Rürup-Rente

Steuern sparen und vorsorgen.

  • Altersvorsorge aufbauen und Steuerlast senken
  • Für Selbstständige und Gutverdiener
  • Auf Leistungsunterschiede achten

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Zuletzt aktualisiert: November 2019

Rürup-Rente 2019: Die Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdiener

Um im Alter keine finanziellen Abstriche machen zu müssen, ist private Vorsorge wichtig. Nur eine einzige private Altersvorsorge bietet dabei die Möglichkeit, sich ein beruhigendes finanzielles Polster aufzubauen und gleichzeitig hohe Steuererleichterungen zu genießen: die Rürup-Rente. Sie richtet sich vor allem an zwei Personengruppen.

 

Weitere Themen

Immer gut zu wissen

Was ist eine Rürup-Rente?

Mit 20 oder 30 Jahren lässt sich nur schwer abschätzen, wie viel Geld man später für einen sorgenfreien Ruhestand braucht. Feststeht nur, dass dafür die gesetzliche Rente zu niedrig sein wird. Um den Lebensabend ohne finanzielle Engpässe genießen zu können, ist eine private Altersvorsorge wie die Rürup-Rente wichtig. Sie zählt zusammen mit der gesetzlichen Renten­versicherung und dem berufs­ständischen Versorgungs­werk zur sogenannten Basisvorsorge.

Versicherte können dabei ihre Beiträge in der Steuer­erklärung als Altersvorsorge­aufwendung geltend machen. Im Gegensatz zu anderen Vorsorgeformen wie der Riester-Rente ist der Höchstbetrag deutlich höher angesetzt. 2019 liegt die Grenze bei über 24.000 Euro. Die Steuerersparnis ist daher immens.

Wie hoch die Rürup-Steuer­erstattung genau ausfällt, hängt unter anderem vom persönlichen Steuersatz ab. Sinnvoll ist es daher, den individuellen Steuervorteil von einem Vorsorgeexperten berechnen zu lassen. Mit seiner Hilfe können Interessierte genau bewerten, ob die Rürup-Rente zum individuellen Vorsorgeplan passt.

Für wen eignet sich die Rürup-Rente?

Die Rürup-Rente richtet sich an alle, die mit Beginn des Rentenalters finanziell unabhängig bleiben, ihre Rente aufstocken und gleichzeitig von Steuer­erleichterungen profitieren wollen. Aufgrund ihrer Besonderheiten spricht diese Altersvorsorge allerdings zwei Personengruppen besonders an:

Seit wann gibt es die Rürup-Rente?

Die Rürup-Rente wurde 2005 eingeführt. Sie dient als Alternative für Personen, die keinen Anspruch auf die Zulagen der Riester-Rente haben und sich dennoch mit einer staatlich geförderten Altersvorsorge auf ihren Lebensabend vorbereiten wollen.

Welche Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge gibt es?

Bei der Rürup-Rente wird im Wesentlichen zwischen der klassischen und der fondsgebundenen Variante unterschieden:

Klassisch oder fondsgebunden vorsorgen?

Mit einem unverbindlichen Angebot finden Interessierte unkompliziert heraus, welche Rürup-Rente am besten zu ihnen passt.

Zum kostenlosen Angebot

Tipp:

Da es beim gleichen Versicherungsunternehmen Angebote mit und ohne Garantien geben kann, sind immer die Vertrags­bedingungen zu beachten. Gibt es keine Kapital­garantie, besteht die Gefahr, dass Sparer weniger Rente bekommen, als sie angespart haben.

Aktuelle Nachrichten zur Altersvorsorge

Welche Vorteile und Nachteile hat die Rürup-Rente?

Die Rürup-Rente spricht vor allem Verbraucher an, die ihre steuerliche Belastung senken und gleichzeitig vorsorgen wollen. Welche Vorteile und Nachteile sie hat, zeigt die folgende Übersicht.

  • Vorteile der Rürup-Rente
  • Nachteile der Rürup-Rente

Rürup-Rente Maximalbeitrag 2019: Wie gestaltet sich der Steuervorteil genau?

Die Rürup-Steuererstattung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

 

Ab 2025 können Sparer ihre gesamten Beiträge bis zum Höchstbeitrag steuerlich geltend machen. Bis dahin ist die Absetzbar­keit des Rürup-Beitrags gedeckelt. 2019 liegt die Grenze bei 88 Prozent der geleisteten Aufwendungen, die das Finanzamt als Sonderausgaben anerkennt, 2020 bei 90 Prozent. Es zählen dabei alle absetzbaren Beitragszahlungen, also auch die Beiträge zur gesetzlichen Renten­versicherung und zu einem berufs­ständigen Versorgungs­werk.

Steigender Maximalbeitrag

Bis 2014 war der Maximalbeitrag zur Rürup-Rente auf 20.000 Euro pro Jahr festgeschrieben. Seitdem ist er an den Höchstbeitrag zur knapp­schaftlichen Renten­versicherung (West) gekoppelt. Dieser steigt regelmäßig, sodass der steuerliche Vorteil für Versicherte stetig wächst.

Der Höchstbetrag beträgt 2019 24.305 Euro (bei Verheirateten: 48.610 Euro). Davon sind 88 Prozent steuerlich relevant. Wer den Steuervorteil der Rürup-Rente voll ausschöpft, kann somit 21.388 Euro (Ehepaare 42.776 Euro) absetzen.

2020 steigt der Höchstbetrag voraussichtlich auf 25.046 Euro (Ehepaare: 50.092 Euro). Maximal sind daher 22.541 Euro beziehungsweise 45.082 Euro steuerlich absetzbar.

Rürup-Rente und Steuer – Übersicht der maximal absetzbaren Altersvorsorgeaufwendungen
  • 2015 - 22.172 Euro
  • 2016 - 22.766 Euro
  • 2017 - 23.362 Euro
  • 2018 - 23.712 Euro
  • 2019 - 24.305 Euro
  • 2020 - voraussichtlich 25.046 Euro

So senken Sparer mit der Rürup-Rente ihre Steuerlast

Wie stark Versicherte ihre Steuern reduzieren, hängt von individuellen Faktoren ab. Je mehr sie innerhalb eines Jahres in ihren Vertrag einzahlen, desto höher fällt der Sonder­ausgaben­abzug aus. Er verringert das zu versteuernde Einkommen.

Das folgende Beispiel verdeutlicht die Steuer­­erleichterung:

Steuer­last 2019
Brutto­­jahres­­einkommen 50.000 Euro
Arbeit­­nehmer­­anteil gesetz­liche Renten­­versicherung (9,3 Prozent) 4.650 Euro
Arbeit­­geber­­anteil gesetz­liche Renten­­versicherung (9,3 Prozent) 4.650 Euro
Jähr­licher Beitrag zur Rürup-Rente 6.000 Euro
Gesamt­­betrag der Alters­­vorsorge­­aufwen­­dungen 15.300 Euro
Abzugs­fähig (2019: 88 Prozent) 13.464 Euro
Abzüg­lich des Renten­­beitrags des Arbeit­­nehmers – 4.650 Euro
Sonder­­ausgaben­­abzug 8.814 Euro
Steuer ohne Sonder­­ausgaben (Grenz­­steuer­­satz 25 Prozent) 12.971 Euro
Steuer mit Sonder­­ausgaben 9.484 Euro
Steuer­­ersparnis 3.487 Euro

Tipp:

Sinnvoll ist es, die Steuervorteile der Rürup-Rente mit den Vorzügen anderer Vorsorgeoptionen zu vergleichen. Hierbei hilft die Expertise eines Fachmannes: Er kennt sich mit den Stärken und Schwächen der privaten Altersvorsorge aus und kann abschätzen, welche am besten zu den individuellen Wünschen und zur persönlichen Lebens­situation passt.

Welche Regeln gelten bei Auszahlung und Besteuerung?

Sparer erhalten ihre monatliche Rente frühestens ab dem 62. Lebensjahr, bei älteren Verträgen ab dem 60. Lebensjahr.

Die Rürup Versicherung unterliegt wie die gesetzliche Rente und die Riester-Rente der nachgelagerten Besteuerung. In der Ansparphase werden daher keine Steuern auf die Beiträge fällig, dafür jedoch in der Auszahlungs­phase. Da in dieser der persönliche Steuersatz meist niedriger ist als während des Erwerbslebens, ist die nachgelagerte Besteuerung eher ein Vorteil.

Wie hoch der zu versteuernde Anteil der Rente ist, hängt vom Jahr des Renteneintritts ab. 2019 sind es 78 Prozent, 2020 80 Prozent. Ab 2040 muss die komplette Rente besteuert werden.

Übersicht zur nachgelagerten Besteuerung

Von 1.800 Euro monatlicher Rente ist der folgende Betrag steuerpflichtig
  • 2018 - 1.368
  • 2019 - 1.404
  • 2020 - 1.440
  • 2021 - 1.458
  • 2022 - 1.476
  • Häufig gestellte Fragen

Aktuelle Top-Tarife

Bei der Wahl einer optimalen und auch günstigen Rürup-Rente verlassen sich Verbraucher einerseits meist auf die Erfahrungen, die andere Personen gemacht haben. Andererseits spielen Testergebnisse eine wichtige Rolle. Mit ihnen können sie schnell gute von schlechten Tarifen zur privaten Altersvorsorge trennen. 2019 wurden allerdings noch keine Testsieger bei der Rürup-Rente gekürt.

Beim Test des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) im Juli 2018 wurden knapp 100 Tarife untersucht. Die Experten prüften dabei verschiedene Kriterien in vier Bereichen.

Neben klassischen Angeboten mit Garantie­verzinsung wurden unter anderem fondsgebundene Varianten mit und ohne Beitrags­garantie verglichen.

Optimale Rürup-Rente jetzt finden

Unterschiedliche Untersuchungen bieten einen ersten guten Eindruck, welche Versicherer empfehlenswerte Rürup-Renten bereithalten. Allerdings sollten die Ergebnisse nicht das einzige Entscheidungs­kriterium für oder gegen einen Tarif sein. Dazu sind die Tests in ihren Schwerpunkten zu unterschiedlich ausgerichtet. Abhängig von den eigenen Wünschen eignen sich die Testsieger daher nicht in jedem Fall.

Mit einem kostenlosen und unverbindlichen Angebot finden Interessierte jedoch den Tarif, der genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mit der Hilfe eines Experten vergleichen sie die Stärken und Schwächen einzelner Angebote und vermeiden durch sein Knowhow typische Fehler beim Vertrags­abschluss der privaten Altersvorsorge.