Rürup-Rente im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick.

  • Zahlreiche Tarife im Test
  • Unterschied von fast 100 Euro Rente jeden Monat
  • Altersvorsorge individuell zuschneiden

Für

Selbstständige

Für

Gutverdiener

Für

Beamte

Für

Normalverdiener

Zuletzt aktualisiert: August 2020

Rürup-Rente im Test: Welcher Versicherer ist der beste?

Verbraucher können bei der Rürup-Rente zwischen verschiedenen Formen wählen, wie sie ihre private Altersvorsorge gestalten. Diese Vielfalt erschwert es jedoch, die Versicherer gegenüberzustellen. Aktuelle Tests zeigen zwar empfehlenswerte Tarife. Für die persönlich beste Rürup-Rente sollten Interessierte allerdings auch auf ein individuell zugeschnittenes Angebot vertrauen.

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Immer gut zu wissen

Rürup-Rente im Test: Welche aktuellen Testsieger gibt es 2020?

Mit der Rürup-Rente, die auch unter dem Namen Basisrente bekannt ist, kombinieren Sparer den Aufbau ihres privaten Rentenpolsters mit großen Steuervorteilen. Da die private Altersvorsorge langfristig ausgelegt ist, sollten sich Interessierte die Wahl ihres Versicherers gut überlegen. Die beste Rürup-Rente stellt dabei einen Mix aus geringen Kosten, hoher Rente und Flexibilität dar.

Diese und andere Kriterien untersuchen unterschiedliche Tests zur Rürup-Rente regelmäßig. 202o wurde jedoch bisher Testsieger in zwei Untersuchungen gekürt. Rückschlüsse auf gute Tarife bieten auch die Vergleiche aus dem Vorjahr.

Nicht nur einen Test berück­sichtigen

Neben den Testsiegern ist es sinnvoll, weitere Angebote zu berücksichtigen, die auf die persönliche Situation zugeschnitten sind. Oftmals werden die Top-Tarife anhand von Musterkunden ermittelt, die die individuellen Wünsche an die Altersvorsorge nicht widerspiegeln.

Rürup-Rente im Test 2020: Indexpolicen im Fokus

Wollen Sparer ihr Geld sicher für das Alter anlegen, aber dennoch etwas von den Renditemöglichkeiten des Aktienmarktes profitieren, können sie sich für eine Rürup-Rente mit Indexbeteiligung entscheiden. Dabei werden die Sparbeiträge weiterhin sicher angelegt. Erwirtschaftet der Versicherer Überschüsse, fließen diese in Indexfonds.

Aktuelle Rürup-Rente Testsieger hierzu hat das Wirtschaftsmagazin €uro im Mai 2020 ermittelt. Ausgehend von einem 37-jährigen Musterkunden, der 100 Euro monatlich oder einmalig 20.000 Euro in seine private Altersvorsorge einzahlt, wurde untersucht, wie gut die Performance, die Kundenfreundlichkeit und die Transparenz der Tarife ist. Wichtige Bewertungseckpfeiler waren beispielsweise die Gesamtkostenquote, der garantierte Rentenfaktor auf das Garantiekapital oder die Höhe der Beitragsgarantie.

Vier Rürup-Renten mit laufender Beitragszahlung sowie eine mit Einmalbetrag erhalten eine sehr gute Bewertung:

Rürup-Rente Gesamt­kosten Renten­faktor Beitrags­garantie
Allianz „BasisRente IndexSelect“ 1,50 % 26,42 100 %
Allianz „BasisRente IndexSelect Plus“ 1,50 % 26,42 100 %
Stuttgarter „BasisRente index-safe“ 1,72 % 26,54 90 %
Nürnberger „DAX-BasisRente“ 1,38 % 26,21 89 %
Volskwohl Bund „Klassik Modern“ (Einmalbetrag) 0,86 % 26,56 101,25 %

Rürup-Rente im Test beim Handelsblatt 2020

Mitte 2020 hat das Wirtschafts­magazin Handelsblatt mit der Unterstützung von der Ratingagentur Franke und Bornberg über 60 Tarife zur Rürup-Rente verglichen. Der Fokus lag dabei auf fondsbasierte Basisrenten. Dazu wurden Tarifvarianten untersucht, bei denen nur Überschüsse in Fonds fließen (Index-Klassik), Versicherte den Fondsanteil selbst bestimmen können (Hybrid) und der gesamte Beitrag in Aktienfonds und Co. investiert wird (Fonds).

Folgende Kriterien wurden im Test untersucht:

Versicherungs­bedingungen (40 Prozent des Gesamt­ergebnisses)

Rentenhöhe (40 Prozent)

Finanzstärke (20 Prozent)

Der Musterkunde zahlt monatlich 200 Euro bis zum 67. Lebensjahr in seinen Rürup-Vertrag ein. Je nach Fondsanteil und Tarife werden daraus bei einer zweiprozentigen Rendite pro Jahr bestenfalls 300 Euro.

Zu den Rürup-Renten mit der höchsten in Aussicht gestellten Rente zählen:

Anbieter Rente bei 2% jährlicher Rendite
HanseMerkur „Basis Care Invest mit Kapitalerhalt Tarif RB“ (80 % Beitragsgarantie) 300 Euro
Ergo Vorsorge „Basis-Rente Index“ (Index-Klassik) 295 Euro
Nürnberger „DAX BasisRente Tarif NIR2928T“ (Index-Klassik) 291 Euro
Continentale „BasisRente Invest Garant Tarif BRIG“ (100%) 287 Euro
Signal Iduna „SI Global Garant Invest Basis-Rente mit Leistungs­absicherung“ (100%) 285 Euro

Insgesamt erreichen zehn Versicherer beziehungsweise 21 Rürup-Renten im Test ein sehr gutes Ergebnis. Die Top 3 setzt sich jeweils zusammen aus:

Aktuelle Nachrichten zur Altersvorsorge

Rürup-Rente im Test bei Ratingexperten

Im Dezember 2018 hat die Ratingagentur Franke und Bornberg einen intensiven Blick auf die Rürup-Rente geworfen und die Tarife hinsichtlich Flexibilität, Transparenz und Versicherungsbedingungen durchleuchtet. 49 Kriterien untersuchten die Experten, etwa:

Welche Anpassungs­möglichkeiten gibt es für Versicherte?

Wie fallen die Verwaltungs­gebühren aus?

Sind Zuzahlungen möglich?

Wie gut ist das Fondsangebot ausgestaltet?

Neben klassischen Rürup-Renten standen unter anderem rein fondsgebundene Tarife und solche auf dem Prüfstand, bei dem der Anbieter ein Garantieniveau zusagt (sogenannte Hybrid Garantie-Angebote).

Rat von einem Experten einholen

Wie gut die Rürup-Rente zu den persönlichen Wünschen an die private Altersvorsorge passt, zeigt sich meist nur mit einem zugeschnittenen Angebot. Dieses berücksichtigt die aktuellen Lebensumstände, Sparziele und den Anlagetyp. Ein Test kann diese Anforderungen an die Rürup-Rente in der Regel nicht abbilden.

Rürup-Rente im Test bei Stiftung Warentest

Im Test von Stiftung Warentest vor drei Jahren standen die Kriterien Rentenzusage, Anlageerfolg, Flexibilität und Transparenz der klassischen Rürup-Rente auf dem Prüfstand. Von den 18 untersuchten Basisrenten überzeugen jedoch nur drei mit einer guten Bewertung.

Ebenso viele Tarife sind in den Augen der Stiftung Warentest lediglich ausreichend. Zwischen der besten und schlechtesten Rürup-Rente liegen dabei fast 100 Euro Unterschied bei der versprochenen monatlichen Rentenauszahlung.

Achtung:

Die Stiftung Warentest berücksichtigt mit der klassischen Rürup-Rente eine eher renditeschwache Form der Basisrente. Ratsam ist es, sich bei der Wahl der privaten Altersvorsorge nicht nur auf klassische Tarife zu verlassen, sondern auch fondsgebundene Angebote zu prüfen.

Rentenhöhe von verschiedenen Faktoren abhängig

„Wie hoch die Rente später einmal sein wird, hängt wesentlich von den Abschluss- und Verwaltungskosten eines Versicherers ab sowie von dem Kapitalanlageerfolg, den er für die Kunden erzielt.“ Finanztest (12/2016)

Persönlich beste Rürup-Rente jetzt finden

Aufgrund der hohen Steuervorteile der Rürup-Rente ist diese private Altersvorsorge vor allem für Selbstständige und Gutverdiener interessant. Wie die Tests zeigen, stehen ihnen dabei viele empfehlenswerte Tarife zur Auswahl – unabhängig davon, ob sich Sparer mit Fokus auf Garantien oder Renditen ein solides Polster für den Ruhestand aufbauen.

Wie gut die Testsieger zu den eigenen Wünschen an die private Altersvorsorge passen, sollten Interessierte jedoch mithilfe eines unverbindlichen Angebots prüfen lassen. Schließlich basieren die Vergleiche auf Modellkunden. Ändern sich die Anforderungen an die Rürup-Rente, kommen auch andere Tarife als die prämierten für die finanzielle Ruhestands­absicherung infrage.