Riester-Rente

Mit staat­licher Förderung fürs Alter vorsorgen.

  • Zulagen sichern
  • Auf niedrige Vertrags­kosten achten
  • Beste Riester-Rente jetzt finden

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bis 29-Jährige

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30- bis 39-Jährige

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ab 60-Jährige

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2019

Riester-Rente: Sinnvolle Altersvorsorge oder finanzieller Reinfall?

Bei der Riester-Rente unterstützt der Staat Versicherte durch jährliche Zulagen und Steuervorteile. Damit die Riester-Rente die eigene gesetzliche Rente perfekt ergänzt, ist vor allem der Blick auf die Kosten wichtig.

 

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Immer gut zu wissen

Was ist eine Riester-Rente?

Mit der Riester-Rente kombinieren Sparer ihre private Altersvorsorge mit staatlichen Zulagen. Um diese in vollem Umfang zu erhalten, zahlen sie mindestens vier Prozent ihres Bruttojahres­einkommens in ihren Riester-Vertrag ein (maximal jedoch 2.100 Euro). Die erhaltene Förderung wird dabei berücksichtigt. Wichtig für Gering­verdiener: Pro Jahr müssen sie mindestens 60 Euro einzahlen.

Versicherte erhalten eine jährliche Grundzulage sowie eine Kinderzulage für jedes kindergeld­berechtigte Kind. Zusätzlich sind Steuer­vorteile möglich. Mit Rentenbeginn profitieren Riester-Sparer nicht nur von einer lebenslangen Rente. Sie können sich auch 30 Prozent ihrer Ersparnisse auf einen Schlag auszahlen lassen.

  • 2002/03 - 38 €
  • 2004/05 - 76 €
  • 2006/07 - 114 €
  • 2008/17 - 154 €
  • seit 2018 - 175 €

Tipp:

Neben der Riester-Rente gibt es weitere Vorsorge­formen, um die Rente um ein paar Hundert Euro aufzustocken. Welche private Altersvorsorge am besten zu den eigenen Wünschen passt, finden Interessierte mit einem unverbindlichen und kostenlosen Angebot heraus.

Welche Vorteile und Nachteile hat die Riester-Rente?

Die staatlichen Zulagen und Steuervorteile sind zwei Argumente für die Riester-Rente. Daneben bietet diese Form der Altersvorsorge weitere Vorteile. Allerdings ist es auch wichtig, sich mit möglichen Nachteilen zu beschäftigen, um Über­raschungen zu vermeiden.

  • Vorteile der Riester-Rente
  • Nachteile der Riester-Rente

Tipp:

Verstirbt der Versicherungs­nehmer nach Rentenbeginn, verfällt die Rente in der Regel. Hat er jedoch eine Renten­garantiezeit vereinbart, fließt die Riester-Rente bis zum Ablauf des vereinbarten Zeitraumes an die Hinterbliebenen.

Aktuelles zur Riester-Rente

Für wen ist die Riester-Rente sinnvoll?

Die Riester-Rente richtet sich an jeden, der Beiträge an die gesetzliche Renten­versicherung zahlt, also sozialversicherungs­pflichtig angestellt oder freiwillig versichert ist. Jeder Beschäftigte erhält:

Aufgrund der Kinderzulagen lohnt es sich insbesondere für Familien mit mehreren Kindern und für Allein­erziehende, mit der Riester-Rente vorzusorgen.

Die Riester-Rente hat darüber hinaus Steuer­vorteile zu bieten. Die private Altersvorsorge ist daher auch für Gutverdiener sinnvoll. Während die Zulagen direkt in den Vertrag fließen, gibt es die Steuer­rückzahlungen im Hier und Jetzt. Pro Jahr sind bis zu 2.100 Euro beim Finanzamt absetzbar.

Tipp:

Wer die Steuer­erstattung vom Finanzamt als Sonderzahlung für seine Altersvorsorge nutzt, baut nicht nur seine private Rente aus. Er profitiert bei der nächsten Steuer­erklärung erneut von den steuerlichen Vorzügen der Riester-Rente.

Beispiel­rechnung: Welcher Beitrag ist für die volle Zulage der Riester-Rente notwendig?

30-jähriger Allein­stehender 35-jährige Mutter von zwei Kindern
Brutto­einkommen/Jahr 40.000 Euro 30.000 Euro
Davon vier Prozent 1.600 Euro 1.200 Euro
Abzüglich der Zulage minus 175 Euro > 1.425 Euro Jahres­beitrag minus 775 Euro > 425 Euro Jahres­beitrag
Monat­licher Beitrag 118,75 Euro 35,42 Euro

Gerade Personen mit Kindern müssen nur wenig in die Riester-Rente investieren, um die volle Förderung zu erhalten. Doch auch ohne Kinderzulagen ist die private Altersvorsorge durch den Steuervorzug eine attraktive Vorsorgeoption.

Welche Kosten entstehen bei der Riester-Rente?

Je nach Anbieter schwanken die Kosten der Riester-Rente stark, wie eine Untersuchung des Verbraucher­zentrale Bundesverbands zeigt. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren betragen die Effektiv­kosten beim günstigsten der 18 geprüften Versicherer 0,56 Prozent. Der teuerste setzt 3,10 Prozent an.

Die unterschiedlichen Tarife zur Riester-Rente und deren Gebühren können Verbraucher mit dem sogenannten Produkt­informations­blatt vergleichen. Aus diesem gehen die Effektiv­kosten der Altersvorsorge hervor. Je höher diese sind, desto mehr drücken sie die Rendite des Vertrags. Zu den Kosten zählen etwa Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungs­gebühren sowie Fondsgebühren.

Wer ist zulagen­berechtigt?

Nicht jeder hat das Recht auf die Riester-Förderung. Diese steht nur bestimmten Personengruppen zu. Dazu zählen unter anderem

 

Wer nicht unmittelbar zulagenberechtigt ist, sollte prüfen, ob er trotzdem eine Riester-Förderung erhält. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Ehepartner Anspruch auf die Grundzulage hat. Lebenspartner eines Förder­berechtigten können dann einen eigenständigen, förderfähigen Riester-Vertrag abschließen.

Zulagen müssen beantragt werden

Die Zulagen müssen jährlich beantragt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit eines Dauerzulagen­antrags. Mit diesem verpflichten Riester-Sparer ihren Anbieter dazu, jährlich den Antrag bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen zu stellen.

Welche Formen der Riester-Rente gibt es?

Bei der Riester-Rente haben Interessierte die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Zudem lässt sie sich als Bank- oder Fondssparplan realisieren oder in Kombination mit der betrieblichen Altersvorsorge.

Wie sicher ist die Riester-Rente bei Arbeits­losigkeit?

Wer arbeitslos wird, muss erst die eigenen Ersparnisse aufbrauchen, bevor er Anspruch auf staatliche Unterstützung hat. Die Riester-Rente wird in die Berechnungen zum Arbeits­losengeld II allerdings nicht einbezogen.

Wann wird die Riester-Rente ausgezahlt und wie wird sie besteuert?

Die Auszahlung der Riester-Rente beginnt in der Regel zwischen dem 65. und 67. Lebensjahr. Für ab 2012 abgeschlossene Verträge müssen Versicherte mindestens ihren 62. Geburtstag gefeiert haben. Bei einer früheren Auszahlung sind die Zulagen und Steuer­erstattungen zurückzuzahlen.

Die Auszahlungen unterliegen der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass sie wie die gesetzliche Rente versteuert werden. Wie hoch die Steuerlast ist, hängt vom persönlichen Steuersatz ab.

Tipp:

Unterschreitet die monatliche Rente 31,15 Euro (West) beziehungsweise 28,70 Euro, können sich Versicherte ihr Kapital förder­unschädlich auf einen Schlag auszahlen lassen (Stand 2019). Seit 2018 haben sie zudem die Wahl, ob sie die sogenannte Kleinst­betragsrente mit Beginn der Auszahlungsphase oder zum 1. Januar des folgenden Jahres erhalten. Die zweite Option kann steuerlich günstiger sein.

Welche ist die beste Riester-Rente?

Unterschiedliche Tests zur Riester-Rente zeigen zwar, welche Versicherungs­unternehmen empfehlenswert sind. Die Vergleiche werden jedoch meist anhand starrer Kriterien durchgeführt. Individuelle Wünsche an die staatlich geförderte Altersvorsorge lassen sich so nicht abbilden.

Welche Riester-Rente die beste ist, erfahren Interessierte nur, wenn sie mehrere Angebote berücksichtigen und diese vergleichen. Sinnvoll ist es, sich dabei von einem Riester-Experten unterstützen zu lassen. Dieser ermittelt nicht nur anhand der aktuellen Lebenslage, der beruflichen Perspektive und der Familienplanung die geeignete Riester-Form, sondern findet den Tarif, der die besten Konditionen bietet.