Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis 2022 stimmt.

Was möchten Sie über die Berufsunfähigkeits­versicherung und ihre Kosten wissen?

Viele Verbraucher vergleichen gerne die Preise, bevor sie sich etwas kaufen. Schließlich gibt es zwischen den Anbietern Kostenunterschiede. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist das nicht anders. Auch hier sind manche Tarife günstiger als andere. Doch so einfach wie bei alltäglichen Produkten ist das mit den Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht.

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Warum sind die Kosten der Berufsunfähigkeits­versicherung wichtig, aber nicht entscheidend?

Niemand möchte zu viel Geld bezahlen, wenn es auch günstiger geht. Allerdings sollten sich Interessierte bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu sehr auf die Kosten konzentrieren. Denn was bringt ein günstiger Versicherungsschutz, wenn wichtige Leistungen fehlen? Es gilt daher zuerst auf die Leistungen der BU zu achten. Stimmen diese, kann der Preisvergleich der Tarife folgen.

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Was kostet die Berufsunfähigkeits­versicherung im Monat?

Ganz klar: Am besten sollte hier ein besonders niedriger Preis stehen. Doch so einfach ist das bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht. Denn die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab.

KostenfaktorNiedrigerer Beitrag, wenn …
Alter… der Vertrags­abschluss so früh wie möglich passiert.
Beruf… Interessierte im Job nur wenig körperlich gefordert werden oder kaum unter psychischer Belastung stehen.
Hobbys… die Freizeit­aktivitäten kein besonders hohes Verletzungs­risiko haben.
Vertrags­laufzeit… die Laufzeit kurz gewählt wird.
Höhe der BU-Rente… die Berufsunfähigkeits­rente niedrig angesetzt ist.
Weitere Leistungen… kaum Zusatz­leistungen vereinbart werden.
Gesundheits­zustand… künftige Versicherte kerngesund sind und keine Vorerkrankungen haben.

Ändert sich schon einer dieser Faktoren, ändert sich auch der Monatsbeitrag, wie der nächste Abschnitt zeigt. Wer sich daher beispielsweise an den Kosten der BU eines Freundes oder einer Arbeitskollegin orientiert, kann positiv wie negativ überrascht werden, wenn er seine Beitragshöhe erfährt. Um diese zuverlässig zu ermitteln, ist ein individuell erstelltes Angebot der beste Weg.

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BU: Kosten pro Monat im Vergleich – 4 Berechnungsbeispiele

Wir haben uns einige Faktoren herausgepickt und berechnet, wie sich die monatlichen Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung ändern, wenn die sonstigen Kriterien gleich bleiben. Für die Beitragsberechnung haben wir angenommen, dass unsere Modellkunden weder Vorerkrankungen noch gefährliche Hobbys haben und keinen Wert auf besondere Zusatzleistungen legen.

Monatliche Kosten der BU im Alter von 25, 35 und 45 Jahren

Die Berufsunfähigkeitsrente für einen Rechtsanwalts- und Notargehilfen beläuft sich auf 1.500 Euro im Monat, die Laufzeit auf 67 Jahre.

  • 25 Jahre - Ab 52 Euro
  • 35 Jahre - Ab 61 Euro
  • 45 Jahre - Ab 73 Euro

Monatliche Kosten der BU bei einer Rentenhöhe von 1.250 Euro, 1.750 Euro und 2.250 Euro

Ein 30-jähriger Software-Entwickler entscheidet sich für einen Tarif, der ihn bei Berufsunfähigkeit bis zum 67. Lebensjahr absichert.

  • BU-Rente von 1.250 Euro - Ab 30 Euro
  • BU-Rente von 1.750 Euro - Ab 42 Euro
  • BU-Rente von 2.250 Euro - Ab 53 Euro
  • Weitere Kostenbeispiele

Übrigens:

Beim Beruf geht es auch darum, ob Verbraucher angestellt, verbeamtet oder selbstständig sind oder noch studieren. Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung fallen für Studenten in der Regel deutlich günstiger aus als für Selbstständige.

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Alter, Gesundheit und Co.: Die Einflussfaktoren im Detail

Im Vergleich zu anderen Versicherungen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung teuer. Beschäftigt man sich etwas mit den Gründen, ist das auch gar nicht so verwunderlich.

  1. Werden Versicherte berufsunfähig, summieren sich die Versicherungsleistungen schnell auf mehrere hunderttausend Euro.
  2. Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, ist hoch. Jeder Vierte muss vor Erreichen des Rentenalters aus dem Beruf aussteigen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherer gehen also von einem generell hohen Risiko aus, dass sie leisten müssen. Damit sie dann auch die vereinbarte Rente auszahlen können, müssen sie den Beitrag sehr genau berechnen. Daher sind die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung so individuell.

Alter: Je jünger, desto besser

Je jünger Versicherte bei Abschluss des Vertrags sind, desto gesünder sind sie in der Regel. Außerdem haben sie noch viele Jahre vor sich, in denen sie mit den Beiträgen ihre Versicherungsleistung aufbauen können.

Sie sind zudem noch weit vom Alter entfernt, in denen das Berufsunfähigkeitsrisiko statistisch gesehen hoch ist. So ist das Risiko, aufgrund von Nervenkrankheiten berufsunfähig zu werden, im Alter zwischen 41 Jahren bis 50 Jahren am höchsten, zeigt eine Auswertung des Analysehauses Morgen & Morgen.

Beruf: Jobs mit wenig Belastung im Vorteil

Manche Berufsgruppen haben ein höheres Risiko, dass Beschäftigte aufgrund der hohen körperlichen Belastung vor Rentenbeginn aus dem Job aussteigen müssen. Akademiker bekommen eine Berufsunfähigkeitsversicherung daher oftmals deutlich günstiger als Handwerker. Die Versicherer arbeiten mit unterschiedlichen Risikogruppen, um den Beruf zu klassifizieren.

Gesundheitszustand: Kerngesund am günstigsten

Ist die Gesundheit angeschlagen, ist das Berufsunfähigkeitsrisiko aus Sicht der Versicherungsgesellschaften größer. Wer beispielsweise unter Bluthochdruck leidet, hat ein höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden und berufsunfähig zu werden.

Mit Gesundheitsfragen klopfen die Versicherer daher die gesundheitliche Verfassung ihrer potenziellen Kunden ab und kalkulieren auf dieser Basis die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung. In der Gesundheitsprüfung wird auch gefragt, ob Verbraucher Nichtraucher oder Raucher sind. Kerngesunde versichern sich daher günstiger.

Vertragslaufzeit: Nicht am falschen Ende sparen

Soll die Berufsunfähigkeitsversicherung im Leistungsfall bis zum regulären Renteneintritt zahlen, liegen die Kosten höher als bei einer kürzeren Leistungsdauer. Gleiches gilt für die Vertragslaufzeit. Für eine lückenlose finanzielle Absicherung sollten Interessierte hier keine Abstriche machen und die Versicherungsdauer so festlegen, dass deren Ende mit dem Rentenbeginn zusammenfällt.

Weitere Kostenfaktoren erläutert:

Unterschied zwischen Bruttobeitrag und Zahlbeitrag beachten

Die meisten Versicherer berechnen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung einen Brutto- und einen Nettobeitrag. Der Bruttobeitrag ist die Summe, die Versicherte maximal für den Berufsunfähigkeitsschutz zahlen. Dieser Betrag reduziert sich jedoch häufig durch Überschüsse, die die Anbieter erwirtschaften und mit dem Versicherungsbeitrag verrechnen (sogenannte Überschussbeteiligung). Übrig bleibt der Netto- oder Zahlbeitrag, den Kunden tatsächlich zahlen.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Interessierte beim Abschluss der Versicherung über die Höhe des Bruttobeitrags bewusst sein. Denn die Überschüsse sind nicht garantiert. Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung können also steigen, wenn der Versicherer weniger Überschüsse erwirtschaftet.

Kosten der Berufsunfähigkeits­versicherung sind zu hoch: Alternativen prüfen

Wie die Versicherer die jeweiligen Kostenfaktoren bewerten, variiert stark. Manche lehnen bei bestimmten Erkrankungen gleich ab, andere erheben unterschiedlich hohe Zuschläge.

Wer keinen Vertrag bekommt oder nicht bereit ist, den hohen Beitrag für den Tarif auszugeben, sollte sich mit den Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung beschäftigen. Denn bei der Einkommensabsicherung gilt: Ein abgespeckter Versicherungsschutz ist immer noch besser als gar keiner.

Zu den Alternativen zählen:

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