversicherung vertrauen. Beim Privatrechtsschutz sind beispielsweise folgende Fälle je nach Tarif abgedeckt:

  • Schadensersatz wie Schmerzensgeld einklagen
  • Wegen nicht anerkannter Werbungskosten gegen Finanzamt vorgehen
  • Nicht geleistete, jedoch vorab versprochene Leistungen einer Pauschalreise einfordern

Die verschiedenen Anbieter unterscheiden sich teils stark in ihren Leistungen. Interessierte sollten daher im Vorfeld unterschiedliche Tarife miteinander vergleichen, um den persönlich besten Rechtsschutz zu finden.

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Tipp: Überprüfen Sie im Vorfeld, ob Sie bereits anderweitig abgesichert sind, etwa über einen Kfz-Schutzbrief, einen Automobilclub oder einen Mieterverein. So vermeiden Sie eine Überversicherung.

Das sind die Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung kommt nicht nur für die Anwaltskosten auf. Ihre Leistungen umfassen auch Gerichtskosten sowie Zeugengelder und gerichtliche Sachverständigenhonorare. Verliert der Versicherte vor Gericht und muss im Zuge dessen die Kosten der Gegenseite übernehmen, springt der Rechtsschutz ebenfalls ein. Eine Ausnahme stellen arbeitsrechtliche Streitigkeiten dar. In der ersten Instanz zahlt hier jede Partei ihren Anwalt, unabhängig vom Prozessausgang.

Im Familientarif sind mit der Rechtsschutzversicherung weitere Familienmitglieder abgesichert. Dazu gehören neben dem Ehe- beziehungsweise Lebenspartner auch Kinder, solange sie minderjährig sind oder sich in einer Ausbildung befinden und ledig sind.

Im Familientarif sind mit der Rechtsschutzversicherung weitere Familienmitglieder abgesichert. Dazu gehören neben dem Ehe- beziehungsweise Lebenspartner auch Kinder, solange sie minderjährig sind oder sich in einer Ausbildung befinden und ledig sind.

 

Rechtsschutzversicherung dient der Vorsorge

Achten Sie darauf, Ihre Rechtsschutzversicherung möglichst frühzeitig abzuschließen. Denn normalerweise sind nur Streitigkeiten abgedeckt, die nach Versicherungsabschluss und nach Ablauf einer etwaigen Wartezeit begonnen haben.

Wichtige Klauseln und Zusatzleistungen beim Rechtsschutz

Neben den Standardleistungen bieten viele Versicherer einen zusätzlichen Service. Interessierte sollten beispielsweise darauf achten, ob die Rechtsschutzversicherung eine kostenlose telefonische Rechtsberatung bereitstellt. Über sie können sich Kunden schnell und unkompliziert eine juristische Ersteinschätzung zu ihren Rechtsfragen einholen.

Ebenfalls sinnvoll ist ein Vorsorge-Rechtsschutz. Mit diesem sind Kosten abgedeckt, die entstehen, wenn Versicherte eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung oder eine Patientenverfügung aufsetzen beziehungsweise ein Testament erstellen.

Nicht jeder Streit landet gleich vor Gericht. Manche Menschen sind bestrebt, den Konflikt außergerichtlich zu klären. Das spart meist Zeit, ist für alle Parteien angenehmer und kostet oftmals weniger Geld als ein gerichtliches Verfahren. Entsprechend sollte die Rechtsschutzversicherung auch Mediation abdecken.

Tipp: Wählen Sie einen Versicherer, bei dem Sie bisher nicht Kunde sind. Andernfalls kann es zu Interessenskonflikten kommen, wenn Sie gegen die gleiche Versicherungsgesellschaft beispielsweise wegen ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung vorgehen, bei der Sie auch rechtsschutzversichert sind.

Interessierte sollten zudem bestimmte Versicherungsbedingungen berücksichtigen. Dazu zählen:

Wartezeit Viele Leistungen der Rechtsschutzversicherung stehen erst nach einer Wartezeit zur Verfügung. Oft beträgt die Karenzzeit drei Monate. Je nach Rechtsschutzbereich müssen Versicherte jedoch auch deutlich länger auf den Leistungsanspruch warten. Die genauen Bedingungen zeigt der jeweilige Vertrag auf. Eine Ausnahme bildet der Verkehrsrechtsschutz, für den in der Regel keine Wartezeit gilt.
Erbrecht Die meisten Versicherer stehen bei Erbstreitigkeiten lediglich beratend zur Seite. Nur die wenigsten übernehmen weitere Anwalts- und Gerichtskosten. Gleiches gilt bei Scheidung.
Verzicht auf Einrede der Vorvertraglichkeit Eine Rechtsschutzversicherung zahlt nur für Streitigkeiten, die sich nach dem Versicherungsabschluss und nach der Wartezeit entwickelt haben. In manchen Fällen kann die Ursache jedoch schon Jahre zurückliegen. Diese Klausel ermöglicht, dass der Rechtsschutz auch dann einspringt. Voraussetzung ist, dass der Bereich einerseits versichert ist und der Vertrag andererseits mindestens fünf Jahre Bestand hat.

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?

Die Kosten für die Rechtsschutzversicherung hängen stark von den gewünschten Leistungen ab. Sollen alle Bereiche abgesichert sein, gibt es bereits Tarife für unter 200 Euro im Jahr, wie der Vergleichsrechner zur Rechtsschutzversicherung zeigt. Die Angebote sehen allerdings eine Selbstbeteiligung von bis zu 400 Euro pro Fall vor. Möchten sich Versicherte nicht an den entstandenen Anwaltskosten beteiligen, steigt der Jahresbeitrag auf bis zu 500 Euro und mehr.

Generell unterscheiden sich die Anbieter hinsichtlich ihrer Preise stark, wie ein aktueller Rechtsschutzversicherung Test der Stiftung Warentest zeigt. Die Verbraucherorganisation hat im Sommer 2017 mehr als 50 Rechtsschutzpakete (Privat, Beruf, Verkehr) geprüft. 14 Rechtsschutzversicherungen überzeugen mit einer guten Bewertung, darunter Rechtsschutz Union, Allrecht, Roland, Advocard und D.A.S. Der Jahresbeitrag der empfohlenen Anbieter schwankt bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro zwischen 244 Euro und 613 Euro pro Jahr.

Tipp: Wählen Sie einen Versicherer, der sowohl preislich als auch mit seinen Leistungen Ihren Wünschen entspricht. Mit dem Vergleichsrechner können Sie schnell und unkompliziert viele Tarife kostenlos gegenüberstellen.

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