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Neuer Test zur Risikolebensversicherung: Auf die Kosten kommt es an

Mit einer Risikolebensversicherung sichern Menschen ihre Familie oder Geschäftspartner für den eigenen Todesfall ab. Dabei sind die Kosten für den Hinterbliebenenschutz vergleichsweise gering. Interessierte sollten bei der Wahl ihrer Risikolebensversicherung jedoch den Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag beachten, zeigt ein aktueller Test von Focus-Money.
Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung auf die Kosten achten
Bei der Risikolebensversicherung sind die Kosten entscheidend

Das Magazin Focus-Money hat gemeinsam mit dem Analysehaus Franke und Bornberg nach den besten Risikolebensversicherungen gesucht, die in puncto Kosten überzeugen. Dabei nehmen die Tester sowohl Unternehmen mit einem persönlichen Kundenservice als auch Direktversicherer unter die Lupe. Geprüft wurden Verträge für einen 30-jährigen Musterkunden, der eine Versicherungssumme von 100.000 Euro mit einer Laufzeit von 10, 20 oder 30 Jahren vereinbart.

Risikolebensversicherung im Test: Kosten haben größtes Gewicht

Hauptkriterium für die Bewertung sind die Kosten der Risikolebensversicherung. Der Test unterscheidet dabei zwischen sogenannten Brutto- und Nettobeiträgen. Erstere sind die Beiträge, die ein Kunde im Jahr maximal zahlen müsste. Die Nettobeiträge sind dagegen die tatsächlichen jährlichen Kosten, nachdem vom Versicherer erwirtschaftete Überschüsse mit dem Bruttobeitrag verrechnet wurden.

Während beide Beträge bei einigen Versicherern nahezu identisch sind, weichen die Kosten bei anderen Unternehmen stark voneinander ab. Dabei wird die Kluft mit steigender Laufzeit zunehmend größer und beträgt bei einem 30-jährigen Versicherungszeitraum zum Teil mehr als 150 Euro pro Jahr. Bevor Interessierte einen Tarif mit vermeintlich geringen Nettobeiträgen abschließen, sollten sie daher prüfen, wie viel sie höchstens zahlen müssen, wenn das Unternehmen keine Überschüsse erzielt. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, wählt ein Angebot mit geringen Unterschieden.

Der Nettobeitrag macht die Hälfte des Gesamturteils aus, der Bruttobeitrag 30 Prozent. Darüber hinaus fließt die Finanzstärke der Versicherer zu 20 Prozent in die Bewertung ein. Das bedeutet, es wird beurteilt, ob die Gesellschaft über die gesamte Laufzeit hinweg zahlungsfähig ist oder ob Versicherte aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten mit Beitragserhöhungen rechnen müssen.

Tipp: Bei der Risikolebensversicherung entscheidet neben Alter und Gesundheitszustand hauptsächlich die Höhe der Versicherungssumme über die Kosten für die Absicherung. Als Faustregel gilt zwar, das Drei- bis Fünffache des Jahresnettoeinkommens zu vereinbaren. Allerdings ist es häufig sinnvoller, den Bedarf genauer zu berechnen. Gibt es beispielsweise Kinder in der Familie, sollte die Summe höher angesetzt werden.

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Risikolebensversicherung Kosten: Absicherung für rund 31 Euro im Jahr

Um herauszufinden, welche Angebote bei den Kosten punkten können, wurden im Risikolebensversicherung Test Tarife vom gesamten Markt untersucht. In das Ranking von Focus-Money wurden jedoch nur die Angebote aufgenommen, die mindestens eine gute Bewertung haben. Für alle drei geprüften Laufzeiten gehören die Tarife von BNP Paribas Cardif sowie Deutsche Lebensversicherungs-AG zu den besten Angeboten. Sie haben als einzige auf ihre Nettobeiträge durchgehend die Bestnote bekommen, ergänzt um den Direktversicherer Europa, der jedoch bei den Bruttobeiträgen hinterherhinkt. Am günstigsten sind die Angebote bei einer zehnjährigen Laufzeit. Hier kosten die Tarife zwischen knapp 31 Euro und rund 56 Euro netto im Jahr.

Die besten Risikolebensversicherungen mit zehn Jahren Laufzeit:

  • Allianz − LCO
  • AXA − ALVT2
  • BNP Paribas Cardif − Protect24-U 1.0
  • DBV − ALVT2
  • Deutsche Lebensversicherungs-AG − LOU(DL)
  • Stuttgarter − T20
  • Europa − E-SRL (direkt)
  • HUK24 − WB24 (direkt)

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Längere Laufzeiten treiben die Beiträge in die Höhe

Mit steigender Laufzeit erhöhen sich die Kosten für eine Risikolebensversicherung. So werden für die besten Verträge im Test bei einem Zeitraum von 20 Jahren zwischen rund 43 Euro und 96 Euro jährlich fällig. Hier wurden die Tarife von BNP Paribas Cardif, Deutsche Lebensversicherungs-AG, Europa und HUK24 hervorragend bewertet.

Bei einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren müssen Versicherte zwischen knapp 72 Euro und etwa 127 Euro für die Todesfallabsicherung zahlen.

Die besten Angebote im Überblick:

  • BNP Paribas Cardif − Protect24-U 1.0
  • Canada Life − Risikoleben komfort
  • Deutsche Lebensversicherungs-AG − LOU(DL)
  • Zurich Life − Eagle Star RisikoLeben basic
  • HUK24 − WB24 (direkt)

Bei Gesundheitsfragen trotz möglichem Risikozuschlag ehrlich bleiben

Die Kosten für eine Risikolebensversicherung richten sich sowohl nach der gewünschten Versicherungssumme als auch nach dem Versicherungszeitraum. Hinzu kommt der sogenannte Risikofaktor des Versicherten. Hat dieser beispielsweise einen körperlich anstrengenden Beruf oder ein riskantes Hobby, verlangen einige Anbieter oft einen Zuschlag. Gleiches gilt für Menschen mit Vorerkrankungen. Denn diese erhöhen das Risiko, dass der Leistungsfall tatsächlich eintreten könnte. Vor Vertragsbeginn müssen potentielle Kunden daher einige Gesundheitsfragen beantworten. Dabei sollten sie sich an die Wahrheit halten und nichts verschweigen. Andernfalls drohen im Leistungsfall eventuell Probleme mit dem Versicherer.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Lebensversicherung.