Unfallversicherung im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick.

  • Viele Versicherer bieten einen sehr guten Unfall­schutz
  • Jedoch teils große Preis­unterschiede zwischen den Testsiegern
  • Jetzt schnell und einfach Tarife gegenüber­stellen

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bis 29-Jährige

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Zuletzt aktualisiert: November 2019

Unfall­versicherung im Test: Die wichtigsten Test­sieger auf einen Blick

Ein Unfall kann das Leben von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellen. Mehr als 25 Millionen Verbraucher vertrauen daher auf eine private Unfall­versicherung, die ihnen im Ernst­fall finanziell unter die Arme greift. Welche Versicherer sehr guten Schutz bieten, zeigen unterschiedliche Tests. Ob die aktuellen Test­sieger jedoch auch die persönlich beste Wahl darstellen, zeigt nur ein individueller Vergleich.

 

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Immer gut zu wissen

Unfall­versicherungen im Vergleich: Welche Testsieger gibt es 2019?

Das Wirtschafts­magazin Focus-Money ließ für die Ausgabe 13/2019 im Frühjahr 35 Unfall­versicherungen von der Rating­agentur Franke und Bornberg testen. Dabei konzentrierten sich die Experten auf Angebote, die Versicherten einen Top-Schutz bieten. Dazu wurde unter anderem geprüft, ob die Unfall­versicherung

  • für Bergungs- und Rück­transport­kosten aufkommt,
  • den Unfall­begriff auf andere Schäden wie psychische Störungen und Infektionen ausdehnt sowie
  • Leistungen bei kosmetischen Operationen wie Zahnersatz vorsieht.

Als Modellkunde stand ein 25-jähriger Mann bereit, der sich eine Versicherungs­summe von 100.000 Euro und eine Progression von 500 Prozent wünscht. Je höher letztere ist, desto größer fällt die tatsächliche Auszahlung der Unfall­versicherung aus, wenn Kunden durch den Unfall schwere gesundheit­liche Schäden erlitten haben. Da die Kosten für die Versicherung je nach Job schwanken können, wurden die Jahres­beiträge für die Berufe Maler und Bank­kauf­mann ermittelt.

Die Gesamtnote setzt sich zu 60 Prozent aus der Leistungs- und zu je 15 Prozent aus der Beitrags­bewertung für den Beruf zusammen. Die übrigen zehn Prozent verteilen sich zu je fünf Prozent auf die Invaliditäts­leistungen. Nur ein Anbieter erzielt mit seiner Unfall­versicherung im Test ein hervor­ragendes Ergebnis. Weitere zwölf sind dem Vergleich zufolge sehr gut.

Die Top 5 im Überblick:

Anbieter Tarif Jährliche Kosten Maler Jährliche Kosten Bank­kauf­frau
GVO “Top-Vit” 173 Euro 106 Euro
LBN “LBN-Besser+” 270 Euro 131 Euro
Walden­burger “Premium Plus” 213 Euro 149 Euro
Domcura “Top-Schutz” 271 Euro 161 Euro
Ammer­länder “Exclusiv” 202 Euro 123 Euro

Wie die Tabelle verdeutlicht, muss die private Unfall­versicherung nicht teuer sein. Welcher Versicherungs­beitrag genau anfällt, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie dem Beruf und den gewünschten Leistungen ab. Diese unterschied­lichen Kriterien können mit Modell­kunden nur schwer abgebildet werden.

Ratsam ist es daher, bei der Wahl der persönlich besten privaten Unfall­versicherung nicht nur die Test­sieger zu berücksichtigen, sondern mehrere Angebote mithilfe eines Tarif­rechners individuell miteinander zu vergleichen.

Beste Unfall­versicherung für Kinder

Auch für Kinder ließ Focus-Money im März 2019 die besten Unfall­versicherungen ermitteln. Der Versicherer GVO setzt sich dabei erneut mit einer hervor­ragenden Bewertung für das Angebot „Top-Vit“ durch. 14 Tarife erhalten im Test die Note sehr gut.
Wollen Eltern ihre Kinder mit einer privaten Unfall­versicherung schützen, belaufen sich die Kosten für die vom Magazin ermittelten Top-Tarife auf 62 Euro bis 112 Euro pro Jahr.

Aktuelle Nachrichten

Private Unfall­versicherung im Test: Wer bietet die besten Leistungen?

Nach einem Jahr Pause hat das Magazin WirtschaftsWoche Ende 2019 untersucht, ob private Unfall-versicherungen ihr Geld wert sind. Dazu ließ es vom Analysehaus Morgen & Morgen Angebote von mehr als 20 Anbietern für zwei verschiedene Musterfälle prüfen. Im Fokus standen die Leistungen der jeweiligen Versicherung sowie der dafür fällige Jahresbeitrag.

Im ersten Musterfall ist der Modellkunde eine Studentin und 22 Jahre alt. Sie wünscht sich eine private Unfallversicherung mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und einer Progression von 225 Prozent. Im zweiten Fall, ein 45-jähriger Manager, bleibt die Grundsumme gleich, die Progression beträgt jedoch 500 Prozent und es soll zusätzlich eine Unfallrente von 1.500 Euro im Monat gezahlt werden.

Das Analysehaus berücksichtigte nur Unfallversicherungen mit fünf Sternen. Das bedeutet, der Tarif bietet sehr gute Leistungen, weist eine hohe Verständlichkeit der Vertragsbedingungen auf und er ist kundenfreundlich ausgerichtet.

Laut dem Test erreichen die folgenden Versicherer die beste Bewertung:

Private Unfall­versicherung Jähr­liche Kosten Studentin Jähr­liche Kosten Manager
Basler – „Gold“ 96,39 Euro 289,77 Euro
HanseMerkur – „Flex Top“ 103,96 Euro 273,93 Euro
NV-Versicherungen – „UnfallPremium 4.0“ 99,96 Euro 297,02 Euro
InterRisk – „Unfall XL + Standard-Taxe” 76,68 Euro 204,42 Euro
LBN – „Unfall Besser+“ 95,20 Euro
Janitos – „Best Selection Trend“ 134,40 Euro
Die Haftpflichtkasse – „Einfach Besser“ 270,01 Euro

InterRisk, HanseMerkur und Janitos zählten auch beim letzten Unfallversicherung Test zu den besten Versicherern. Allerdings weichen die Bedingungen, wie die Tarife untersucht wurden, vom aktuellen Vergleich ab. Insofern ist es schwer, die Ergebnisse gegenüberzustellen.

Unfall­versicherung für Rentner im Vergleich 2019

Im Januar 2019 hat die Stiftung Warentest einen Test veröffentlicht, der sich auf Assistance-Leistungen konzentriert. Damit sich Unter­stützungs­angebote gemeint, die Versicherte bekommen, wenn sie in ihrer Mobilität nach einem Unfall eingeschränkt sind. Der Vergleich richtet sich dabei vor allem an Rentner.

57 Tarife hat die Stiftung Warentest untersucht, von denen die meisten in Kombinationen mit einer privaten Unfall­versicherung vereinbar sind. Versicherte erhalten dann nicht nur die vereinbarte finanzielle Unterstützung wie eine Unfall­rente oder eine einmalige Auszahlung, sondern auch Hilfe­leistungen nach einem Unfall.

Den Mindest­schutz für die Unter­stützungs­leistungen gibt der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft vor.

Außerdem bieten die Versicherer einen Haus­notruf sowie die Vermittlung von Pflege­beratung und weiteren Hilfe­leistungen wie die Unter­bringung eines Haustiers.

17 Tarife bilden die Mindest­leistungen ab, von denen jedoch vier Kombi­tarife heraus­stechen. Ihre Versicherungs­bedingungen fallen für Interessierte besser aus. Denn der Versicherer zahlt beispiels­weise auch dann, wenn der Unfall aufgrund eines Herz­infarktes, Schlag­anfalls, Diabetes oder Medikamenten­einnahme verursacht wurde.

  • Allianz – Tarif „Unfall­schutz inklusive Zusatz­baustein Rundum Service“
  • Ergo – „Unfall­schutz Vital mit Sofort­hilfe Vital“
  • InterRisk – „XXL mit Standard­taxe“
  • WGV – „Optimal-Tarif“

Preislich liegen diese Unfall­versicherungen bei 35 Euro bis 173 Euro im Jahr. Unklar bleibt beim Vergleich allerdings, welches Leistungs­niveau die Tester für die Einmal­auszahlung beziehungs­weise die Unfall­rente gewählt haben.

Tipp:

Welche Unfall­versicherungen Ihnen den optimalen Mix aus Kosten und Leistungs­umfang abhängig von Ihren eigenen Wünschen bieten, erfahren Sie mit einem persönlichen Preis-Leistungs-Vergleich.

Private Unfall­versicherungen im Test 2018 bei Stiftung Warentest

Im September 2018 hat die Stiftung Warentest nach dreijähriger Pause einen neuen Vergleich zur Unfall­versicherung veröffentlicht (Finanztest-Ausgabe 10/2018). Die Verbraucher­organisation prüfte 117 Tarife, von denen elf ein sehr gutes Ergebnis erreicht haben.

Grundlage der Untersuchung war ein Muster­kunde, der sich bei Voll­invalidität eine Einmal­zahlung von mindestens 500.000 Euro wünscht. Zudem sollen im Falle seines Todes 10.000 Euro an Hinter­bliebene ausgezahlt werden. Solch eine Todes­fall­leistung ist bei der privaten Unfall­versicherung zwar möglich. Sie führt jedoch in der Regel zu höheren Beiträgen. Die Unfall­versicherungen, die im Test 2018 berück­sichtigt wurden, leisten außerdem bereits ab einer Invalidität von einem Prozent.

Das Gesamter­gebnis der Unter­suchung setzt sich aus drei Faktoren zusammen. Einer­seits war die Summe der Aus­zahlung bei sehr geringer bis voller Invalidität entscheidet. Anderer­seits bewertete die Stiftung Warentest die Verbraucher­freundlich­keit der Versicherungs­bedingungen. Anbieter, deren Bedingungen über die des Gesamt­verbands der Deutschen Versicherungs­wirtschaft hinausgingen, sammelten Plus­punkte. Zuletzt wurden die Anträge geprüft.

Die folgenden Unfall­versicherungen sind aus Sicht der Stiftung Warentest 2018 sehr gut:

  • Allianz mit „UnfallschutzPlus mit Top-Schutz“
  • InterRisk mit „XXL Maxi-Taxe“ sowie „XXL Plus-Taxe“ und „XL Maxi-Taxe“
  • DFV mit „Unfall­schutz Exklusiv“ sowie „Unfall­schutz Flex mit Leistungs­paket Komfort“ und „Unfall­schutz Flex mit Leistungs­paket Premium“
  • SLP mit „Primus Plus“ und „Primus“
  • HanseMerkur mit „Top mit Glieder­taxe III und Klassik Progression“
  • WGV mit „Optimal“

Die Kosten für die sehr guten Unfall­versicherungen schwanken 2018 für Berufe wie kauf­männischer Angestellter, die in eine niedrige Gefahren­gruppe eingeordnet werden, zwischen 117 Euro und 416 Euro pro Jahr.

Bei Berufen, die aus Sicht des Versicherers gefährlicher sind, müssen Interessierte zwischen 313 Euro und 564 Euro pro Jahr investieren. Wer jedoch mit etwas weniger Leistungen zufrieden ist, findet unter den von der Stiftung Warentest mit „gut“-bewerteten Tarifen einige günstige Unfall­versicherungen, beispiels­weise mit „L“ von Neodigital (138 Euro), „Vit“ von GVO (166 Euro), „Gut“ von LBN (168 Euro) und „Premium“ von Waldenburger (181 Euro).

Unfall­versicherung im Test: Welche Erfahrungen machen Kunden mit ihrer Versicherung?

Bleibt die eigene Gesundheit nach einem Unfall dauerhaft beeinträchtigt, wollen sich Betroffene auf die Leistungen ihrer Versicherung verlassen können und nicht um diese streiten. Viele Personen, die an einer privaten Unfall­versicherung interessiert sind, legen daher Wert auf die Erfahrungen anderer Kunden.

Das Analyse­institut Service Value hat im Sommer 2018 über 2.500 Kunden­urteile zu 35 Versicherern ausgewertet. Die Versicherten beurteilten dabei die Fairness des Anbieters in den Bereichen Produkt­angebot, Versicherungs­bedingungen, Schaden­regulierung, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kunden­service und -beratung.

Insgesamt neun Versicherer punkten mit einer sehr guten Bewertung vonseiten ihrer Kunden, weitere acht schneiden gut ab. Zu den insgesamt 17 Anbietern mit einer Top-Bewertung zählen unter anderem AachenMünchener, Zurich, Gothaer, InterRisk, R+V, Stuttgarter und Allianz.

Individuell beste Unfall­versicherung jetzt finden

Die Mehrzahl der Unfälle passiert in der Freizeit oder im Haushalt. Genau hier greift jedoch das Sicher­heits­netz der gesetz­lichen Unfall­versicherung nicht. Ein zusätz­licher Unfall­schutz ist daher sinnvoll. Damit Versicherte lange zufrieden mit ihrem Anbieter sind, sollte dieser nicht nur für die Folgen eines klassischen Unfalls zahlen, sondern möglichst viele Leistungen einschließen, etwa dauerhafte gesundheit­liche Beeinträchtigungen durch einen Schlag­anfall, Insekten­stiche oder Schutz­impfungen.

Mit einem individuellen Vergleich stellen Interessierte eine Vielzahl von Angeboten gegenüber. Auf diese Weise lassen sich nicht nur die Leistungen, sondern auch die Kosten für den wichtigen Unfall­schutz einfach miteinander vergleichen. So finden sie unkompliziert die persönlich beste private Unfall­versicherung.