Private Rentenversicherung im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick.

  • Tests decken große Kostenunterschiede auf
  • Hohe Gebühren drücken die Rentenhöhe
  • Optimale Renten­versicherung jetzt finden

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Zuletzt aktualisiert: November 2019

Private Renten­versicherung im Test: Die aktuellen Testsieger im Vergleich

Bei der privaten Renten­versicherung stehen verschiedene Formen zur Auswahl: Von klassischen Tarifen über Mischformen bis hin zu fonds­gebundenen Angeboten findet jeder eine passende private Renten­versicherung. Tests zeigen, welche Versicherer die besten Tarife bieten. Sehr gute Bewertungen erhalten vor allem günstige Anbieter.

 

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Immer gut zu wissen

Private Renten­versicherung im Test: Wer überzeugt 2019?

Die private Renten­versicherung ist eine langfristig ausgelegte Altersvorsorge. Versicherte legen Jahr für Jahr Geld zur Seite. Dafür erhalten sie später eine lebenslange, stabile Rente. Je nach Vertrag wissen Kunden bereits beim Abschluss, wie hoch ihr zusätzliches Altersgeld mindestens ausfällt.

Darüber hinaus können Sparer mit Rentenbeginn zwischen einmaliger Auszahlung und monatlicher Rente wählen. So viel Flexibilität bietet längst nicht jede private Altersvorsorge. Entsprechend vielfältig sind die Tarife zur privaten Renten­versicherung gestaltet.

Um sich hier einen Überblick über empfehlens­werte Angebote zu verschaffen, helfen die aktuellen Tests aus 2019. Zusätzliche Orientierung bieten die bisherigen Testsieger zur privaten Rentenv­ersicherung.

Tipp:

Die Vergleiche basieren oftmals auf Personen, die sowohl beim Alter als auch bei der Beitragshöhe von den individuellen Vorstellungen abweichen. Daher ist es ratsam, persönliche Angebote bei der Wahl der privaten Renten­versicherung zu berücksichtigen, die auf die eigenen Wünsche zugeschnitten sind.

Private Renten­versicherung im Test 2019 bei Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im November 2019 die Leistungen von 22 privaten Renten­versicherungen untersucht. Dabei blickte die Verbraucher­organisation sowohl auf klassische Tarife mit Garantie­verzinsung als auch auf solche der sogenannten Neuen Klassik, die weniger Garantien bieten, aber dafür höhere Überschuss­beteiligungen in Aussicht stellen.

Im Vergleich zeigt der Rentenversicherung zeigt sich, dass Interessierte vor allem auf die Kosten für Abschlussgebühren und Co. achten sollten. Diese können bei 4,9 Prozent liegen wie beim Testsieger Europa, wenn der Kunde seinen Beitrag einmal jährlich einzahlt, oder bei bis zu 16 Prozent. Diese Gebühren mit einer guten Anlagestrategie wettzumachen, ist angesichts der Niedrigzinsphase eher unwahrscheinlich.

Wie hoch die Kosten bei der privaten Rentenversicherung sind, floss beim Vergleich der Stiftung Warentest zu 15 bis 20 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Zudem prüften die Tester den Anlageerfolg (40 bis 45 Prozent der Gesamtnote) und die Transparenz der Vertragsunterlagen (10 Prozent). Zuletzt wurde die Höhe der garantierten Rente (zwischen 15 und 25 Prozent) berücksichtigt.

Die Verbraucherorganisation ging bei ihrer Untersuchung von einer Modellkundin aus, die 30 Jahre lang 1.200 Euro jährlich in ihre private Altersvorsorge einzahlt. Zudem vereinbart sie eine Beitragsrückgewähr im Fall ihres Todes vor Auszahlung der Rente (Beitragsrückgewähr). Sollte sie in der Rentenphase sterben, soll das Altersgeld für zehn Jahre an Hinterbliebene ausgezahlt werden (Rentengarantiezeit).

Die Testsieger bei Stiftung Warentest

Drei der 22 privaten Rentenversicherungen erreichen im Test der Stiftung Warentest ein gutes Ergebnis:

  • Europa – „E-R“
  • InterRisk – „(D) SLR1“
  • HanseMerkur – „Vario Care“

Die Testsieger ermöglichen die folgenden garantierten Leistungen:

  • Europa - 124 Euro
  • InterRisk - 122 Euro
  • HanseMerkur - 113 Euro

Die Ergebnisse der privaten Rentenversicherungen, die lediglich garantieren, zum Auszahlungs­beginn die eingezahlte Beitragssumme (36.000 Euro) zu leisten, fällt weniger gut aus. Nur drei Tarife sind aus Sicht der Stiftung Warentest befriedigend:

  • Allianz – „PrivatRente Perspektive“
  • Saarland – „N(I)-ARP“
  • Continentale – „RCB und RCP“

Die garantierte Rente liegt hier bei maximal 110 Euro im Monat. Von allen 22 privaten Renten­versicherungen kann dabei die Allianz allerdings als einzige in den Bereichen Anlageerfolg und Transparenz mit einer sehr guten Bewertung punkten.

Auch in den Jahren 2017 und 2016 hat die Stiftung Warentest Rentenversicherungen untersucht. Das Fazit der Untersuchungen lautete:

  1. Klassische Verträge mit Garantie­verzinsung werden aufgrund der Niedrigzins­phase immer seltener. Wer eine entsprechende Renten­versicherung abschließt, sollte auf eine Vertrags­laufzeit von mindestens 20 Jahren achten. Bei einer kürzeren Laufzeit kann sich die private Renten­versicherung als Minusgeschäft erweisen. Hier sollten Interessierte Alternativen in Betracht ziehen.
  2. Fonds­gebundene Renten­versicherungen „sind häufig teuer und unrentabel. Wer aber lange Zeit für eine Zusatzrente sparen will, findet einzelne günstige Tarife mit guten Fonds“, schreibt die Verbraucher­organisation in ihrer Untersuchung in der Finanztest-Ausgabe 12/2016.

Aufgrund der Kosten rät die Stiftung Warentest zu Tarifen, die auf sogenannten ETFs basieren. Im Vergleich zu normalen Aktienfonds fallen bei diesen die Gebühren für Fondsmanager weg, sodass sich die Effektiv­kosten der Versicherung auf unter einem Prozent reduzieren. Je geringer die Abzüge sind, desto mehr Geld kann auf dem Aktienmarkt arbeiten und Rendite erzielen.

Aktuelle Nachrichten zur Altersvorsorge

Private Renten­versicherung im Test 2019

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Januar 2019 knapp 30 Versicherer hinsichtlich ihrer privaten Renten­versicherung untersucht. Der Test stützt sich dabei zu je 50 Prozent auf einer Leistungs- und einer Serviceanalyse. Welche Tarife genau untersucht wurden, geht aus dem Vergleich allerding nicht hervor.

Beim Vergleich der Leistungen zeigen sich große Unterschiede zwischen den privaten Renten­versicherungen:

Insgesamt erreichen sechs Versicherer für ihre Leistungen eine sehr gute Bewertung:

  • Allianz
  • Hannoversche
  • Neue Leben
  • Continentale
  • Württembergische
  • Alte Leipziger

Beim Service fallen die Ergebnisse weniger erfreulich aus. Kein Anbieter schneidet besser als befriedigend ab. Mehr als die Hälfte ist sogar nur ausreichend. Das liegt dem Vergleich zufolge unter anderem an der oberflächlichen Beratung zu den Altersvorsorge­themen am Telefon und per E-Mail.

Im Gesamtergebnis setzen sich drei Versicherer im Test mit ihrer privaten Renten­versicherung durch.

Unter­nehmen Punkte von 100 möglichen Überzeugt durch
Alte Leipziger 74,3 hervor­ragende Leistungen bei fonds­gebundener und klas­sischer Privatrente
Hannoversche 73,8 überdurch­schnittlich hohe garantierte Ablauf­leistung
Continentale 72,9 überzeugende Leistungen bei der klas­sischen privaten Renten­versicherung

Rentenleistungen im Test

Wie viel Rente Versicherte heute erhalten, die vor 12 oder 20 Jahren eine private Renten­versicherung abgeschlossen haben, zeigt die aktuelle Analyse des Branchen­dienstes Map-Report aus dem Mai 2019.

19 Anbieter stellten sich dem Vergleich. Dabei wurde von einem 43-jährigen beziehungsweise 51-jährigen Modellkunden ausgegangen, der jährlich 1.200 Euro in seinen Vertrag eingezahlt hat.

Tipp:

Welche Monatsrente bei verschiedenen privaten Renten­versicherungen möglich sind, zeigt ein individueller Tarifvergleich auf.

Private Renten­versicherungen im Vergleich: Weitere Top-Tarife

Ende Dezember 2018 warf die Rating­agentur Franke und Bornberg einen intensiven Blick auf über 300 private Renten­versicherungen. Untersucht wurden dabei die drei Kriterien:

Trans­parenz

Produkt­konzept

Flexibilität

Die Tester prüften beispiels­weise,

  • wie sich der Vertrag an Veränderungen im Leben des Versicherten anpassen lässt und
  • wie verständlich und kunden­orientiert die Vertrags­bedingungen gestaltet sind.

Die privaten Renten­versicherungen wurden in eine von fünf Klassen eingeteilt. Neben klassischen und fonds­gebundenen Tarifen wurden auch solche der sogenannten Neuen Klassik überprüft. Diese bieten keinen Garantiezins, können aber durch flexible Anlagemöglich­keiten der Beiträge eine höhere Überschuss­beteiligung erzielen.

Daneben standen garantie- sowie beitrags­orientierte hybride Renten­versicherungen auf dem Prüfstand. Bei letzteren entscheiden die Kunden, wie viel Geld in Fondsanlagen wandert und wie viel als Sicherungs­vermögen investiert wird.

Von den 328 untersuchten privaten Renten­versicherungen erreichen 26 die beste Bewertung „FFF+“, darunter:

Beste private Renten­versicherung finden

Die Ratingagentur Franke und Bornberg weist darauf hin, dass ihr Vergleich lediglich die grundsätzliche Qualität einer Versicherung widerspiegelt. „Eine individuelle Beratung, bei der auch die persönliche Situation berücksichtigt wird, kann sie jedoch nicht ersetzen“, so die Experten.

Insbesondere mit Blick auf die Frage, wie sicherheits- und risiko­orientierte Sparer ihr Geld investieren wollen, ist dieser Hinweis wichtig. Denn die private Renten­versicherung bietet für jeden Spartyp zwar einen passenden Tarif. Diesen jedoch aus der Vielfalt der Angebote zu finden, ist ohne professionelle Unterstützung meist nicht möglich.

Mit der Hilfe eines Experten werden Interessierte nicht nur auf Stolperfallen aufmerksam und erhalten einen umfassenden Kostenvergleich verschiedener Angebote. Sollte die private Rentenversicherung zudem nicht die optimale Altersvorsorge für die individuelle Ruhestands­planung darstellen, informiert der Fachmann über sinnvolle Alternativen.