Zusatzversicherung für Heilpraktiker: Sparen bei Naturheilkunde

Erst vor kurzem hat das ZDF-Magazin WISO berichtet, welche Zusatzleistungen die gesetzlichen Krankenkassen bieten. Doch bei naturheilkundlichen Therapien leisten nur wenige Kassen. Wer sich eine langfristige Kostenerstattung für den Heilpraktiker wünscht, kommt an einer Zusatzversicherung nicht vorbei.

Veröffentlicht am 31. Oktober 2013

Eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker ist vor allem für die Verbraucher sinnvoll, die sich in ihren Behandlungen beim Heilpraktiker nicht einschränken wollen. Zwar bieten mittlerweile einige Kassen bestimme Naturheilverfahren an. Doch die meisten Kassen übernehmen alternative Behandlungen nicht. Mit einer Zusatzversicherung für Heilpraktiker können gesetzlich Versicherte ihren Versicherungsschutz bestmöglich aufstocken. Je nach Anbieter erstatten die Versicherer bis zu 90 Prozent der Kosten, die durch Heilpraktikerbehandlungen entstehen.

Zusatzversicherung für Heilpraktiker für Kassenpatienten sinnvoll

Ob bei Burnout, Allergien, Rückenschmerzen oder Hauterkrankungen: Stets stehen Patienten mehrere Behandlungsmethoden offen. Viele Verbraucher bevorzugen dabei Naturheilverfahren gegenüber der Schulmedizin. Allerdings verweigern die gesetzlichen Krankenkassen hier meist die Leistungen, sodass der Gang zum Heilpraktiker ohne Zusatzversicherung komplett aus eigener Tasche gezahlt werden muss. Heilpraktiker sind zudem an keine Gebührenordnung gebunden, sodass die Behandlungskosten in ihrem Ermessen liegen, wie die Verbraucherzentrale Bremen hinweist. Wer regelmäßig alternative Heilmethoden in Anspruch nimmt, muss so eine hohe finanzielle Belastung schultern.

Wichtig: Verbraucher sollten bei der Zusatzversicherung für Heilpraktiker darauf achten, dass der Versicherer auch leistet, wenn etwa der Arzt und nicht der Heilpraktiker die alternative Behandlung durchführt. Manche Anbieter machen hier Unterschiede. Daher ist es auch immer sinnvoll, vorher abzuklären, ob die Behandlung erstattet wird.

Heilpraktiker-Zusatzversicherung vs. umfassende Krankenzusatzversicherung

Eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker können Verbraucher in der Regel einzeln abschließen. Manchmal ist es jedoch sinnvoll, sich für einen Mischtarif zu entscheiden. Dabei stellt die Kostenerstattung von Naturheilverfahren lediglich einen Baustein von vielen dar. Zusätzlich werden mit solch einer Krankenzusatzversicherung auch Kosten für Sehhilfen oder Zahnbehandlungen erstattet. Der Versicherer Barmenia bietet beispielsweise mit dem Tarif „AN“ eine Krankenzusatzversicherung an, die eine Kostenerstattung von 80 Prozent für Heilpraktiker sowie weitere 100 Prozent für Brillen und Kontaktlinsen bietet.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen eingeschränkt

Laut Stiftung Warentest lohnen sich Krankenzusatzversicherungen, die nicht nur Heilpraktikerleistungen, sondern auch Zuschüsse zum Zahnersatz und zu Brillen anbieten. Gerade eine integrierte Zahnzusatzversicherung macht sich schnell bezahlbar. Denn die gesetzliche Krankenversicherung erstattet nur noch einen Bruchteil der Kosten, die beim Zahnarzt entstehen. Mit einer entsprechenden Zusatzversicherung bekommen Patienten nicht nur einen Großteil der Kosten wieder, sondern können sich auch eine qualitativ hochwertigere Behandlung leisten. Stiftung Warentest weist allerdings darauf hin, dass Versicherte, die sich hohe Zahnersatzleistungen wünschen, besser eine reine Zahnpolice abschließen sollten.

Passende Zusatzversicherung finden lassen

Welche Zusatzversicherung – ob allein für Heilpraktiker oder für mehrere Bereiche – individuell sinnvoll ist, hängt ganz von den eigenen Wünschen und Anforderungen ab. Ein Vergleich fällt aufgrund der vielen unterschiedlichen Angebote schwer. Um den optimalen Tarif zu finden, sollten sich Interessierte daher bestenfalls von einem unabhängigen Experten beraten lassen. Zusammen loten sie den persönlichen Leistungsbedarf aus und finden eine passende Zusatzversicherung.