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Private Rentenversicherung im Test

Aktuelle Testsieger im Überblick
Private Rentenversicherung im Test
  • Tests decken große Kostenunterschiede auf
  • Hohe Gebühren drücken die persönliche Rentenhöhe
  • Mit individuellem Angebot optimale Rentenversicherung finden

Private Rentenversicherung im Test: Die aktuellen Testsieger im Vergleich

Bei der privaten Rentenversicherung haben Interessierte die Auswahl zwischen verschiedenen Formen: Von klassischen Tarifen über Mischformen bis hin zu fondsgebundenen Angeboten lässt sich für jeden Spartyp eine optimale private Rentenversicherung finden. Tests zeigen, welche Versicherer die besten Tarife bieten. Sehr gute Bewertungen erhalten vor allem günstige Anbieter.

Zuletzt aktualisiert: September 2018

Private Rentenversicherung im Test: Wer überzeugt 2018?

Mit einer privaten Rentenversicherung entscheiden sich Sparer für eine Form der privaten Altersvorsorge, die auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Einerseits legen Versicherte Jahr für Jahr Geld zur Seite, um ihren Vertrag zu besparen. Andererseits erhalten sie im Rentenalter eine lebenslange private Rente. Bei einigen Varianten wissen Kunden bereits bei Vertragsabschluss, wie hoch ihr zusätzliches Altersgeld mindestens ausfällt.

Darüber hinaus haben Versicherte mit Rentenbeginn die Wahl zwischen einer einmaligen Auszahlung oder einer monatlichen Rente. So viel Flexibilität bietet längst nicht jede private Altersvorsorge.

Um sich einen Überblick über empfehlenswerte Tarife zur privaten Rentenversicherung zu verschaffen, helfen unterschiedliche Tests. Dabei werden häufig mehrere Testsieger aufgrund der verschiedenen Varianten dieser Altersvorsorge ermittelt. Diese Vielfalt führt allerdings dazu, dass die Angebote schwer miteinander zu vergleichen sind. So gibt es für 2018 bisher nur einen aktuellen Test. Die bisherigen Testsieger zur privaten Rentenversicherung bieten eine zusätzliche Orientierung.

Tipp: Die Untersuchungen basieren oftmals auf Modellkunden, die sowohl beim Alter als auch bei der monatlichen Beitragshöhe meist von den individuellen Vorstellungen abweichen. Daher ist es ratsam, bei der Wahl der optimalen privaten Rentenversicherung persönliche Angebote zu berücksichtigen, die auf die eigenen Wünsche zugeschnitten sind.

Privatrenten im Test 2018

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat im April 2018 mehr als 50 Versicherungsgesellschaften und knapp 150 Tarife zur privaten Rentenversicherung untersucht. Die Angebote wurden in unterschiedliche Kategorien wie klassische und fondsgebundene Rentenversicherungen unterteilt.

Im Fokus des Vergleichs standen die vier übergeordneten Kriterien Rendite, Flexibilität, Unternehmensqualität sowie Transparenz und Service. Die Ergebnisse zur Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und zum Markterfolg des Unternehmens machten dabei 35 Prozent der Gesamtnote aus. Auf die Renditechancen entfielen 30 Prozent.

Bei den klassischen privaten Rentenversicherungen erhalten 13 der 22 getesteten Unternehmen eine sehr gute Bewertung. Die Top 3 setzt sich dabei aus:

Europa – „E-R Rentenversicherung Pur“ (Note 1,3)
R+V – „PrivatRente“ (1,4)
Continentale – „Rente Classic“ sowie Hannoversche – „Bausteinrente“ (beide 1,5)

Bei privaten Rentenversicherungen, die auf Fonds basieren, unterschieden die Tester zwischen Tarifen, bei denen Versicherte mindestens ihre eingezahlten Beiträge als private Rente ausgezahlt bekommen, und Angebote ohne Garantie. Bei der letztgenannten Variante ist die Renditechance am größten.

Dem Test zufolge bieten

Allianz mit „PrivatRente InvestFlex“ (1,0),
Alte Leipziger mit „Flexible Fondsrente AL_Fonds“ (1,3) sowie
Stuttgarter („FlexRente performance safe“), AXA („Relax PrivatRente Chance“) und Württembergische („Genius PrivatRente FRH“, alle 1,4)

die besten fondsgebundenen Rentenversicherungen mit Beitragsgarantie.

Ganz ohne Garantie finden Interessierte laut dem Vergleich Top-Tarife bei Allianz („PrivatRente InvestFlex“, 1,1), Alte Leipziger („AL_RenteFlex, 1,3) und Europa („E-FR Fonds-Rente“), Versicherungskammer Bayern („PrivatRente FlexVario“) sowie Württembergische („Genius PrivatRente FRH“, alle 1,4).

Tipp: Anhand des Tarifsnamen lässt sich auf den ersten Blick kaum erkennen, welche Garantien mit der privaten Rentenversicherung einhergehen. Interessierte sollte daher die Vertragsbedingungen genau prüfen.

Private Rentenversicherung im Test bei Stiftung Warentest

Die letzten Tests der renommierten Stiftung Warentest aus den Jahren 2017 und 2016 kommen zu diesen Ergebnissen:

  1. Viele Versicherer bieten aufgrund der Niedrigzinsphase keine klassischen Verträge mit Garantieverzinsung mehr an. Bei Gesellschaften mit garantierter Verzinsung sollte die Vertragslaufzeit möglichst 20 Jahre oder mehr betragen, sodass Sparer ihre eingezahlten Beiträge als Rente oder Einmalzahlung wieder ausgezahlt bekommen. Bei einer kürzeren Laufzeit kann sich die private Rentenversicherung als Minusgeschäft erweisen. Hier sollten Interessierte Alternativen in Betracht ziehen.
     
  2. Fondsgebundene Rentenversicherungen „sind häufig teuer und unrentabel. Wer aber lange Zeit für eine Zusatzrente sparen will, findet einzelne günstige Tarife mit guten Fonds“, schreibt die Verbraucherorganisation in ihrer Untersuchung zu Policen mit Fonds in der Finanztest-Ausgabe 12/2016.

Die Stiftung Warentest rät aufgrund der Kosten zu fondsgebundenen Tarifen, die auf sogenannten ETFs basieren. Da diese nicht aktiv gemanagt werden, fallen die Kosten für Fondsmanager weg. Einige Anbieter schaffen es so, die Gebühren für die Fonds und für die Versicherung auf unter ein Prozent zu reduzieren. Je geringer die Abzüge sind, desto mehr Geld kann auf dem Aktienmarkt arbeiten und Rendite erzielen.

Für ihren Test Ende 2016 untersuchte die Stiftung Warentest 37 Angebote, die auf Fonds basieren, für einen 37-jährigen Musterkunden. Er zahlt jährlich 1.200 Euro in die private Rentenversicherung ein. Mit 67 Jahren soll der Vertrag ausgezahlt werden.

Dem Vergleich zufolge fallen unter anderem bei den folgenden privaten Rentenversicherungen weniger als ein Prozent Kosten pro Jahr an:

Versicherer Tarif Kosten in Prozent pro Jahr
CosmosDirekt Flexibler Vorsorgeplan Invest FFV 0,32
Nürnberger Beamten NBFR2810 0,91
Nürnberger NFR2810 0,95

Quelle: Finanztest 12/2016

Öko-Test findet nur wenige gute private Rentenversicherungen im Vergleich

Für die Ausgabe 11/2017 unterzog das Magazin Öko-Test mehr als 50 fondsgebundene Rentenversicherungen einem Test. Die Experten warnen dabei davor, dass „Vorsorgesparer bei Fondspolicen das Anlegerrisiko überwiegend oder komplett alleine tragen müssen.“ Einige Versicherer bieten allerdings auch fondsgebundene Tarife mit Beitragsgarantie an.

Für den Vergleich hat Öko-Test einen 30-jährigen Sparer vorausgesetzt, der monatlich 100 Euro einzahlt, sowie einen 55-jährigen Versicherten, der pro Monat 175 Euro anspart. Dabei zeigt sich: Entscheiden sich die Kunden bei Rentenbeginn für eine Einmalauszahlung, ist dies in den allermeisten Fällen die bessere Wahl. Grund hierfür ist die Lebenserwartung, die die Versicherungsunternehmen für die monatlichen Rentenauszahlungen annehmen. Je länger diese ist, desto geringer fällt die Rente aus. Denn das angesparte Kapital muss mindestens zur angenommenen Lebenserwartung reichen.

Keine Rentenversicherung überzeugt im Test von Öko-Test vollends und erreicht den ersten Rang. Einige wenige der geprüften 54 Angebote platzieren sich mit einer guten Bewertung allerdings auf Rang 2, darunter:

Debeka (Tarif „Chance Invest)
CosmosDirekt („FFV mit ETF“)
Hannoversche („FondsRente FR3 mit ETF“)
Allianz („PrivatRente InvestFlex RF1U.GD“)
Württembergische („Genius PrivatRente“)
Alte Leipziger („Alfonds RF15“)

 

Zusatzleistungen verursachen Mehrkosten

Bei der privaten Rentenversicherung können Versicherte eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Versterben sie in dieser Zeit, wird die Rente bis zum Ablauf des Zeitraumes an Hinterbliebene weitergezahlt. So vermeiden Sparer, dass ihre Rentenzahlungen verlorengehen. Die Zusatzleistung gibt es jedoch nicht zum Nulltarif, sodass diese die Rendite drückt.

Private Rentenversicherung im Test beim Handelsblatt

Für das Handelsblatt hat die Ratingagentur Franke und Bornberg im Sommer 2017 verschiedene Varianten der privaten Rentenversicherung geprüft. Der Test bestätigt die Ergebnisse der bisherigen Vergleiche: Einerseits unterscheiden sich die Kosten stark. Andererseits müssen Sparer auf die Qualität der Fonds achten, damit sich ihre Altersvorsorge auszahlt.

Für die Untersuchung gingen die Experten von einem 32-jährigen Kunden aus, der monatlich 100 Euro in seinen Vertrag einzahlt. Zudem wünscht er sich eine zehnjährige Rentengarantiezeit und vereinbart darüber hinaus, dass das Vertragsguthaben ausgezahlt wird, sollte er vor Rentenbeginn sterben (sogenannte Beitragsrückgewähr). Unter welchen Gesichtspunkten die jeweiligen Tarife im Detail geprüft wurden, geht aus dem Test nicht hervor.

Aus den eingezahlten 100 Euro können je nach privater Rentenversicherung im besten Fall zwischen 166,50 Euro und 391 Euro monatliche Rente werden. Allerdings müssen die Versicherer dazu auf der einen Seite sehr gute Überschüsse erwirtschaften. Auf der anderen Seite muss sich der Aktienmarkt bei Tarifen, die auf Fonds setzen, wie erwartet positiv entwickeln. Garantieren können die Anbieter dagegen nur zwischen 105,89 Euro und 139,28 Euro Rente.

Tipp: Welche Monatsrente bei verschiedenen privaten Rentenversicherungen möglich sind, zeigt ein individueller Tarifvergleich auf.

Das Ergebnis

Mit der passenden Altersvorsorge Ruhestand finanziell absichern

Für den Test wurden klassische Tarife mit Garantieverzinsung sowie Rentenversicherungen der Neuen Klassik untersucht. Hierbei versprechen die Anbieter in der Regel nur noch, dass Versicherte ihre eingezahlten Beiträge wieder ausgezahlt bekommen. Durch die fehlende Garantieverzinsung im Vergleich zu rein klassischen Angeboten können die Versicherer das Geld ihrer Kunden flexibler anlegen. Somit besteht mehr Aussicht auf Rendite.

Auch Rentenversicherungen, die auf Fonds basieren, wurden durchleuchtet. Berücksichtigt wurden Angebote, die eine volle, eine 80-prozentige und keine Beitragsgarantie bieten. Schließlich standen Indexpolicen auf dem Prüfstand, bei denen das Kapital in günstige Indexfonds gesteckt wird.

Im Gesamtergebnis werden einige private Rentenversicherungen sehr gut bewertet. Andere erreichen dagegen nur eine befriedigende oder ausreichende Gesamtnote. Dies zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Angebote im Vorfeld vor allem hinsichtlich der Kosten und der Rentenhöhe zu vergleichen.

Zu den Testsiegern beim Handelsblatt zählen:

Klassik    Europa „Rentenversicherung Pur E-R“,
Allianz „PrivatRente R2 (E70)“,
Hannoversche „Bausteinrente Tarif R4“
Neue Klassik Allianz „PrivatRente Perspektiv RSK (E170)“,
Neue Leben „aktivplan HRV2“
Indexbeteiligung Württembergische „PrivatRente Index Clever IR“,
HDI „TwoTrust Selekt Privatrente RX“,
Stuttgarter „index-safe 63GKo“

Sowie unter den fondsorientierten Rentenversicherungen mit unterschiedlicher Garantie:

100 Prozent Garantie AXA „Relax Rente Comfort ALVI1“,
AXA „Relax Rente Chance ALVI1“,
Allianz „PrivatRente KomfortDynamik RFKU 1 (E270)“
80 Prozent Garantie Stuttgarter „Flex-Rente performance-safe 83oG“,
Stuttgarter „performance-safe 83oG“,
Continentale „Rente Garant RG“
Keine Garantie Neue Leben „aktivplan HRV2 (Fonds)“,
Europa „LiveInvest E-FR“,
Debeka „Chance Invest CA6I“

Beste private Rentenversicherung finden

Franke und Bornberg weist darauf hin, dass ihre Bewertung die grundsätzliche Qualität eines Versicherungsproduktes widerspiegelt. „Eine individuelle Beratung, bei der auch die persönliche Situation berücksichtigt wird, kann sie jedoch nicht ersetzen“, so die Ratingagentur.

Insbesondere mit Blick auf die eigenen Wünsche, wie sicherheits- oder risikoorientiert Sparer ihr Geld investiert wissen wollen, ist dieser Hinweis wichtig. Für jeden Spartyp bietet die private Rentenversicherung zwar einen passenden Tarif. Diesen jedoch aus der Vielfalt der Angebote zu finden, ist ohne professionelle Unterstützung meist auf Anhieb nicht möglich.

Mit der Hilfe eines Experten werden Interessierte nicht nur auf Stolperfallen aufmerksam und erhalten einen umfassenden Kostenvergleich verschiedener Angebote. Sollte die private Rentenversicherung zudem nicht die optimale Altersvorsorge für die individuelle Ruhestandsplanung darstellen, informiert der Fachmann über sinnvolle Alternativen.