Unfallversicherung im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick.

  • Viele Versicherer bieten einen sehr guten Unfall­schutz
  • Jedoch teils große Preis­unterschiede zwischen den Testsiegern
  • Jetzt schnell und einfach Tarife gegenüber­stellen

Für

bis 29-Jährige

Für

30- bis 39-Jährige

Für

40- bis 49-Jährige

Für

50- bis 59-Jährige

Für

ab 60-Jährige

Zuletzt aktualisiert: Juli 2021

Unfall­versicherung im Test: Die wichtigsten Test­sieger auf einen Blick

Ein Unfall kann das Leben von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellen. Mehr als 25 Millionen Verbraucher vertrauen daher auf eine private Unfall­versicherung, die ihnen im Ernst­fall finanziell unter die Arme greift. Welche Versicherer sehr guten Schutz bieten, zeigen unterschiedliche Tests.

Weitere Themen

Immer gut zu wissen

Private Unfallversicherungen im Test 2021 bei Stiftung Warentest

Im Juni 2021 hat die Stiftung Warentest nach dreijähriger Pause einen neuen Vergleich zur Unfallversicherung veröffentlicht (Finanztest-Ausgabe 07/2021). Die Verbraucherorganisation prüfte 112 Tarife, von denen 13 ein sehr gutes Ergebnis erreicht haben – zwei mehr als beim Test 2018.

Grundlage der Untersuchung war ein Musterkunde, der sich bei Vollinvalidität eine Einmalzahlung von mindestens 500.000 Euro wünscht. Bei bleibenden gesundheitlichen Einschränkungen von 25 Prozent sollten mindestens 25.000 Euro fließen, bei 50 Prozent Invalidität 100.000 Euro.

Die Unfallversicherungen, die im Test 2021 berücksichtigt wurden, leisten außerdem bereits ab einer Invalidität von einem Prozent.

Das Gesamtergebnis der Untersuchung setzt sich aus drei Faktoren zusammen. Einerseits war die Summe der Auszahlung bei sehr geringer bis voller Invalidität entscheidet. Andererseits bewertete die Stiftung Warentest die Verbraucherfreundlichkeit der Versicherungsbedingungen. Anbieter, deren Bedingungen über die des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft hinausgingen, sammelten Pluspunkte. Zuletzt wurden die Anträge geprüft.

Zu den Unfallversicherungen, die aus Sicht der Stiftung Warentest 2021 sehr gut abschneiden, zählen:

  • InterRisk (Tarif XXL Maxi Gliedertaxe, Maxi Progression)
  • Die Haftpflichtkasse (Einfach Komplett Gliedertaxe Premium Plus, Progression Plus)
  • HanseMerkur (Easy)
  • Signal Iduna (Premium Progression 500 mit Turbo)
  • Allianz (UnfallschutzPlus TopSchutz)
  • Basler (Gold verbesserte Gliedertaxe 100, Progression Plus)
  • ConceptIF/Zurich (Best Protect Plus)
  • Deutsche Familienversicherung DFV (Unfallschutz Flex Leistungspaket Exklusiv)

InterRisk, Allianz, HanseMerkur und DFV zählen schon beim vorherigen Vergleich zu den Top-Anbietern einer privaten Unfallversicherung.

Die Kosten schwanken für Berufe wie kaufmännischer Angestellter, die in eine niedrige Gefahrengruppe eingeordnet werden, zwischen 105 Euro und 431 Euro pro Jahr.

Bei Berufen, die aus Sicht des Versicherers gefährlicher sind, müssen Interessierte zwischen 179 Euro und 836 Euro pro Jahr investieren. Wer jedoch mit etwas weniger Leistungen zufrieden ist, findet unter den von der Stiftung Warentest mit „gut“-bewerteten Tarifen zwölf günstige Unfallversicherungen.

Die Top 3 besteht dabei aus:

  • dem Vermittler Manufaktur Augsburg/ Element (Premium),
  • dem Versicherer Waldenburger (Premium ohne Reiten, Ski und Motorradfahren) und
  • dem Versicherer Degenia (Optimum T18).

Im besten Fall zahlen Kinder bei diesen zwölf Tarifen dieser Kategorie nur 39 Euro im Jahr, Erwachsene 77 Euro (niedrige Gefahrengruppe) beziehungsweise 125 Euro (hohe Gefahrengruppe).

Private Unfall­versicherung im Test 2020: Wer bietet Top-Leistungen?

Das Magazin WirtschaftsWoche hat im September 2020 untersucht, ob private Unfall­versicherungen ihr Geld wert sind. Dazu ließ es vom Analysehaus Morgen & Morgen eine Reihe von verschiedenen Angeboten für zwei verschiedene Musterfälle prüfen. Im Fokus des Vergleichs standen die Leistungen der jeweiligen Versicherung sowie der dafür fällige Jahresbeitrag.

Im ersten Musterfall ist der Modellkunde eine junge Mutter und Hausfrau. Sie wünscht sich eine private Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 50.000 Euro und einer Progression von 500 Prozent sowie einer Unfallrente von 1.000 Euro monatlich. Zudem soll sie ein Krankenhaustagegeld von 35 Euro bekommen. Im zweiten Fall, ein selbstständiger Software-Entwickler, liegt die Grundsumme bei 100.000 Euro, die Progression bei 500 Prozent und die Unfallrente bei 1.500 Euro im Monat.

Das Analysehaus berücksichtigte nur Unfallversicherungen mit fünf Sternen. Das bedeutet, der Tarif bietet sehr gute Leistungen, weist eine hohe Verständlichkeit der Vertragsbedingungen auf und er ist kundenfreundlich ausgerichtet.

Laut dem Test erreichen die folgenden Versicherer die beste Bewertung:

Private Unfall­­versicherung Jähr­liche Kosten Hausfrau
Jähr­liche Kosten Selbst­ständiger
Basler – „Gold“ 195 Euro 290 Euro
Inter – „Premium“ 393 Euro
VHV – „Klassik-Garant Exkusiv“ 315 Euro
InterRisk – „Unfall XL Standard-Taxe” 138 Euro 230 Euro
Zurich – „PrivatSchutz Top“ 313 Euro
Janitos – „Best Selection Trend“ 218 Euro
Die Haftpflichtkasse – „Einfach Komplett“ 221 Euro
Barmnia – „Premium-Schutz“ 493 Euro
Waldenburger – „Premium Plus“ 291 Euro
Vokswohl Bund – „Easy KomfortPlus-Schutz“ 298 Euro

Basler, Die Haftpflichtkasse, Janitos und InterRisk zählten auch beim letzten Test zu den sehr guten Unfallversicherungen. Deutlich zeigen sich, wie groß die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind. Zudem sind die Tarife durch Zusatzleistungen wie der Unfallrente und dem Krankenhaustagegeld zum Teil recht teuer. Mit einem unverbindlichen Tarifvergleich finden Interessierte schnell eine Unfallversicherung, die preislich und aus Leistungssicht ihren Wünschen entspricht.

Aktuelle Nachrichten

Unfall­versicherungen: Welche Testsieger gibt es 2019?

Das Wirtschafts­magazin Focus-Money ließ für die Ausgabe 13/2019 im Frühjahr 35 Unfall­versicherungen von der Rating­agentur Franke und Bornberg testen. Dabei konzentrierten sich die Experten auf Angebote, die Versicherten einen Top-Schutz bieten. Dazu wurde unter anderem geprüft, ob die Unfall­versicherung

  • für Bergungs- und Rück­transport­kosten aufkommt,
  • den Unfall­begriff auf andere Schäden wie psychische Störungen und Infektionen ausdehnt sowie
  • Leistungen bei kosmetischen Operationen wie Zahnersatz vorsieht.

Als Modellkunde stand ein 25-jähriger Mann bereit, der sich eine Versicherungs­summe von 100.000 Euro und eine Progression von 500 Prozent wünscht. Je höher letztere ist, desto größer fällt die tatsächliche Auszahlung der Unfall­versicherung aus, wenn Kunden durch den Unfall schwere gesundheit­liche Schäden erlitten haben. Da die Kosten für die Versicherung je nach Job schwanken können, wurden die Jahres­beiträge für die Berufe Maler und Bank­kauf­mann ermittelt.

Die Gesamtnote setzt sich zu 60 Prozent aus der Leistungs- und zu je 15 Prozent aus der Beitrags­bewertung für den Beruf zusammen. Die übrigen zehn Prozent verteilen sich zu je fünf Prozent auf die Invaliditäts­leistungen. Nur ein Anbieter erzielt mit seiner Unfall­versicherung im Test ein hervor­ragendes Ergebnis. Weitere zwölf sind dem Vergleich zufolge sehr gut.

Die Top 5 im Überblick:

Anbieter Tarif Jährliche Kosten Maler Jährliche Kosten Bank­kauf­frau
GVO “Top-Vit” 173 Euro 106 Euro
LBN “LBN-Besser+” 270 Euro 131 Euro
Walden­burger “Premium Plus” 213 Euro 149 Euro
Domcura “Top-Schutz” 271 Euro 161 Euro
Ammer­länder “Exclusiv” 202 Euro 123 Euro

Wie die Tabelle verdeutlicht, muss die private Unfall­versicherung nicht teuer sein. Welcher Versicherungs­beitrag genau anfällt, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie dem Beruf und den gewünschten Leistungen ab. Diese unterschied­lichen Kriterien können mit Modell­kunden nur schwer abgebildet werden.

Ratsam ist es daher, bei der Wahl der privaten Unfall­versicherung nicht nur die Test­sieger zu berücksichtigen, sondern mehrere Angebote mithilfe eines Tarif­rechners miteinander zu vergleichen.

Top-Unfall­versicherungen für Kinder

Auch für Kinder ließ Focus-Money im März 2019 Unfall­versicherungen vergleichen. Der Versicherer GVO setzt sich dabei erneut mit einer hervor­ragenden Bewertung für das Angebot „Top-Vit“ durch. 14 Tarife erhalten im Test die Note sehr gut.

Wollen Eltern ihre Kinder mit einer privaten Unfall­versicherung schützen, belaufen sich die Kosten für die vom Magazin ermittelten Top-Tarife auf 62 Euro bis 112 Euro pro Jahr.

Zwei Drittel der Unfallversicherungen mit Top-Note

Ebenfalls Ende 2019 warf das Analyseinstitut Ascore Das Scoring einen Blick auf die Qualität von privaten Unfallversicherungen. Dabei wurden sowohl Tarife für Erwachsene als auch für Rentner und Kinder geprüft.

Im Fokus standen mehr als 50 Kriterien, etwa unter welchen Umständen der Versicherer zahlt. So leistet beispielsweise die Mehrheit der Versicherer, wenn der Unfall auf eine sogenannte Eigenbewegung zurückzuführen ist, etwa das Umknicken des Fußgelenks. Die Minderheit erkennt dagegen einen Unfall als solchen an, wenn er durch einen Zuckerschock ausgelöst wurde. Interessierte sollten daher die Versicherungsbedingungen genau lesen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Achtung:

Speziell für Rentner prüfte das Institut, ob die Unfallversicherung auch bei einem Oberschenkelhalsbruch zahlt, unabhängig davon, wie es zu diesem kam. Weniger als die Hälfte der Tarife bietet diese Leistung.

Für Senioren wurden insgesamt 91 private Unfallversicherungen im Test gegenübergestellt, für Kinder und Erwachsene waren es mehr als 100. 18 Angebote erreichen dabei für alle drei Gruppen die beste Bewertung.

Unfall­versicherung für Rentner

Im Januar 2019 hat die Stiftung Warentest einen Test veröffentlicht, der sich auf Assistance-Leistungen konzentriert. Damit sich Unter­stützungs­angebote gemeint, die Versicherte bekommen, wenn sie in ihrer Mobilität nach einem Unfall eingeschränkt sind. Der Vergleich der Stiftung Warentest richtet sich daher vor allem an Rentner.

57 Tarife wurden untersucht, von denen die meisten in Kombinationen mit einer privaten Unfall­versicherung vereinbar sind. Versicherte erhalten dann nicht nur die vereinbarte finanzielle Unterstützung wie eine Unfall­rente oder eine einmalige Auszahlung, sondern auch Hilfe­leistungen nach einem Unfall.

Den Mindest­schutz für die Unter­stützungs­leistungen gibt der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft vor.

Außerdem bieten die Versicherer einen Haus­notruf sowie die Vermittlung von Pflege­beratung und weiteren Hilfe­leistungen wie die Unter­bringung eines Haustiers.

17 Tarife bilden die Mindest­leistungen ab, von denen jedoch vier Kombi­tarife heraus­stechen. Ihre Versicherungs­bedingungen fallen für Interessierte besser aus. Denn die Versicherer zahlen beispiels­weise auch dann, wenn der Unfall aufgrund eines Herz­infarktes, Schlag­anfalls, Diabetes oder Medikamenten­einnahme verursacht wurde.

  • Allianz – Tarif „Unfall­schutz inklusive Zusatz­baustein Rundum Service“
  • Ergo – „Unfall­schutz Vital mit Sofort­hilfe Vital“
  • InterRisk – „XXL mit Standard­taxe“
  • WGV – „Optimal-Tarif“

Preislich liegen diese Unfall­versicherungen bei 35 Euro bis 173 Euro im Jahr. Unklar bleibt allerdings, welches Leistungs­niveau die Tester für die Einmal­auszahlung beziehungs­weise die Unfall­rente gewählt haben.

Tipp:

Welche Unfall­versicherungen Ihnen einen ausgewogenen Mix aus Kosten und Leistungs­umfang bieten, erfahren Sie mit einem persönlichen Preis-Leistungs-Vergleich.

Unfall­versicherung im Test: Welche Erfahrungen machen Kunden mit ihrer Versicherung?

Bleibt die eigene Gesundheit nach einem Unfall dauerhaft beeinträchtigt, wollen sich Betroffene auf die Leistungen ihrer Versicherung verlassen können und nicht um diese streiten. Viele Personen, die an einer privaten Unfall­versicherung interessiert sind, legen daher Wert auf die Erfahrungen anderer Kunden.

Das Analyse­institut Service Value hat für Focus-Money im Sommer 2020 fast 3.100 Kunden­urteile zu 31 Versicherern ausgewertet. Die Versicherten beurteilten dabei die Fairness ihres Anbieters in den Bereichen Produkt­angebot, Versicherungs­bedingungen, Schaden­regulierung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kunden­service und -beratung.

Insgesamt acht Versicherer punkten mit einer sehr guten Bewertung vonseiten ihrer Kunden. Dazu zählen ADAC, Zurich, Generali, LVM, DEVK, CosmosDirekt und Allianz. Weitere neun schneiden gut ab.

Passende Unfall­versicherung jetzt finden

Die Mehrzahl der Unfälle passiert in der Freizeit oder im Haushalt. Genau hier greift jedoch das Sicher­heits­netz der gesetz­lichen Unfall­versicherung nicht. Ein zusätz­licher Unfall­schutz ist daher sinnvoll. Damit Versicherte lange zufrieden mit ihrem Anbieter sind, sollte dieser nicht nur für die Folgen eines klassischen Unfalls zahlen, sondern möglichst viele Leistungen einschließen, etwa dauerhafte gesundheit­liche Beeinträchtigungen durch einen Schlag­anfall, Insekten­stiche oder Schutz­impfungen.

Mit einem individuellen Vergleich stellen Interessierte eine Vielzahl von Angeboten gegenüber. Auf diese Weise lassen sich nicht nur die Leistungen, sondern auch die Kosten für den wichtigen Unfall­schutz einfach miteinander vergleichen. So finden sie unkompliziert eine passende Unfall­versicherung.

Unser Kundenservice ist für Sie da

Sie erreichen uns per E-Mail oder von Montag bis Freitag zwischen 09:00 Uhr-12:00 Uhr sowie 13:00 Uhr-18:00 Uhr und am Freitag zwischen 09:00 Uhr-12:00 Uhr sowie 13:00 Uhr-17:00 Uhr unter 0800-300-300-9