Annabell Meyer
Annabell Meyer

Redakteurin

Günstigste Krankenkasse 2017: Hier sparen Versicherte fast 400 Euro

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung unterscheiden sich die Beiträge zum Teil gravierend. Daher suchen viele Versicherte nach der für sich günstigsten Krankenkasse. 2017 zahlen sie die geringsten Beiträge bei regionalen Anbietern. Daran ändert sich auch 2018 nichts. Doch auch einige bundesweit geöffnete Kassen können mit niedrigen Kosten überzeugen.

Während ein Großteil der Krankenkassen die Kosten für ihre Versicherten 2017 stabil gehalten hat, haben einige Kassen ihre Beiträge erhöhen müssen. Bundesweit liegen die Kassen mit dem höchsten Beitragssatz somit mehr als einen Prozent über den mit den niedrigsten Kosten. Doch nicht nur aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf die günstigsten Krankenkassen 2017. Denn selbst wenn die aktuelle Versicherung nicht teurer geworden ist, können Versicherte mit dem Wechsel zu einer günstigeren Alternative mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Update 8. Dezember 2017: Die günstigsten Krankenkassen 2017 werden wohl auch 2018 mit den niedrigsten Beiträgen aufwarten können. So bestätigte jüngst beispielsweise die Audi BKK, dass ihr Zusatzbeitrag stabil bei 0,7 Prozent bleiben wird. Auch die hkk plant weiter mit einem sehr geringen Krankenkassenbeitrag. Bei der AOK Bremer/Bremerhaven sinkt der Beitrag deutlich von 15,7 Prozent auf 15,4 Prozent.

Welches sind die günstigsten Krankenkassen 2017?

Als günstigste bundesweit geöffnete Krankenkassen 2017 überzeugen wie im Vorjahr hkk, BKK firmus und IKK gesund plus, deren Beiträge deutlich unter dem Durchschnitt von 15,7 Prozent liegen (ab 2018 15,6 Prozent). Als einen Grund für die konstant niedrigen Kosten nennen die Verantwortlichen unter anderem ihr solides und weitsichtiges Wirtschaften.

Zwar halten einige Krankenkassen wie Metzinger BKK und AOK Sachsen-Anhalt die Beiträge für Versicherte noch geringer (beide 14,9 Prozent). Diese sind jedoch nur regional in Baden-Württemberg beziehungsweise Sachsen-Anhalt geöffnet. Für einen Großteil der Kassenpatienten empfiehlt sich daher eher ein Blick auf die günstigsten Angebote der bundesweit zugänglichen Kassen:

  • hkk (15,19 Prozent)
  • BKK firmus (15,2 Prozent)
  • IKK gesund plus (15,2 Prozent)

Service: Neben dem Beitrag kommt es bei der Krankenversicherung auf die Leistungen an. Prüfen Sie daher mit dem Krankenkassen Vergleichsrechner, welche Kassen Ihnen das individuell beste Preis-Leistungs-Verhältnis biteten kann.

Günstigste Krankenkasse 2017: Lohnt sich ein Wechsel überhaupt?

Grundsätzlich kann sich ein Wechsel von einer teuren zu einer günstigeren Krankenkasse für jeden Versicherten lohnen. Dazu eine Beispielrechnung:

Seit 2015 erheben die Krankenkassen neben dem allgemeinen Beitrag von 14,6 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens einen individuellen Zusatzbeitrag. Dieser liegt derzeit bundesweit bei durchschnittlich 1,1 Prozent (ab 2018 1,0 Prozent). Die drei günstigsten bundesweit geöffneten Krankenkassen 2017 halten ihn jedoch bei rund 0,6 Prozent. Versicherte mit einem Gehalt von 3.000 Euro kostet die Krankenversicherung dort 237 Euro pro Monat.

Viactiv und Securvita als bundesweit teuerste Krankenkassen erheben dagegen einen Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent. Diese bedeutet bei einem Einkommen von 3.000 Euro brutto einen Beitrag von 270 Euro monatlich. Zwischen den günstigsten Krankenkassen 2017 und der teuersten liegen damit 33 Euro Preisunterschied pro Monat. Auf das Jahr gerechnet beträgt die Differenz 396 Euro, die Kassenmitglieder sparen können.

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Krankenkasse ohne viel Aufwand wechseln

Ein Krankenkassenwechsel ist mit wenig Aufwand verbunden. Wer mindestens 18 Monate bei einer Kasse versichert ist, kann seine Mitgliedschaft mit einer zweimonatigen Frist zum Monatsende kündigen. Dazu genügt ein formloses Schreiben mit der jeweiligen Versichertennummer. Wichtig ist nur, dass der Versicherungsschutz der neuen Kasse ohne Verzögerung an den bisherigen Schutz anschließt.

Wird die ausgewählte günstigere Kasse nach dem Wechsel teurer, erhalten Kassenpatienten ein Sonderkündigungsrecht. Sobald sie über den steigenden Beitrag informiert werden, können sie sich innerhalb eines Monats nach einer Alternative umsehen. Anschließend bleiben sie für zwei Monate bei der alten Kasse versichert, bevor der Wechsel wirksam wird.