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Riester-Rente

Jetzt optimale Altersvorsorge mit staatlicher Förderung sichern
Riester-Rente
  • Sparer erhalten jährliche Zulagen für sich und ihre Kinder
  • Beim Vergleich der Riester-Rente auf niedrige Kosten achten
  • Mit unverbindlichem Angebot beste Riester-Rente finden

Riester-Rente: Sinnvolle private Altersvorsorge oder finanzieller Reinfall?

Bei der Riester-Rente unterstützt der Staat Versicherte durch jährliche Zulagen und Steuervorteile. Eltern stehen dabei mehr Zulagen zu. Personen mit niedrigem Einkommen profitieren dagegen von einer hohen Förderquote und einem Freibetrag. Damit die Riester-Rente die eigene gesetzliche Rente perfekt ergänzt, ist vor allem der Blick auf die Kosten wichtig.

(Zuletzt aktualisiert: August 2018)

Was ist eine Riester-Rente?

Mit der Riester-Rente kombinieren Sparer ihre private Altersvorsorge mit staatlichen Zulagen. Um diese im vollen Umfang zu erhalten, zahlen sie vier Prozent ihres Bruttojahreseinkommens in ihren Riester-Vertrag ein. Die erhaltene Förderung wird dabei berücksichtigt. Wichtig für Geringverdiener: Pro Jahr müssen sie mindestens 60 Euro einzahlen.

Im Gegenzug erhalten Versicherte eine jährliche Grundzulage sowie eine Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind. Auch Steuervorteile sind möglich. Mit dem Rentenbeginn profitieren Riester-Sparer nicht nur von einer monatlichen lebenslangen Rente. Sie können sich auch 30 Prozent des angesparten Kapitals auf einen Schlag auszahlen lassen.

Das Ziel der Riester-Rente ist ein angespartes Vermögen, das zur wichtigen Sicherung des Lebensabends dient. Daher ist eine Einmalzahlung von nur 30 Prozent des Kapitals bei Rentenbeginn möglich. So ist garantiert, dass der Rest in Form einer lebenslangen Rente ausgezahlt wird.

Persönlich beste Altersvorsorge finden

Neben der Riester-Rente gibt es weitere Vorsorgeformen, um die Rente um ein paar Hundert Euro aufzustocken. Welche private Altersvorsorge am besten zu den eigenen Wünschen passt, finden Interessierte mit einem unverbindlichen und kostenlosen Angebot heraus.

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Welche Vorteile und Nachteile hat die Riester-Rente?

Die staatlichen Zulagen und Steuervorteile sind zwei große Vorteile der Riester-Rente. Daneben bietet diese Form der Altersvorsorge weitere Vorzüge. Allerdings ist es auch wichtig, sich mit möglichen Nachteilen der Riester-Rente zu beschäftigen, um unerfreuliche Überraschungen zu vermeiden. Um teuren Stolperfallen aus dem Weg zu gehen, ist es zudem ratsam, verschiedene Angebote zur Riester-Rente zusammen mit einem Vorsorgeexperten zu prüfen.

Vorteile Nachteile
Hohe Förderung:

Der prozentuale Anteil der Beteiligung des Staates an der Riester-Rente (sogenannte Förderquote) beträgt je nach Einkommen, Kinderanzahl und Familienstand zwischen 25 Prozent und 90 Prozent. Bei eingezahlten 100 Euro trägt der Staat somit zwischen 25 und 90 Euro.
 
Begrenzte Vererbbarkeit:

Verstirbt der Versicherte vor Rentenbeginn, ist das Guthaben auf den Riester-Vertrag des Ehepartners oder eines kindergeld­berechtigten Kindes übertragbar. Abhängig vom Versicherer wird das Ersparte sonst nur abzüglich staatlicher Zulagen und Steuer­begünstigungen vererbt.
Lebenslange stabile Rente:

Versicherten steht eine lebenslange Rente zu, die nicht sinken darf.
Teils hohe Abschlusskosten:

Die Kosten des Vertrages, die durch Gebühren für Abschluss, Vertrieb und Verwaltung entstehen, werden auf die ersten fünf Jahre gleichmäßig verteilt. Ohne fachkundige Beratung besteht die Gefahr, dass Interessierte einen Tarif wählen, dessen Kosten die staatlichen Zulagen übersteigen.
Schutz vor Pfändung und Insolvenz:

Das Kapital ist bei Pfändung oder Insolvenz geschützt, sofern Versicherte auch Zulagen beantragt haben.
 
Steuerpflichtige Rentenzahlungen:

Die ausgezahlte Rente beziehungsweise Einmalzahlung wird in voller Höhe versteuert. Aufgrund des geringeren Steuersatzes im Alter im Vergleich zur Ansparphase ergibt sich dennoch ein Vorteil.
Berufseinsteiger-Bonus:

Alle Riester-Sparer unter 25 Jahren erhalten einen einmaligen Bonus von 200 Euro, der in den Vertrag fließt.
Hohe Lebenserwartung vorausgesetzt:

Versicherer setzen eine hohe Lebenserwartung voraus. Erreicht der Riester-Sparer nicht das angenommene Alter, hat er im Verhältnis zum angesparten Kapital eine zu geringe Rente erhalten. Im Umkehrschluss profitieren diejenigen, die älter werden als erwartet.
Beitragsgarantie:

Versicherte haben die Sicherheit, dass sie mindestens ihre eingezahlten Sparbeiträge ausgezahlt bekommen.
Intransparenz:

Die Vertragsbedingungen der Anbieter sind häufig undurchsichtig. Ohne Hilfe eines Experten lässt sich nur schwer feststellen, wie gut oder schlecht ein Tarif ist.
Freibetrag:

Sollten Sparer im Alter auf Sozialleistungen angewiesen sein, gilt seit 2018 bei der sogenannten Grundsicherung ein Freibetrag von mindestens 100 Euro. Dieser wird bei der Berechnung der Unterstützungs­leistung nicht berücksichtigt.
Teure Kündigung:

Wird die Riester-Rente gekündigt, müssen Versicherte die erhaltenen Zulagen und Steuererleichterungen zurückzahlen. Zudem sind Gebühren vonseiten des Versicherers üblich. Sinnvoller ist es, den Vertrag beitragsfrei zu stellen.

Tipp: Verstirbt der Versicherungsnehmer nach Rentenbeginn, verfällt die Rente in der Regel. Wurde jedoch eine Rentengarantiezeit vereinbart, fließt diese weiter an Hinterbliebene bis zum Ablauf des im Voraus vereinbarten Zeitraumes.

Riestern lohnt sich besonders für Familien mit Kindern

Für wen ist die Riester-Rente sinnvoll?

Die Riester-Rente eignet sich prinzipiell für jeden Verbraucher, der Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. Jeder Beschäftigte erhält die jährliche Grundzulage von maximal 175 Euro. Eltern wird für jedes kindergeldberechtigte Kind eine zusätzliche Zulage in Höhe von 300 Euro gezahlt. Kam das Kind vor 2008 auf die Welt, sind es 185 Euro. Aufgrund der Kinderzulagen lohnt es sich insbesondere für Familien mit mehreren Kindern und für Alleinerziehende, mit der Riester-Rente vorzusorgen.

Die Riester-Rente bietet darüber hinaus Steuervorteile, sodass die private Altersvorsorge zudem für Gutverdiener sinnvoll ist. Während die erhaltenen Förderungen direkt in den Vertrag fließen und das finanzielle Polster für den Ruhestand erhöhen, fließen die Steuerrückzahlungen im Hier und Jetzt. Pro Jahr sind die Beiträge bis zur Höchstgrenze von 2.100 Euro beim Finanzamt absetzbar.

Tipp: Wer die Rückzahlung vom Finanzamt als Sonderzahlung in den Riester-Vertrag einzahlt, baut nicht nur seine private Rente aus. Er profitiert bei der nächsten Steuererklärung erneut von den steuerlichen Vorzügen der Riester-Rente.

Beispielrechnung: Welcher Beitrag ist für die volle Zulage der Riester-Rente notwendig?

  30-jähriger Allein­stehender 35-jährige Mutter mit zwei Kindern
Brutto­einkommen/Jahr 40.000 Euro 30.000 Euro
Davon vier Prozent 1.600 Euro 1.200 Euro
Abzüglich der Zulagen/Jahr 1.425 Euro (minus 175 Euro) 425 Euro (minus 775 Euro)
Monatlicher Beitrag 118,75 Euro 35,42 Euro

Die Tabelle verdeutlicht, dass gerade Personen mit Kindern bei niedrigen monatlichen Beiträgen stark von der Riester-Rente profitieren. Doch auch ohne Zulagen für den Nachwuchs ist diese private Altersvorsorge durch den Steuervorzug eine attraktive Vorsorgeoption.

Welche Kosten entstehen bei der Riester-Rente?

Mithilfe des Produktinformationsblattes lassen sich die verschiedenen Angebote zur Riester-Rente gut miteinander vergleichen. Aus diesem gehen die Effektivkosten der Altersvorsorge hervor. Je höher diese sind, desto mehr drücken sie die Rendite des Vertrags. Zu den Kosten zählen etwa Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungsgebühren sowie Fondsgebühren.

Je nach Anbieter schwanken diese Kosten stark, wie beispielsweise eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren liegen die Effektivkosten beim günstigsten der geprüften 18 Versicherer bei 0,56 Prozent. Beim teuersten sind es dagegen 3,10 Prozent. Um das Beste aus der private Altersvorsorge herauszuholen, ist es daher wichtig, eine günstige Riester-Rente zu wählen.

Riester-Rente - Zulagen
Die maximalen Zulagen für Riester-Sparer

Wer ist zulagenberechtigt?

Nicht hat jeder das Recht auf die Riester-Förderung. Diese steht nur bestimmten Personengruppen zu. Dazu zählen unter anderem

  • Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen,
  • Beamte und
  • rentenversicherungspflichtige Selbstständige.

Wer nicht unmittelbar zulagenberechtigt ist, sollte prüfen, ob er trotzdem eine Riester-Förderung erhält. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Ehepartner Anspruch auf die Grundzulage hat. Lebenspartner eines Förderberechtigten können dann einen eigenständigen, förderfähigen Riester-Vertrag abschließen.

Wichtig: Die Zulagen müssen jährlich beantragt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit eines Dauerzulagenantrags. Mit diesem verpflichten Riester-Sparer ihren Anbieter dazu, jährlich den Antrag bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen zu stellen.

Welche Formen der Riester-Rente gibt es?

Bei der Riester-Rente haben Interessierte die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Welches Riester-Produkt sich für die eigene Absicherung anbietet, hängt auch davon ab, wie das angesparte Kapital später genutzt wird.

Wohnriester: Darunter ist die Riester-Förderung für Bausparverträge beziehungsweise die Abzahlung von Baufinanzierungen zu verstehen.

Klassische Riester-Rente: Die Sparbeiträge unterliegen einem Garantiezins. So steht bereits bei Vertragsabschluss fest, wie hoch die private Rente im Alter mindestens ausfällt. Die garantierte Verzinsung führt jedoch dazu, dass die Versicherungsunternehmen das Kapital ihrer Kunden nur in sehr sichere Anlagen
investieren können. Entsprechend niedrig sind die Renditeaussichten.

Fondsgebundene Riester-Rente: Hier werden die Sparbeiträge in Fonds investiert, wodurch eine bessere Rendite möglich ist. Gerade bei dieser Riester-Variante ist es wichtig, die Kosten der Anbieter zu vergleichen, da diese vergleichsweise hoch sein können.

Zudem lässt sich die Riester-Rente als Bank- oder Fondssparplan realisieren oder in Kombination mit der betrieblichen Altersvorsorge.

 

Wie sicher ist die Riester-Rente bei Arbeitslosigkeit?

Wer arbeitslos wird, muss mitunter die eigenen Ersparnisse angreifen, bevor er Anspruch auf staatliche Unterstützung hat. Die Riester-Rente wird in die Berechnungen zum Arbeitslosengeld II allerdings nicht einbezogen.

Wann wird die Riester-Rente ausgezahlt?

Die Auszahlungen der Riester-Rente beginnen in der Regel ab dem 65. oder 67. Lebensjahr. Für ab 2012 abgeschlossene Verträge erfolgt der Leistungsbezug frühestens mit dem 62. Geburtstag. Bei einer früheren Auszahlung müssen die erhaltenen Zulagen und Steuererstattungen zurückgezahlt werden.

Die Auszahlungen unterliegen der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass die Einzahlungen zwar steuerfrei sind, die Rentenzahlungen allerdings wie die gesetzliche Rente versteuert werden. Wie hoch die Steuerlast ist, hängt vom persönlichen Steuersatz av. In der Regel ist dieser jedoch niedriger als während des Erwerbslebens. So fallen durch die nachgelagerte Besteuerung weniger Steuern an.

Tipp: Unterschreitet die monatliche Rente einen bestimmten Betrag, können sich Versicherte ihr Kapital förderunschädlich auf einen Schlag auszahlen lassen. 2018 liegt die Grenze bei 30,45 Euro pro Monat. Seit 2018 haben sie zudem die Wahl, ob sie die sogenannte Kleinstbetragsrente mit Beginn der Auszahlungsphase oder zum 1. Januar des folgenden Jahres erhalten. Die zweite Option kann steuerlich günstiger sein.

Welche ist die beste Riester-Rente?

Unterschiedliche Tests zur Riester-Rente zeigen zwar auf, welche Versicherungsunternehmen empfehlenswerte Angebote haben. Jedoch sind die Vergleiche meist anhand starrer Musterkunden durchgeführt. Individuelle Wünsche an die staatlich geförderte Altersvorsorge lassen sich daher nicht abbilden.

Welche Riester-Rente die beste ist, erfahren Interessierte in der Regel nur, wenn sie mehrere Angebote berücksichtigen und diese vergleichen. Sinnvoll ist es, sich dabei von einem Riester-Experten unterstützen zu lassen. Dieser ermittelt nicht nur anhand der individuellen Lebenssituation, beruflichen Perspektive und Familienplanung die geeignete Riester-Form, sondern findet den Tarif, der die persönlich besten Konditionen bietet.