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Rechtsschutzversicherung für Familienrecht

Unterstützung bei Scheidung und Erbfällen
Rechtsschutzversicherung für Familienrecht
  • Nur wenige Versicherer bieten Rechtsschutz im Erb- und Familienrecht
  • Erstattung der Anwaltskosten oftmals gedeckelt
  • Passenden Rechtsschutz jetzt mit Tarifvergleich finden

Rechtsschutzversicherung bei Familienrecht und Erbrecht

Eine Scheidung oder ein Streit ums Erbe kann sich lange Zeit hinziehen und viel Geld kosten. Viele Rechtsschutzversicherungen leisten daher bei Familienrecht und Erbrecht nur für die Erstberatung durch einen Anwalt. Wer sich weitere Leistungen wünscht, muss entsprechende Bausteine vereinbaren. Doch nur die wenigsten Anbieter zahlen für den Juristen, wenn der Rechtsstreit vor Gericht landet.

Familienrecht - Scheidung
Scheidung mit Mediation verhindern

Rechtsschutzversicherung für Familienrecht

2016 wurden mehr als 162.000 Ehen in Deutschland geschieden. Je nach Einkommen, Anzahl der Kinder und Vermögen summieren sich die Anwaltskosten dabei auf mehrere Tausend Euro. Eine Scheidung ist somit eine kostspielige Angelegenheit. Um auf den Anwaltskosten nicht sitzenzubleiben, wünschen sich viele Personen eine Rechtsschutzversicherung, die auch im Bereich Familienrecht beziehungsweise Eherechtsschutz greift. Doch weil Scheidungen nicht selten und dazu teuer sind, bieten nur wenige Versicherungen den entsprechenden Schutz an.

Als Bestandteil des Bausteins Privatrechtsschutz leisten manche Rechtsschutzversicherer zwar auch bei Streitigkeiten, die das Familienrecht betreffen. Doch die Leistungen sind stark eingeschränkt. Oftmals wird nur die Erstberatung durch einen Anwalt erstattet. Häufig gelten zudem Erstattungsobergrenzen.

Der Grund, warum viele Anbieter darauf verzichten, bei Streitigkeiten rund um Scheidung und Unterhalt zu leisten, ist einfach: Das Risiko, dass der Versicherungsfall eintritt, ist vergleichsweise hoch. Zudem kann sich ein Scheidungs- oder Unterhaltsprozess sehr lange hinziehen, wodurch der Versicherungsgesellschaft hohe Kosten entstehen. Daher sind die wenigen Angebote für Interessierte auch recht teuer. Entsprechend wichtig ist es, im Vorfeld die Leistungen und Kosten mehrerer Rechtsschutzversicherungen zu vergleichen, um die optimale Absicherung zu finden.

Nur wenige Anbieter bieten Rechtsschutz für Familienrecht

Der Versicherer ARAG ist einer der wenigen, der eine Rechtsschutzversicherung mit Eherechtsschutz bietet. Allerdings gilt für die Leistung eine lange Wartezeit von drei Jahren. Merken die Ehepartner in dieser Zeit, dass sie die Scheidung wollen, schützt der Rechtsschutz nicht vor den anfallenden Anwalts- und gegebenenfalls Gerichtskosten. Hinzu kommt, dass die Erstattung an eine Obergrenze von 30.000 Euro gebunden ist. Ist diese erreicht, müssen alle weiteren Kosten in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit aus eigener Tasche gezahlt werden.

Rechtsschutzversicherung hilft bei Streit um Unterhalt

Geht eine Ehe in Streit auseinander, sorgt nicht selten die Frage nach dem Unterhalt für Konflikte. Eine Rechtsschutzversicherung kann auch hier weiterhelfen, wenn die Ehepartner ihre Differenzen vor Gericht austragen. Jedoch ist es dazu notwendig, die entsprechenden Leistungen bei Vertragsabschluss vereinbart zu haben. Das bedeutet, nur wer eine spezielle Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, die den Bereich Unterhalt abdeckt, kann Leistungen erwarten.

Diese beschränken sich nicht nur auf die Zahlungsverpflichtungen zwischen Ehepartnern, sondern schließen auch

  • Unterhaltforderungen des Sozialamts für Pflegeheimkosten der Eltern (Elternunterhalt),
  • Unterhaltszahlungen des Vaters (Vaterschaftsklage) sowie
  • Unterhaltsforderungen der Kinder ein.

Wie beim Rechtsschutz für Familienrecht gelten bei dieser Form der Rechtsschutzversicherung jedoch vergleichsweise lange Wartezeiten sowie Erstattungsgrenzen.

Scheidung: Leisten Versicherer bei Mediation?

Statt vor Gericht zu gehen, haben Streitparteien auch die Möglichkeit, ihre Konflikte mithilfe einer Mediation zu lösen. Im Vergleich zu einem gerichtlichen Verfahren ermöglicht eine Mediation oftmals eine schnellere Einigung. Zudem können die Gespräche mit einem Mediator in der Summe je nach Streitwert wesentlich günstiger sein als der juristische Weg.

Einige Anbieter übernehmen die Kosten für Mediation sogar dann, wenn diese einen nicht versicherten Bereich wie Scheidung beziehungsweise Familienrecht betreffen. Interessierte sollten hier einen genauen Blick auf die Versicherungsbedingungen werfen. Gleiches gilt für Personen, die eine spezielle Rechtsschutzversicherung für Familienrecht abschließen wollen. Ihnen ist zu empfehlen bei den Bedingungen darauf zu achten, dass Mediation abgedeckt ist.

 

Redaktions-Tipp: Umfangreiche Infobroschüre zu Mediation

In der ausführlichen Infobroschüre „Es muss nicht immer vor Gericht enden – Wie Mediation beim Familienstreit hilft“ erfahren Verbraucher, was Mediation bei Streit zwischen Paaren leisten kann.

Rechtsschutzversicherung hilft bei Erbrecht nur bedingt

Auch in Sachen Erbrecht kann einen Rechtsschutzversicherung sinnvoll sein. Denn nicht selten bricht ein erbitterter Streit unter Angehörigen über das Erbe aus: Einige unter ihnen haben das Gefühl, unfair behandelt worden zu sein, oder entfernte Verwandte melden sich plötzlich und machen ihren Anspruch geltend. Doch ähnlich wie bei der Rechtsschutzversicherung für Familienrecht gibt es auch bei Erbe kaum ein Unternehmen, das in diesem Fall umfangreiche Leistungen anbietet. Denn gerade hierbei kann es um hohe Streitwerte gehen, die sich wiederum auf die Höhe der Prozesskosten auswirken.

Mit welchen Kosten ist beim Streit ums Erbe zu rechnen?

Wie hoch die Kosten für ein Gerichtsverfahren ausfallen, hängt wesentlich von der Höhe des Erbes ab. Beträgt der Nachlasswert beispielsweise eine Million Euro, können auf die im Prozess unterliegende Partei schnell Kosten von mehreren Zehntausend Euro zukommen. 

Prozesskostenrechner im Internet geben Verbrauchern einen Überblick darüber, mit welchen Gebühren sie je nach Streitwert zu rechnen haben. Beispiel: Bei einer Streitsumme von 500.000 Euro und jeweils einem Mandanten sowie Gegner liegen die Kosten für Anwalt und Gericht für den Prozessverlierer in erster Instanz bei rund 30.000 Euro.

Kosten der Erstberatung zum Erbrecht werden übernommen

Beim Erben können unterschiedliche rechtliche Probleme auftreten, etwa wenn Betroffene 

  • das Testament anfechten,
  • den Pflichtteil als Erbberechtigten geltend machen wollen oder
  • die Erbschaft annehmen oder ausschlagen 

Im besten Fall bieten Rechtsschutzversicherungen bei solchen und anderen erbrechtlichen Fragen die Erstattung der Erstberatungskosten. Wer sich beispielsweise bei der Erstellung des Testaments von einem Anwalt erstmals beraten lässt, kann ebenso die Kosten von der Versicherung erstattet bekommen wie die Ausgaben für eine notarielle Beglaubigung. Im Zweifel sollte jedoch im Vorfeld mit dem Anbieter darüber gesprochen werden, ob ein Leistungsfall tatsächlich vorliegt. 

Passenden Rechtsschutz finden

Einige Versicherer setzen sich mit speziellen Angeboten im Bereich Erb- und Familienrecht von der Konkurrenz ab und bieten bessere Bedingungen als der Markt. Häufig gehen diese jedoch mit höheren Kosten einher. Aus diesem Grund ist eine persönliche Beratung zur Rechtsschutzversicherung sinnvoll, um das Angebot mit dem besten Rechtsschutz zu finden.

Alternativ können sich Interessierte aber auch mit der Hilfe eines unverbindlichen Vergleichsrechners individuell auf die Suche nach der Rechtsschutzversicherung mit dem besten Mix aus Preis und Leistung machen. Gute Rechner bieten die Möglichkeit, im Laufe des Vergleichs speziell nach Tarifen mit Rechtsschutz in Ehesachen und bei Unterhalt zu filtern.

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