Gesetzliche Krankenkassen

Passende Krankenkasse mit solidem Leistungsniveau.

  • Leistungen der Kassen unterscheiden sich kaum
  • Kosten schwanken dagegen um bis zu 100 Euro/Monat
  • Jetzt Kasse mit ausgewogenem Preis-Leistungs-Mix finden

Für

Angestellte

Für

Selbstständige & Freiberufler

Für

Rentner

Für

Studenten

Für

Beamte

Was bieten gesetzliche Krankenkassen?

In der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) unterscheiden sich die Leistungen zwischen den Krankenkassen nur wenig. Anders sieht es bei den Kosten aus. Durch den Zusatzbeitrag, den jede Kasse selbst bestimmt, beträgt die Spanne zwischen einer günstigen und einer teuren Kasse bis zu 100 Euro im Monat.

Weitere Themen

Immer gut zu wissen

Für wen eignet sich die gesetzliche Krankenversicherung?

Die gesetzliche Krankenversicherung richtet sich generell an alle Personen. Solange sie sich nicht aktiv für die private Krankenversicherung (PKV) entscheiden, ist jeder in Deutschland in der Regel gesetzlich krankenversichert.

Die GKV ist vor allem für Angestellte die erste Wahl. Denn sie dürfen sich erst privat krankenversichern, wenn sie 2021 über 64.350 Euro brutto im Jahr verdienen. Studenten, Beamte, Freiberufler und Selbstständige sind dagegen nicht durch ihr Einkommen an eine gesetzliche Krankenkasse gebunden.

Ein großer Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist die kostenlose Familienversicherung. Über diese können Kinder und Ehe- oder Lebenspartner mit geringem Einkommen mitversichert werden. Gesetzlich Versicherte profitieren zudem vom Kinderkrankengeld. Dieses wird ausgezahlt, wenn ein Elternteil nicht zur Arbeit gehen kann, weil das Kind zu Hause gepflegt werden muss.

Welche Formen der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es?

In der GVK wird zwischen Pflichtversicherung und freiwilliger Krankenversicherung unterschieden. Pflichtversichert sind in der Regel:

  • Arbeitnehmer, die mehr als 450 Euro, aber 2021 weniger als 5.362,50 Euro brutto im Monat verdienen
  • Bezieher von Arbeitslosengeld I und Unterhaltsgeld
  • Rentnerinnen und Rentner, die kein KVdR-Mitglied sind
  • Studenten

Als freiwillig versichert gelten:

  • Selbstständige und Freiberufler
  • Beamte
  • Arbeitnehmer, die mehr als 5.362,50 Euro brutto im Monat verdienen

Tipp:

Studenten bis 25 Jahre sind häufig kostenlos über die Familienversicherung und somit über die Krankenkasse der Eltern abgesichert. Danach greift die studentische Krankenversicherung, die durch einen günstigen Beitrag punktet. Mehr erfahren

Abhängig vom Versichertenstatus variieren der zu zahlende Krankenkassenbeitrag und die Berechnungsgrundlage.

Pflicht­versichert Freiwillig versichert
Beitrags­satz Min. 7,3 Prozent plus 50 Prozent des Zusatz­beitrags Min. 14,0 Prozent plus voller Zusatz­beitrag
Beitrag wird ermittelt auf Grundlage von Einkommen Einkommen + sonstige Einnahmen (etwas aus Vermie­tung, Rente, Kapital­vermögen)

Aktuelles zur gesetzlichen Krankenversicherung

Leistungs­unterschiede in der gesetzlichen Krankenversicherung

Welche Leistungen die Krankenkassen bieten müssen, ist gesetzlich geregelt. Dazu gehören die Behandlung beim Haus- und Facharzt sowie notwendige Krankenhaus­leistungen und die Grundversorgung beim Zahnarzt. Über den Gesetzgeber sind 90 bis 95 Prozent des Leistungs­niveaus vorgegeben.

Viele Krankenkassen nutzen die geringe Flexibilität bei den Leistungen, in dem sie wertvolle Extras für ihre Versicherten anbieten. Zu den zusätzlichen Angeboten zählen die Kostenerstattung für Präventions­kurse, bei alternativen Behandlungs­methoden oder für eine besondere Versorgung bei schweren Krankheiten.

Welche Krankenkassen in welchem Bereich sehr gut aufgestellt sind, hat unter anderem das Wirtschaftsmagazin Focus-Money im Frühjahr 2021 ermittelt.

Fokus auf … Top-Krankenkassen
Bonus- und Vorteils­programme (etwa Bonushöhe und Anzahl der geförderten Maßnahmen) DAK-Gesundheit
Die Techniker
Alternative Medizin (etwa Homöopathie, Osteopathie und Traditionelle Chinesische Medizin) HEK
Securvita
Zusatzleistungen (etwa bei Schwangerschaft, künstlicher Befruchtung und Hautkrebs­vorsorge) BKK VerbundPlus
Die Techniker
HEK
IKK Südwest
Securvita
Zahnmedizinische Versorgung (etwa professionelle Zahnreinigung und vergünstigter Zahnersatz) BKK Verbund Plus
IKK Südwest
Bergische Krankenkasse
BKK Herkules
IKK Brandenburg und Berlin
Besondere Versorgung (etwa Leistungs­verträge für spezielle Behandlungs­methoden) AOK Baden-Würtemberg
Die Techniker

Gesundheits­schutz aufstocken

Gesetzlich Versicherte müssen bei ihrer Gesundheits­versorgung nicht auf Top-Leistungen verzichten. Mit einer privaten Krankenzusatz­versicherung sichern sie sich beispielsweise die Erstattung von hochwertigem Zahnersatz, Sehhilfen oder einer Chefarzt­behandlung im Krankenhaus.

Preisunterschiede zwischen den Krankenkassen beachten

Der allgemeine Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung liegt bei 14,6 Prozent. Wer auf Krankengeld verzichtet, zahlt 14,0 Prozent. Dazu kommt der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Gesamtbeitrag jeweils zur Hälfte. Bei pflichtversicherten Rentnern übernimmt die Rentenversicherung einen Teil des Beitrags.

Durch die Zusatzbeiträge variieren die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung stark. Im Schnitt liegt dieser 2021 bei 1,3 Prozent des Einkommens, wobei die günstigste Krankenkasse 0,35 Prozent verlangt. Die teuerste Kasse hat einen Zusatzbeitrag von 1,9 Prozent.

Die günstigsten Krankenkassen 2021 Die teuersten Krankenkassen 2021
BKK Euregio (14,95 %, geöffnet in Hamburg und Nordrhein-Westfalen)
hkk (14,99 %)
BKK Pfaff (15,0%, geöffnet in Rheinland-Pfalz)
BKK Technoform (16,5%)
BKK ZF & Partner (16,4%)
BKK Herkules (16,3%)

Der Beitrag zur GKV wird nur bis zur sogenannten Beitrags­bemessungs­grenze erhoben. 2021 liegt diese bei 58.050 Euro im Jahr beziehungsweise 4.837,50 Euro im Monat. Bei einem höheren Einkommen wächst der Krankenkassen­beitrag nicht weiter an.

Wie groß die Kostenunterschiede zwischen den Kassen für verschiedene Einkommensklassen sind, zeigt die folgende Tabelle. Sie gibt den vollen Krankenkassenbeitrag, also mit Arbeitgeberanteil, wieder:

Monatliches Einkommen Niedrigster Montas­beitrag Höchster Monats­beitrag
2.000 Euro 299,00 Euro 330,00 Euro
2.500 Euro 373,75 Euro 412,50 Euro
3.000 Euro 448,50 Euro 495,00 Euro
3.500 Euro 523,25 Euro 577,50 Euro
4.000 Euro 598,00 Euro 660,00 Euro

Tipp:

Mit dem kostenlosen Krankenkassenvergleich finden Interessierte schnell und unkompliziert eine Krankenkasse mit einem ausgewogenen Mix aus Preis und Leistung.

Ein Wechsel der Krankenkasse ist jederzeit möglich, wenn

  • Die Kasse ihren Beitrag anpasst,
  • Leistungen streicht oder
  • Versicherte mindestens 12 Monate bei ihr Mitglied sind.

Bei gesetzlicher Krankenkasse oder privat kranken­versichern?

Besteht die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, entscheiden verschiedene Faktoren, welche Option die bessere ist. Aus Leistungssicht empfiehlt sich die private Krankenversicherung allemal. Privatversicherte profitieren in der Regel von einer besseren Behandlung beim Arzt, im Krankenhaus oder beim Zahnarzt und haben kürzere Wartezeiten.

Angestellte mit einem hohen Einkommen und Beamte sollten die PKV zudem aus Kostensicht prüfen. Hier können sie sich in der Regel zu einem geringeren Beitrag ein weitaus höheres Leistungsniveau als in der GKV sichern.

Wer unsicher ist, welche Form der Krankenversicherung für ihn geeignet ist, kann mithilfe eines unverbindlichen Angebots zur privaten Krankenversicherung seine Optionen prüfen. Mit diesem finden Interessierte nicht nur heraus, was der Gesundheits­schutz monatlich kosten würde, sondern auch, welche individuellen Leistungs­unterschiede es im Vergleich zur GKV gibt.

Gesetzliche Krankenversicherung: Leistungen und Beitrag optimieren

Es gibt rund 100 Krankenkassen in Deutschland. Zwar sind nicht alle von ihnen in jedem Bundesland geöffnet. Doch wer eine neue Kasse sucht, hat oft eine große Auswahl.

Um sich einen schnellen Überblick über die monatlichen Kosten sowie Leistungen verschiedener Anbieter zu verschaffen, empfiehlt sich der unverbindliche Krankenkassen­vergleich.