Riester-Banksparplan

Kostengünstig riestern.

  • Kaum Rendite während Niedrigzinsphase
  • Nur noch wenige Anbieter
  • Riester-Alternativen prüfen

Altersvorsorgealternative für

20- bis 29-Jährige

Altersvorsorgealternative für

30- bis 39-Jährige

Altersvorsorgealternative für

40- bis 49-Jährige

Altersvorsorgealternative für

50- bis 59-Jährige

Altersvorsorgealternative für

ab 60-Jährige

Zuletzt aktualisiert: Januar 2021

Riester-Banksparplan: Verfügbarkeit, Vor- und Nachteile und Alternativen

Der Riester-Banksparplan ist im Vergleich zur Riester-Rentenversicherung oder einer fondsbasierten Variante die einfachste Art zu riestern. Selbst für kürzere Laufzeiten lohnt er sich, weil in der Regel keine Abschlussgebühren anfallen. Durch die anhaltende Niedrigzinsphase wirft der Riester-Banksparplan aber keine nennenswerte Rendite ab und ist auch für Banken selbst nicht mehr lukrativ. Die Anbieter sind an einer Hand abzuzählen.

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Immer gut zu wissen – Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Riester-Banksparplan?

Fast jeder zweite Deutsche besitzt laut aktuellen Statistiken ein Sparkonto bei seiner Bank. Ein Riester-Banksparplan ist nichts anderes als das klassische Sparkonto mit regelmäßiger Einzahlung und variabler Verzinsung mit dem Riester-Modell kombiniert. Sparer können also stets auf das Riester-Sparkonto einzahlen, der Sparbetrag wird aber erst, wie bei der Riester-Rente üblich, zum regulären Renteneintritt (oder zu Beginn des Vorruhestands) ausgezahlt.

Die Verzinsung des Guthabens ist relativ transparent: Der Basiszins ist an einen vor der Bank auszuweisenden Marktzins gekoppelt. Doch hier liegt gleichzeitig das Problem: Durch das anhaltende Zinstief liegt die Rendite bei einem Riester-Banksparplan bei ca. 0,00 bis 0,35 Prozent. Auch Negativzinsen sind schon im Gespräch.

Je nach Riester-Banksparplan bekommen Sparer auch Bonuszahlungen für die Erfüllung bestimmter Ansparzeiten sowie Zuschüsse vom Staat und Steuererleichterungen.

Ist der Riester-Banksparplan ein Auslaufmodell?

Riester-Banksparpläne wurden vor der Niedrigzinsphase vermehrt von Sparkassen und Volksbanken angeboten. Heute hat sich das Angebot auf eine Handvoll Anbieter reduziert. Überregional bietet aktuell keine einzige Sparkasse oder Volksbank den Riester-Banksparplan noch an. Interessierte können ihn nur noch bei ausgewählten Sparkassen vor Ort abschließen. Dazu gehören die Sparkassen-Filialen in Aachen, Bamberg, Donauwörth, Pforzheim sowie die Kreissparkassen Northeim und Verden.

Der Grund für das geringe Angebot: Die Banken erwirtschaften durch den niedrigen Marktzins kaum oder keine Rendite mit den Geldern der Sparer. Darüber hinaus müssen sie, um einen Riester-Banksparplan anzubieten, ein sogenanntes Produktinformationsblatt (PIB) auflegen. Das zu schreiben und juristisch zu prüfen, kostet Zeit und Geld.

Der Riester-Banksparplan wird daher durch andere Riester-Modelle wie die Riester-Rentenversicherung oder den Riester-Fondssparplan ersetzt.

Aktuelles zur Riester-Rente

Die Vor- und Nachteile des Riester-Banksparplan im Überblick

Nachfolgende Tabelle zeigt, dass die Nachteile des Riester-Banksparplans aus Sicht des Sparers deutlich überwiegen.

Vorteile Nachteile
Einfach zu verstehen und transparente Zins­berechnung Sparpläne bringen keine Rendite – sogar Negativ­zinsen sind denkbar
Übliche Riester-Zulagen und steuerliche Absetzbar­keit Aktuell nur noch bei einigen regionalen Sparkassen abschließbar
Durch geringe Anzahl an Anbietern kommt kein gesunder (und für den Sparer zum Vorteil gereichender) Wettbewerb zustande
Im Gegensatz zur Riester-Renten­versicherung keine garantierte Rentenhöhe zu Vertrags­beginn

Tipp für bereits abgeschlossene Riester-Banksparpläne: Laufen lassen!

Löst der Sparer den Banksparplan vorzeitig auf, muss er alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Alternativ lässt sich der Riester-Banksparplan in ein anderes Riester-Produkt umwandeln.

Auszahlungsoptionen des Riester-Banksparplans: Sofortrente oder Bankauszahlplan

Kunden stehen die folgenden beiden Auszahlungsoptionen mit Beginn des Rentenalters zur Verfügung:

  • Die Sofortrente: Dabei vereinbaren sie mit ihrer Bank eine sofort beginnende Rente, die monatlich bis zum Lebensende gezahlt wird. Die Höhe der Sofortrente ist vom aufgebauten Kapital abhängig.
    Verstirbt der Sparer, kann ein sogenannter Hinterbliebenenschutz mit der Bank vereinbart werden. Dann erhalten die Hinterbliebenen meist noch zehn Jahre nach Renteneintritt des Verstorbenen seine Rentenzahlungen.
  • Der Bankauszahlplan: Auch hier erhält der Sparer lebenslang Zahlungen von der Bank. Allerdings wird bis zum 85. Lebensjahr nur ein Teil des Angesparten ausgezahlt. Die tatsächliche Rentenversicherung beginnt erst danach. Dazu legt die Bank den bis zum 85. Lebensjahr noch nicht ausgezahlten Betrag ab Vertragsbeginn zur Seite. Genauer gesagt wird dieser Teil durch ein Versicherungsunternehmen verwaltet und verzinst. Die Habenzinsen werden zusätzlich zur Rente am Jahresende ausgezahlt.
    Einen Hinterbliebenenschutz gibt es ebenfalls: Bei Tod vor Beginn der Rentenversicherung (also: vor dem 85. Lebensjahr) erhalten Hinterbliebene das Restkapital aus dem Auszahlplan.

Die Alternativen zum Riester Banksparplan

Egal, welches Riester-Modell Sparer als Alternative zum Riester Banksparplan ins Auge fassen, sie profitieren immer von folgenden Förderungen:

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte über eine klassische Riester-Rentenversicherung nachdenken. Bereits zum Vertragsabschluss steht fest, wie hoch die Rentenzahlungen im Alter sind. Möglich macht das ein Garantiezins, der sich an Lebensversicherungen orientiert. Aktuell beträgt dieser 0,9 Prozent pro Jahr auf den Sparanteil, abzüglich Kosten für das Riester-Produkt.

Renditestärker kann ein Riester-Fondssparplan sein. Dabei wird das eingezahlte Kapital am Aktienmarkt in Rentenfonds angelegt. Die Anbieter müssen zumindest die Auszahlung der Summe der Einzahlungen garantieren.