Geldscheine auf der Hand
Jenny Gebel
Jenny Gebel

Online-Redakteurin

Neuregelungen ab 1. Januar 2021 für Verbraucher: Kfz-Steuer bis Plastik

Der Jahreswechsel steht bevor. Und mit ihm kommen einige Preisanpassungen und Gesetzesänderungen auf die Verbraucher zu. So kommt die neue alte Mehrwertsteuer von 19 Prozent gleich mit Jahresbeginn wieder zurück. Weitere Neuregelung betreffen ab Januar 2021 die Kfz-Steuer und mit dem Einwegplastik-Verbot auch die Umwelt.

  • Für Autofahrer kommen am 1. Januar 2021 Anpassungen bei Kfz-Steuer und Spritpreisen zu.
  • Wer einen neuen Personalausweis braucht, muss 2021 tiefer in die Geldbörse greifen.
  • Empfänger von ALG II dürfen sich über eine Erhöhung der Regelsätze freuen.

Neuregelungen ab 1. Januar 2021 für Mobilität und Auto

Die Pendlerpauschale wird ab Januar 2021 ab dem 21. Kilometer von 30 auf 35 Cent angehoben. Für die ersten 20 Kilometer bleibt es bei den üblichen 30 Cent pro Kilometer. Wer einen weiteren Weg zum Arbeitsplatz hat, profitiert am meisten von der neuen Regelung. Für geringverdienende Arbeitnehmer, die keine Einkommensteuererklärung einreichen, wird es als Ausgleich eine Mobilitätsprämie geben. Beantragt wird diese beim jeweiligen Finanzamt.

Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, muss jedoch im neuen Jahr beim Tanken mit höheren Spritpreisen rechnen. Grund ist der gestiegene CO2-Preis, den der Bundestag im Oktober 2020 beschlossen hatte. Damit werden Benzin um sieben Cent und Diesel um acht Cent pro Liter teurer.

Höhere Kfz-Steuer für Umweltsünder unter den Autos

Für mehr Umweltbewusstsein beim Autokauft soll die neue Kfz-Steuerregelung sorgen. Sie orientiert sich am CO2-Ausstoss des Wagens. Wer sich ein neues Auto mit hohem Spritverbrauch kauft und im Januar 2021 anmeldet, wird mit einer höheren Kfz-Steuer „bestraft“. Ausgenommen sind bereits zugelassene Benziner und Dieselfahrzeuge. Die bereits geltende Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos wird bis Dezember 2025 verlängert.

Ab 2021 neue Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger

Aufgrund der jährlichen Anpassung wird der Regelsatz für Erwachsene ab 1. Januar 2021 um 14 Euro steigen, von bisher 432 Euro auf 446 Euro. Der Satz für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren erhöht sich sogar um 45 Euro auf 373 Euro. Die Erhöhung erfolgt als Ausgleich zur durchschnittlichen Lohn- und Preisentwicklung.

Sozialverbände, die Gewerkschaften sowie Grüne und Linke kritisieren sie jedoch als viel zu gering. Armut werde dadurch nicht verhindert.

Neue Regelungen rund um Immobilien und Wohnen für 2021

Ein Weihnachtsgeschenk dürfte die Käufer von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen freuen. Bereits seit 23. Dezember 2020 gilt das neue Gesetz zur Verteilung der Maklerprovision. Diese wird damit auf Verkäufer und Käufer zu gleichen Teilen gesplittet. Beauftragt ein Eigentümer für den Immobilienverkauf einen Makler, so muss er dafür ab sofort mindestens die Hälfte der Maklercourtage übernehmen.

Familien, die Wohneigentum kaufen oder bauen wollen, und bisher aufgrund der Corona-Pandemie noch kein Baukindergeld beantragt haben, können entspannt dem Jahreswechsel entgegensehen. Die Frist für den Förderungsantrag bei der KfW wurde bis zum 31. März 2021 verlängert. Bis dahin müssen interessierte Familien einen unterzeichneten Kaufvertrag beziehungsweise eine Baugenehmigung vorlegen.

Apropos Wohneigentum: Wer bisher auf die Wohnungsbauprämie verzichten musste, weil er über der jährlichen Einkommensgrenze lag, darf sich freuen. Diese wird ab 2021 deutlich angehoben, von 25.600 Euro auf 35.000 Euro für Alleinstehende und von 51.200 Euro auf 70.000 Euro für Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften.

Was kommt (wieder) und was geht im nächsten Jahr?

Genau zum ersten Januar kommt sie wieder: die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Um den Umsatz während der Corona-Krise anzukurbeln, hatte die Bundesregierung eine Senkung der Umsatzsteuer auf 16 Prozent beschlossen. Diese trat am 1. Juli 2020 in Kraft und war bis 31. Dezember 2020 befristet. Auch der ermäßigte Steuersatz steigt wieder von fünf auf sieben Prozent.

Wer 2021 einen neuen Personalausweis braucht, muss rund zehn Euro mehr als bisher dafür berappen. Statt bisher 28,80 Euro werden ab Januar 2021 37 Euro fällig. Ab August 2021 sind Bürgerinnen und Bürger zudem verpflichtet, zwei Fingerabdrücke für das Personaldokument zu hinterlegen.

Ab Sommer 2021 wird außerdem der Schutz der Meere und der Umwelt EU-weit groß geschrieben. Ab Juli 2021 tritt das Verbot für Einwegplastik in Kraft. Plastikbesteck, -geschirr, Wattestäbchen sowie Styropor-Essensverpackungen werden dann aus dem Alltag verschwinden.