Arbeitgeberzuschuss zur PKV

Unterstützung vom Chef beim Versicherungs­beitrag.

  • Angestellte erhalten einen Zuschuss zur PKV
  • Höhe ist auf 50% des PKV-Beitrags gedeckelt
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Zuletzt aktualisiert: Mai 2020

Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung: Voraussetzungen, Zuschusshöhe und steuerliche Regelungen

Privat versicherte Angestellte profitieren in Deutschland vom Arbeitgeberzuschuss – völlig unabhängig von Größe, Mitarbeiterzahl oder Umsatz des Unternehmens. Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, einen Zuschuss zur PKV von bis zu 368 Euro zu zahlen. Beim Wechsel in die PKV empfiehlt es sich, frühzeitig mit dem Chef zu sprechen. So kann gemeinsam geklärt werden, ob der Zuschuss auch für Angehörige gilt.

Immer gut zu wissen

Voraussetzungen für den Arbeitgeberzuschuss

Zwar gelten einige Voraussetzungen, um als Angestellter vom PKV-Arbeitgeberzuschuss profitieren zu können. Jedoch sind diese in den allermeisten Fällen automatisch erfüllt, wenn der Angestellte in die private Krankenversicherung wechselt. Konkret lauten die Bedingungen:

  • Das Versicherungsunternehmen muss Leistungen anbieten, die im SGB V geregelt sind – alle deutschen Versicherer erfüllen diese Voraussetzung
  • Konkret sollte der PKV-Vertrag Leistungen für ambulante, stationäre und zahnärztliche Behandlung sowie Krankentagegeld beinhalten
  • Der Versicherer verzichtet auf ein ordentliches Kündigungsrecht
  • Im PKV-Beitrag sind Altersrückstellungen berücksichtigt

Der im PKV-Vertrag festgelegte Beitrag ist nach den gängigen versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet

Nicht vergessen: PKV-Nachweis anfordern

Um den Arbeitgeberzuschuss nutzen zu können, sollten Arbeitnehmer bei ihrer privaten Krankenversicherung eine „Bescheinigung zur Erlangung des Arbeitgeberzuschusses“ anfordern und dem Arbeitgeber vorlegen. Hieraus ergibt sich auch die Höhe des Zuschusses.

Arbeitgeberzuschuss 2020: Maximal 368 Euro pro Monat

Das Prinzip ist ganz einfach: Arbeitgeber müssen sich an der privaten Krankenversicherung eines Angestellten in gleicher Höhe beteiligen, als wäre dieser gesetzlich pflichtversichert. Dort beträgt die Beteiligung 50 Prozent der Gesamtkosten für die gesetzliche Krankenkasse. Nach oben hin ist der Zuschuss zur PKV auf 368 Euro gedeckelt  (Stand: 2020).

Das folgende Beispiel verdeutlicht die verschiedenen Faktoren, die in die Zuschussberechnung einfließen:

  • Ein Angestellter verdient 5.300 Euro brutto im Monat. Da er mit seinem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 5.212,50 Euro liegt, kann er sich privat krankenversichern.
  • Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2020 beträgt 14,6 Prozent. Hinzu kommt ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent. Zusammengerechnet ergibt sich ein Beitragssatz von 15,7 Prozent.
  • Der Arbeitgeberzuschuss berechnet sich aus der Hälfte der 15,7 Prozent analog zum Arbeitgeberanteil in der GKV. Damit beträgt der Zuschuss 7,85 Prozent.

Berechnungsgrundlage bietet nun die Beitragsbemessungsgrenze. Denn in der gesetzlichen Krankenversicherung würde er den Krankenkassenbeitrag nur bis zu dieser Grenze zahlen, also: 7,85 Prozent von 4.687,50 Euro = 368 Euro.

Arbeitgeber beteiligt sich auch an der Pflegeversicherung

Den Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung teilen sich privat versicherter Angestellter und Arbeitgeber ebenfalls. Der Zuschuss wird analog zum PKV-Zuschuss errechnet und ist auf 71,48 Euro pro Monat begrenzt (Stand: 2020).

Arbeitgeberzuschuss für Angehörige

Ehe- beziehungsweise Lebenspartner und Kinder können ebenfalls vom Arbeitgeberzuschuss profitieren. Dabei müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

Welche Auswirkung hat der Arbeitgeberzuschuss auf die Steuererklärung?

In Deutschland ist der Zuschuss des Arbeitgebers steuerfrei, was dazu führt, dass das Finanzamt den Zuschuss in voller Höhe von den berücksichtigungsfähigen Beiträgen abzieht.

Nicht steuerfrei sind hingegen Zuschüsse des Arbeitgebers, die über die Höchstgrenze von 368 Euro hinausgehen. Diese freiwilligen Zuzahlungen sind als geldwerter Vorteil in der Steuererklärung zu berücksichtigen.