Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber

Lohnt es sich, eine BU bereits für Schüler abzuschließen? Was sind die Vor- und Nachteile? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Schüler haben entscheidenden Vorteil

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) für Schüler klingt zunächst wenig sinnvoll, da Schüler noch kein Einkommen erzielen, dessen Verlust sie ausgleichen müssten. Der frühe Abschluss einer BU-Police hat für sie jedoch einen entscheidenden Vorteil. Ihr junges Alter ermöglicht ihnen den günstigsten Schutz mit den geringsten Einschränkungen. So sind sie bei Berufsbeginn für den Rest ihres Lebens optimal und günstig abgesichert.

Berufsunfähigkeitsversicherung Schüler
Berufsunfähigkeitsversicherung
für Schüler mit günstigen Beiträgen.

Wie funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler?

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann bereits in jungen Jahren Sinn machen. So können etwa Schüler zu günstigen Konditionen eine dementsprechende Police abschließen. Da sie noch keinen vergüteten Beruf ausüben, können sie ihre schulische Tätigkeit versichern. So erhalten die Heranwachsenden die vereinbarten Leistungen, wenn sie nicht mehr imstande sind, am Unterricht teilzunehmen. Auch die Versicherung des später angestrebten Berufes ist je nach Anbieter möglich. Bei den angebotenen Tarifen muss zwischen echten Berufsunfähigkeitsversicherungen und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen mit Wechseloption unterschieden werden.

Risiko für Berufsunfähigkeit bei Schülern

Aufgrund ihres jungen Alters haben Schüler prinzipiell ein geringes Risiko, durch körperliche Krankheiten berufsunfähig zu werden. Anders sieht es bei psychischen Krankheiten aus. Verschiedene Studien der letzten Jahre zeigen, dass psychische Belastungen unter Schülern immer mehr zunehmen und etwa jedes fünfte Kind von Depressionen, Ängsten oder Essstörungen betroffen ist. Einer 2011 veröffentlichten Studie der DAK zufolge leidet sogar jeder dritte Schüler an depressiven Stimmungen.

Aus einer aktuellen Untersuchung des Analysehauses Morgen & Morgen geht hervor, dass in fast 29 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit in Deutschland psychische Probleme und Erkrankungen des Nervensystems die Ursache sind. Auch Unfälle in der Freizeit bergen bei Kindern und Schülern ein unmittelbares oder durch Spätfolgen bedingtes Risiko für Berufsunfähigkeit.

Varianten der Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler

Einige Berufsunfähigkeitsversicherungen für Schüler setzen in ihren Vertragsbedingungen die Berufsunfähigkeit mit Erwerbsunfähigkeit gleich. Damit sind die Voraussetzungen für die Erbringung der Berufsunfähigkeitsversicherung Leistung deutlich strenger. Eine gute BU zahlt schon bei mindestens sechs Monate anhaltender, mindestens 50-prozentiger Berufsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit. Enthält die BU-Police hingegen eine Schülerklausel oder Schuldienstklausel, handelt es sich nicht um eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern um eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Eine Rente wird in diesem Fall erst dann gezahlt, wenn der Versicherte keine Tätigkeit für mehr als drei Stunden täglich für die Dauer von mindestens drei Jahren ausüben kann. Wenn also ein Kind durch einen Unfall an den Rollstuhl gebunden ist, kann es immer noch, wenn auch eingeschränkt, am Unterricht teilnehmen – die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt in diesem Fall nicht, die echte Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen schon. Tatsächlich handelt es sich bei den meisten vermeintlichen Berufsunfähigkeitsversicherungen für Schüler um Erwerbsunfähigkeitsversicherungen mit Wechseloption. Diese sind zwar zunächst günstiger, kalkulieren aber bei einem Wechsel in die reguläre BU die Beiträge neu. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist meist nicht erforderlich, aber ein wichtiger Vorteil der BU für Schüler wird hinfällig: die dauerhaft niedrigen Prämien.

Kosten einer BU für Schüler

Die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten für Schüler fallen vergleichsweise gering aus, da in der Regel kaum Vorerkrankungen bestehen. Die Gesundheitsprüfung ist eine notwendige Prozedur im Rahmen der Antragsstellung. Mittels Berufsunfähigkeitsversicherung Gesundheitsfragen wird der aktuelle und vergangene Gesundheitszustand erhoben und für die Berechnung der monatlichen Prämien herangezogen.

Je schlechter die gesundheitliche Verfassung, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Risikozuschläge erhoben, Leistungsausschlüsse festgelegt oder Anträge gar abgelehnt werden. Wer bereits als Schüler eine BU abschließt, ist hier klar im Vorteil: Die wenigsten jungen Menschen haben bereits gesundheitliche Probleme und profitieren so von verhältnismäßig günstigen monatlichen Prämien. Oft sind es lediglich Allergien, in der Kindheit erfolgte Unfälle oder potenziell gefährliche Hobbies, wie etwa Reiten, die zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen können.

Wenn es sich um eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit Schülerklausel handelt, sind die Beiträge nochmals günstiger. Die Bedingungen für die Leistungen sind hingegen sehr streng. Eltern, die das staatliche Kindergeld nicht zur Bestreitung des Lebensunterhalts brauchen, können daher einen Teil davon sinnvoll in eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung investieren. Wenn der konkrete Beruf des Schülers bei der Gesellschaft versicherbar ist, können die mit diesem Status verbundenen günstigen Beiträge oft ein Leben lang beibehalten werden. Das gilt in vielen Fällen auch, wenn später ein anderer Beruf ausgeübt wird.

Was bei der BU-Police für Schüler zu beachten ist

  • Nachversicherungsgarantie

Eine BU für Schüler sollte unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung Nachversicherungsgarantie enthalten. Diese Klausel ermöglicht es den Versicherten, ihre monatliche BU-Rente nachträglich zu erhöhen, ohne dass sie eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen müssen. Die ursprünglich vereinbarte Summe kann nach Veränderung von Lebensumständen nicht mehr ausreichend sein. Wenn etwa das Einkommen des Versicherten steigt, er heiratet oder ein Kind bekommt, erhöht sich sein finanzieller Bedarf. In der Regel ist für die Erhöhung der BU-Leistung keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Die monatlichen Prämien steigen jedoch je nach Erhöhung der BU-Rente an.

  • Änderung des Berufs

Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden Schüler entweder als solche oder für ihren in der Zukunft angestrebten Beruf versichert. Da die Tätigkeit als Schüler nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für Berufsunfähigkeit birgt, werden die Versicherten in eine niedrige Risikogruppe eingestuft, die auch verhältnismäßig geringe Beiträge kostet. Auch akademische Berufe gelten bei Versicherungen als risikoarm; handwerkliche, künstlerische oder sportliche Berufe werden hingegen höher eingestuft. Eine gute BU für Schüler stuft Versicherte nicht nachträglich in eine ungünstigere und teurere Risikogruppe herab, selbst wenn sie anstelle eines Ingenieurs letztendlich Kfz-Mechatroniker werden. Auch eine Nachmeldung des Berufswechsels wird von guten Berufsunfähigkeitsversicherungen nicht gefordert.

  • Versicherungs- und Leistungsdauer

Wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Erwerbstätige sollte auch eine BU-Police für Schüler einen ausreichend langen Versicherungsschutz vorsehen. Der Versicherungsschutz sollte möglichst bis zum 67. Lebensjahr bestehen. In diesem Alter ist mit dem Eintritt in die reguläre Altersrente zu rechnen.

Einige Versicherungen kündigen die Police zu einem in den Versicherungsbedingungen angegebenen Zeitpunkt, wenn der Versicherte seinen Beruf gewechselt hat. Solche Anbieter möchten den Berufswechsel als Anlass zur neuen Berechnung der Prämien nutzen und sollten gemieden werden.

  • Verweisung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler sollte auf jeden Fall auf die abstrakte Verweisung verzichten. Ansonsten kann die Gesellschaft die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente verweigern, wenn der Versicherte noch fähig ist, in einem anderen Beruf als dem eigenen zu arbeiten. Da durch die verklausulierte Formulierung das Verweisungsrecht der Versicherung oft nicht als solches erkannt wird, ist es immer ratsam, die Versicherungsbedingungen vor Abschluss der Police mit einem Experten zu besprechen.

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