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Wichtige Versicherungen und Finanzprodukte für Studenten

Versicherungen und Finanzen gehören nicht zu den beliebtesten Themen der meisten Studenten. Viele gehen davon aus, dass sie automatisch bei den Eltern mitversichert bleiben oder unterschätzen viele Risiken. Doch egal ob ein Fahrradunfall auf dem Weg zur Uni, eine zerbrochene Vase auf der Hausparty oder eine Panikattacke vor der nächsten Prüfung – auch für Sie als Studenten gibt es Risiken, für die Sie Versicherungsschutz benötigen. Schon vor dem Studienbeginn sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihren Versicherungsbedarf zu klären. Auch bei Finanzprodukten können Sie mit der richtigen Wahl unnötige Kosten und Umstände vermeiden.

Krankenversicherung

Für jeden Studenten in Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht. Sie können bis zu drei Monate nach der Immatrikulation entscheiden, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern. Auch nach Ablauf der kostenlosen gesetzlichen Familienversicherung können Sie in die Private wechseln.

Sind Ihre Eltern, Ihr Ehepartner oder Ihr eingetragener Lebenspartner gesetzlich versichert, können Sie bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres kostenlos mitversichert werden. Allerdings nur, wenn Sie während Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten und ein Einkommen von 365 Euro im Monat (bei Minijobs 400 Euro) nicht überschreiten. Sie dürfen über die 20-Stunden-Grenze hinaus tätig sein, wenn Sie den Job abends, am Wochenende oder in den Semesterferien ausüben.

Wenn Sie die Altersgrenze überschritten haben, können Sie die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten nutzen. Diese ist besonders günstig, bietet aber die normalen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Unter Einhaltung der Höchststudiendauer steht Ihnen dieser Tarif bis zum 14. Fachsemester oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres zur Verfügung.

Eine private Krankenversicherung ist für Studenten nicht kostenlos, jedoch stark vergünstigt. Zudem bietet sie eine bevorzugte Behandlung, beispielsweise kürzere Wartezeiten beim Arzt. Manche privaten Studententarife können Sie über das 30. Lebensjahr und das 14. Fachsemester hinaus nutzen.

 

Redaktions-Tipps

  • Wenn Sie von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchten, dürfen Sie nach der Immatrikulation die Drei-Monats-Frist nicht überschreiten.
  • Sparen: Entscheiden Sie sich für eine private Krankenversicherung, können Sie sparen, indem Sie eine Selbstbeteiligung wählen. Damit übernehmen Sie bis zu einem bestimmten Betrag Behandlungskosten selbst, dafür sinkt Ihr monatlicher Beitrag. Dies lohnt sich, wenn Sie eher selten zum Arzt gehen.

      Private Haftpflichtversicherung

      Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Zwar ist sie nicht gesetzlich vorgeschrieben, dennoch ist sie für Studenten unabdingbar. Sie springt ein, wenn Sie anderen einen Schaden zugefügt haben. Dabei kann es sich um Personen-, Vermögens- oder Sachschäden handeln. Es ist gesetzlich bestimmt, dass Sie für selbst verursachte Schäden in unbegrenzter Höhe aufkommen müssen. Die Haftpflichtversicherung kann Schadensersatzkosten von mehreren Millionen Euro übernehmen und Ihnen somit ein großes finanzielles Unglück ersparen.

      Studenten sind im Normalfall bei der Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert. Alle anderen sollten dringend eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Günstige und gute Policen gibt es schon für weniger als 50 Euro im Jahr.

       

      Redaktions-Tipps

      • Wählen Sie eine Versicherung, die auch bei Gefälligkeitsschäden aufkommt. Ein solcher ergibt sich, wenn Sie jemandem einen Gefallen tun und sich dabei ein Schaden ergibt, etwa wenn Sie einem Nachbarn beim Umzug helfen und Ihnen ein Fernseher entgleitet.
      • Sparen: Die Versicherung ist noch günstiger, wenn Sie Ihren Partner und/oder Ihre Kinder mitversichern. Bedingung ist, dass Sie mit Ihnen in einer Lebensgemeinschaft leben.

      Private Altersvorsorge

      Gerade für junge Menschen ist eine private Altersvorsorge unverzichtbar. Die staatliche Altersrente wird später für Ihr gewohntes Leben bei Weitem nicht ausreichen. Derzeit liegt das Nettorentenniveau vor Steuern nur bei 50 Prozent. Dieses Nettorentenniveau basiert auf dem Verhältnis einer Durchschnittsrente (abzüglich Sozialabgaben) nach 45 Erwerbsjahren zum Durchschnittsnettoeinkommen (abzüglich Sozialabgaben). 2030 soll das Nettorentenniveau vor Steuern nur noch bei einer Untergrenze von 43 Prozent liegen.

      Diese erhebliche Differenz können Sie nur mit einer privaten Vorsorge ausgleichen. Zu den Möglichkeiten zählen die Rürup-Rente, die private Rentenversicherung, die Kapitallebensversicherung und die Riester-Rente. Sie alle bieten eine von Ihnen mitbestimmte garantiert lebenslange Rente.

      Die jährlichen Zulagen der Riester-Rente können Sie als Student nur unter bestimmten Umständen erhalten. Möglich ist dies unter anderem, wenn Sie gesetzlich rentenversicherungspflichtig oder mit einer gesetzlich rentenversicherungspflichtigen Person verheiratet sind. Viele Vorteile der Rürup-Rente, der privaten Rentenversicherung und der Lebensversicherung, speziell der Kapitallebensversicherung, können Sie schon als Student nutzen. Welche Variante für Sie die beste ist, sollten Sie gemeinsam mit einem fachkundigen Berater ermitteln.

       

      Redaktions-Tipps

      • Wenn Sie zu lang warten, erhalten Sie womöglich geringere Zinsen. Ende 2011 wird der Mindestzins bei allen Altersvorsorgearten von 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt. Schließen Sie jetzt einen Tarif ab, so wird dieser von der Minderung nicht betroffen sein.
      • Sparen: Je früher Sie mit dem Sparen fürs Alter beginnen, desto stärker profitieren Sie vom Zinseszinseffekt und umso weniger müssen Sie für Ihre Wunschrente zahlen. Fangen Sie erst mit 45 mit einem Sparplan an, müsse Sie rund doppelt so viel aufbringen wie jemand, der mit 25 beginnt.

      Berufsunfähigkeitsversicherung

      Die Berufsunfähigkeitsversicherung macht für Hochschüler Sinn, auch wenn diese noch gar keinen Beruf ausüben. Denn seit dem Jahr 2001 erhalten alle ab dem 2. Januar 1961 Geborenen bei Berufsunfähigkeit nur eine sehr geringe gesetzliche Rente. Bedingung ist zudem, dass sie mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

      Als Student sind Sie also während des Studiums und auch in den ersten Berufsjahren nicht durch den Staat abgesichert. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen kann Ihnen bei Berufsunfähigkeit eine zuvor von Ihnen mitbestimmte Rente zahlen. Sie gehört heute zu den wichtigsten Versicherungen.

      Prinzipiell ist es ratsam, die Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich abzuschließen. Jungen gesunden Menschen werden oft günstigere Beiträge und ein besonders umfangreicher Versicherungsschutz geboten.

      Nicht alle Gesellschaften bieten Studenten jedoch eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung an, oft ist nur der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit Erwerbsunfähigkeitsklausel möglich. Sie sollten unbedingt die Ausbildungsklauseln verschiedener Anbieter prüfen und gegenüberstellen. Denn viele Gesellschaften zahlen nur dann eine Rente aus, wenn Sie sich schon in einem höheren Semester befinden. Am besten ist es, eine Police zu wählen, die von Anfang an ausreichend Schutz bietet.

       

      Redaktions-Tipps

      • Sehr wichtig ist es, dass aus dem Vertrag ein Verzicht auf abstrakte Verweisung hervorgeht. Dann darf die Gesellschaft bei Berufsunfähigkeit nicht ohne Weiteres verlangen, dass Sie einen beliebigen Beruf annehmen, den Sie noch ausüben könnten. Auch sollte der Vertrag unbedingt eine Nachversicherungsgarantie vorsehen. Dann können Sie die Rente später Zeitpunkten ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.
      • Sparen: Sie können die Versicherung als sogenannte „Berufsunfähigkeitszusatzversicherung“ mit einem weiteren Vorsorgeprodukt kombinieren. Besonders empfehlenswert sind hier ein privater Altersvorsorgetarif oder eine Risikolebensversicherung. Eine solche Kopplung ist günstiger als der Abschluss von zwei separaten Tarifen.

      Hausratversicherung

      Mit einer Hausratversicherung können Sie nahezu alle beweglichen Gegenstände in Ihren vier Wänden versichern. Dazu zählen unter anderem Möbel, Elektrogeräte, Teppiche, Haustiere und Lebensmittel. Die Versicherung zahlt unter anderem bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl und Vandalismus.

      Ob eine Hausratversicherung für Sie Sinn macht, hängt in erster Linie vom Wert Ihres Inventars ab. Ist dieses hochwertig, sollten Sie die Hausratversicherung in jedem Fall abschließen. Für alle anderen lohnt sie sich weniger. Eine Hausratversicherung ist hierbei nicht zu verwechseln mit eine Gebäudeversicherung.

       

      Redaktions-Tipps

      • Wählen Sie eine ausreichende Versicherungssumme. Sonst erhalten Sie nach einem Schadenfall nicht genügend Geld, um die beschädigte Sache in neuwertigem Zustand kaufen zu können.
      • Sparen: Die Kosten der Hausratpolicen gehen weit auseinander. Vergleichen Sie mit einem Berater mehrere Tarife, um ein Angebot mit optimalem Preis-Leistungsverhältnis zu finden.

      Girokonto

      Viele wichtige Finanzprodukte sind für Hochschüler bei einigen Banken kostenlos. So auch das Girokonto. Studenten profitieren dabei meist nicht nur von einem Konto ohne Führungsgebühren, sondern erhalten bei zahlreichen Kreditgesellschaften sogar noch eine kostenlose Kreditkarte dazu. Einige Kreditinstitute – insbesondere Direktbanken – bieten zusätzlich noch einen besonderen Studentenbonus: Von der kostenlosen Bahncard 25 über einen Tankrabatt – gerade für Studierende lohnt es sich, die Angebote vor dem Abschluss zu vergleichen.

       

      Redaktions-Tipps

      • Die Bedingungen, unter denen Sie kostenlos Geld abheben können, unterscheiden sich zwischen den Girokonten. Informieren Sie sich hierüber vor Ihrer Wahl.
      • Sparen: Erkundigen Sie sich über Altersbeschränkungen. Nicht alle Girokonten sind für Studenten altersunabhängig kostenlos.

      Kreditkarte

      Bei den meisten Banken erhalten Studenten kostenlose oder sehr günstige Kreditkarten.
      Diese sind rund um den Globus einsetzbar, ermöglichen das bargeldlose Bezahlen, den Interneteinkauf oder in manchen Fällen auch das gebührenfreie Abheben an den Geldautomaten anderer Kreditinstitute.

       

      Redaktions-Tipps

      • Der Kreditrahmen, die Zusatzleistungen und die Zinsen der Angebote sind sehr unterschiedlich. Vergleichen Sie deshalb unbedingt die Rahmenbedingungen mehrerer Anbieter, um das individuell beste Produkt zu ermitteln.
      • Sparen: Einige Banken bieten eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte an, während andere nur im ersten Jahr keine Gebühren verlangen.