Riester-Rente im Test

Aktuelle Testsieger auf einen Blick

  • Große Unterschiede bei der Rentenhöhe
  • Gute Riester-Rente mit Unterstützung zu finden
  • Zur persönlich besten Riester-Rente

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Zuletzt aktualisiert: Juni 2020

Aktuelle Tests im Überblick: Welche Riester-Rente zahlt sich wirklich aus?

Bei der Riester-Rente gibt es nicht nur verschiedene Formen, mit denen Sparer ein solides Polster für ihren Ruhestand aufbauen. Auch die Auswahl an Tarifen ist groß. Um gute von schlechten Angeboten zu trennen, helfen aktuelle Tests. Ihre Aussagekraft sollte wegen der engen Testvorgaben jedoch nicht überschätzt. Einen persönlichen Tarifvergleich ersetzen sie nicht.

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Immer gut zu wissen

Welche Riester-Rente ist 2020 die beste?

Klassisch? Fondsgebunden? Mit oder ohne Indexbeteiligung? – Mit der Riester-Rente lässt sich der Lebensabend auf unterschiedliche Weise finanziell absichern. Die Formen unterscheiden sich im Wesentlichen darin, wie viel Sicherheit Verbrauchern bei ihrer privaten Altersvorsorge wichtig ist.

Während klassische Riester-Rentenversicherungen mit einer garantierten Rentenhöhe punkten, haben fondsgebundene Tarife deutlich bessere Rendite­aussichten. Die meisten aktuellen Tests zur Riester-Rente berücksichtigen beide Varianten.

Riester-Rente im Fokus bei Finanztest: Welche Testsieger gibt es 2020?

Die Untersuchungen zur Riester-Rente sind sehr aufwendig, sodass sie vergleichsweise selten stattfinden. So hat sich 2020 noch kein Institut an sie herangewagt. 2019 haben lediglich die Stiftung Warentest und das Handelsblatt einen Blick auf die Riester-Rente geworfen.

Das Rating der Stiftung Warentest zeigt allerdings nicht, wie gut oder schlecht die Tarife sind. Stattdessen stellt die Verbraucher­organisation fest, dass es immer weniger Versicherer gibt, die Riester-Rentenversicherungen mit einer Garantie­verzinsung anbieten.

Wer sich für eine klassische Riester-Rente interessiert, kann derzeit nur noch zwischen 15 Angeboten wählen. Die Stiftung Warentest hat dabei ermittelt, dass diese eine garantierte private Rente zwischen 108 Euro und 116 Euro pro Monat ermöglichen. Voraussetzung ist, dass der Versicherte monatlich 85 Euro über 30 Jahre eingezahlt hat. Bei einer Laufzeit von 40 Jahren sind es zwischen 138 Euro und 155 Euro garantierte Rente.

Zu den Versicherern, die eine monatliche Rente über 150 Euro in diesem Zeitraum ermöglichen, zählen:

  • Allianz mit dem Tarif „Klassik“
  • Hannoversche „Altersvorsorgevertrag“
  • HanseMerkur „Riester Care“
  • Itzehoer „Vertrauensrente“
  • MyLife „Fairrelax“

Aktuelles zur Altersvorsorge

Testsieger zur Riester-Rente vom Handelsblatt

Zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg hat das Handelsblatt im Herbst 2019 verschiedene Riester-Renten geprüft. Die Experten analysierten unterschiedliche Varianten der privaten Altersvorsorge: einerseits fondsgebundene Riester-Renten mit voller Garantie und klassische Riester-Renten mit Indexbeteiligung. Dabei zeigt sich, dass sich die Versicherer vor allem bei den Kosten deutlich unterscheiden. Je mehr Geld die Anbieter jedoch einbehalten, desto weniger bleibt für die Rente der Versicherten.

Um die verschiedenen Tarife gegenüberstellen zu können, gingen die Tester von einem 32-jährigen Modellkunden aus. Mit 67 Jahren soll seine private Rente ausgezahlt werden. Bis dahin hat er monatlich 100 Euro in seinen Riester-Vertrag eingezahlt.

Franke und Bornberg prüfte dabei die Finanzkraft des Versicherers, die Qualität und Flexibilität der Verträge, weitere Optionen wie die Einzahlung zusätzlicher Beiträge und die Rentenhöhe.

Je nach Anbieter und gewählter Vorsorgeform erzielen mehrere Riester-Renten eine sehr gute Bewertung. Testsieger sind:

Klassisch mit Index­beteiligung

Allianz „Index Select Plus ARIIU2 (E84)“ sowie „Index Select ARIU2“
R+V „IndexInvest IVZ“

Fondsgebunden

Allianz „Komfort­Dynamik ARFKU1 (E222)“ sowie „InvestFlex ARF1UMGD (E202)“
Continentale „Riester-Rente Invest Garant“
Stuttgarter „Riester-Rente performance-safe Tarif 85“
HanseMerkur „Riester Care Invest“
Die Bayerische „plusrente Riesterrente Zukunft FRiRGZ“ sowie „Riesterrente Zukunft FRiRGZ“

Dem Test zufolge schwanken die Auszahlungen im Rentenalter vor allem bei den fondsorientierten Riester-Renten. So können aus den eingezahlten 100 Euro bei den Top-Tarifen bei einer Wertentwicklung von fünf Prozent zwischen 244 Euro und 294 Euro pro Monat werden.

Weiterer Riester-Rente Test von Stiftung Warentest

Neben dem aktuellen Vergleich hat die Stiftung Warentest im Herbst 2017 einen Blick auf die Qualität der Riester-Rente geworfen. Für die Finanztest-Ausgabe 10/2017 konzentrierte sich die Verbraucher­organisation auf klassische Riester-Renten­versicherungen. Da jedoch schon damals nur wenige Versicherer die staatlich geförderte Altersvorsorge mit Garantie­verzinsung angeboten haben, wurden lediglich zehn Tarife auf Herz und Nieren geprüft.

Grundsicherung im Alter: Freibetrag für Riester-Rente

Sollten Riester-Sparer später auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sein, steht ihnen ein Freibetrag zu. Das bedeutet, sie erhalten auf jeden Fall eine bessere staatliche Unterstützung als Personen, die nicht privat mit einer Riester-Rente vorgesorgt haben.

Mit persönlichem Tarifvergleich das Beste aus der Altersvorsorge herausholen

Verbraucher können die unterschiedlichen Tarife zur Riester-Rente mithilfe eines einheitlichen Produkt­informations­blatts gegenüberstellen. Dennoch bleibt es kompliziert, die Angebote hinsichtlich Kosten und Renditechancen gegenüberzustellen: Zu viele persönliche Faktoren bleiben auf dem Infoblatt unberücksichtigt.

Damit Interessierte optimal von der staatlichen Förderung profitieren, ist eine günstige und leistungsstarke Riester-Rente wichtig. Diese zu finden, gelingt in der Regel nur mit einem maßgeschneiderten Angebot eines Versicherungsexperten, das alle persönlichen Anforderungen und Wünsche an die private Altersvorsorge berücksichtigt.

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