Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Unterschiede zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Zahlung erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit
  • Umwandlung ist möglich
  • Vorteil: Geringere Beiträge
  • Besonders lohnenswert für junge Leute und Studenten

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Unterschiede zur BU

Eine Erwerbsunfähigkeit besteht dann, wenn Sie weder Ihren bisher ausgeübten noch einen anderen Beruf ausüben können. Von der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten Sie nur in diesem Fall eine Rente wegen Erwerbsminderung. Eine solide Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen leistet schon, wenn Sie zu 50 % berufsunfähig werden. Sie zahlt eine Rente, deren Höhe Sie zuvor mitbestimmt haben. Dennoch kann eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung für einige Menschen eine Alternative zum Schutz gegen Berufsunfähigkeit bieten.

Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsminderung und Berufsunfähigkeit - Das sind die Unterschiede

Grundsätzlich muss man zwischen einer Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsminderung und Berufsunfähigkeit unterscheiden. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet beispielsweise nur dann eine finanzielle Unterstützung in Form einer monatlichen Rente, wenn der Betroffene erwerbsgemindert bzw. erwerbsunfähig ist. Das heißt, eine weitere berufliche Tätigkeit ist aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder psychischer Probleme gar nicht (Erwerbsunfähigkeit) oder nur noch in geringem Maße (Erwerbsminderung) möglich. Eine Berufsunfähigkeit liegt hingegen schon dann vor, wenn die dauerhafte Arbeitsunfähigkeit nur für den bisher ausgeübten Beruf gilt.

Schutz vor Erwerbsunfähigkeit als Alternative zur BU - Test der Finanztest

Die zur Stiftung Warentest gehörende Verbraucherzeitschrift Finanztest hat Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung untersucht (Finanztest Ausgabe 7/2012). Auch der Schutz vor Erwerbsunfähigkeit fand dabei Erwähnung. Im Vergleich zu Berufsunfähigkeitsversicherung bietet die Absicherungsvariante aber nur für bestimmte Personengruppen Vorteile in Form einer monatlichen Rente.

So kann die Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit sinnvoll sein, wenn Sie in der Ausbildung oder im Studium sind und deshalb womöglich noch keinen konkreten Beruf versichern können. In der Regel können Sie die Versicherung später in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umwandeln. Zudem ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung sehr günstig. Auch für Hausfrauen und andere Menschen mit einer unbezahlten Tätigkeit, sowie Selbständige, die Angestellte beschäftigen, kann eine Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit sinnvoll sein. Künstler und Menschen in einem anderen „nicht versicherbaren“ Beruf können ebenso die Erwerbsunfähigkeitsversicherung als Alternative zum Schutz gegen Berufsunfähigkeit abschließen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet jedoch weitaus umfangreichere Leistungen und sie greift auch früher. Deshalb sollte man auf eine Erwerbsunfähigkeitspolice nur dann zurückgreifen, wenn man beispielsweise aufgrund von Vorerkrankungen dort mit einer Ablehnung rechnen muss.

Der einzige allgemeine Vorteil einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist der geringe Beitrag. Sind Sie bei Berufsunfähigkeit aber noch immer fähig, einem anderen Beruf nachzugehen, erhalten Sie keine Zahlung durch die Versicherung. Eine Berufsunfähigkeitspolice ist daher vorteilhafter.

 

Stolperfalle

Werden bei der Gesundheitsprüfung Vorerkrankungen festgestellt, bietet Ihnen der Versicherer vielleicht an, die entsprechenden Erkrankungen per Leistungsausschluss nicht in den Versicherungsschutz zu integrieren. So lassen sich zwar mitunter Beiträge sparen, werden Sie dann aber aufgrund dieser Erkrankungen berufsunfähig, erhalten Sie keine Leistungen.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Erwerbsunfähigkeitsversicherung
Auch psychische Erkrankungen
sollten nicht verschwiegen werden.

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung fordern die Anbieter die Beantwortung von Gesundheitsfragen um das Berufsunfähigkeitsrisiko besser abschätzen zu können. Eine Versicherung ohne Gesundheitsprüfung ist kaum möglich. Ähnlich verhält es sich bei dem Erwerbsunfähigkeitsschutz, allerdings sind hier die Fragen mitunter weniger umfangreich, auch ist es mit bestimmten Vorerkrankungen zwar nicht möglich eine BU-Police abzuschließen, wohl aber eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Vergleich verschiedener Angebote

Wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung für Sie nicht in Frage kommt, sollten Sie sich umfassend über Alternativen informieren. So gibt es neben der Erwerbsunfähigkeitsversicherung auch Alternativen wie die private Unfallversicherung oder die Schwere Krankheiten Versicherung (Dread Disease Absicherung), mit denen sich Teilrisiken absichern lassen. In jedem Fall lohnt sich dazu ein Beratungsgespräch mit einem unserer Experten. Dieser kann Ihnen helfen, auch bei besonderen Voraussetzungen die optimale Versicherungslösung zu finden. Über einen Unfallversicherung Test können Sie ebenfalls aktuelle Testergebnisse einsehen und Tarife vergleichen.

 

Redaktions-Tipp

Selbständige, die Angestellte beschäftigen, können viele ihrer Aufgaben an diese delegieren. Viele Versicherungen zahlen daher bei Selbständigen erst dann, wenn eine Erwerbsunfähigkeit eingetreten ist. Insbesondere für Selbständige lohnt es sich daher zu überprüfen, welche der beiden Varianten am vorteilhaftesten ist. Beim Erwerbsunfähigkeitsschutz lassen sich mitunter Prämien sparen.

Überblick mit unserem Rechner

Bei der Vielfalt der Tarife ist es schwierig zu erkennen, welche Absicherung sich am besten für Ihre persönlichen Bedürfnisse eignet. Nutzen Sie jetzt unseren Rechner für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl des Anbieters besonders das Leistungsspektrum. Denn neben den monatlichen Kosten zählt schließlich der Versicherungsschutz im Notfall.

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