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Riester-Rente im Test

Aktuelle Testsieger auf einen Blick
Riester-Rente im Test
  • Rentenhöhe unterscheidet sich je nach Versicherer teils deutlich
  • Nur noch wenige Riester-Renten sind empfehlenswert
  • Hier persönlich beste Riester-Rente finden

Aktuelle Tests im Vergleich: Welche Riester-Rente zahlt sich wirklich aus?

Bei der Riester-Rente gibt es nicht nur verschiedene Formen, mit denen Sparer ein solides Polster für ihren Ruhestand aufbauen. Auch die Auswahl an Tarifen ist riesig. Um gute von schlechten Angeboten zu trennen, helfen aktuelle Tests. Doch ihre Aussagekraft ist aufgrund von unflexiblen Musterkunden begrenzt. Einen persönlichen Tarifvergleich ersetzen sie daher nicht.

Welche Riester-Rente ist die beste?

Klassisch? Fondsgebunden? Mit oder ohne Beitragsgarantie? Es gibt verschiedene Formen der Riester-Rente, mit denen Sparer ihren Lebensabend finanziell absichern. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen darin, wie viel Sicherheit Versicherten bei ihrer privaten Altersvorsorge wichtig ist. Während klassische Riester-Rentenversicherungen mit einer garantierten Rentenhöhe punkten, haben fondsgebundene Tarife deutlich bessere Renditeaussichten.

Aufgrund der unterschiedlichen Vorsorgeformen ist ein Blick auf aktuelle Testsieger nur dann sinnvoll, wenn Interessierte bereits wissen, wie ihre Riester-Rente gestaltet sein soll: Wie viel Risiko wollen sie eingehen? Auf welche Garantien legen sie Wert? Haben Sparer noch keine Antworten auf diese Fragen hat, sollten sie sich zunächst unverbindlichen Rat von einem Experten einholen. Nur wer weiß, was mit seinen Versicherungsbeiträgen geschieht und wie damit gewirtschaftet wird, kann sich für die persönlich beste Altersvorsorge entscheiden.

Welche Riester-Rente bietet die beste
Altersvorsorge?

Riester-Rente im Vergleich: Welche aktuellen Testsieger gibt es 2018?

Die Tests zur Riester-Rente sind meist sehr aufwendig. Entsprechend selten werden aktuelle Testsieger ermittelt. So hat es 2018 bisher nur eine Untersuchung vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung für die Zeitschrift Guter Rat gegeben.

Die Tester haben 45 Tarife zur Riester-Rente untersucht. Mit dabei waren klassische Riester-Rentenversicherungen, fondsgebundene Tarife mit Beitragsgarantie sowie Indexpolicen. Bei letzteren fließen vom Versicherer erwirtschaftete Überschüsse in Aktien. Dies kann zu einer höheren Rentenauszahlung führen.

„Generell gilt: Je mehr Garantien ein Vertrag bietet, desto niedriger fällt in der Regel die Rendite aus und umgekehrt“, schreibt das Magazin. So sind mit einer klassischen Riester-Rente bis zu 2,2 Prozent Ertrag möglich, wobei 0,23 Prozent pro Jahr garantiert sind. Ohne dieses Zinsversprechen liegt die zu erwartende Rendite bei einer fondsgebundene Riester-Rente dagegen bei 2,59 Prozent.

Die Testergebnisse

Die unterschiedlichen Angebote der privaten Altersvorsorge wurden von den Experten in den vier Kategorien Rendite, Flexibilität, Transparenz und Unternehmensstärke bewertet. Nach Auswertung aller Kriterien ist der Versicherer Allianz der klare Testsieger. Er dominiert den Vergleich, denn er setzt sich bei jeder untersuchten Vorsorgeform an die Spitze des Ratings. Doch auch andere Anbieter überzeugen mit einer sehr guten Gesamtnote.

Die besten klassischen Riester-Rentenversicherungen bieten dem Test zufolge

Allianz Tarif „Klassik“,
R+V „RiesterRente“,
Debeka „Riester-Rente“ und
Hannoversche „Riester-Rente“.

Die Top 3 der Indexpolicen setzt sich zusammen aus

Allianz „IndexSelect“,
Stuttgarter „index-safe“ und
AXA „Relax RiesterRente Classic“.

Bei den fondsgebundenen Riester-Renten landet die Allianz mit den Angebot „InvestFlex“ auf dem ersten Rang. Dahinter teilen sich vier Versicherungsunternehmen den zweiten Platz: Alte Leipziger („ALfonds-Riester“), Stuttgarter („performance-safe“), AXA („Relax RiesterRente Comfort“) und Württembergische („Genius RiesterRente plus“).

Achtung: Auch wenn der erste Riester Rente Test 2018 zu einem deutlichen Ergebnis kommt, ist es ratsam, sich nicht ausschließlich auf den Testsieger zu verlassen. Um zu entscheiden, welcher Versicherer die persönlich beste Riester-Rente bietet, sollten sich Interessierte zu weiteren Angeboten der staatlich geförderten Altersvorsorge unverbindlich beraten lassen. Denn nur ein Vergleich aus Expertenhand offenbart die Stärken und Schwächen der einzelnen Tarife.

Riester-Rente im Test von Stiftung Warentest

Neben dem aktuellen Vergleich hat auch die Stiftung Warentest im Herbst 2017 einen Blick auf die Qualität der Riester-Rente geworfen. Für die Finanztest-Ausgabe 10/2017 konzentrierte sich die Verbraucherorganisation auf klassische Riester-Rentenversicherungen. Da jedoch immer weniger Versicherer die staatlich geförderte Altersvorsorge mit Garantieverzinsung anbieten, wurden lediglich zehn Tarife auf Herz und Nieren geprüft.

Für die Untersuchung ging die Stiftung Warentest von einem 30-jährigen Modellkunden aus, der jährlich 1.046 Euro in seinen Vertrag einzahlt. Die monatliche private Rente soll ab dem 67. Geburtstag fließen. Zudem vereinbart der Kunde eine zehnjährige Rentengarantiezeit. Verstirbt er in diesem Zeitraum, wird die Rente bis zum Ablauf der zehn Jahre weiter an Hinterbliebene ausgezahlt.

Während aus dem vorherigen Test im Jahr 2015 noch vier gute Tarife hervorgingen, erzielt aktuell kein Versicherer dieses Ergebnis. Aus Sicht der Stiftung Warentest bietet zwar die Allianz („RiesterRente Klassik ARS1U“) die beste klassische Riester-Rente. Allerdings kommt selbst der Testsieger nicht über eine befriedigende Note hinaus.

Auch die anderen bewerteten Tarife, wie „Riester Care RA 2017S“ von HanseMerkur auf dem zweiten Platz, sind den Testern zufolge nur befriedigend. Während die meisten von ihnen in den beiden untersuchten Kriterien Transparenz und Flexibilität gute Noten erreichen, fällt das Urteil in den stärker gewichteten Bereichen Rentenzusage und Kosten sowie Anlageerfolg durchwachsen aus.

 

Grundsicherung im Alter: Freibetrag für Riester-Rente

Sollten Riester-Sparer später auf die Sozialleistung Grundsicherung im Alter angewiesen sein, haben sie Anspruch auf einen Freibetrag. Das bedeutet, sie erhalten auf jeden Fall eine bessere staatliche Unterstützung als solche Personen, die nicht privat mit einer Riester-Rente vorgesorgt haben.

Aktuelle Testsieger zur Riester-Rente vom Handelsblatt

Zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg hat das Handelsblatt im Sommer 2017 verschiedene Tarife der Riester-Rente geprüft. Wie beim aktuellen Vergleich 2018 analysierten die Experten unterschiedliche Varianten der privaten Altersvorsorge, beispielsweise Angebote mit Garantieverzinsung, Index- oder Fondsbeteiligung. Dabei zeigt sich, dass sich die Versicherer vor allem bei den Kosten deutlich unterscheiden. Je mehr Geld die Anbieter jedoch einbehalten, desto weniger bleibt für die Rente der Versicherten.

Tipp: Interessierte sollten stets mehrere Riester-Renten miteinander vergleichen, um das Beste aus ihrer privaten Altersvorsorge herauszuholen.

Um die verschiedenen Riester-Renten gegenüberstellen zu können, gingen die Tester von einem 32-jährigen Modellkunden aus. Mit 67 Jahren soll seine private Rente ausgezahlt werden. Bis dahin hat er monatlich 100 Euro in seinen Riester-Vertrag eingezahlt.

Je nach Anbieter und gewählter Vorsorgeform erzielen mehrere Riester-Renten eine sehr gute Bewertung. Testsieger sind:

Klassisch mit Garantiezins  
Allianz „RiesterRente Klassik ARS1U“
Mit Indexbeteiligung  
HDI „TwoTrust Select Riesterrente RXA“
Allianz „Index Select ARIU2“
R+V „IndexInvest IVZ“
Fondsgebunden  
Continentale „Riester Rente Garant RRG“
HanseMerkur „Riester Care RA“
Allianz „KomfortDynamik ARFKU1“ sowie „InvestFlex ARF1UMGD“
Württembergische „Genius RiesterRente Plus FRRH+“

Dem Vergleich zufolge schwanken die Auszahlungen im Rentenalter vor allem bei den fondsorientieren Riester-Renten. So können aus den eingezahlten 100 Euro bei einer Wertentwicklung von fünf Prozent zwischen 184 Euro und 300 Euro pro Monat werden.

Mit persönlichem Tarifvergleich das Beste aus der Altersvorsorge herausholen

Seit einiger Zeit können Verbraucher die unterschiedlichen Tarife zur Riester-Rente mithilfe eines einheitlichen Produktinformationsblatts besser miteinander vergleichen. Dennoch bleibt es kompliziert, die Angebote hinsichtlich Kosten und Renditechancen gegenüberzustellen. Zu viele persönliche Faktoren bleiben auf dem Infoblatt unberücksichtigt.

Damit Interessierte optimal von der staatlichen Förderung profitieren, ist eine günstige und leistungsstarke Riester-Rente wichtig. Diese zu finden, gelingt in der Regel nur mit einem maßgeschneiderten Angebot eines Versicherungsexperten, das alle persönlichen Anforderungen und Wünsche an die private Altersvorsorge berücksichtigt.

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