Private Altersvorsorge

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Zuletzt aktualisiert: Mai 2022

Mit privater Altersvorsorge die Weichen für sorgen­freien Ruhestand stellen

Ohne eine vernünftige private Altersvorsorge haben die meisten Menschen im Alter zu wenig Geld für einen unbekümmerten Lebensabend. Schon heute sind Ältere dazu gezwungen, Pfandflaschen zu sammeln oder auch noch mit 70 zu arbeiten, da ihre Rente einfach zu knapp ist. Doch obwohl vor allem heutigen Generationen Armut im Alter droht, schieben viele ihre Vorsorge auf die lange Bank.

Immer gut zu wissen

Drohende Altersarmut vermeiden

Allein mit der gesetzlichen Rente ist ein finanziell sorgenfreier Lebensabend nicht möglich. Selbst Durchschnittsverdiener laufen Gefahr, im Alter nicht genug Rente zu bekommen, um ihren Ruhestand ohne Einschnitte zu genießen. Im schlimmsten Fall sind sie später auf Sozialleistungen angewiesen, mit denen sie nur knapp über die Runden kommen. Wünsche und Träume, die sie für den Lebensabend hatten, rücken ohne finanzielles Polster in unerreichbare Ferne.

Durch den demografischen Wandel und das sinkende Rentenniveau verschärft sich die Situation zusehends. Es sind daher vor allem heutige Generationen, die sich konkret mit der Altersarmut auseinandersetzen müssen.

Deshalb ist es so wichtig, schon jetzt an später zu denken und sich möglichst frühzeitig um die eigene private Altersvorsorge zu kümmern. Je eher Verbraucher eine passende Vorsorge finden, desto früher schließen sie ihre Rentenlücke.

Drei Beispiele zeigen, wie groß die individuelle Rentenlücke ist. Als finanzieller Bedarf im Alter wurden stets 80 Prozent des letzten Nettoverdiensts angenommen:

Ein Mann fährt Fahrrad

Rentenlücke ermitteln: Wie lässt sich die eigene Rentenlücke ermitteln? Ein wichtiger Orientierungspunkt ist die jährliche Renteninformation, die jeder ab 27 Jahren erhält. Darin ist der aktuelle Stand der Rente erfasst. Dazu zählen die Rentenansprüche, die die Person bereits erworben hat und die voraussichtliche Altersrente. Wer das Dokument nicht griffbereit hat, kann online einen Altersvorsorge-Rechner nutzen, um einen ersten, groben Eindruck von der Höhe der Rente zu bekommen.

Rentenhöhe: Ab wann bin ich armutsgefährdet?

Ist das Einkommen geringer als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung, sind Personen armutsgefährdet. Verfügt ein alleinlebender Rentner demnach über weniger als 1.074 Euro im Monat, ist er von Altersarmut bedroht.

Was heißt private Altersvorsorge?

Wer Geld spart oder anlegt, um nach dem Ausstieg aus dem Erwerbsleben eine ausreichend hohe Rente zu haben, der betreibt private Altersvorsorge. Das Ziel ist es, Vermögen zu sichern, sodass der gewohnte Lebensstandard auch im Alter erhalten bleibt. Wichtig ist dabei, dass dieses eigene Rentensparen nur ein Teil oder besser eine von drei Säulen ist, die eine stabile Altersvorsorge ausmachen.

Das 3-Säulen-Modell der Altersvorsorge setzt sich wie folgt zusammen:

Welche Unterstützung bietet der Staat bei der privaten Rente?

Dem Staat ist bewusst, dass die gesetzliche Rente für die allermeisten Bürgerinnen und Bürger keine ausreichende Altersvorsorge darstellt. Er unterstützt sie daher etwa in Form der Riester-Rente und der Rürup-Rente bei ihren Vorsorgebemühungen.

Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, den Lebensabend finanziell abzusichern. Welche Vorsorgeform ideal ist, hängt von der jeweiligen Lebenssituation des Sparers und seinen Vorstellungen an die private Altersvorsorge ab.

Generell gilt:

Wer schon in jungen Jahren Geld für den Ruhestand beiseitelegt, sichert sich durch die lange Spardauer eine hohe Zusatzrente. Doch auch im gereiften Alter ist es möglich, eine kostengünstige und zugleich umfassende Vorsorge zu finden.

Aber:

Bei der finanziellen Ruhestandsplanung gibt es keine universelle Lösung. Während sich eine Person mit dem Mix aus Riester-Rente und fondsgebundener Rentenversicherung eine sehr gute Altersvorsorge sichert, kann diese Vorsorgestrategie für jemand anderen eine schlechte Wahl sein. Damit bei der privaten Altersvorsorge kein Cent verlorengeht, sollten Verbraucher stets auf ein persönliches Angebot Wert legen.

Wichtige Änderungen zum Jahreswechsel 2022

Zum 1. Januar 2022 ist der Höchstrechnungszins von 0,9 Prozent auf 0,25 Prozent gesunken. Die Versicherer bieten daher nur noch einen sehr niedrigen Garantiezins, der die Inflation bei Weitem nicht ausgleicht. Für eine rentable Altersvorsorge sollten Interessierte daher Vorsorgeangebote mit Fondsbeteiligung prüfen.

Verbraucher sollten sich bei der privaten Altersvorsorge über drei Dinge im Klaren sein: Wie viel Geld möchten sie monatlich in die Vorsorge stecken? Wie können sie optimal von den staatlichen Förderungen profitieren? Wie soll das Geld investiert werden – mit einer höheren Renditechance oder sicherheitsbewusst?

  • Christian Bulik

    Christian Bulik

    Versicherungsfachmann (IHK) für die private Altersvorsorge

Private Altersvorsorge: Möglichkeiten für die finanzielle Sicherheit als Rentner

Die beliebtesten Wege, um ein beruhigendes Finanzpolster fürs Alter aufzubauen, sind:

Um einen ersten Überblick zu erhalten, welche Vorsorgeformen persönlich sinnvoll sind, helfen folgende Fragen:

Was zahlt die gesetzliche Rentenversicherung?

Jede Person, die mindestens 27 Jahre alt ist und fünf Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse gezahlt hat, erhält eine jährliche Renteninformation mit ihren aktuellen Rentenansprüchen. Alternativ kann sie die Informationen bei der für sie zuständigen Stelle anfordern.

Wie hoch ist der Geldbedarf im Rentenalter?

Wie viel Geld Interessierte im Alter brauchen, hängt stark von den Ausgaben im Ruhestand ab. Für Miete, Einkäufe, Reisen und Co. kommt schnell ein stattlicher Betrag zusammen. Die private Zusatzrente schließt die Lücke zwischen gesetzlicher Rentenversicherung und dem späteren finanziellen Bedarf.

Besteht Anspruch auf staatliche Förderung?

Wer Riester-Zulagen, Steuervorteile der Rürup-Rente oder Zuschüsse des Arbeitgebers bei der betrieblichen Altersvorsorge nutzen kann, sollte diese Vorsorgevarianten in die engere Auswahl nehmen.

Ist die private Altersvorsorge dauerhaft gut aufgestellt?

Einmal vereinbart, sollte der Vertrag über die private Altersvorsorge nicht im Schrank verstauben. Sinnvoll ist es, regelmäßig zu prüfen, ob die zu erwartende Rente den eigenen Ansprüchen genügt. Falls nicht, ist gegebenenfalls eine Vertragsanpassung oder eine ergänzende Vorsorge notwendig.

Für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Die Riester-Rente wird durch Zulagen und Steuervorteile staatlich gefördert.

Achtung:

Die staatliche Förderung verpufft, wenn Interessierte an einen teuren Vertrag geraten. Wichtig ist daher, nicht irgendeinen Versicherer zu wählen, sondern sich zusammen mit einem Fachmann für einen Vertrag zu entscheiden, der sehr gute Konditionen bietet. Mehr erfahren zur Riester-Rente.

Für wen ist die Rürup-Rente sinnvoll?

Die Rürup-Rente richtet sich durch ihre Steuervorteile vor allem an Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener. Sie können 2022 94 Prozent ihrer Einzahlungen bis zu einem Maximalbetrag von 25.639 Euro (Alleinstehende; Ehepaare: 51.278 Euro) als Sonderausgaben steuerlich anrechnen lassen. Ab 2030 rechnet das Finanzamt die Beiträge sogar komplett an. Mehr erfahren zur Rürup-Rente.

Lohnen sich Lebens- und Renten­versicherungen in Zeiten der Niedrigzinsen?

Die Lebensversicherung und die private Rentenversicherung haben zuletzt an Bedeutung verloren, da die Niedrigzinsphase stark auf die Erträge drückt. So liegt der Garantiezins für sogenannte klassische Verträge seit 2022 bei nur noch 0,25 Prozent.

Viele Versicherer haben sich bereits von klassischen Lebens- und Rentenversicherungen verabschiedet. Sie setzen verstärkt auf fondsgebundene Varianten und Angebote der sogenannten Neuen Klassik. Diese bieten in den meisten Fällen keine garantierte Verzinsung, erlauben im Gegenzug jedoch bessere Renditechancen.

Versicherte können bei den Fondsbeteiligungen oft frei entscheiden, wie ihr Mix aus Sicherheit und Risiko ausfällt. Eine zuverlässige, flexible und erfolgreiche Altersvorsorge ist so trotz Niedrigzinsphase möglich.

Mehr erfahren zur Lebensversicherung oder Rentenversicherung.

Betriebliche Altersvorsorge

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat ein Anrecht auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Unterstützt sie der Arbeitgeber dabei mit eigenen Beiträgen, ist es ratsam, die betriebliche Rente bei der persönlichen Vorsorgestrategie zu berücksichtigen.

Die Beiträge für die sogenannte Betriebsrente fließen aus dem Bruttoeinkommen. Dadurch verringern sich die Sozialabgaben für Versicherte. Auf die Auszahlungen werden im Alter jedoch die vollen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig, sofern sie den Freibetrag von 160 Euro monatlich übersteigen.

Mehr erfahren zur betrieblichen Altersvorsorge.

Geldanlage oder Eigenheim als private Altersvorsorge?

Eine gut geplante Kapitalanlage kann eine sinnvolle Ergänzung der privaten Altersvorsorge darstellen. Gleiches gilt für das Eigenheim. Mit diesem sparen sich Hausbesitzer Mietzahlungen. Bei Bedarf können sie die Immobilie im Alter verkaufen oder vermieten, um ihre Rente aufzubessern.

Da die Zinsen für Immobilienkredite derzeit sehr niedrig sind, entscheiden sich immer mehr Menschen bei der Altersvorsorge für das sogenannte Betongeld.

Mehr erfahren zur Baufinanzierung und Geldanlage

Ökologische Altersvorsorge

Viele Versicherer bieten inzwischen Altersvorsorgeformen an, die auf „grünen“ Fonds basieren. Bei diesen wird das Geld zum Beispiel in Erneuerbare Energien investiert. So haben Sparer die Möglichkeit, für den Ruhestand vorzusorgen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Mehr erfahren zur ökologischen Altersvorsorge

 

Welcher Weg führt zur passenden Altersvorsorge?

Bei der Altersvorsorge gibt es keine Patentlösung. Ein Berufsanfänger hat beispielsweise weniger Geld für die Ruhestandsabsicherung zur Verfügung als eine Person, die bereits seit mehreren Jahren mit beiden Beinen fest im Berufsleben steht.

Welche Altersvorsorge sich eignet, ist jedoch nicht nur vom beruflichen Werdegang und damit vom finanziellen Spielraum abhängig. Auch die Familienplanung, die staatliche Förderung und die Sparziele für das Alter sind entscheidend. Die eigene Altersvorsorge sollte daher genau zur aktuellen und künftigen Lebenssituation passen.

Dieses hohe Maß an Individualität kann nur ein persönliches Angebot zur Altersvorsorge abbilden. Damit bestimmen Interessierte den persönlichen finanziellen Bedarf im Alter und finden dazu eine passende Vorsorgelösung.

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