Hundesteuer Schleswig-Holstein

Hundesteuer Schleswig-Holstein
  • Anleinpflicht in Parks und Wäldern
  • Maulkorbzwang für Kampfhunde
  • Hundesteuer ab 126 Euro
  • Haftpflichtversicherung vorgeschrieben

Hundesteuer und Hundehaftpflicht in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gilt das Gesetz über das Halten von Hunden. Darin ist geregelt, wann Hunde an einer Leine und mit einem Maulkorb zu führen sind. Die Erlaubnis zur Haltung eines gefährlichen Hundes erhalten Hundehalter erst dann, wenn sie eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen.

Leinenzwang in Schleswig-Holstein (Kiel, Lübeck und Flensburg)

Hundesteuer Schleswig-Holstein
Hundehaftpflicht ist im hohen
Norden nicht gesetzliche Pflicht

Hunde sind in Schleswig-Holstein generell in Fußgängerzonen und auf Straßen und Plätzen mit viel Publikumsverkehr an der Leine zu führen. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Park-, Garten- und Grünanlagen sowie bei öffentlichen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen müssen Hundebesitzer ihren Vierbeiner an die Leine nehmen. Auf ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten gilt diese Regelung nicht.

Hundebesitzer in den Städten Kiel, Lübeck und Flensburg sollten besonders beachten, dass sie ihre Vierbeiner auch in Wäldern an der Leine führen müssen. Ein entsprechendes Anleingebot ist im Landeswaldgesetz formuliert. Die Landesverordnung über das "Twedter Feld" schreibt zudem eine Leinenpflicht für Hunde in dem Naturschutzgebiet vor. Die einzelnen Gemeinden und kreisfreien Städte können über weitere Bestimmungen zur Anleinpflicht verfügen.

Maulkorbpflicht in Schleswig-Holstein

Einen Maulkorbzwang gibt es in Schleswig-Holstein für alle gefährlichen Hunde, die außerhalb eines befriedeten Besitztums geführt werden. In eingezäunten Hundeauslaufgebieten dürfen Hundehalter gefährliche Hunde sogar von der Leine lassen, wenn diese einen das Beißen verhindernden Maulkorb tragen.

Kampfhunde in Schleswig-Holstein

Anfang 2016 wurde das Hundegesetz erneuert. Für einige Besitzer erleichtert sich dadurch die Haltung eines Hundes. Denn das Bundesland Schleswig-Holstein hat die Rasseliste für gefährliche Hunde abgeschafft. Nun gelten Tiere nicht mehr wegen ihrer Rasse, sondern aufgrund ihres Verhaltens als gefährlich. Verwundet ein Hund beispielsweise durch einen Biss einen Menschen oder ein anderes Tier, wird er als gefährlich eingestuft.

Allerdings können Hundehalter zwei Jahre nach dieser Einstufung einen Wesenstest mit ihrem Hund absolvieren. Besteht das Tier diesen Test, haben Besitzer die Möglichkeit einen Antrag bei den Behörden zu stellen, damit der Hund wieder als ungefährlich zurückgestuft wird.

Hundesteuer für Kiel, Lübeck und Flensburg

Die Hundesteuer wird als örtliche Aufwandsteuer von den Gemeinden erhoben. Für die drei größten Städte in Schleswig-Holstein gelten folgende Hundesteuersätze, die Hundehalter einmal im Jahr aufbringen müssen:

Hundesteuer in Kiel:

126 Euro für den ersten Hund, 177 Euro für den zweiten Hund, 213 Euro für jeden weiteren Hund, 618 Euro für jeden gefährlichen Hund

Hundesteuer in Lübeck:

126 Euro für den ersten Hund, 150 Euro für den zweiten Hund, 186 Euro für jeden weiteren Hund, 618 Euro für jeden gefährlichen Hund

Hundesteuer in Flensburg:

132 Euro für den ersten Hund, 180 Euro für den zweiten Hund, 210 Euro für jeden weiteren Hund, 600 Euro für jeden gefährlichen Hund

Hundehaftpflichtversicherung

Mit der Änderung des Hundegesetzes in Schleswig-Holstein (Gesetz über das Halten von Hunden) zum Jahreswechsel 2015/16 sind nun alle Hundehalter verpflichtet, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Im Wortlaut heißt es: „Für die durch einen Hund, der älter als drei Monate ist, verursachten Schäden soll die Halterin oder der Halter eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden und von 250.000 Euro für Sachschäden abschließen und aufrechterhalten.“

Allerdings sind die Ordnungsbehörden nicht dazu verpflichtet, den Abschluss einer Haftpflichtversicherung zu überprüfen. Grundsätzlich sollte jedoch kein Hundebesitzer auf eine Hundehalterhaftpflicht verzichten. Denn falls der geliebte Vierbeiner einen Schaden verursacht, müssen Halter für alle Kosten aufkommen, die durch ihren Hund entstanden sind. Die Haftpflichtversicherung schützt Besitzer vor diesem finanziellen Risiko.

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