Riester Rente im Test

Aktuelle Testsieger auf einen Blick

  • Große Unterschiede bei der Rentenhöhe
  • Gute Riester-Rente schwer zu finden
  • Zur persönlich besten Riester-Rente

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2019

Aktuelle Tests im Vergleich: Welche Riester-Rente zahlt sich wirklich aus?

Bei der Riester-Rente gibt es nicht nur verschiedene Formen, mit denen Sparer ein solides Polster für ihren Ruhestand aufbauen. Auch die Auswahl an Tarifen ist riesig. Um gute von schlechten Angeboten zu trennen, helfen aktuelle Tests. Ihre Aussagekraft sollte wegen der engen Testvorgaben jedoch nicht überschätzt. Einen persönlichen Tarifvergleich ersetzen sie nicht.

 

Weitere Themen

Immer gut zu wissen

Welche Riester-Rente ist die beste?

Klassisch? Fondsgebunden? Mit oder ohne Beitrags­garantie? – Mit der Riester-Rente lässt sich der Lebensabend auf unterschiedliche Weise finanziell absichern. Die Formen unterscheiden sich im Wesentlichen darin, wie viel Sicherheit Verbrauchern bei ihrer privaten Altersvorsorge wichtig ist.

Während klassische Riester-Rentenversicherungen mit einer garantierten Rentenhöhe punkten, haben fondsgebundene Tarife deutlich bessere Rendite­aussichten. Die meisten aktuellen Tests zur Riester-Rente berücksichtigen beide Varianten.

Riester-Rente im Vergleich: Welche Testsieger gibt es 2019?

Die Untersuchungen zur Riester-Rente sind sehr aufwendig, sodass sie vergleichsweise selten stattfinden. So hat 2019 bisher lediglich die Stiftung Warentest einen Blick auf klassische Riester-Renten geworfen. Der Vergleich zeigt allerdings nicht, wie gut oder schlecht die Tarife sind. Stattdessen stellt die Verbraucher­organisation fest, dass es immer weniger Versicherer gibt, die Riester-Rentenversicherungen mit einer Garantie­verzinsung anbieten.

Wer sich für eine klassische Riester-Rente interessiert, kann derzeit nur noch zwischen 15 Angeboten wählen. Die Stiftung Warentest hat dabei ermittelt, dass diese eine garantierte private Rente zwischen 108 Euro und 116 Euro pro Monat ermöglichen. Voraussetzung ist, dass der Versicherte monatlich 85 Euro über 30 Jahre eingezahlt hat. Bei einer Laufzeit von 40 Jahren sind es zwischen 138 Euro und 155 Euro.

Zu den Versicherern, die eine monatliche Rente über 150 Euro ermöglichen, zählen:

  • Allianz mit dem Tarif „Klassik“
  • Hannoversche „Altersvorsorgevertrag“
  • HanseMerkur „Riester Care“
  • Itzehoer „Vertrauensrente“
  • MyLife „Fairrelax“

Riester-Rente im Vergleich: Welche Testsieger gibt es 2018?

Für die Zeitschrift Guter Rat hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) im vergangenen Jahr 45 Tarife zur Riester-Rente untersucht. Mit dabei waren klassische Riester-Renten­versicherungen, fondsgebundene Tarife mit Beitrags­garantie sowie Indexpolicen. Bei letzteren fließen vom Versicherer erwirtschaftete Überschüsse in Aktien. Dies kann zu einer höheren Renten­auszahlung führen.

„Generell gilt: Je mehr Garantien ein Vertrag bietet, desto niedriger fällt in der Regel die Rendite aus und umgekehrt“, schreibt das Magazin. So sind mit einer klassischen Riester-Rente bis zu 2,2 Prozent Ertrag möglich, wobei 0,23 Prozent pro Jahr garantiert sind. Ohne das Zinsversprechen liegt die zu erwartende Rendite bei einer fondsgebundene Riester-Rente bei 2,59 Prozent.

Achtung:

Auch wenn dieser Riester-Rente Test eindeutig ausfällt, ist es ratsam, sich nicht ausschließlich auf den Testsieger zu verlassen. Um zu entscheiden, welcher Versicherer die persönlich beste Riester-Rente bietet, sollten sich Interessierte unverbindlich zu weiteren Angeboten der staatlich geförderten Altersvorsorge beraten lassen. Nur ein Vergleich aus Expertenhand offenbart die Stärken und Schwächen der einzelnen Tarife.

Aktuelles zur Altersvorsorge

Weiterer Riester-Rente Test von Stiftung Warentest

Neben dem aktuellen Vergleich hat die Stiftung Warentest im Herbst 2017 einen Blick auf die Qualität der Riester-Rente geworfen. Für die Finanztest-Ausgabe 10/2017 konzentrierte sich die Verbraucher­organisation auf klassische Riester-Renten­versicherungen. Da jedoch schon damals nur wenige Versicherer die staatlich geförderte Altersvorsorge mit Garantie­verzinsung angeboten haben, wurden lediglich zehn Tarife auf Herz und Nieren geprüft.

Grundsicherung im Alter: Freibetrag für Riester-Rente

Sollten Riester-Sparer später auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sein, steht ihnen ein Freibetrag zu. Das bedeutet, sie erhalten auf jeden Fall eine bessere staatliche Unterstützung als Personen, die nicht privat mit einer Riester-Rente vorgesorgt haben.

Testsieger zur Riester-Rente vom Handelsblatt

Zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg hat das Handelsblatt im Sommer 2017 verschiedene Riester-Renten geprüft. Die Experten analysierten unterschiedliche Varianten der privaten Altersvorsorge, beispielsweise Angebote mit Garantie­verzinsung, Index- oder Fonds­beteiligung. Dabei zeigt sich, dass sich die Versicherer vor allem bei den Kosten deutlich unterscheiden. Je mehr Geld die Anbieter jedoch einbehalten, desto weniger bleibt für die Rente der Versicherten.

Um die verschiedenen Riester-Renten gegenüberstellen zu können, gingen die Tester von einem 32-jährigen Modellkunden aus. Mit 67 Jahren soll seine private Rente ausgezahlt werden. Bis dahin hat er monatlich 100 Euro in seinen Riester-Vertrag eingezahlt.

Je nach Anbieter und gewählter Vorsorgeform erzielen mehrere Riester-Renten eine sehr gute Bewertung. Testsieger sind:

Klassisch mit Garantie­zins

Allianz „RiesterRente Klassik ARS1U“

Mit Index­beteiligung

HDI „TwoTrust Select Riesterrente RXA“
Allianz „Index Select ARIU2“
R+V „IndexInvest IVZ“

Fondsgebunden

Continentale „Riester Rente Garant RRG“
HanseMerkur „Riester Care RA“
Allianz „Komfort­Dynamik ARFKU1“ sowie „InvestFlex ARF1UMGD“
Württem­bergische „Genius RiesterRente Plus FRRH+“

Dem Vergleich zufolge schwanken die Auszahlungen im Rentenalter vor allem bei den fondsorientierten Riester-Renten. So können aus den eingezahlten 100 Euro bei einer Wertentwicklung von fünf Prozent zwischen 184 Euro und 300 Euro pro Monat werden.

Mit persönlichem Tarifvergleich das Beste aus der Altersvorsorge herausholen

Verbraucher können die unterschiedlichen Tarife zur Riester-Rente mithilfe eines einheitlichen Produkt­informations­blatts miteinander vergleichen. Dennoch bleibt es kompliziert, die Angebote hinsichtlich Kosten und Renditechancen gegenüberzustellen: Zu viele persönliche Faktoren bleiben auf dem Infoblatt unberücksichtigt.

Damit Interessierte optimal von der staatlichen Förderung profitieren, ist eine günstige und leistungsstarke Riester-Rente wichtig. Diese zu finden, gelingt in der Regel nur mit einem maßgeschneiderten Angebot eines Versicherungsexperten, das alle persönlichen Anforderungen und Wünsche an die private Altersvorsorge berücksichtigt.

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