Rechtsschutzversicherung im Test

Aktuelle Testsieger von Stiftung Warentest und Co. im Überblick.

  • Viele Rechtsschutz­versicherungen mit Top-Bewertungen
  • Hohes Leistungsniveau – Kosten variieren jedoch stark
  • Mit Preisvergleich mehr als 100 Euro pro Jahr einsparen

Für den

Privat­rechtsschutz

Vergleich mit

dem Top Rechner

Für den

Mietrechtsschutz

Für den

Berufs­rechtsschutz

Für den

Verkehrs­rechtsschutz

Zuletzt aktualisiert: Juli 2021

Rechtsschutz­versicherung im Test: Welcher Rechtsschutz schützt ideal?

Eine Rechtsschutz­versicherung schützt nicht nur vor hohen Anwaltskosten. Da Rechts­streitigkeiten über die Versicherung finanziell abgesichert sind, verhilft der Rechtsschutz Versicherten zudem dazu, ihr Recht leichter durchzusetzen. Eine gute Rechtsschutz­versicherung gibt es dabei schon ab 265 Euro im Jahr. Welche Tarife empfehlenswert sind, zeigen aktuelle Vergleiche wie der Test von der Stiftung Warentest und vom Handelsblatt.

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Immer gut zu wissen

Rechtsschutz­versicherung: Welche aktuellen Testsieger gibt es 2021?

Bei der Rechtsschut­z­versicherung stellen Interessierte ihren Rechtsschutz individuell zusammen und bestimmen selbst, für welche Lebensbereiche sie geschützt sein wollen. Beim Vergleich der Stiftung Warentest im Januar 2019 wurden beispielsweise nur Tarife für den Verkehrs­rechtsschutz geprüft, beim Test 2020 dagegen für die Bereiche Privat, Beruf und Verkehr.

Der Test von Focus-Money konzentriert sich dagegen darauf, wie zufrieden Versicherte mit ihrem Versicherer sind. Beim Handelsblatt und der WirtschaftsWoche steht das Preis-Leistungs-Verhältnis der Rechtsschutz­versicherungen auf dem Prüfstand –  genauso wie beim Deutschen Institut für Service-Qualität Anfang 2021.

49 Rechtsschutz­versicherungen im Test bei Stiftung Warentest 2020

Während viele Rechtsschutz­versicherungen in Tests oftmals sehr gut abschneiden, vergibt die Stiftung Warentest in ihrem Vergleich 2020 an keinen der 49 geprüften Tarife eine Top-Bewertung (Finanztest 05/2020).

Die Verbraucher­organisation untersuchte, welche Versicherer Top-Leistungen für Familien in den Bereichen Privat-, Berufs- und Verkehrs­rechtsschutz bieten. Die Versicherungs­bedingungen machen dabei 90 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Zehn Prozent entfallen darauf, wie verständlich die Bedingungen für Laien sind. Damit konzentriert sich das Rating auf die Leistungen und lässt die Versicherungskosten außen vor.

Für ihren Test ermittelte die Stiftung Warentest einen Mindestschutz, den alle Rechtsschutz­versicherungen aufweisen müssen.

Die Selbstbeteiligung setzten die Tester auf 150 Euro fest. Zudem prüften sie, welche Anbieter nachteilige Klauseln für Versicherte im Vertrag haben. Diese führen unter anderem dazu, dass die Versicherer die Kostenübernahme von Anwaltskosten und Co. verweigern dürfen. Sie erhalten daher eine schlechtere Bewertung, obwohl das Leistungsniveau teils hoch ist.

Zu diesen Rechtsschutzversicherungen gehören:

  • ARAG „Aktiv Premium“
  • Roland „Plus“
  • Advocard „360° Privat“
  • Örag „Rundum-Schutz-Plus“
  • LVM „Privat Kombi Plus“
  • Debeka „Comfort“
  • Zurich „Top“

Im Gesamtergebnis sind 20 Rechtsschutz­versicherungen aus Sicht der Tester gut. Im Vergleich zur letzten Untersuchung vor drei Jahren ist dies eine deutliche Steigerung. Damals erreichten nur 14 Tarife ein gutes Ergebnis.

2020 erhalten weitere 23 Angebote eine befriedigende Bewertung, sechs kommen dagegen nicht über ein ausreichend hinaus. Immerhin gibt es dieses Mal keine mangelhaften Rechtsschutzversicherungen. Bei ihrem letzten Vergleich bewertete Stiftung Warentest noch zwei Tarife entsprechend.

Die besten drei Rechtsschutzversicherungen erhalten die Finanztest-Note 1,9. Diese sind:

Versicherer Jahresbeitrag
Allianz – „Best“ Je nach Wohnort zwischen 501 Euro und 579 Euro
Condor – „Comfort“ 361 Euro
R+V – „Comfort“ 361 Euro

Die Allianz behauptet dabei ihre Spitzenposition, denn schon 2017 zählte ihre Rechtsschutzversicherung zu den Top-Tarifen. Aus der damaligen Top 3 rutschen Ergo („Premium“) und WGV („Optimal“), sie erhalten 2020 jedoch weiterhin eine gute Bewertung.

Mit Blick auf die Kosten zeigen sich große Unterschiede. Eine günstige und gute Rechtsschutzversicherung ist laut Stiftung Warentest bereits ab 257 Euro im Jahr zu haben. Preissensible Interessierte sollten daher unbedingt mehrere Tarife vergleichen, um einen günstigen sowie leistungsstarken Rechtsschutz zu finden.

Rechtsschutz­versicherungen für den Streit im Straßenverkehr im Check

In der Finanztest-Ausgabe 01/2019 hat die Stiftung Warentest einen weiteren Test veröffentlicht, in dem nur Verkehrs­rechtsschutz­versicherungen berücksichtigt wurden. Diesen Rechtsschutz können Interessierte separat abschließen, um sich beispielsweise in folgenden Fällen zu schützen:

 

Der Rechtsschutz richtet sich nicht nur an Autofahrer, sondern auch an Radfahrer und Fußgänger. Schließlich kann jeder von ihnen in einen Unfall verwickelt werden, der einen Rechtsstreit nach sich zieht. Sehr gute Tarife gibt es bereits ab 49 Euro im Jahr.

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 130 Rechtsschutz­versicherungen für Familien und Alleinstehende untersucht. Wie bei ihrem Vergleich im Vorjahr lag der Fokus zu 90 Prozent auf die Versicherungs­bedingungen. Die Verständlichkeit des Vertrags floss zu zehn Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Für Familien erreichen neun von 47 Rechtsschutz­versicherungen eine sehr gute Bewertung. Zehn Tarife schneiden nur mit ausreichend ab, sodass Interessierte bei der Wahl ihres Verkehrs­rechtsschutzes genau auf die Leistungen der Angebote achten sollten. Bei einigen ausreichenden Tarifen ist beispielsweise die Deckungssumme mit nur 300.000 Euro oder weniger zu niedrig angesetzt.

Bei Singles, die mit ihrem Auto unterwegs sind, erzielen zehn Verkehrs­rechtsschutz­versicherungen ein sehr gutes Ergebnis.

Die Top 3 im Überblick:

Quelle: Finanztest 01/2019

Jahresbeitrag mit 150 Euro Selbsterhalt
  • Advocard "§23" - 128 €
  • LVM "§21 (3)" - 95 €
  • LVM "§21 (3) + §22 Plus" - 127 €

„Eine Rechtsschutzversicherung ist sinnvoll, damit Sie im Ernstfall mit einem finanzstarken Gegner auf Augenhöhe streiten können.”

Stiftung Warentest, Finanztest 05/2020

Aktuelle Rechtsschutz­versicherung Testsieger für 2021

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat im Januar 2021 einen Blick auf 13 Rechtsschutzversicherer und ihre Basis- sowie Premium-Tarife geworfen. Im Fokus der Untersuchung standen die Leistungen, die 60 Prozent der Gesamtnote ausmachten. Was der Rechtsschutz kostet, floss zu 40 Prozent ins Endergebnis ein.

Generell gibt es eine Reihe von Rechtsschutzversicherungen, die sowohl mit sehr guten Leistungen als auch niedrigen Beiträgen überzeugen. Am besten bewertet das Institut das Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesen fünf Anbietern:

  • Auxilia – Privat-, Berufs-, Verkehrs-RS inkl. VorsorgeRechtsschutz und JurPrivat
  • Roland Rechtsschutz – Top-RS Basis und Top RS-Premium
  • WGV – Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz-Basis-Tarif und Optimal-Tarif
  • Adam Riese – L und XL
  • Itzehoer – Privat comfort

Rechtsschutz­versicherung 2021: Aktuelle Testsieger der Wirtschafts­Woche

Preis und Leistungen stehen beim Vergleich des Analysehauses Morgen & Morgen für die Wirtschaftswoche Mitte 2021 im Fokus. Das Augenmerk liegt auf den Angeboten für zwei verschiedene Musterkunden: ein Single und eine Familie. Alle Rechtsschutzversicherungen bieten ein Paket aus Beruf, Verkehr, Wohnen und Privat.

Der Test fällt relativ klein aus. Wie im Vorjahr wurde jeweils nur elf Tarifen auf den Zahn gefühlt.

Singles Beitrag pro Jahr Familie Beitrag pro Jahr
KS / Auxilia „JurPrivat“ 235 Euro KS / Auxilia „JurPrivat“ 324 Euro
ARAG „Aktiv-Rechtsschutz Premium“ 850 Euro
Domcura „Top“ 398 Euro

Wie die Tabelle verdeutlicht, sind die Preisunterschiede teils immens. Bei den Familientarifen reicht die Kostenspanne der untersuchten Rechtsschutzversicherungen zwischen 324 Euro und 850 Euro im Jahr, bei den Single-Tarifen zwischen 224 Euro bis 314 Euro.
Entsprechend sinnvoll ist es, vor Vertragsabschluss mithilfe eines Tarifrechners zu überprüfen, welche Versicherungs­gesellschaften Interessierten bei Preis und Leistung zusagen.

Aktuelles

Rechtsschutz­versicherung im Vergleich 2020 beim Handelsblatt

Eine häufige Kombination der Rechtsschutz­versicherung ist das Zusammenspiel aus Privat-, Verkehrs-, Miet- und Berufsrechtsschutz. So greift der Schutz der Versicherung in vielen Lebenslagen. Welcher Anbieter hier ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat, ließ das Handelsblatt im März 2020 von der Ratingagentur Franke und Bornberg prüfen. Der Test berücksichtigt sowohl Angebote für Alleinstehende als auch solche für Familien.

Insgesamt zehn Familien-Rechtsschutz­versicherungen überzeugen im Test mit einer sehr guten Bewertung und damit zwei mehr als im Vorjahr. Für Singles sind es fünf Angebote. Im Vergleich zu 2019 hat sich ein Versicherer aus den Top-Ergebnissen verabschiedet.

Zu den Testsiegern zählen:

  •  WGV „Optimal“
  • Deurag „PBVW SB 150“
  • ARAG „Komfort“
  • Auxilia „Jurprivat inklusive KS Automobilclub – Stand 07/2019“
  • Allrecht „Rechtsschutz für das Privatleben“ 

    Nur für Familien:

  • Roland „Rechtsschutz“
  • DMB „Prestige“
  • ÖRAG „Rundum-Schutz“

Die Maximalpunktzahl erreichen dabei WGV, Deurag und Auxilia. Die Rechtsschutzversicherung von BGV („Procomfort“), die vergangenes Jahr noch zu den Top-Tarifen zählte, ist 2020 nicht vertreten. Neu dazugekommen sind dagegen unter anderem Allrecht und ÖRAG.

Für Alleinstehende kosten die Top-Rechtsschutz­versicherungen zwischen 265 Euro und 333 Euro im Jahr. Soll der Rechtsschutz für mehrere Personen greifen, reicht die Preisspanne von 304 Euro bis 372 Euro.

Tipp:

Auch wenn der umfassende Schutz der Rechtsschutz­versicherung vergleichsweise günstig ist, sollten Interessierte nicht nur auf den Preis achten. Wichtig ist vor allem, dass die Leistungen zum Versicherungsnehmer passen. Mit einem unverbindlichen Tarifvergleich lassen sich die Kosten und das Leistungsniveau verschiedener Angebote einfach und unkompliziert gegenüberstellen.

Weitere Rechtsschutzversicherungen Testsieger

Ein weiterer Vergleich von der Börsenzeitschrift Börse Online im November 2020 verdeutlicht die großen Preisspannen. Für den Test wurden die Leistungen und Kosten von 27 Rechtsschutzversicherungen für Singles und Familien zu jeweils 50 Prozent bewertet. Hier zeigt sich, dass ein guter Rechtsschutz nicht teuer sein muss.

So kosten die Familien-Testsieger Auxilia („JURPrivat inklusive KS-Cubleistungen“) und Deurag („SB-150“) 333 Euro beziehungsweise 332 Euro im Jahr. Für den teuersten Tarif werden dagegen 525 Euro fällig. Er bietet dabei nur leicht bessere Leistungen. Der Jahresbeitrag der leistungsstärksten Rechtsschutzversicherung beläuft sich auf 455 Euro.

Bei den Single-Tarifen gewinnt mit Adam Riese („XL (Single) – schadenfrei“) die günstigste Rechtsschutzversicherung (223 Euro im Jahr). In der Kategorie Leistung setzt sich dagegen Ergo („Rechts­schutz Best“) durch (422 Euro im Jahr). Zum Vergleich: der teuerste Rechtsschutz im Test kostet 488 Euro.

Kundenerfahrungen: Wie Versicherte ihre Rechtsschutz­versicherung bewerten

Neben objektiven Kriterien wie Leistungen und Kosten können Verbraucher die Rechtsschutz­versicherer auch anhand ihrer Kundenbewertungen miteinander vergleichen. Viele Personen, die nach einem passenden Rechtsschutz suchen, verlassen sich bei ihrer Wahl oftmals auf Erfahrungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.

Die Zeitschrift Focus-Money hat daher zusammen mit dem Analyseinstitut Service Value im März 2021 geprüft, auf welche Versicherer im Ernstfall Verlass ist. Verbraucher mit einer Rechtsschutz­versicherung bewerteten dabei diese vier Kategorien:

  • Kundenservice
  • Produktqualität
  • Kundenbetreuung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Acht der 22 getesteten Versicherungs­unternehmen erhalten von ihren Kunden eine sehr gute Bewertung. Zu diesen zählen:

  • Advocard
  • Allianz
  • ADAC
  • Concordia
  • DEVK
  • LVM
  • Arag

Weitere drei Anbieter werden von ihren Kunden mit gut bewertet.

Mehrere Tarife vergleichen und ideale Rechtsschutzversicherung finden

Der Test von Service Value und die anderen Untersuchungen geben Interessierten eine erste Orientierung, welche Rechtsschutz­versicherungen empfehlenswert sind. Allerdings haben diese Vergleiche einen Nachteil: Die eigenen Wünsche an die Versicherung können andere sein, als in den Analysen untersucht wurden. Nicht jeder Testsieger stellt daher automatisch eine gute Wahl dar.

Darüber hinaus zeigen die Tests, dass die Preisspanne bei der Rechtsschutz­versicherung sehr groß ist. Wer im Vorfeld mehrere Anbieter vergleicht, spart nicht nur viel Geld, sondern findet auch eine Versicherung mit hohem Leistungsniveau. Unser Tarifrechner zeigt Interessierten schnell und unkompliziert den Leistungsumfang unterschiedlicher Versicherer und ermöglicht einen unverbindlichen Preisvergleich.