Rechtsschutzversicherung für Familienrecht

Unterstützung bei Scheidung und Erbfällen.

  • Nur wenige Versicherer bieten Rechtsschutz im Erb- und Familienrecht
  • Erstattung der Anwaltskosten oftmals gedeckelt
  • Passenden Rechtsschutz jetzt mit Tarifvergleich finden

Für den

Privat­rechtsschutz

Für den

Berufs­rechtsschutz

Für den

Mietrechtsschutz

Für den

Vermieter­rechtsschutz

Für den

Verkehrs­rechtsschutz

Rechtsschutz­versicherung bei Familienrecht und Erbrecht

Eine Scheidung oder ein Streit ums Erbe kann sich lange Zeit hinziehen und viel Geld kosten. Viele Rechtsschutz­versicherungen leisten daher bei Familienrecht und Erbrecht nur für die Erstberatung durch einen Anwalt. Wer sich weitere Leistungen wünscht, muss entsprechende Bausteine vereinbaren. Doch nur die wenigsten Anbieter zahlen für den Juristen, wenn der Rechtsstreit vor Gericht landet.

Weitere Themen

Immer gut zu wissen

Familienrecht oder Rechtsschutz für Familien?

Wenn von Rechtsschutz für Familien die Rede ist, kommt es leicht zu Missverständnissen. Die einen denken dabei an die Familientarife, bei denen sich der Versicherungsschutz auf die Angehörigen, also die Familie, erstreckt. Andere verstehen darunter den Rechtsbereich, der sich mit Fragen rund um Eheschließung, Scheidung, Unterhalt oder Erbschaftsstreitigkeiten dreht.

Es ist wichtig, den Unterschied zu kennen:

Rechtsschutz zum Familientarif Rechtsschutz für Familienrecht
Rechtsschutz­versicherungen für die Bereiche Privat, Verkehr, Miete und Beruf können in einem Familientarif versichert sein.

Die Absicherung gilt dann für den Versicherungs­nehmer ebenso wie für Familienmitglieder.

Dazu zählen:

Ehepartner

Lebenspartner

Kinder (zum Teil auch Enkel).

Eine Rechtsschutz­versicherung für Familienrecht bezieht sich auf Streitigkeiten zu

Scheidung

Unterhaltsfragen

Sorgerecht

Erbschaft

Auch Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern gehören zum Familienrecht.

Das Familienrecht ist ein Teil des Privatrechts.

Im Folgenden steht die Rechtsschutzversicherung für Familienrecht im Mittelpunkt, also

Rechtsschutz­versicherung für Familienrecht

Für 2019 zählte das Statistische Bundesamt (Destatis) mehr als 149.000 Ehescheidungen in Deutschland. Im Vergleich zu 2018 ist die Anzahl um 0,6 Prozent angestiegen. Das erste Mal seit 2012 hat sich die Anzahl damit wieder erhöht. Eine Neuerung gibt es bei der Datenerhebung jedoch: Zum ersten Mal wurden auch Scheidungen von Ehen gleichgeschlechtlicher Partner mitgezählt.

Je nach Einkommen, Anzahl der Kinder und Vermögen summieren sich die Anwaltskosten bei einer Scheidung auf mehrere tausend Euro. Das Ende einer Ehe ist somit eine kostspielige Angelegenheit.

Um nicht auf den Anwaltskosten sitzenzubleiben, wünschen sich viele Personen eine Rechtsschutzversicherung, die auch im Bereich Familienrecht beziehungsweise Eherechtsschutz greift. Doch weil Scheidungen nicht selten und dazu teuer sind, bieten nur wenige Versicherungen den entsprechenden Schutz an.

Als Bestandteil des Bausteins Privatrechtsschutz leisten manche Rechtsschutzversicherer zwar auch bei Streitigkeiten, die das Familienrecht betreffen. Doch die Leistungen sind stark eingeschränkt. Oftmals wird nur die Erstberatung durch einen Anwalt erstattet. Häufig gelten zudem Erstattungsobergrenzen.

Der Grund, warum viele Anbieter darauf verzichten, bei Streitigkeiten rund um Scheidung und Unterhalt zu leisten, ist einfach: Das Risiko, dass der Versicherungsfall eintritt, ist vergleichsweise hoch. Zudem kann sich ein Scheidungs- oder Unterhaltsprozess sehr lange hinziehen, wodurch der Versicherungsgesellschaft hohe Kosten entstehen. Daher sind die wenigen Angebote für Interessierte auch recht teuer. Entsprechend wichtig ist es, im Vorfeld die Leistungen und Kosten mehrerer Rechtsschutzversicherungen zu vergleichen, um eine passende Absicherung zu finden.

Lese-Tipp:

Mehr Informationen zum Thema Eherechtsschutzversicherung und Scheidung gibt es auf der Themenseite „Rechtsschutzversicherung bei Scheidung“.

Nur wenige Anbieter bieten Rechtsschutz für Familienrecht

Der Versicherer Arag ist einer der wenigen, der eine Rechtsschutzversicherung mit Eherechtsschutz bietet. Allerdings gilt für die Leistung eine lange Wartezeit von drei Jahren.

Achtung:

Merken die Ehepartner innerhalb dieser Zeit, dass sie die Scheidung wollen, schützt der Rechtsschutz nicht vor den anfallenden Anwalts- und gegebenenfalls Gerichtskosten.

Hinzu kommt, dass die Erstattung an eine Obergrenze von 30.000 Euro gebunden ist. Ist diese erreicht, müssen alle weiteren Kosten in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit aus eigener Tasche gezahlt werden.

Rechtsschutz­versicherung hilft bei Streit um Unterhalt

Geht eine Ehe in Streit auseinander, sorgt nicht selten die Frage nach dem Unterhalt für Konflikte. Eine Rechtsschutz­versicherung kann auch hier weiterhelfen, wenn die Ehepartner ihre Differenzen vor Gericht austragen. Jedoch ist es dazu notwendig, die entsprechenden Leistungen bei Vertragsabschluss vereinbart zu haben. Das bedeutet, nur wer eine spezielle Rechtsschut­zversicherung abgeschlossen hat, die den Bereich Unterhalt abdeckt, kann Leistungen erwarten.

Diese beschränken sich nicht nur auf die Zahlungsverpflichtungen zwischen Ehepartnern, sondern schließen auch

  • Unterhaltsforderungen des Sozialamts für Pflegeheim­kosten der Eltern (Elternunterhalt),
  • Unterhaltszahlungen des Vaters (Vaterschaftsklage) sowie
  • Unterhaltsforderungen der Kinder ein.

Wie beim Rechtsschutz für Familienrecht gelten bei dieser Form der Rechtsschutzversicherung jedoch vergleichsweise lange Wartezeiten sowie Erstattungs­grenzen.

Was kostet der Rechtsschutz für Eherecht und Unterhalt?

Die Absicherung für familiäre Streitigkeiten ist nur in Kombination mit einer Privatrechtsschutzversicherung abzuschließen. Die einzelnen Bausteine sind jeweils für einen Monatsbeitrag von rund 10 Euro recht günstig. Interessierte sollten jedoch daran denken, dass

  • dazu noch die Kosten für die Privatrechtsschutzversicherung hinzukommen und dass
  • die Wartezeit für den Eherechtsschutz drei Jahre beträgt.

In einer vereinfachen Beispielrechnung ergeben sich daher folgende Ausgaben für eine Versicherung mit Eherechtsschutz:

Versicherung und Zahlung Kosten
Privatrechtsschutz 30 Euro
Eherechtsschutz 12 Euro
Monatliche Zahlung 42 Euro
Ausgaben pro Jahr 504 Euro
Nach 3 Jahren (Wartezeit Eherecht) 1.512 Euro

Rund 1.500 Euro muss der Versicherte also investieren, bevor er den Eherechtsschutz beanspruchen kann.

Scheidung: Leisten Versicherer bei Mediation?

Statt vor Gericht zu gehen, haben Streitparteien auch die Möglichkeit, ihre Konflikte mithilfe einer Mediation zu lösen. Im Vergleich zu einem gerichtlichen Verfahren ermöglicht eine Mediation oftmals eine schnellere Einigung. Zudem können die Gespräche mit einem Mediator in der Summe je nach Streitwert wesentlich günstiger sein als der juristische Weg.

Einige Anbieter übernehmen die Kosten für Mediation sogar dann, wenn diese einen nicht versicherten Bereich wie Scheidung beziehungsweise Familienrecht betreffen. Interessierte sollten hier einen genauen Blick auf die Versicherungsbedingungen werfen. Gleiches gilt für Personen, die eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Familienrecht abschließen wollen. Ihnen ist zu empfehlen bei den Bedingungen darauf zu achten, dass Mediation abgedeckt ist.

Rechtsschutz­versicherung hilft bei Erbrecht nur bedingt

Auch in Sachen Erbrecht kann einen Rechtsschutz­versicherung sinnvoll sein. Denn nicht selten bricht ein erbitterter Streit unter Angehörigen über das Erbe aus: Einige unter ihnen haben das Gefühl, unfair behandelt worden zu sein, oder entfernte Verwandte melden sich plötzlich und machen ihren Anspruch geltend. Doch ähnlich wie bei der Rechtsschutz­versicherung für Familienrecht gibt es auch bei Erbe kaum ein Unternehmen, das in diesem Fall umfangreiche Leistungen anbietet. Denn gerade hierbei kann es um hohe Streitwerte gehen, die sich wiederum auf die Höhe der Prozesskosten auswirken.

Mit welchen Kosten ist beim Streit ums Erbe zu rechnen?

Wie hoch die Kosten für ein Gerichtsverfahren ausfallen, hängt wesentlich von der Höhe des Erbes ab. Beträgt der Nachlasswert beispielsweise eine Million Euro, können auf die im Prozess unterliegende Partei schnell Kosten von mehreren Zehntausend Euro zukommen.

Prozesskostenrechner im Internet geben Verbrauchern einen Überblick darüber, mit welchen Gebühren sie je nach Streitwert zu rechnen haben.

Beispiel:

Bei einer Streitsumme von 500.000 Euro und jeweils einem Mandanten sowie Gegner liegen die Kosten für Anwalt und Gericht für den Prozessverlierer in erster Instanz bei rund 30.000 Euro.

Kosten der Erstberatung zum Erbrecht werden übernommen

Beim Erben können unterschied­liche rechtliche Probleme auftreten, etwa wenn Betroffene

  • das Testament anfechten,
  • den Pflichtteil als Erbberechtigten geltend machen wollen oder
  • die Erbschaft annehmen oder ausschlagen

Im besten Fall bieten Rechtsschutz­versicherungen bei solchen und anderen erbrechtlichen Fragen die Erstattung der Erstberatungskosten. Wer sich beispielsweise bei der Erstellung des Testaments von einem Anwalt erstmals beraten lässt, kann ebenso die Kosten von der Versicherung erstattet bekommen wie die Ausgaben für eine notarielle Beglaubigung. Im Zweifel sollte jedoch im Vorfeld mit dem Anbieter darüber gesprochen werden, ob ein Leistungsfall tatsächlich vorliegt.

Passenden Rechtsschutz finden

Einige Versicherer setzen sich mit speziellen Angeboten im Bereich Erb- und Familienrecht von der Konkurrenz ab und bieten bessere Bedingungen als der Markt. Häufig gehen diese jedoch mit höheren Kosten einher. Aus diesem Grund ist eine persönliche Beratung zur Rechtsschutzversicherung sinnvoll.

Alternativ können sich Interessierte aber auch mit der Hilfe eines unverbindlichen Vergleichsrechners individuell auf die Suche nach der Rechtsschutzversicherung mit einem ausgewogenen Mix aus Preis und Leistung machen. Gute Rechner bieten die Möglichkeit, im Laufe des Vergleichs speziell nach Tarifen mit Rechtsschutz in Ehesachen und bei Unterhalt zu filtern.

Unser Kundenservice ist für Sie da

Sie erreichen uns per E-Mail oder von Montag bis Freitag zwischen 09:00 Uhr-12:00 Uhr sowie 13:00 Uhr-18:00 Uhr und am Freitag zwischen 09:00 Uhr-12:00 Uhr sowie 13:00 Uhr-17:00 Uhr unter 0800-300-300-9