Berufsunfähigkeit bei Hashimoto: Darum ist eine finanzielle Absicherung wichtig.

Berufsunfähigkeit ist ein Schicksal, das jeden treffen kann – völlig unabhängig vom Alter, vom Beruf oder von der Gesundheit. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen finanziellen Schutz, wenn die Existenz durch den Einkommensverlust bedroht ist. Krankheiten wie Hashimoto können diesem wichtigen Versicherungsschutz im Weg stehen.

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Berufsunfähigkeits­versicherung trotz Hashimoto: Das sollten Sie zum Vertragsabschluss wissen

Laut Statistik wird etwa jeder vierte Erwerbstätige im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig. Dabei sind es nicht ausschließlich Unfälle oder körperliche Behinderungen, die zu dem verfrühten Ausstieg führen. Eine Hauptursache sind psychische Probleme und Überlastungen. Aber auch gegen schwere Erkrankungen wie Krebs ist niemand immun. Berufsunfähigkeit kann also jeden treffen. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig für den Einkommensausfall vorzusorgen.

  • Die Gesundheit ist ein wesentlicher Faktor für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).
  • Bei chronischen Krankheiten wie Hashimoto können die Versicherer den Antrag zum Abschluss einer BU ablehnen.
  • Mithilfe eines Experten für Berufsunfähigkeitsversicherung können Versicherungsnehmer mit Vorerkrankungen einen passenden BU-Schutz finden.

Jedes Versicherungsunternehmen setzt bei der Beurteilung der BU-Anträge eigene Kriterien an und entscheidet über jeden Fall einzeln. Das ist für Betroffene mit einer Vorerkrankung wie Hashimoto eine Chance. Über eine anonyme Risikovoranfrage können sie sich Angebote von mehreren Versicherungsgesellschaften einholen. Was dafür zu tun ist, erfahren Leser auf dieser Seite.

Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit diesen Fragen zum Thema Berufsunfähigkeit und Hashimoto:

Diagnose Hashimoto: Führt die Krankheit zur Berufsunfähigkeit?

Die Krankheit mit dem ausgefallenen Namen, der an einen japanischen Comic erinnert, ist eine Schilddrüsenentzündung. Hashimoto (oder auch Hashimoto-Thyreoiditis) ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt. Der Name geht zurück auf den Entdecker, den japanischen Arzt Hakaru Hashimoto.

Die Schilddrüse, die unterhalb des Kehlkopfes liegt, spielt eine entscheidende Rolle für den Stoffwechsel. Ihre Hormone regulieren zahlreiche Körperfunktionen, unter anderem auch die Psyche. Bei Hashimoto attackieren die Abwehrkörper des Organismus jedoch irrtümlich das eigene Gewebe. Sie machen die Schilddrüsenzellen funktionsunfähig. Die Folge: Die Schilddrüse produziert zu wenige Hormone. Es kommt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse.

Oft bleibt die Erkrankung unbemerkt, bis sich die Entzündung der Schilddrüse an den ersten Symptomen zeigt.

Häufige Symptome bei Hashimoto-Thyreoiditis

Vorübergehend können bei Hashimoto zunächst Anzeichen für ein Schilddrüsenüberfunktion auftreten, unter anderem Unruhe, Zittern, häufigeres Schwitzen, Bluthochdruck und Schlaflosigkeit.

Erst nach und nach, wenn die Schilddrüse schon stark geschädigt ist, wird der Mangel an Schilddrüsenhormonen deutlich.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin:

  • Depressive Verstimmungen
  • Gewichtszunahme trotz unverändertem Appetit
  • Trockene Haut und strohiges Haar
  • Schlechte Durchblutung
  • Verlangsamter Puls
  • Muskelschwäche
  • Konzentrationsschwäche und Verringerung der Leistung
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Kopfschmerzen und Migräne

Symptome wie diese können jedoch viele Ursachen haben. Daher ist es für die Diagnose und die richtige Therapie wichtig, andere Erkrankungen wie etwa eine Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow) oder Burnout auszuschließen.

Welche Behandlung hilft bei Hashimoto?

Um Hashimoto wieder in den Griff zu bekommen, helfen nur Medikamente und Hormontabletten. Diese müssen Erkrankte in der Regel ein Leben lang einnehmen. Auch eine Umstellung der Ernährung trägt zum Ausgleich des Hormonmangels bei.

Die Ursachen für Hashimoto sind noch nicht geklärt. Neben genetischen Veranlagungen spielen auch Stress oder Viruserkrankungen bei der Entstehung eine Rolle. Statistiken zufolge sind Frauen davon etwa neunmal häufiger betroffen als Männer.

Wird die Schilddrüsenentzündung rechtzeitig behandelt, können Betroffene weitgehend symptomfrei, also ganz normal weiterleben. Hashimoto führt daher nicht direkt und zwangsläufig zu einer Berufsunfähigkeit.

Trotzdem ist es wichtig, dass Versicherungsnehmer mit dieser Diagnose die Vorerkrankung bei den Gesundheitsfragen im BU-Antrag angeben. Denn sollte ein Leistungsfall eintreten und der Versicherte die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente beantragen, prüft der Versicherungsanbieter alle Angaben aus dem Vertrag. Selbst wenn Hashimoto nicht die Ursache für die Berufsunfähigkeit ist, kann sich der Versicherer weigern, die BU-Rente zu zahlen, wenn die Vorerkrankung verschwiegen wurde.

Warum ist eine private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit sinnvoll?

Wer keine BU-Versicherung hat, kann im Fall einer Erwerbsunfähigkeit nur die staatliche Erwerbsminderungsrente beantragen. Doch diese Leistung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ist an Voraussetzungen gebunden. Außerdem ist diese Rente so gering, dass sie der Grundsicherung gleichkommt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt hingegen vor dem Einkommensverlust und sichert den gewohnten Lebensstandard.

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Berufsunfähigkeits­versicherung trotz Hashimoto: Wie geht das?

Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung gilt der allgemeine Grundsatz: Je besser die Gesundheit, desto besser der Tarif und desto günstiger die Kosten der BU.

Hat der Versicherungsnehmer bereits Vorerkrankungen, ist schnell die Rede davon, dass er nicht versicherbar sei. Denn jede Krankheit erhöht aus Sicht der Versicherer die Wahrscheinlichkeit, dass eine Berufsunfähigkeit eintreten wird. Deshalb prüfen sie dieses Risiko vor der Annahme des Vertrages, indem sie sich ein genaueres Bild von dem Interessenten machen. Sie fragen daher nach Details über Beruf, Lebensstil, Hobbys und zum Gesundheitszustand.

Die Gesundheitsfragen

An einer Gesundheitsprüfung kommt kein Antragsteller vorbei. Je nach Anbieter und je nach Tarif kann dieser Check mehr oder weniger ausführlich ausfallen. In der Regel betreffen die Gesundheitsfragen die Krankengeschichte, Behandlungen und Diagnosen aus den vergangenen fünf bis zehn Jahren.

Bei Schilddrüsenerkrankungen muss der Antragsteller oft zusätzliche Fragen beantworten, zum Beispiel:

  • Gab es Zeiten von Arbeitsunfähigkeit wegen der Beschwerden?
  • Welche Untersuchungen haben bereits stattgefunden?
  • Gab es Beschwerden innerhalb der letzten zwölf Monate?
  • Wird die Erkrankung mit Medikamenten behandelt?

Wie bewerten Versicherer Vorerkrankungen?

Anhand der Angaben aus der Risikoprüfung entscheiden Versicherungsanbieter, ob sie den Antragsteller gegen Berufsunfähigkeit versichern wollen, und wenn ja, zu welchen Konditionen. Neben der Ablehnung sind folgende Anpassungen der Vertragsbedingungen für eine BU möglich:

Leistungs­ausschluss: Der Anbieter klammert Schild­drüsen­erkrankungen aus dem Versicherungs­schutz aus.

Risikozuschlag: Der Anbieter berechnet wegen des Risikos höhere Kosten für die BU-Police.

Hashimoto in der Berufsunfähigkeits­versicherung: Womit müssen Versicherungsnehmer rechnen?

Die gute Nachricht ist: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist trotz Hashimoto durchaus möglich.

Oft hängt die Entscheidung zur Zusage oder Absage davon ab, ob starke Beschwerden auftreten oder ob der Betroffene die Krankheit mithilfe von Medikamenten gut im Griff hat. Zu einer Ablehnung oder zu einem Ausschluss kommt es bei Schilddrüsenerkrankungen sogar eher selten. Vielmehr berechnen Versicherungsunternehmen Beitragszuschläge.

Für einige Versicherer sind Schilddrüsenerkrankungen auch gar kein Risiko, sie bieten den BU-Vertrag zu normalen Konditionen an.

Fest steht: Es kommt auf den Einzelfall an. Dabei ist es für den Versicherer hilfreich, wenn im Antrag viele Unterlagen enthalten sind, die den Verlauf der Krankheit dokumentieren, etwa Gutachten und Arztberichte.

Wie finden Interessierte heraus, wie die Versicherungsanbieter Hashimoto bei der Berufsunfähigkeitsversicherung einschätzen und welche Vertragsunterlagen sie brauchen? – Am besten natürlich, indem sie bei verschiedenen Versicherern unverbindlich anfragen. Was einfach klingt, ist für den Verbraucher jedoch nicht so einfach zu erledigen. Für diese Aufgabe braucht er die Hilfe eines Versicherungsexperten. Er hat die richtigen Mittel, um Interessierte bei der sogenannten anonymen Risikovoranfrage zu unterstützen.

Was ist eine anonyme Risikovoranfrage und wie funktioniert sie?

Die anonyme Risikovoranfrage ist ein Verfahren, bei dem ein Versicherungsberater bei mehreren BU-Versicherern anonym und unverbindlich anfragt und dabei alle Vertragsunterlagen sowie die ausgefüllten Gesundheitsfragen einreicht.

Weil die Anfrage anonym erfolgt, werden die Daten des Versicherungsnehmers nicht in dem sogenannten Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft gespeichert. Das ist eine Art „Schwarze Liste“, auf der Antragsteller landen, die einmal eine Ablehnung erhalten haben. Aus diesem Grund sollten Verbraucher besser nicht auf eigene Faust Anfragen senden.

Die Versicherer teilen dem Berater ihre Einschätzung und ihr Versicherungsangebot mit, also Annahme, Vertrag mit Risikozuschlag, Versicherung mit Leistungsausschluss oder Ablehnung. Der Versicherungsexperte kann Interessierten beim Vergleich und bei der Auswahl einer passenden Berufsunfähigkeitsversicherung helfen. Sollten nur Ablehnungen zurückkommen, unterstützt er sie bei der Suche nach einer alternativen Versicherung zur BU.

Personen mit Vorerkrankung müssen für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung also ein bisschen Aufwand einplanen, zum Beispiel für die genaue und wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen. Mit der professionellen Hilfe eines Versicherungsexperten können sie dann aber zügig zu einem passenden Angebot finden.

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