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Private Krankenversicherung im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick
Private Krankenversicherung im Test
  • Neueste Vergleiche von Stiftung Warentest & Co. auf einen Blick
  • Große Preisspannen bei hohem Leistungsniveau
  • Jetzt PKV mit optimalem Mix aus Preis & Leistung finden

Private Krankenversicherung im Test: Welche Anbieter überzeugen im Vergleich?

Eine gute private Krankenversicherung (PKV) bietet ein erstklassiges Leistungsniveau, auf das sich Versicherte in jeder Lebenslage verlassen können. Dabei sollte die Absicherung im Vergleich zu anderen Anbietern nicht zu teuer sein. Doch gerade beim Preis sind die Unterschiede groß, wie verschiedene Tests zu privaten Krankenversicherung zeigen. Die aktuellen Testsieger zeichnen sich daher meist durch einen sehr guten Mix aus Kosten und Leistungen aus.

Private Krankenversicherung: Aktuelle Testsieger 2018

Die private Krankenversicherung bietet für jeden Interessierten das passende Leistungsniveau. Abhängig davon, wie umfangreich die Versicherungsleistungen ausfallen sollen, können Versicherte einen Grund-, Standard- oder Topschutz vereinbaren. Welche Versicherungsgesellschaften in den jeweiligen Kategorien die beste private Krankenversicherung bieten, ließ das Handelsblatt in einem Test von der Ratingagentur Franke und Bornberg untersuchen.

Im April 2018 prüften die Analysten verschiedene PKV-Tarife hinsichtlich ihrer Leistungen und Kosten. Letztere stellen jedoch nur eine grobe Orientierung dar, wie die Experten betonen. Denn der Preis für die private Krankenversicherung ist unter anderem vom Alter und Gesundheitszustand abhängig. Weichen diese vom kerngesunden 35-jährigen Modellkunden ab, ändert sich auch die Beitragshöhe.

Eine private Krankenversicherung zählt in den Augen der Analysten zum Standardschutz, wenn diese die Erstattung von

  • Psychotherapie,
  • Krankenfahrstühlen,
  • Zweibettzimmer und
  • mindestens 60 Prozent der Kosten für Zahnersatz vorsieht.
  • Leistet der Tarif weniger, gehört er in die Kategorie Grundschutz.

Topschutz spiegelt sich hingegen darin wider, dass die private Krankenversicherung zusätzlich zum Standardschutz Leistungen beim Heilpraktiker sowie Erstattungen für ein Einbettzimmer, Implantate und mindestens 80 Prozent der Zahnersatzkosten ermöglicht.

Das Ergebnis: Welche Tarife überzeugen?

In jeder Kategorie stechen mehrere Anbieter mit ihrer privaten Krankenversicherung im Test hervor. Die Gesamtnote setzt sich dabei zu 70 Prozent aus der Leistungsanalyse und zu 30 Prozent aus den Kosten zusammen.

Zu den aktuellen Testsiegern 2018 zählen unter anderem:

Grundschutz Standardschutz Topschutz
Debeka Tarif „NW“ Barmenia „einsAprima+“ Hallesche „NK.Bonus“
AXA „EL Bonus-U, Komfort Zahn-U, Kur-U/100“ Süddeutsche „N“ DKV „BMK1, BMZ1“
R+V „Agil classic pro U“ Gothaer „MediVita, MediClinicPlus, MediVitaZ90, MediMPlus“ Nürnberger „Top6, S1, ZZ20“

Preislich unterscheiden sich die untersuchten Tarife teils deutlich. Im Grundschutz variiert der monatliche Beitrag beispielsweise zwischen 273 Euro und 556 Euro.

Achtung: „In keinem anderen Versicherungsbereich ist ein Preis- und Leistungsvergleich so schwierig“ wie in der PKV, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen dem Handelsblatt. Sie rät daher dazu, sich „Angebote immer bei bestehendem Krankenversicherungsschutz und ohne Zeitdruck einzuholen.“

Aufgrund der hohen Komplexität in der privaten Krankenversicherung sollten sich Interessierte zudem nicht gleich für den erstbesten Tarif entscheiden. Sinnvoller ist es, mehrere Angebote zu vergleichen und deren Stärken sowie Schwachstellen mit einem Experten gegenüberzustellen.

Weitere aktuelle PKV-Testsieger

Während sich das Handelsblatt darauf konzentriert, die private Krankenversicherung hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses zu prüfen, geht der Branchendienst Map-Report einen ganz anderen Weg. Unabhängig von Tarifen und Kosten analysiert er, welcher Versicherer am besten aufgestellt ist. Dazu untersuchten die Experten im März 2018 genau 15 Versicherungsunternehmen anhand der drei Teilbereiche Service, Vertragsdaten und Bilanzzahlen. Durch die Auswertung dieser harten Fakten frei von Musterkunden liefert der Map-Report eine vergleichsweise objektive Analyse des Marktes.

Neun Anbieter erreichen die Höchstnote „mmm“, die für hervorragende Leistungen steht. Die Top 5 setzt sich dabei zusammen aus:

Debeka
Provinzial
Signal Iduna
SDK
Alte Oldenburger

Eine private Krankenversicherung bietet
umfassende Leistungen.

Private Krankenversicherung bei Stiftung Warentest im Test

Die Stiftung Warentest zählt zu den von Verbrauchern angesehensten Institutionen. Ihre Tests und die Ergebnisse sind daher häufig Grundlage bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter. Bei der privaten Krankenversicherung liegt der letzte Vergleich der Stiftung Warentest jedoch schon einige Jahre zurück. Die Testsieger bieten somit nicht mehr als eine äußerst grobe Orientierung. Denn in der Zwischenzeit können die Versicherer sowohl bei den Leistungen als auch beim Preis nachgesteuert oder neue Tarife auf den Markt gebracht haben.

Mehr als 100 Tarife hat die Verbraucherinstitution Ende 2014 in Bezug auf deren Preis-Leistungs-Verhältnis überprüft. Einige von ihnen sicherten sich dabei eine sehr gute Bewertung, beispielsweise der Tarif „VKA+u“ von Provinzial Hannover. Speziell für Selbstständige empfahl der Test „VKSu“ vom gleichen Versicherer. Für Beamte überzeugte unter anderem „BV20, BV30“ von Concordia.

Grundlage der Untersuchung waren erneut ein 35-jähriger Musterkunde sowie eine Reihe von Mindestleistungen. Dazu zählten beispielsweise Chefarztbehandlung im Krankenhaus, Arzthonorare bis zum Höchstsatz, Zahnbehandlungen bis zu 90 Prozent und Heilmittel bis zu 75 Prozent.

 

Selbstständige und Beamte dürfen sich jederzeit privat krankenversichern. Für Beamte ist die private Krankenversicherung sogar meist deutlich preiswerter als die gesetzliche, weil ein großer Anteil ihrer Krankheitskosten von der staatlichen Beihilfe übernommen wird.


Stiftung Warentest, April 2018

Private Krankenversicherung: Die besten Tarife für Beamte

Welche private Krankenversicherung für Staatsdiener die erste Wahl darstellt, hat Franke und Bornberg sowohl für das Handelsblatt als auch für das Wirtschaftsmagazin Focus-Money ermittelt. Dabei weichen die Bewertungskriterien jedoch voneinander ab, sodass die Vergleiche zu unterschiedlichen Resultaten führen.

Beim Test von Focus-Money aus dem Spätsommer 2017 setzte sich die Gesamtnote zu je 40 Prozent aus den Versicherungskosten und den Leistungen zusammen. Die restlichen 20 Prozent entfielen auf die Finanzstärke des jeweiligen Versicherers. Mit Nürnberger und der Tarifkombination „BK30, BK21, BS230, BS221, BE“ erreichte nur ein Anbieter ein hervorragendes Ergebnis. Zwölf Tarife schnitten sehr gut ab, acht immerhin noch gut.

In der Untersuchung des Handelsblattes im April 2018 wurden die privaten Krankenversicherungen ausschließlich anhand ihrer Leistungen (70 Prozent der Gesamtnote) und ihrer Kosten (30 Prozent) beurteilt. Sieben Tarife überzeugen dabei und sind aus Sicht der Tester sehr gut, darunter:

Versicherer Tarifname Monatliche Kosten
Nürnberger BK30, BK21, BS230, BS221, BE 221,00 Euro
Debeka B30, B20K, WL30, WL20K, BC 247,65 Euro
LVM AB30, AB20E, SB2/30 258,41 Euro

Da Beamte von der Beihilfe des Dienstherrn profitieren, finden sie in der privaten Krankenversicherung oftmals einen guten und günstigen Versicherungsschutz. Allerdings sollten auch sie vor Versicherungsabschluss mehrere Tarife und Angebote berücksichtigen. Auf diese Weise finden Staatsdiener nicht nur eine private Krankenversicherung, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, sondern auch eine, die nicht zu viel kostet.

Welcher PKV-Anbieter ist aus Sicht der Kunden der beste?

Bei der Wahl der optimalen privaten Krankenversicherung spielt für viele Interessierte neben Preis und Leistung ein weiterer Faktor eine wichtige Rolle: die Erfahrungen anderer Kunden. Wie gut oder schlecht ein Versicherer ist, zeigt sich schließlich auch im Umgang mit den Versicherten. Das Magazin Focus-Money ließ daher im Februar 2018 vom Analysehaus Service Value überprüfen, welcher Krankenversicherer am fairsten ist.

Dazu wurden über 2.200 Kundenurteile gesammelt. Die Versicherten beurteilten beispielsweise, ob sich ihr Anbieter an Leistungszusagen hielt oder wie gut die Mitarbeiter erreichbar waren. Auf diese Weise bewerteten sie die fünf Kategorien Preis-Leistungs-Verhältnis, Leistungsabwicklung, Produktangebot sowie Kundenberatung und -kommunikation, aus denen sich das Gesamtergebnis ergab.

Von den 26 untersuchten Anbietern sind acht den Erfahrungen der Kunden zufolge sehr gut, etwa

Allianz,
Alte Oldenburger,
HanseMerkur,
Mecklenburgische und
SDK.

Dabei konnten sich „die privaten Krankenversicherer in Sachen Fairness auf dem bereits hohen Niveau der Vorjahre weiter leicht verbessern“, so das Fazit.

Individuell beste private Krankenversicherung finden

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet die private Krankenversicherung ein Maximum an Flexibilität. Statt Einheitsleistungen legen Versicherte ihren Leistungsrahmen selbst fest. Diese große Freiheit führt jedoch dazu, dass sich die unterschiedlichen Tarife nur schwer vergleichen lassen. Auch die individuellen Faktoren wie Alter und Gesundheitszustands tragen dazu bei, dass die meisten Tests zur privaten Krankenversicherung nur eine Momentaufnahme für einen bestimmten Musterkunden darstellen.

Um die persönlich beste private Krankenversicherung zu finden, ist es daher sinnvoll, sich auf Angebote zu verlassen, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mit der Unterstützung eines Fachmannes haben Interessierte nicht nur einen Experten an ihrer Seite, der sich auf dem Markt auskennt. Ihm sind zudem typische Stolperfallen beim Vertragsabschluss geläufig. Diesen gehen künftige Privatversicherte mit seiner Hilfe aus dem Weg.