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Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder Vierte wird vor Rentenbeginn berufsunfähig
Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Schützt vor finanziellen Existenzängsten
  • Psychische Krankheiten Ursache Nr. 1 für Berufsunfähigkeit
  • Höhe der BU-Rente frei wählbar
  • Große Leistungsunterschiede bei den Versicherern

Berufsunfähigkeitsversicherung – Wichtige Absicherung für jeden

Obwohl jeder vierte Arbeitnehmer vor Rentenbeginn aus dem Arbeitsleben ausscheidet, denken zu wenige Menschen daran, den Verlust der Arbeitskraft finanziell abzusichern. Nicht umsonst bezeichnet die Verbraucherzentrale die Berufsunfähigkeit als „verkannte Gefahr“. Denn wer nicht mehr arbeiten kann, verdient auch kein Geld mehr. Hier leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbaren Schutz.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Nicht jeder Mensch ist in der Lage bis zum regulären Renteneintritt durcharbeiten. Insbesondere in körperlich anstrengenden Berufen ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem Berufstätige nicht mehr weiterarbeiten können. Selbst wenn sie Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente haben, müssen sie mit erheblichen finanziellen Einbußen durch den Wegfall ihres monatlichen Einkommens rechnen.

Gleiches gilt für Personen mit einem Job ohne körperliche Anstrengung. Sollten Betroffene erst kurz vor dem Renteneintritt nicht mehr arbeiten können, lässt

Berufsunfähigkeitsversicherung Ursachen
Die Ursachen, die zu Berufsunfähigkeit führen können,
sind vielfältig.

sich der Einkommensverlust gegebenenfalls mit Rücklagen ausgleichen. In der Regel haben Berufsunfähige jedoch noch etliche Jahre bis zum Ruhestand zu überbücken.

Durchschnittlich zahlte der Staat 2015 rund 711 Euro monatliche Erwerbsminderungsrente aus, wenn die Leistungsempfänger weniger als drei Stunden pro Tag irgendeiner Arbeit nachgehen können. Wer vorher gut verdient hat, kann mit dieser Rente kaum seinen Lebensstandard halten oder laufende Kosten etwa für Miete oder einen Kredit zahlen. Die Erwerbsminderung bringt Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähige somit in ernste finanzielle Probleme.

Um genau dies zu verhindern, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Da die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit mittlerweile nicht mehr körperliche Leiden, sondern psychische Erkrankungen sind, ist sie für jede Person empfehlenswert – unabhängig davon, ob sie einem Bürojob nachgeht oder auf dem Bau arbeitet.

In der Regel zahlt die Versicherung schon dann eine monatliche Rente aus, wenn Versicherte ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Um hingegen einen Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente zu haben, muss zunächst nachgewiesen werden, dass Betroffene in keinem anderen Job dauerhaft einsetzbar sind.

Grundsätzlich sollten die Personen eine Berufsunfähigkeitsversicherung anstreben, die:

  • auf ihr Einkommen angewiesen sind wie Allein- oder Hauptverdiener
  • nicht gesetzlich rentenversichert sind und somit keinen Anspruch auf staatliche Leistungen bei Erwerbsminderung haben wie Selbstständige und Freiberufler

Welche Leistungen bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bei andauernder Berufsunfähigkeit eine vom Versicherten festgelegte monatliche Rente aus. Dabei ist es unerheblich, ob dieser seinem zuletzt ausgeübten Beruf wegen einer Erkrankung oder wegen eines Unfalles nicht mehr nachgehen kann. Hier unterscheidet sich diese Versicherung von der privaten Unfallversicherung.

Die Höhe der monatlichen Rente sollte ausreichen, um laufende Kosten zu decken wie Miete, Kreditzahlungen, Nahrungsmittel, Versicherungen und Altersvorsorge. Als Orientierung gilt eine Rente in Höhe von 80 Prozent des Nettoeinkommens des Haushalts. Alternativ können Interessierte ihre monatlichen Ausgaben summieren und jene herausrechnen, die wegfallen, wenn sie nicht mehr arbeiten können. Die Restsumme zeigt an, wie hoch die Rente wegen Berufsunfähigkeit mindestens sein sollte.

Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung können unterschiedliche weitere Leistungen vereinbart werden, die bei vielen Versicherern, insbesondere bei Berufsunfähigkeitsversicherung Testsiegern bereits zum Standard zählen: 

Leistung Beispiele
Nachversicherungsgarantie Hiermit kann die Höhe der monatlichen Rente bei bestimmten Anlässen wie Heirat oder Nachwuchs an die neuen Anforderungen angepasst werden, ohne dass erneut Gesundheitsfragen gestellt werden. Die Versicherer deckeln allerdings in manchen Fällen das Alter, bis zu dem die Garantie genutzt werden kann, und die Höhe, bis zu der Kunden aufstocken dürfen.
Dynamik Durch diese Option steigt der Beitrag in der Ansparphase regelmäßig um wenige Prozent. Dadurch erhöht sich die BU-Rente, wodurch Versicherte Auswirkungen der Inflation ausgleichen. Ohne Dynamik verliert die vereinbarte Leistungssumme an realer Kaufkraft.
Verzicht auf abstrakte Verweisung Befindet sich diese Klausel im Vertrag, kann die Versicherung die Zahlung der Rente verweigern, wenn der Versicherungsnehmer theoretisch in einem anderen, gleichwertigen Beruf arbeiten könnte. Mehr zur abstrakten Verweisung erfahren Interessierte im Ratgeber zur Berufsunfähigkeitsversicherung.
Länge der Leistungszeit In der Regel sollte die Versicherung bei Berufsunfähigkeit bis zu Beginn des regulären Renteneintrittsalters eine Rente auszahlen. Um Kosten zu sparen, kann auch ein kürzerer Zeitraum, etwa bis zum 65. Lebensjahr, vereinbart werden. Versicherte müssen dann jedoch die Zeit bis zum gesetzlichen Rentenbezug finanziell überbrücken.
Rückwirkende Leistungen Insbesondere wenn die Berufsunfähigkeit verzögert festgestellt wird, ist es vorteilhaft, wenn die Versicherung auch rückwirkend Leistungen auszahlt. Je nach Anbieter ist dies bis zu drei Jahre möglich.
Wartezeiten Mit Wartezeiten können Kunden den Beitrag senken. Allerdings müssen sie dann im Ernstfall einen bestimmten Zeitraum, etwa sechs Monate, abwarten, bis die Versicherung beginnt, die monatliche Rente auszuzahlen.
Prognosezeitraum festlegen Dieser legt die Dauer der Berufsunfähigkeit nach Einschätzung eines Arztes fest. In der Regel leisten die Versicherer, wenn Kunden voraussichtlich für sechs Monate berufsunfähig sein werden.

Gesundheitsprüfung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung unerlässlich

Zu jeder Berufsunfähigkeitsversicherung gehört eine Gesundheitsprüfung, wobei sich jedoch die gestellten Fragen zu Krankheiten und Behandlungen sowie der abgefragte Zeitraum je nach Versicherer unterscheiden können. Interessierte sollten darauf achten, einen Anbieter zu wählen, der höchstens die letzten zehn Jahre für Aufenthalte im Krankenhaus und die vergangenen fünf Jahre für ambulante Behandlungen abfragt.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Gesundheitsfragen in Ruhe und im Gespräch mit dem Hausarzt zu beantworten. Denn dieser weiß anhand der Krankenunterlagen, welche Diagnosen gemacht wurden. So gefährden Antragsteller später nicht die Auszahlung der BU-Rente, weil sie Angaben vergessen oder Behandlungen falsch bezeichnet haben.

 

Redaktions-Tipp: Anonyme Anfrage nutzen

Insbesondere, wenn mehrere Vorerkrankungen vorlegen, ist es sinnvoll, zunächst eine anonyme Risikoanfrage über einen Versicherungsexperten durchzuführen. Dabei werden keine persönlichen Daten weitergegeben. Ablehnungen können so im Hinweis- und Informationssystem der Versicherer nicht gespeichert werden.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen kann oder will, hat die Möglichkeit, sich mit anderen Versicherungen vor den Verlust der Arbeitskraft zu schützen. Dazu zählen:

  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Sie zahlt, sofern Versicherte weder ihren aktuellen noch einen anderen Beruf ausüben können.
  • Private Unfallversicherung: Versicherungsnehmer erhalten bei einer Unfallversicherung je nach Vertrag eine Einmalleistung oder eine Unfallrente, wenn sie nach einem Unfall dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt sind. Erkrankungen deckt die Versicherung nicht ab.
  • Dread Disease Versicherung: Die sogenannte „Schwere Krankheiten Versicherung“ deckt schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Multiple Sklerose und Schlaganfall ab. Geleistet wird eine einmalige Versicherungssumme.

Berufsunfähigkeitsversicherung mit anderen Versicherungen kombinieren?

Berufsunfähigkeitsversicherung - Berufe
Auch bei primär geistigen Berufen gibt
es die Gefahr der Berufsunfähigkeit

Mitunter wird die Berufsunfähigkeitsversicherung als ergänzender Baustein zu anderen Versicherungen wie einer Risikolebensversicherung oder Rentenversicherung angeboten. Wie sinnvoll die Verknüpfung beider Absicherungen ist, sollten sich Interessierte genau überlegen und sich von einem Versicherungsfachmann beraten lassen. In der Regel ist es die bessere Entscheidung, eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung zu vereinbaren.

Auf diese Weise besteht keine Gefahr, dass Versicherte ihren Versicherungsschutz verlieren, wenn sie sich aufgrund eines finanziellen Engpasses die Beiträge für die Kombiversicherung nicht leisten können. Sind separate Verträge vereinbart, kann zum Beispiel die Rentenversicherung beitragsfrei gestellt werden, während die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung weiter geleistet werden. 

Was kostet der wichtige finanzielle Schutz bei Berufsunfähigkeit?

Die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von diversen Faktoren ab, beispielsweise Alter, Beruf, Höhe der monatlichen Rente, Gesundheitszustand und Versicherungsdauer. Je jünger und gesünder eine Person beim Versicherungsabschluss ist, desto geringer ist der monatliche Beitrag. Einen großen Einfluss auf die Prämien hat die Risikogruppe des Berufs. Daher haben es besonders Handwerker schwer, eine bezahlbare Versicherung zu finden. Einer Auswertung der Ratingagentur Franke und Bornberg zufolge zahlen zum Beispiel Maurer mehr als fünf Mal so viel im Monat als Mathematiker oder Diplom-Ingenieure.

Um die Kosten zu senken, besteht die Möglichkeit, die Höhe der BU-Rente gering zu halten oder die Leistungsdauer zu verkürzen. Allerdings sollten sich Interessierte bei diesem Schritt stets bewusst sein, dass sie die verbliebende Einkommenslücke anderweitig ausgleichen müssen. Wie der Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung am besten optimiert werden kann, erfahren sie in einem Gespräch mit einem Experten zur Risikovorsorge.

Beim Vergleich verschiedener Angebote ist es wichtig, auf den Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag zu achten. Der Bruttobeitrag gibt an, wie hoch der Netto- beziehungsweise Zahlbetrag steigen kann, wenn die Versicherung geringere Überschüsse als erwartet erwirtschaftet oder mehr Versicherte als gedacht Leistungen beziehen.

Nur bei wenigen Anbietern gibt es keinen Unterschied zwischen beiden Beträgen, bei anderen kann die Spanne zwischen beiden Summe groß ausfallen. Wer nicht das Risiko deutlicher Beitragserhöhungen eingehen will, sollte im Zweifel einen Versicherer mit höherem Netto- und geringerem Bruttobeitrag wählen. Auch hier können Interessenten mithilfe von Tipps eines Versicherungsexperten einen passenden Tarif finden.

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