Rechtsschutzversicherung im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick.

  • Viele Rechtsschutz­versicherungen mit Top-Bewertungen
  • Hohes Leistungsniveau – Kosten variieren jedoch stark
  • Mit Preisvergleich mehr als 100 Euro pro Jahr einsparen

Für den

Privat­rechtsschutz

Für den

Berufs­rechtsschutz

Für den

Mietrechtsschutz

Für den

Vermieter­rechtsschutz

Für den

Verkehrs­rechtsschutz

Zuletzt aktualisiert: Juli 2020

Rechtsschutz­versicherung im Test: Welcher Rechtsschutz ist der beste?

Eine Rechtsschutz­versicherung schützt nicht nur vor hohen Anwaltskosten. Da Rechts­streitigkeiten über die Versicherung finanziell abgesichert sind, verhilft der Rechtsschutz Versicherten zudem dazu, ihr Recht leichter durchzusetzen. Eine gute Rechtsschutz­versicherung gibt es dabei schon ab 265 Euro im Jahr. Welche Tarife empfehlenswert sind, zeigen aktuelle Vergleiche wie der Test von der Stiftung Warentest und vom Handelsblatt.

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Immer gut zu wissen

Rechtsschutz­versicherung: Welche aktuellen Testsieger gibt es 2020?

Bei der Rechtsschut­z­versicherung stellen Interessierte ihren Rechtsschutz individuell zusammen und bestimmen selbst, für welche Lebensbereiche sie geschützt sein wollen. Beim Vergleich der Stiftung Warentest im Januar 2019 wurden beispielsweise nur Tarife für den Verkehrs­rechtsschutz geprüft, beim Test 2020 dagegen für die Bereiche Privat, Beruf und Verkehr.

Der Test von Focus-Money konzentriert sich dagegen darauf, wie zufrieden Versicherte mit ihrem Versicherer sind. Beim Handelsblatt und der Wirtschaftswoche steht das Preis-Leistungs-Verhältnis der Rechtsschutz­versicherungen auf dem Prüfstand.

49 Rechtsschutz­versicherungen im Test bei Stiftung Warentest 2020

Während viele Rechtsschutz­versicherungen in einigen Tests sehr gut abschneiden, vergibt die Stiftung Warentest in ihrem Vergleich 2020 an keinen der 49 geprüften Tarife eine Top-Bewertung (Finanztest 05/2020).

Die Verbraucher­organisation untersuchte, welche Versicherer die besten Leistungen für Familien in den Bereichen Privat-, Berufs- und Verkehrs­rechtsschutz bieten. Die Versicherungs­bedingungen machen dabei 90 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Zehn Prozent entfallen darauf, wie verständlich die Bedingungen für Laien sind. Damit konzentriert sich das Rating auf die Leistungen und lässt die Versicherungskosten außen vor.

Für ihren Test ermittelte die Stiftung Warentest einen Mindestschutz, den alle Rechtsschutz­versicherungen aufweisen müssen.

Die Selbstbeteiligung setzten die Tester auf 150 Euro fest. Zudem prüften sie, welche Anbieter nachteilige Klauseln für Versicherte im Vertrag haben. Diese führen unter anderem dazu, dass die Versicherer die Kostenübernahme von Anwaltskosten und Co. verweigern dürfen. Sie erhalten daher eine schlechtere Bewertung, obwohl das Leistungsniveau teils hoch ist.

Zu diesen Rechtsschutzversicherungen gehören:

  • ARAG „Aktiv Premium“
  • Roland „Plus“
  • Advocard „360° Privat“
  • Örag „Rundum-Schutz-Plus“
  • LVM „Privat Kombi Plus“
  • Debeka „Comfort“
  • Zurich „Top“

Im Gesamtergebnis sind 20 Rechtsschutz­versicherungen aus Sicht der Tester gut. Im Vergleich zur letzten Untersuchung vor drei Jahren ist dies eine deutliche Steigerung. Damals erreichten nur 14 Tarife ein gutes Ergebnis.

2020 erhalten weitere 23 Angebote eine befriedigende Bewertung, sechs kommen dagegen nicht über ein ausreichend hinaus. Immerhin gibt es dieses Mal keine mangelhaften Rechtsschutzversicherungen. Beim letzten Vergleich bewertete Stiftung Warentest noch zwei Tarife entsprechend.

Die besten drei Rechtsschutzversicherungen erhalten die Finanztest-Note 1,9. Diese sind:

Versicherer Jahresbeitrag
Allianz – „Best“ Je nach Wohnort zwischen 501 Euro und 579 Euro
Condor – „Comfort“ 361 Euro
R+V – „Comfort“ 361 Euro

Die Allianz behauptet dabei ihre Spitzenposition, denn schon 2017 zählte ihre Rechtsschutzversicherung zu den Top-Tarifen. Aus der damaligen Top 3 rutschen Ergo („Premium“) und WGV („Optimal“), sie erhalten 2020 jedoch weiterhin eine gute Bewertung.

Mit Blick auf die Kosten zeigen sich große Unterschiede. Eine günstige und gute Rechtsschutzversicherung ist laut Stiftung Warentest bereits ab 257 Euro im Jahr zu haben. Interessierte sollten daher unbedingt mehrere Tarife vergleichen, um ihren persönlich besten Rechtsschutz zu finden.

Beste Rechtsschutz­versicherung für Streit im Straßenverkehr

Für die Finanztest-Ausgabe 01/2019 hat die Stiftung Warentest einen weiteren Test veröffentlicht, in dem nur Verkehrs­rechtsschutz­versicherungen berücksichtigt wurden. Diesen können Interessierte separat abschließen, um sich beispielsweise in folgenden Fällen zu schützen:

 

Der Rechtsschutz richtet sich dabei nicht nur an Autofahrer, sondern auch an Radfahrer und Fußgänger. Schließlich kann jeder von ihnen in einen Unfall verwickelt werden, der einen Rechtsstreit nach sich zieht. Sehr gute Tarife gibt es bereits ab 49 Euro im Jahr.

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 130 Rechtsschutz­versicherungen für Familien und Alleinstehende untersucht. Wie beim Vergleich im Vorjahr lag der Fokus zu 90 Prozent auf die Versicherungs­bedingungen. Die Verständlichkeit des Vertrags floss zu zehn Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Für Familien erreichen neun von 47 Rechtsschutz­versicherungen eine sehr gute Bewertung. Zehn Tarife schneiden allerdings auch nur mit ausreichend ab, sodass Interessierte bei der Wahl ihres Verkehrs­rechtsschutzes genau auf die Leistungen der Angebote achten sollten. Bei einigen ausreichenden Tarifen ist beispielsweise die Deckungssumme mit nur 300.000 Euro oder weniger zu niedrig angesetzt.

Bei Singles, die mit ihrem Auto unterwegs sind, erzielen zehn Verkehrs­rechtsschutz­versicherungen ein sehr gutes Ergebnis.

Die Top 3 im Überblick:

Quelle: Finanztest 01/2019

Jahresbeitrag mit 150 Euro Selbsterhalt
  • Advocard "§23" - 128 €
  • LVM "§21 (3)" - 95 €
  • LVM "§21 (3) + §22 Plus" - 127 €

Eine Rechtsschutzversicherung ist sinnvoll, damit Sie im Ernstfall mit einem finanzstarken Gegner auf Augenhöhe streiten können.

Stiftung Warentest, Finanztest 05/2020

Rechtsschutz­versicherung im Vergleich 2020 beim Handelsblatt

Eine häufige Kombination der Rechtsschutz­versicherung ist das Zusammenspiel aus Privat-, Verkehrs-, Miet- und Berufsrechtsschutz. So greift der Schutz der Versicherung in vielen Lebenslagen. Welcher Anbieter hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat, ließ das Handelsblatt im März 2020 von der Ratingagentur Franke und Bornberg prüfen. Der Test berücksichtigt sowohl Angebote für Alleinstehende als auch solche für Familien.

Insgesamt zehn Familien-Rechtsschutz­versicherungen überzeugen im Test mit einer sehr guten Bewertung und damit zwei mehr als im Vorjahr. Für Singles sind es fünf Angebote, die den besten Mix aus Preis und Leistungen bieten. Im Vergleich zu 2019 hat sich hier ein Versicherer aus den Top-Ergebnissen verabschiedet.

Zu den aktuellen Testsiegern 2020 zählen:

  •  WGV „Optimal“
  • Deurag „PBVW SB 150“
  • ARAG „Komfort“
  • Auxilia „Jurprivat inklusive KS Automobilclub – Stand 07/2019“
  • Allrecht „Rechtsschutz für das Privatleben“

    Nur für Familien:

  • Roland „Rechtsschutz“
  • DMB „Prestige“
  • ÖRAG „Rundum-Schutz“

Die Maximalpunktzahl erreichen dabei WGV, Deurag und Auxilia. Die Rechtsschutzversicherung von BGV („Procomfort“), die vergangenes Jahr noch zu den Top-Tarifen zählte, ist 2020 nicht im Vergleich vertreten. Neu dazugekommen ist dagegen unter anderem Allrecht und ÖRAG.

Für Alleinstehende kosten die Top-Rechtsschutz­versicherungen zwischen 265 Euro und 333 Euro im Jahr. Soll der Rechtsschutz für mehrere Personen greifen, reicht die Preisspanne dem Vergleich zufolge von 304 Euro bis 372 Euro.

Tipp:

Auch wenn der umfassende Schutz der Rechtsschutz­versicherung vergleichsweise günstig ist, sollten Interessierte nicht nur auf den Preis achten. Wichtig ist vor allem, dass die Leistungen zum Versicherungsnehmer passen. Mit einem unverbindlichen Tarifvergleich lassen sich die Kosten und das Leistungsniveau verschiedener Angebote einfach und unkompliziert gegenüberstellen.

Aktuelles zur Rechtsschutz­versicherung

Rechtsschutz­versicherung: Aktuelle Testsieger der Wirtschafts­woche

Preis und Leistungen stehen auch beim aktuellen Vergleich des Analysehauses Morgen & Morgen für die Wirtschaftswoche im Jahr 2019 im Fokus. Die Rechtsschutz­versicherungen wurden für zwei Musterkunden geprüft:

  • 51-Jähriger mit Familie, Berufs-, Privat-, Verkehrs- und Mietrechtsschutz sowie Mitversicherung von selbstständigen Tätigkeiten
  • 28-jähriger Single, Privat- und Mietrechtsschutz, mit Beratung im außergerichtlichen Bereich

26 Anbietern wurde insgesamt auf den Zahn gefühlt. Je fünf von ihnen sind aus Sicht der Tester sehr gut.

Voller Schutz Beitrag pro Jahr Schutz für das Wichtigste Beitrag pro Jahr
Advocard „360 Card“ 388 Euro Auxilia „Rechts­schutz SB fest, Familie“ 173 Euro
ARAG „Aktiv-Rechts­schutz Premium Flex“ 493 Euro Advocard „Privat-Einzel, Single“ 154 Euro
Itzehoer „comfort erweiterte Leistungen“ 444 Euro ARAG „Aktiv-Rechts­schutz Komfort“ 157 Euro
D.A.S. „Premium-Rechts­schutz“ 426 Euro Roland „Rechts­schutz 1 Mio., SK“ 182 Euro
WGV „Optimal unbegrenzt“ 350 Euro Allrecht „RS unbegrenzt, SK“ 139 Euro

Wie die Tabelle verdeutlicht, kosten die Testsieger mindestens 350 Euro beziehungsweise 139 Euro im Jahr. Es kann jedoch auch deutlich mehr werden. Einige Anbieter verlangen für den Rundum-Schutz im ersten Musterfall über 650 Euro, im zweiten Fall sind es über 220 Euro. Entsprechend sinnvoll ist es, vor Vertragsabschluss mithilfe eines Tarifrechners schnell und einfach zu überprüfen, welche Versicherungs­gesellschaften einen optimalen Mix aus Preis und Leistung bieten.

Kundenerfahrungen: Wie Versicherte ihre Rechtsschutz­versicherung bewerten

Neben objektiven Kriterien wie Leistungen und Kosten lassen sich die Rechtsschutz­versicherer auch anhand ihrer Kundenbewertungen miteinander vergleichen. Viele Personen, die nach einem passenden Rechtsschutz suchen, verlassen sich bei ihrer Wahl oftmals auf Erfahrungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.

Die Zeitschrift Focus-Money hat daher zusammen mit dem Analyseinstitut Service Value im März 2020 geprüft, auf welche Versicherer im Ernstfall Verlass ist. Verbraucher mit einer Rechtsschutz­versicherung bewerteten dabei diese vier Kategorie:

  • Kundenservice
  • Produktqualität
  • Kundenbetreuung
  • Preis-Leistungs-Verhältnos

Sieben der 24 getesteten Versicherungs­unternehmen erhalten von ihren Kunden eine sehr guet Bewertung. Zu diesen zählen:

  • Advocard
  • Allianz
  • ADAC
  • Concordia
  • DEVK
  • LVM

Weitere fünf Anbieter werden von ihren Kunden mit gut bewertet.

Individuell Angebote vergleichen und persönlichen Testsieger finden

Der Test von Service Value und die anderen Untersuchungen geben Interessierten eine erste Orientierung, welche Rechtsschutz­versicherungen empfehlenswert sind. Allerdings haben die Vergleiche einen Nachteil: Die eigenen Wünsche an die Versicherung können andere sein als in den Analysen untersucht wurden. Nicht jeder Testsieger stellt daher automatisch die beste Wahl dar.

Darüber hinaus zeigen die Tests, dass die Preisspanne bei der Rechtsschutz­versicherung sehr groß ist. Wer im Vorfeld vergleicht, spart nicht nur viel Geld, sondern findet auch eine Versicherung mit hohem Leistungsniveau. Unser Tarifrechner zeigt Interessierten schnell und unkompliziert den Leistungsumfang unterschiedlicher Versicherer und ermöglicht gleichzeitig einen unverbindlichen Preisvergleich.