Auto vor Einfamilienhaus
Anja Schlicht
Anja Schlicht

Redaktionsleitung

Bester Schutz fürs Eigenheim: Diese vier Tarife sind sehr gut

Nicht wenige Eigenheimbesitzer haben sich ihr Zuhause mühsam zusammengespart. Schäden am Haus durch Sturm, Feuer oder Frost sind dann besonders ärgerlich. Um sich vor den hohen Reparaturkosten zu schützen, können Hauseigentümer eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Welche Tarife sich am besten eignen, zeigt ein aktueller Test.

  • Die WirtschaftsWoche hat Gebäudeversicherungen untersuchen lassen.
  • Der Test fällt mit nur zehn berücksichtigten Versicherern vergleichsweise klein aus.

Einer Studie der Allensbacher Markt- und Werbeanalyse zufolge wohnen rund 40 Prozent der Deutschen im eigenen Haus. Egal, ob sie dieses noch abzahlen oder schuldenfrei sind – ein Schaden am Gebäude kann für Eigenheimbesitzer sehr teuer werden. Nicht umsonst gibt es deshalb über 19 Millionen abgeschlossene Wohngebäudeversicherungen. Doch wie finden künftige Hausbesitzer den optimalen Schutz für ihr Zuhause?

Die Antwort darauf ist zweigeteilt: Einerseits führt der Vergleich mehrerer Angebote zum Erfolg. Andererseits zahlt es sich aus, auf Testsieger zu achten. So hat beispielsweise die WirtschaftsWoche zusammen mit dem Analysehaus Morgen & Morgen einen aktuellen Vergleich veröffentlicht. Hier wurden zwar nur zehn Gebäudeversicherungen bewertet. Sie bieten aber alle ein sehr hohes Leistungsniveau.

So wurde getestet

Beim Test der WirtschaftsWoche wurden nur Tarife berücksichtigt, die bei Morgen & Morgen eine 5-Sterne-Bewertung erhalten haben. Das bedeutet, der Leistungsumfang wird als hervorragend angesehen. Für diese Einschätzung müssen die Versicherer einige Pflichtleistungen bieten. Dazu zählen unter anderem:

  • Schutz bei Frost- und Bruchschäden an Zu- und Ableitungsrohren
  • Keine Kürzung der Versicherungsleistung bei grob fahrlässig verursachten Schäden

Abgedeckt sind neben den Grundleistungen bei Schäden durch Feuer, Sturm und Hagel auch Nutzwärmeschäden, Überspannungsschäden, Gebäudebeschädigungen nach Einbruch, Gebäudebeschädigungen außerhalb des Gebäudes, Schadenabwendungs- und Schadenminderungskosten sowie Elementarschäden.

Als Musterfall gingen die Tester von einer Doppelhaushälfte in Stuttgart mit 150 Quadratmeter Wohnfläche aus.

Vier sehr gute Gebäudeversicherungen

Von den zehn untersuchten Wohngebäudeversicherungen erhalten vier eine sehr gute Bewertung. Die jährlichen Kosten für diese Absicherungen liegen zwischen 321 Euro und 439 Euro. Berücksichtigt man alle Tarife, kostet die teuerste Wohngebäudeversicherung 603 Euro im Jahr.

Allerdings sind Aussagen über die Kosten in der Regel schwierig, da diese stark vom Wohnort und auch von der Bauweise des Eigenheims abhängen. Entsprechend sinnvoll ist es, individuell Tarife zu vergleichen, um den Schutz mit dem besten Preis-Leistungs-Mix zu finden.

Die vier Testsieger im Überblick:

  • InterRisk – XXL
  • GEV – protect Premium
  • Helvetia – Komfort Variotarif
  • Janitos – Best Selection

Gebäudeversicherung: Qualität der Versicherer oftmals top

Mit nur zehn bewerteten Gebäudeversicherungen fällt die Untersuchung der WirtschaftsWoche vergleichsweise klein aus. Im Februar 2021 hat die Stiftung Warentest rund 180 Tarife getestet. Etwas mehr als ein Drittel davon schnitt mit sehr gut ab. Beide Analysen zeigen somit, dass Verbraucher aus vielen empfehlenswerten Versicherungen wählen können.

Laut der Stiftung Warentest sollten sie dabei genau darauf achten, ob der Versicherer Leistungen kürzt, wenn der Schaden durch grobe Fahrlässigkeit entstanden ist. Alle bei der WirtschaftsWoche untersuchten Tarife schließen diesen Fall aus, sodass Versicherte komplett auf ihren Schutz zählen können.